Waffe X-Men – Comic-Kritik

von Robin S.
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Ständig erscheinen neue Comics aus verschiedenen Universen, da ist es schwer, den Überblick zu behalten. Egal, ob DC, Marvel, Star Wars oder komplett andere Serien – immer stellt sich die Frage, was man sich als Nächstes holen soll. Um euch die Entscheidung etwas zu erleichtern und eine stärkere Übersicht zu gewährleisten, geben wir euch immer mal wieder Kritiken zu den neuesten deutschen Ausgaben verschiedener Comics. Viel Spaß mit unserer Kritik zu Waffe X-Men.

Erscheinungsdatum 23.12.2025
Zeichner ChrisCross
Autor Joe Casey
Format Softcover
Seitenanzahl 120
Stories Weapon X-Men (2025) 1-5
Preis 16,00€

Die Welt der X-Men war schon immer ein brodelnder Schmelztiegel aus Ideen, Ideologien und Identitäten. Kaum ein anderes Superheldenuniversum hat im Laufe der Jahrzehnte so viele unterschiedliche Teams hervorgebracht, die denselben Traum aus völlig verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Ob klassische Schulklassen, radikale Einsatztruppen oder moralisch fragwürdige Spezialeinheiten, die X-Men sind längst mehr als nur ein Team. Sie sind ein Konzept, das sich immer wieder neu erfindet und genau hier setzt Waffe X-Men an.

Im Zentrum steht ein neues Team, das bewusst mit Erwartungen spielt und vertraute Figuren in einen frischen Kontext setzt. Wolverine bringt einmal mehr seine unerschütterliche Präsenz und die raue Erfahrung zahlloser Schlachten mit. Deadpool sorgt für das kalkulierte Chaos, das jede Mission unberechenbar macht, während Cable als Stratege zwischen Zukunftsvision und militärischer Härte agiert. Diese Konstellation allein zeigt bereits, dass hier nicht die klassische Heldenformel im Vordergrund steht, sondern ein explosives Zusammenspiel starker Persönlichkeiten.

Besonders spannend ist jedoch die Rückkehr von Thunderbird. Eine Figur, die tief in der Geschichte der X-Men verwurzelt ist und deren früher Tod auf einer der ersten Missionen bis heute nachhallt. Dank Krakoa ist er nach 45 Jahren wieder Teil dieses Universums und seine Anwesenheit verleiht dem Comic eine zusätzliche emotionale und historische Ebene. Thunderbird steht sinnbildlich für das lange Gedächtnis der X-Men, für verlorene Chancen und neue Möglichkeiten, die sich nun eröffnen.

Danke an Panini für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars!

Waffe X-Men – Comic-Kritik

Inhalt:

Das neu formierte X-Team steht vor seiner ersten großen Bewährungsprobe und sie hat es in sich. Während Baron Strucker mit seiner gnadenlosen Super-Armee den Griff nach der Weltherrschaft wagt, formiert sich der Widerstand ausgerechnet aus den schärfsten Klingen des Marvel-Universums. Wolverine, Deadpool, Cable, Chamber und Thunderbird werfen sich ohne Netz und doppelten Boden in einen Kampf, der keine Gnade kennt und keine Pause erlaubt. Was folgt, ist ein explosiver Schlagabtausch aus roher Gewalt, bitterem Humor und heldenhaften Momenten, der sich unauslöschlich in die Geschichte dieser Figuren einbrennt.

Waffe X-Men ist ein neues Team, das wohl aus den zähesten Mitgliedern der X-Men besteht. Das sorgt für eine Storyline voller roher Gewalt und einer Menge Spaß. Diesen Spaß mit den Charakteren und der Geschichte merkt man den Autoren deutlich an, die viel Zeit damit verbringen, die Figuren von einem Kampf in den nächsten zu hetzen. Ich mag es auch, hin und wieder eine X-Men-Geschichte zu erleben, bei der ich meinen Kopf abschalten kann und mir nicht zu viele Gedanken um Politik machen muss. Das ist hier definitiv gelungen. Der Comic ist ein richtiges Spaßfest voller cooler Momente und einem neuen, spannenden Team.

Was noch dazu kommt, ist, dass wir in einem der letzten Kapitel auch eine frühe Mission der X-Men aus einer neuen Perspektive heraus erleben können. Das gibt dem Comic noch einmal einen extra Grund, ihn in die Hand zu nehmen. Und dann ist da natürlich noch Thunderbird, den man nach seinem früheren Tod in der Historie endlich wieder in voller Action und als Teil eines Teams erleben darf. So viele Gründe, den Comic zu erleben, auch wenn ich Waffe X-Men nur denen empfehlen würde, die eher auf die rohe X-Men-Seite stehen und auf eine Story ohne Tiefgang verzichten können.

Zeichnungen:

Die Zeichnungen von ChrisCross in Waffe X-Men sind genauso roh und gewalttätig wie die Story selbst. Das macht Spaß anzusehen und sorgt für einen coolen Moment nach dem nächsten. Generell weiß es die Linienführung gekonnt, zwischen sauber und ordentlich sowie richtig zerfetzt zu wechseln, immer passend zur Situation. Dadurch entstehen großartige Panels, die ich wirklich nicht anders als Kunst bezeichnen kann. So viele fantastische Bilder gibt es in diesem Comic zu sehen, dass ich ihn allein für seine Bildgewalt empfehlen muss.

Waffe X-Men – Comic-Kritik

Fazit zu Waffe X-Men:

Waffe X-Men ist ein Comic, der genau weiß, was er sein will, und diesen Anspruch ohne Umwege erfüllt. Statt komplexer politischer Untertöne oder schwerer moralischer Debatten setzt die Geschichte auf Tempo, Wucht und ein Team, das vor Persönlichkeit nur so strotzt. Die Zusammenstellung der Figuren wirkt bewusst überzeichnet und genau darin liegt ihr Reiz. Hier treffen rohe Gewalt, schwarzer Humor und markante Charaktere aufeinander, ohne dass der Comic vorgibt, mehr sein zu wollen, als er ist.

Besonders stark ist dabei der Umgang mit den Figuren. Wolverine, Deadpool und Cable funktionieren nicht nur einzeln, sondern entfalten im Zusammenspiel eine Dynamik, die den Comic durchgehend trägt. Die Rückkehr von Thunderbird verleiht der Geschichte zusätzliches Gewicht, ohne den Spaßfaktor auszubremsen. Seine Präsenz erinnert an die lange Geschichte der X-Men und verbindet brachiale Action mit einem Hauch von Nostalgie, der gerade langjährige Leser abholt.

Auch visuell bleibt Waffe X-Men im Gedächtnis. Die Zeichnungen unterstreichen den rohen Ton der Story und schaffen es, zwischen klarer Übersicht und bewusstem Chaos zu wechseln. Viele Panels wirken ikonisch und machen deutlich, dass dieser Comic nicht nur gelesen, sondern erlebt werden will. Die Bildgewalt ist dabei kein Selbstzweck, sondern unterstützt konsequent die erzählte Geschichte.

Unterm Strich ist Waffe X-Men ein kompromissloser Actioncomic, der vor allem dann überzeugt, wenn man bereit ist, sich auf genau diesen Ansatz einzulassen. Wer eine tiefgründige X-Men Saga sucht, wird hier nicht fündig. Wer jedoch Lust auf ein explosives Team, brutale Kämpfe und pures Comicvergnügen hat, bekommt ein rundes Gesamtpaket, das Spaß macht und im besten Sinne unterhält.

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