Doom – Herrscher der Welt Sonderband 2 – Comic-Kritik

von Robin S.
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Ständig erscheinen neue Comics aus verschiedenen Universen, da ist es schwer, den Überblick zu behalten. Egal, ob DC, Marvel, Star Wars oder komplett andere Serien – immer stellt sich die Frage, was man sich als Nächstes holen soll. Um euch die Entscheidung etwas zu erleichtern und eine stärkere Übersicht zu gewährleisten, geben wir euch immer mal wieder Kritiken zu den neuesten deutschen Ausgaben verschiedener Comics. Viel Spaß mit unserer Kritik zu Doom – Herrscher der Welt Sonderband 2.

Erscheinungsdatum 25.11.2025
Zeichner Kyle Hotz, Luca Maresca, u.a.
Autor Derek Landy, Steve Foxe, U.A., Benjamin Percy
Format Softcover
Seitenanzahl 144
Stories Superior Avengers 1, Red Hulk 2, Doctor Strange of Asgard 2, Thunderbolts: Doomstrike 2, Doom Academy 2, Doom’s Division 2
Preis 19,00€

Es ist eine Sache, die Welt zu erobern. Eine ganz andere ist es, sie dauerhaft zu kontrollieren. Genau an diesem Punkt setzt Doom – Herrscher der Welt Sonderband 2 an. Victor von Doom hat seine Position als Oberster Zauberer und faktischer Weltherrscher gefestigt, doch nun zeigt sich, was eine solche Machtverschiebung langfristig bedeutet. Ordnung wirkt etabliert, Strukturen scheinen neu geformt, und selbst klassische Heldenteams existieren nur noch im Schatten seiner Regentschaft.

Dabei geht es längst nicht mehr nur um offenen Widerstand gegen einen Tyrannen. Viel spannender ist die Frage, wie sich das Heldentum selbst verändert, wenn es unter Dooms Kontrolle neu definiert wird. Mit den Superior Avengers entsteht ein Team, das nicht gegen Doom kämpft, sondern innerhalb seines Systems agiert. Gleichzeitig rumort es weiter unter der Oberfläche, alte Allianzen werden auf die Probe gestellt und neue Konflikte brechen auf. Der zweite Band weitet damit das Szenario deutlich aus und vertieft das Bild einer Welt, die äußerlich stabil wirkt, innerlich jedoch alles andere als ruhig ist.

Auch diesmal herrscht Doom nicht im luftleeren Raum. Bucky Barnes wird in politische und moralische Konflikte verwickelt und trifft auf Citizen V sowie Ghost Rider. Jede dieser Begegnungen wirft neue Fragen auf. Was bedeutet Loyalität in einer Welt, die von einem einzelnen Mann dominiert wird? Und wie weit ist man bereit zu gehen, um Widerstand zu leisten oder die eigene Version von Ordnung durchzusetzen?

Was bedeutet es also, wenn selbst die Avengers unter Dooms Ägide neu definiert werden? Ist das noch Heldentum oder bereits Propaganda im Mantel der Gerechtigkeit? Genau hier setzt diese Kritik an und beleuchtet einen Band, der erneut weniger eine abgeschlossene Geschichte liefert als vielmehr ein vielschichtiges Panorama einer Welt unter totaler Kontrolle.

Danke an Panini für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars!

Doom – Herrscher der Welt Sonderband 2 – Comic-Kritik

Inhalt:

Doctor Doom herrscht weiterhin unangefochten über die Erde. Doch während seine Macht unerschütterlich scheint, entstehen neue Fronten. Sein Sohn stellt die Superior Avengers auf, ein Team, das den Anspruch erhebt, effizienter, kompromissloser und überlegen zu handeln. Parallel dazu gelingt Red Hulk die Flucht aus Dooms Gefängnis, was die fragile Stabilität ins Wanken bringt.

In Asgard geht Doctor Strange einem Mord nach und gerät dabei in ein Geflecht aus Intrigen und Magie. Bucky Barnes wiederum trifft auf Citizen V und Ghost Rider, Begegnungen, die alte Wunden aufreißen und neue Allianzen möglich machen. Die einzelnen Geschichten greifen erneut unterschiedliche Aspekte dieser neuen Weltordnung auf und erweitern das Bild einer Realität, die unter Dooms Kontrolle steht, aber längst nicht so ruhig ist, wie sie scheint.

Wie schon beim Vorgänger zeigt Doom – Herrscher der Welt Sonderband 2, dass Panini das Crossover weiterhin in thematisch gebündelten Sonderbänden präsentiert. Neben den bekannten Reihen kommt diesmal mit Superior Avengers 1 eine weitere Serie hinzu, die dem Konzept eine zusätzliche Perspektive verleiht. Dadurch wird das Universum noch breiter aufgefächert und die Frage nach echter Überlegenheit spannend variiert.

Doch auch hier zeigen sich die gleichen Stärken und Schwächen wie im ersten Band. Die Vielfalt der Perspektiven sorgt für Abwechslung und Spannung. Gleichzeitig handelt es sich erneut um Einstiege beziehungsweise fortgeführte Kapitel laufender Serien. Wer eine in sich geschlossene Handlung erwartet, wird auch diesmal nicht vollständig bedient. Stattdessen erhält man mehrere Puzzleteile eines größeren Gesamtbildes, das sich erst über weitere Bände hinweg vollständig erschließt. Trotz dieser fragmentierten Struktur macht das Lesen weiterhin großen Spaß, gerade weil jede Episode ihre eigene Tonalität und ihren eigenen Schwerpunkt besitzt.

Zeichnungen:

Auch visuell bleibt sich die Reihe treu. Die unterschiedlichen Künstler verleihen jeder Serie ihren eigenen Stil. Von der düsteren Wucht rund um Red Hulk über die mystisch angehauchten Szenen in Asgard bis hin zur selbstbewussten Inszenierung der Superior Avengers entsteht ein abwechslungsreiches Gesamtbild. Kein Kapitel gleicht dem anderen, was die Vielfalt des Konzepts unterstreicht und das Lesen kurzweilig hält. Die Panels sind dynamisch, die Figuren ausdrucksstark und die Atmosphäre jeweils passend zur erzählten Geschichte.

Doom – Herrscher der Welt Sonderband 2 – Comic-Kritik

Fazit zu Doom – Herrscher der Welt Sonderband 2:

Wie bereits der erste Band ist auch Doom – Herrscher der Welt Sonderband 2 kein klassischer Sammelband mit abgeschlossener Story, sondern ein weiterer Baustein in einem groß angelegten Crossover. Die Grundidee, die Welt aus unterschiedlichen Blickwinkeln unter Dooms Herrschaft zu zeigen, funktioniert erneut sehr gut. Besonders die Einführung der Superior Avengers bringt frischen Wind in das Szenario und erweitert das Machtgefüge um eine interessante Komponente.

Die größte Stärke bleibt die Perspektivvielfalt. Ob Doctor Strange in Asgard, Red Hulk auf der Flucht oder die neu formierten Superior Avengers, jede Geschichte beleuchtet eine andere Facette dieser autoritär stabilisierten Welt. Dadurch entsteht ein facettenreiches Gesamtbild, das Lust auf die nächsten Entwicklungen macht.

Gleichzeitig bleibt die Struktur die größte Schwäche. Auch dieser Band bietet keine abgeschlossenen Erzählungen, sondern setzt auf fortlaufende Serien. Wer sich darauf einlässt und das große Ganze im Blick behält, wird jedoch belohnt. Denn erzählerisch wie optisch bietet der Band viel Abwechslung und starke Momente.

Unterm Strich wiederholt Doom – Herrscher der Welt Sonderband 2 die Stärken und Schwächen seines Vorgängers, erweitert das Szenario jedoch sinnvoll um neue Figuren und Konflikte. Trotz der fragmentierten Struktur macht das Lesen weiterhin Spaß und vertieft das düstere, faszinierende Bild einer Welt unter Dooms eiserner Kontrolle.

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