Deadpool/Wolverine 3 – Comic-Kritik

von Robin S.
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Ständig erscheinen neue Comics aus verschiedenen Universen, da ist es schwer, den Überblick zu behalten. Egal, ob DC, Marvel, Star Wars oder komplett andere Serien – immer stellt sich die Frage, was man sich als Nächstes holen soll. Um euch die Entscheidung etwas zu erleichtern und eine stärkere Übersicht zu gewährleisten, geben wir euch immer mal wieder Kritiken zu den neuesten deutschen Ausgaben verschiedener Comics. Viel Spaß mit unserer Kritik zu Deadpool/Wolverine 3.

Erscheinungsdatum 27.01.2026
Zeichner Robert Gill
Autor Benjamin Percy
Format Softcover
Seitenanzahl 96
Stories Deadpool/Wolverine (2025) 7-10
Preis 12,00€

Schon seit Beginn dieser Miniserie war klar, dass Deadpool und Wolverine nicht angetreten sind, um das Rad neu zu erfinden. Stattdessen setzte die Reihe von Anfang an auf die größten Stärken ihrer Hauptfiguren: explosive Action, absurde Situationen und eine Dynamik, die kaum zwei andere Marvel-Charaktere in dieser Form bieten können. Während die ersten beiden Bände das Fundament legten und die Bedrohung Stück für Stück eskalieren ließen, nähert sich die Geschichte nun ihrem großen Finale. Die Frage ist längst nicht mehr, ob Deadpool und Wolverine die Welt retten können, sondern ob sie dabei nicht alles noch schlimmer machen.

Dabei hat sich die Ausgangslage deutlich verändert. Aus dem zunächst chaotischen Abenteuer ist ein Wettlauf gegen eine drohende Katastrophe geworden. Stryfes Pläne nehmen immer konkretere Formen an und die möglichen Konsequenzen reichen weit über das übliche Superheldenspektakel hinaus. Gleichzeitig bleiben die beiden Titelhelden ihren Rollen treu. Deadpool kommentiert selbst die aussichtslosesten Situationen mit gewohntem Wahnsinn, während Wolverine zunehmend die Geduld verliert und sich durch das immer größere Chaos kämpfen muss.

Gerade diese Mischung macht neugierig auf den Abschluss der Reihe. Die bisherigen Handlungsfäden laufen zusammen, offene Fragen verlangen nach Antworten und die Geschichte muss beweisen, dass die stetige Eskalation auch zu einem befriedigenden Ende führen kann. Deadpool/Wolverine 3 steht damit vor der Aufgabe, nicht nur größer, sondern auch runder zu werden als seine Vorgänger.

Danke an Panini für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars!

Deadpool/Wolverine 3 – Comic-Kritik

Inhalt:

Als Stryfe mithilfe von Wolverine endlich seinen verschollenen Helm wiederfindet, nimmt die drohende Katastrophe konkrete Formen an. Die Zukunft erscheint düsterer denn je und ausgerechnet das Legacy-Virus 2.0 sorgt dafür, dass weder Logan noch Wade jederzeit Herr ihrer eigenen Gedanken und Handlungen sind. Während Deadpool gemeinsam mit Maverick versucht, eine dystopische Zukunft abzuwenden, betritt zudem ein neuer Mutant die Bühne. Doch ob dieser Verbündeter oder Gegner sein wird, bleibt lange ungewiss. Während die Zeit davonläuft, müssen sich die Helden entscheiden, wem sie vertrauen können und wie weit sie bereit sind zu gehen, um das drohende Ende noch aufzuhalten.

Deadpool/Wolverine 3 liefert genau das, worauf die Reihe die ganze Zeit hingearbeitet hat. Die Geschichte ist größer, lauter und verrückter als zuvor. Dabei bleibt sie den Qualitäten der ersten beiden Bände treu, setzt diese aber konsequent auf die nächste Stufe. Die Action wirkt noch spektakulärer, die Gags sitzen weiterhin und durch die Zuspitzung der Handlung entsteht erstmals das Gefühl, dass tatsächlich etwas auf dem Spiel steht. Zwar sollte auch hier niemand eine tiefgründige Charakteranalyse oder besonders komplexe Erzählkunst erwarten, doch das will der Comic auch gar nicht sein.

Vielmehr funktioniert der Band als episches Finale eines durchgehend unterhaltsamen Abenteuers. Die verschiedenen Handlungsstränge finden zusammen, die Eskalation erreicht ihren Höhepunkt und die Serie schafft es, die Energie der Vorgänger bis zur letzten Seite aufrechtzuerhalten. Gerade weil die Reihe von Anfang an genau wusste, was sie sein möchte, fühlt sich dieser Abschluss so rund an.

Zeichnungen:

Robert Gill darf im Finale noch einmal aus dem Vollen schöpfen. Die ohnehin schon dynamische Inszenierung der ersten beiden Bände erreicht hier ihren Höhepunkt. Explosionen, Kämpfe und futuristische Bedrohungen werden mit einer Wucht dargestellt, die perfekt zum großen Finale passt. Jede Seite vermittelt das Gefühl, dass die Ereignisse außer Kontrolle geraten könnten.

Besonders stark ist dabei, wie Gill trotz der enormen Menge an Action stets die Übersicht behält. Die Panels bleiben klar lesbar, die Figuren wirken jederzeit präsent und selbst die chaotischsten Szenen verlieren nie ihre Wirkung. Das Ergebnis ist ein Comic, der optisch genau die Energie transportiert, die seine Geschichte benötigt.

Deadpool/Wolverine 3 – Comic-Kritik

Fazit zu Deadpool/Wolverine 3:

Deadpool/Wolverine 3 ist genau das Finale, das diese Reihe gebraucht hat. Der Band nimmt sämtliche Stärken seiner Vorgänger und verstärkt sie noch einmal deutlich. Die Chemie zwischen Deadpool und Wolverine funktioniert besser denn je, die Action erreicht neue Höhen und die Handlung schafft es tatsächlich, die zuvor aufgebaute Spannung zu einem befriedigenden Abschluss zu führen.

Besonders erfreulich ist, dass die Serie ihre Identität bis zum Schluss bewahrt. Auch im Finale versucht sie nicht plötzlich tiefgründiger oder bedeutungsschwerer zu wirken, als sie eigentlich ist. Stattdessen konzentriert sie sich auf das, was sie am besten kann: rasante Unterhaltung, absurde Einfälle, spektakuläre Kämpfe und zwei Figuren, deren Zusammenspiel allein schon den Kauf wert ist.

Wer die ersten beiden Bände mochte, bekommt hier die konsequente und größere Fortsetzung all dessen, was die Reihe bisher ausgezeichnet hat. Das Finale fühlt sich verdient an, bringt die Geschichte sauber zu Ende und hinterlässt genau das Gefühl, das ein Abenteuer mit Deadpool und Wolverine hinterlassen sollte: jede Menge Spaß. Unterm Strich ist Deadpool/Wolverine 3 der stärkste Band der Reihe und ein würdiger Abschluss für dieses herrlich überdrehte Antiheldenspektakel.

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