Ständig erscheinen neue Comics aus verschiedenen Universen, da ist es schwer, den Überblick zu behalten. Egal, ob DC, Marvel, Star Wars oder komplett andere Serien – immer stellt sich die Frage, was man sich als Nächstes holen soll. Um euch die Entscheidung etwas zu erleichtern und eine stärkere Übersicht zu gewährleisten, geben wir euch immer mal wieder Kritiken zu den neuesten deutschen Ausgaben verschiedener Comics. Viel Spaß mit unserer Kritik zu Doom – Herrscher der Welt Sonderband 5.
| Erscheinungsdatum | 27.01.2026 |
| Zeichner | Geoff Shaw, Kyle Hotz, u.a. |
| Autor | Derek Landy, Steve Foxe, U.A. |
| Format | Softcover |
| Seitenanzahl | 144 |
| Stories | Superior Avengers 4, Red Hulk 5, Doctor Strange of Asgard 5, Thunderbolts: Doomstrike 5, Doom Academy 5, Doom’s Division 5 |
| Preis | 19,00€ |
Es gibt Figuren im Marvel Kosmos, deren Geschichte untrennbar mit Macht, Hybris und dem Glauben an die eigene Überlegenheit verbunden ist. Victor von Doom gehört zweifellos dazu. Seit seinem ersten Auftreten als Erzfeind der Fantastic Four war Doom nie einfach nur ein Superschurke. Er war immer ein Visionär seiner eigenen Ordnung, ein Monarch, der überzeugt ist, dass nur seine Hand die Welt wirklich stabilisieren kann. Wissenschaft, Magie und politische Macht verschmelzen in ihm zu einer Figur, die gleichermaßen faszinierend wie furchteinflößend ist. Inzwischen hat Doom genau das erreicht, wovon er immer überzeugt war. Er steht als Oberster Zauberer und faktischer Weltherrscher an der Spitze der Erde.
Doch je länger diese neue Ordnung besteht, desto deutlicher zeigen sich ihre Konsequenzen für die übrigen Figuren des Marvel Universums. Doctor Strange sucht weiterhin in Asgard nach seinem Platz in einer Welt, in der er nicht mehr der oberste Hüter der Magie ist. Bucky Barnes kämpft mit den Thunderbolts im Verborgenen gegen Dooms Machtapparat. Red Hulk bleibt eine rohe Naturgewalt, die selbst von Dooms Armeen nur schwer zu kontrollieren ist. Gleichzeitig versuchen Teams wie die Superior Avengers innerhalb des Systems zu agieren, während junge Magier an der Doom Academy lernen müssen, was Magie in einer Welt bedeutet, die von einem einzigen Mann kontrolliert wird.
Genau an diesem Punkt setzt Doom – Herrscher der Welt Sonderband 5 an. Viele der Handlungsstränge, die über mehrere Bände hinweg aufgebaut wurden, erreichen hier entscheidende Wendepunkte. Einige Serien nähern sich ihrem Finale, andere bereiten bereits den großen Abschluss des gesamten Doom Events vor. Dabei bleibt die Reihe ihrem Grundkonzept treu und erzählt die Geschichte weiterhin aus verschiedenen Perspektiven.
Was passiert also, wenn sich mehrere dieser Storylines gleichzeitig ihrem Ende nähern? Und welche Konsequenzen hat das für eine Welt, die bereits so lange unter Dooms Kontrolle steht? Genau hier setzt diese Kritik an und wirft einen Blick auf einen Band, der viele seiner Geschichten zu explosiven Höhepunkten führt.
Danke an Panini für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars!

Inhalt:
Auch im fünften Band bleibt Doctor Doom unangefochten der mächtigste Mann der Welt. Doch unter der Oberfläche eskalieren die Konflikte zunehmend. Bucky Barnes und die Thunderbolts schlagen zurück und beginnen, gezielt gegen Dooms Strukturen vorzugehen. Gleichzeitig kommen immer mehr Geheimnisse rund um die sogenannten Superior Avengers ans Licht, was das Bild dieses angeblich überlegenen Heldenteams zunehmend ins Wanken bringt.
Parallel dazu erreicht Red Hulks Geschichte einen wichtigen Wendepunkt. Sein brutaler Überlebenskampf gegen Dooms Armeen steuert auf das Mittelfinale zu, während er sich weiterhin gegen eine scheinbar endlose Flut von Doombots behaupten muss. Seine Story bleibt dabei eine der rohesten und actionreichsten innerhalb der gesamten Reihe.
Auch auf der mystischen Ebene spitzen sich die Ereignisse zu. In Asgard entscheidet sich das Schicksal von Doctor Strange, dessen Reise durch Exil, Zweifel und neue Verantwortung hier einen entscheidenden Punkt erreicht. Gleichzeitig geraten an der Doom Academy die Dinge völlig außer Kontrolle, denn dort brechen monströse Kräfte los, die die jungen Magier an ihre Grenzen bringen.
Besonders auffällig ist, dass mehrere Serien innerhalb dieses Bandes ihr Finale erreichen. Doctor Strange of Asgard 5, Thunderbolts Doomstrike 5, Doom Academy 5 und Doom’s Division 5 beenden ihre jeweiligen Reihen und liefern dabei einige echte Knaller. Die Geschichten enden mit überraschenden Wendungen, starken Charaktermomenten und spannenden Ausblicken auf das kommende Finale des Doom Events und die Zukunft des Marvel Universums.
Während einige Storylines also ihren Abschluss finden, bewegen sich andere weiterhin auf ihr eigenes Finale zu. Besonders die Superior Avengers steuern spürbar auf ein Ende zu, während gleichzeitig neue Figuren ins Spiel kommen. Ein besonders interessantes Detail ist dabei das Comic Debüt von Ava Starr als Ghost innerhalb der Superior Avengers. Die Figur war zuvor vor allem durch ihre Darstellung im MCU bekannt und erhält hier nun ihren Platz innerhalb der Comic Kontinuität.
Wie schon in den vorherigen Bänden bleibt das Konzept gleich. Mehrere Serien werden in einem Sammelband zusammengeführt und erzählen gemeinsam ein großes Crossover aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Genau dadurch entstehen erneut sowohl die größten Stärken als auch die größten Schwächen der Reihe.
Zeichnungen:
Auch zeichnerisch bleibt sich die Reihe treu. Die verschiedenen Künstler sorgen erneut für eine große stilistische Vielfalt, die perfekt zu den unterschiedlichen Tonlagen der einzelnen Serien passt. Red Hulks brutale Kämpfe wirken roh und kraftvoll, während die mystischen Szenen in Asgard eine deutlich ruhigere und atmosphärischere Bildsprache besitzen.
Die Action rund um die Thunderbolts und die Superior Avengers ist dynamisch inszeniert und sorgt für einige spektakuläre Panels. Gleichzeitig besitzt auch die Doom Academy erneut ihre ganz eigene visuelle Identität, die zwischen jugendlicher Energie und düsteren Fantasy Elementen schwankt.
Diese stilistische Vielfalt gehört weiterhin zu den größten Stärken der Reihe. Jedes Kapitel fühlt sich visuell eigenständig an und bringt seine eigene Atmosphäre mit, wodurch der Sammelband abwechslungsreich bleibt.

Fazit zu Doom – Herrscher der Welt Sonderband 5:
Doom – Herrscher der Welt Sonderband 5 besitzt damit weiterhin die gleichen Stärken und Schwächen wie seine Vorgänger. Die Perspektivvielfalt sorgt für Abwechslung und zeigt erneut unterschiedliche Facetten einer Welt unter Dooms Kontrolle. Gleichzeitig bleibt die Struktur fragmentiert, da mehrere Serien parallel erzählt werden und nicht jede Geschichte direkt miteinander verbunden wirkt.
Der große Unterschied liegt diesmal jedoch in der erzählerischen Dynamik. Viele der Serien erreichen hier ihr Finale und liefern dabei einige echte Höhepunkte. Besonders Doctor Strange of Asgard, Thunderbolts Doomstrike, Doom Academy und Doom’s Division verabschieden sich mit starken Enden, überraschenden Wendungen und spannenden Andeutungen für das kommende Finale des gesamten Events.
Auch Red Hulks Geschichte gewinnt weiter an Intensität und steuert auf ihren eigenen Höhepunkt zu, während sich die Handlung rund um die Superior Avengers langsam ihrem Abschluss nähert. Dadurch entsteht deutlich stärker als zuvor das Gefühl, dass sich die verschiedenen Handlungsstränge nun wirklich auf das große Ende des Doom Events zubewegen.
Unterm Strich bleibt Doom – Herrscher der Welt Sonderband 5 ein weiterer spannender Baustein innerhalb dieses großen Crossovers. Die bekannten strukturellen Schwächen bleiben bestehen, doch gleichzeitig liefert der Band einige der stärksten Momente der gesamten Reihe. Viele Storylines enden hier mit echten Knallern, während andere den Weg für das große Finale vorbereiten. Genau dadurch wirkt dieser Band wie ein entscheidender Wendepunkt innerhalb der gesamten Saga um Dooms Weltherrschaft.
