Doom – Herrscher der Welt Sonderband 4 – Comic-Kritik

von Robin S.
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Ständig erscheinen neue Comics aus verschiedenen Universen, da ist es schwer, den Überblick zu behalten. Egal, ob DC, Marvel, Star Wars oder komplett andere Serien – immer stellt sich die Frage, was man sich als Nächstes holen soll. Um euch die Entscheidung etwas zu erleichtern und eine stärkere Übersicht zu gewährleisten, geben wir euch immer mal wieder Kritiken zu den neuesten deutschen Ausgaben verschiedener Comics. Viel Spaß mit unserer Kritik zu Doom – Herrscher der Welt Sonderband 4.

Erscheinungsdatum 13.01.2026
Zeichner Geoff Shaw, Pasqual Ferry
Autor Derek Landy, Benjamin Percy
Format Softcover
Seitenanzahl 144
Stories Superior Avengers 3, Red Hulk 4, Doctor Strange of Asgard 4,

Thunderbolts: Doomstrike 4, Doom Academy 4, Doom’s Division 4

Preis 19,00€

Es gibt nur wenige Figuren im Marvel Kosmos, deren Geschichte so eng mit Macht, Hybris und unerschütterlichem Ehrgeiz verbunden ist wie die von Victor von Doom. Seit seinem ersten Auftreten als Erzfeind der Fantastic Four verfolgt er eine klare Vision: eine Welt, die unter seiner Kontrolle endlich Ordnung findet. Für Doom war Herrschaft nie bloß ein Ziel, sondern eine logische Konsequenz seiner Überzeugung, dass nur sein Intellekt und seine Stärke die Menschheit wirklich führen können. Inzwischen hat er genau diese Position erreicht. Als Oberster Zauberer und faktischer Weltherrscher steht er an der Spitze einer neuen globalen Ordnung.

Doch je länger diese Ordnung besteht, desto deutlicher zeigen sich die Risse im System. Während einige Figuren versuchen, sich mit Dooms Realität zu arrangieren, kämpfen andere weiterhin gegen sie an. Doctor Strange sucht noch immer in Asgard nach einer Möglichkeit, seinen Platz in einer Welt zurückzugewinnen, in der er nicht mehr der oberste Hüter der Magie ist. Red Hulk bleibt eine unkontrollierbare Naturgewalt, die selbst Dooms Machtapparat immer wieder vor Herausforderungen stellt. Gleichzeitig stehen Teams wie die Superior Avengers und die klassischen Avengers zunehmend auf Kollisionskurs, während Figuren wie Bucky Barnes zwischen politischem Kalkül, Loyalität und persönlicher Vergangenheit gefangen sind.

Genau an diesem Punkt setzt Doom – Herrscher der Welt Sonderband 4 an. Viele der Handlungsstränge, die in den vorherigen Bänden aufgebaut wurden, nähern sich langsam ihrem Höhepunkt. Konflikte spitzen sich zu, Figuren treffen Entscheidungen, und man merkt deutlich, dass mehrere der laufenden Geschichten auf ihr Finale zusteuern. Dabei bleiben einige der Storylines spannender als andere, doch gemeinsam zeichnen sie weiterhin ein facettenreiches Bild einer Welt, die von einem einzigen Mann dominiert wird.

Was passiert, wenn selbst die größten Helden des Planeten in einer Realität leben müssen, die von ihrem einstigen Erzfeind geformt wurde? Und wie lange kann eine solche Ordnung überhaupt stabil bleiben? Genau hier setzt diese Kritik an und wirft einen Blick auf den vierten Sammelband eines Crossovers, das weiterhin verschiedene Blickwinkel auf eine von Doom kontrollierte Welt zusammenführt.

Danke an Panini für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars!

Doom – Herrscher der Welt Sonderband 4 – Comic-Kritik

Inhalt:

Auch im vierten Band bleibt die Erde fest unter der Kontrolle von Doctor Doom. Doch während seine Herrschaft nach außen hin weiterhin stabil wirkt, geraten immer mehr Figuren in Bewegung. Besonders deutlich zeigt sich das im Aufeinandertreffen der Superior Avengers mit den klassischen Avengers. Zwei Teams, zwei Vorstellungen von Heldentum und zwei völlig unterschiedliche Sichtweisen auf Dooms Weltordnung prallen hier frontal aufeinander.

Parallel dazu geht Doctor Stranges Geschichte in Asgard weiter. Der einstige Oberste Zauberer ist noch immer auf der Suche nach Antworten, doch diesmal steht er nicht allein da. Mit Clea erhält er Unterstützung, was seiner Handlung eine neue Dynamik verleiht und die mystische Ebene der Reihe weiter vertieft.

Währenddessen kämpft Red Hulk weiterhin ums Überleben. Seine Geschichte bleibt eine der rauesten innerhalb der Reihe und zeigt die brutale Seite einer Welt, in der selbst Helden jederzeit zu Gejagten werden können. Gleichzeitig schlägt die Doom Academy erneut einen deutlich düstereren Ton an, denn die Märchen und Geschichten, die dort erzählt werden, entwickeln zunehmend eine finstere Wendung.

Und auch Bucky Barnes gerät erneut in eine schwierige Situation. Ein Treffen mit Doctor Doom selbst entwickelt sich zu einem angespannten Spiel aus Worten, Macht und versteckten Drohungen. Wie schon in den vorherigen Bänden beleuchten diese unterschiedlichen Episoden erneut mehrere Perspektiven innerhalb der von Doom dominierten Realität.

Wie bereits zuvor setzt Panini weiterhin auf das Konzept, mehrere laufende Serien innerhalb eines Sammelbandes zu bündeln. Dadurch entsteht erneut ein breites Panorama der Ereignisse. Gleichzeitig merkt man in diesem Band deutlich, dass viele der Geschichten auf ihre jeweiligen Höhepunkte zusteuern. Einige Handlungsstränge entwickeln dabei eine besonders starke Spannung, während andere weiterhin etwas isoliert wirken und weniger stark mit dem großen Ganzen verbunden sind.

Zeichnungen:

Auch zeichnerisch bleibt sich die Reihe treu. Die unterschiedlichen Künstler sorgen erneut für eine große stilistische Vielfalt. Jede Serie bringt ihre eigene visuelle Identität mit, was die verschiedenen Tonlagen der Geschichten zusätzlich unterstreicht.

Die actiongeladenen Szenen rund um die Avengers sind dynamisch und kraftvoll inszeniert, während die mystischen Momente in Asgard eine deutlich ruhigere, atmosphärische Bildsprache verwenden. Red Hulks Überlebenskampf wirkt dagegen roh und brutal, was perfekt zur düsteren Stimmung seiner Handlung passt. Auch die Doom Academy besitzt erneut eine ganz eigene visuelle Atmosphäre, die zwischen jugendlicher Energie und unheilvollen Untertönen schwankt.

Diese Vielfalt gehört weiterhin zu den größten Stärken der Reihe. Kein Kapitel fühlt sich wie eine Wiederholung des vorherigen an, und jedes Segment bringt seinen eigenen visuellen Stil und seine eigene Stimmung mit.

Doom – Herrscher der Welt Sonderband 4 – Comic-Kritik

Fazit zu Doom – Herrscher der Welt Sonderband 4:

Auch der vierte Band bleibt dem Konzept der Reihe treu. Doom – Herrscher der Welt Sonderband 4 ist erneut kein klassischer Sammelband mit abgeschlossener Handlung, sondern ein weiterer Abschnitt innerhalb eines großen, miteinander verwobenen Crossover-Projekts.

Die größte Stärke bleibt weiterhin die Perspektivvielfalt. Unterschiedliche Figuren erleben die Welt unter Dooms Herrschaft auf ihre ganz eigene Weise. Der Konflikt zwischen den Avengers und den Superior Avengers, Doctor Stranges Entwicklung in Asgard oder Red Hulks brutaler Überlebenskampf zeigen erneut sehr unterschiedliche Facetten dieser neuen Weltordnung.

Gleichzeitig wiederholen sich auch die bekannten Schwächen der Reihe. Einige Geschichten entwickeln eine starke Dynamik und treiben ihre Handlung spürbar voran. Andere wirken weiterhin etwas losgelöst vom großen Gesamtbild. Wer eine abgeschlossene Geschichte erwartet, wird auch im vierten Band nicht vollständig fündig.

Dennoch merkt man deutlich, dass viele der Handlungsstränge langsam auf ihre jeweiligen Höhepunkte zusteuern. Konflikte spitzen sich zu, Figuren treffen wichtige Entscheidungen und einige Storylines gewinnen spürbar an Intensität. Dadurch entsteht das Gefühl, dass sich das große Bild allmählich formt und die verschiedenen Puzzleteile langsam zusammenfinden.

Unterm Strich besitzt Doom – Herrscher der Welt Sonderband 4 die gleichen Stärken und Schwächen wie seine Vorgänger. Die fragmentierte Struktur bleibt bestehen, doch gleichzeitig sorgt die Vielzahl an Perspektiven weiterhin für eine abwechslungsreiche und spannende Leseerfahrung. Einige Geschichten stechen dabei deutlich hervor, andere bleiben eher im Hintergrund. Insgesamt bleibt die Reihe jedoch unterhaltsam und macht weiterhin neugierig darauf, wie sich diese von Doom beherrschte Welt letztlich verändern wird.

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