Batman – Clayface Collection – Comic-Kritik

von Robin S.
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Ständig erscheinen neue Comics aus verschiedenen Universen, da ist es schwer, den Überblick zu behalten. Egal, ob DC, Marvel, Star Wars oder komplett andere Serien – immer stellt sich die Frage, was man sich als Nächstes holen soll. Um euch die Entscheidung etwas zu erleichtern und eine stärkere Übersicht zu gewährleisten, geben wir euch immer mal wieder Kritiken zu den neuesten deutschen Ausgaben verschiedener Comics. Viel Spaß mit unserer Kritik zu Batman – Clayface Collection.

Erscheinungsdatum 27.10.2026 
Zeichner Enrique Alcatena, Alex Maleev, Greg Capullo, Kelley Jones, Mark Buckingham
Autor Gregg Hurwitz, Alan Grant, Kevin Shinick, Scott Snyder
Format Softcover
Seitenanzahl 200
Stories The Dark Knight 24–25, Batman: Shadow of the

Bat 75, Batman (2011) 19–20, Joker’s Asylum II: Clayface, Batman:

Legends of the Dark Knight 89–90

Preis 29,00€

Gotham City ist die Heimat zahlreicher albtraumhafter Schurken, die Batman das Leben schwer machen. Während Figuren wie der Joker, der Pinguin oder Two-Face längst zu den bekanntesten Gegenspielern des Dunklen Ritters gehören, gibt es auch Charaktere, deren tragische Hintergründe sie weit über die Rolle eines gewöhnlichen Bösewichts hinausheben. Einer davon ist Clayface, ein Gestaltwandler, der mit seiner Fähigkeit, nahezu jede beliebige Form anzunehmen, zu den faszinierendsten Figuren aus Batmans Schurkengalerie zählt. Seit seinem ersten Auftritt im Jahr 1940 hat sich der Charakter über zahlreiche Inkarnationen hinweg verändert. Besonders bekannt ist Basil Karlo, ein ehemaliger Schauspieler, dessen Leben aus den Fugen gerät und der zu einer Gestalt wird, die nicht nur ihr Äußeres, sondern auch ihre Identität infrage stellt. Gerade diese Verbindung aus Körperhorror, tragischem Schicksal und dem Verlust des eigenen Selbst macht Clayface zu einer Figur, die deutlich mehr zu bieten hat als spektakuläre Kämpfe mit dem Dunklen Ritter.

Dass Clayface derzeit besonders im Mittelpunkt steht, kommt nicht von ungefähr. Am 22. Oktober ist der Kinofilm Clayface in den deutschen Kinos gestartet, der den ungewöhnlichen DC-Charakter ins Zentrum rückt. Dabei schlägt der Film einen spannenden Weg ein, denn obwohl Clayface vor allem als Gegenspieler Batmans bekannt ist, kommt der Kinofilm vollständig ohne den Dunklen Ritter aus. Stattdessen erhält der wandelbare Schurke die Gelegenheit, seine eigene Geschichte zu erzählen und sich von einer ganz anderen Seite zu zeigen. Ich habe den Film bereits gesehen und fand ihn richtig gut. Gerade der eigenständige Ansatz macht den Kinostart zu einem passenden Anlass, sich näher mit der Figur und ihren Wurzeln in den Comics zu beschäftigen. Schließlich gehört Clayface zu jenen Charakteren aus dem DC-Universum, deren Hintergrund genügend Stoff für Geschichten bietet, die weit über den klassischen Kampf zwischen Held und Schurke hinausgehen.

Passend zum Kinostart erscheint die Batman – Clayface Collection, die den perfekten Anlass bietet, sich erneut mit der Verbindung zwischen dem Dunklen Ritter und seinem wandelbaren Widersacher auseinanderzusetzen. Clayface ist schließlich weit mehr als eine lebende Masse aus Lehm, die ihr Aussehen beliebig verändern kann. Seine verschiedenen Inkarnationen spiegeln unterschiedliche Facetten des Charakters wider und machen ihn zu einem ebenso vielseitigen wie unberechenbaren Bestandteil von Batmans Schurkengalerie. Die zeitliche Nähe zum Kinofilm macht die Sammlung besonders interessant, denn sie ermöglicht es, Clayface auch in seinem ursprünglichen Umfeld innerhalb der Batman-Comics zu betrachten. Ob die ausgewählten Geschichten die Faszination dieser außergewöhnlichen Figur einfangen und warum Clayface auch abseits der Kinoleinwand einen genaueren Blick verdient, zeigt sich in der folgenden Kritik.

Danke an Panini für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars!

Batman – Clayface Collection – Comic-Kritik

Inhalt:

Kaum ein Gegner Batmans verkörpert die Grenze zwischen Mensch und Monster so tragisch wie Clayface. Hinter seiner erschreckenden Fähigkeit, jede beliebige Gestalt anzunehmen, verbirgt sich eine zerrissene Seele, die verzweifelt um ihre Menschlichkeit kämpft. Die Geschichten dieser Sammlung beleuchten die dunklen Abgründe eines Mannes, der zwischen Hoffnung und Verzweiflung, seiner wahren Identität und dem monströsen Wesen, zu dem er geworden ist, gefangen bleibt.

Ich hätte wirklich nie gedacht, dass ausgerechnet Clayface als erster Batman-Bösewicht einen eigenen Film im DC-Universum von James Gunn bekommt. Nicht, weil er ein schlechter Bösewicht wäre, sondern weil es mit Charakteren wie dem Joker, Scarecrow und vielen anderen einfach so viele Figuren gibt, die ich für interessanter gehalten hätte. Zumindest dachte ich das. Der Film ist jedoch richtig gut. Das gilt sowohl aus der Perspektive eines Horrorfans als auch ganz allgemein im Vergleich zu den Versuchen von Sony, die Bösewichte des eigenen Marvel-Universums auf die Leinwand zu bringen, oder den beiden Joker-Filmen, von denen mir persönlich keiner gefällt. Der Comic macht noch einmal deutlich, wie vielschichtig der Charakter oder besser gesagt die verschiedenen Figuren hinter Clayface sind.

Jede Geschichte steckt voller cooler Momente und macht Clayface für mich zu einer immer faszinierenderen Figur. Ursprünglich als Matt Hagen eingeführt und später als Schauspieler Basil Karlo neu interpretiert, steckt in den verschiedenen Inkarnationen jede Menge Potenzial. Mir gefällt, wie diese Sammlung unterschiedliche Stationen im Leben des Schurken beleuchtet und vor allem deutlich macht, wie er sich selbst immer wieder verliert. Das Ergebnis ist eine tolle Sammlung, die man sowohl vor als auch nach dem Film genießen kann, um noch mehr über Clayface zu erfahren. Allerdings schwankt die Qualität der einzelnen Geschichten, wie es bei solchen Sammlungen üblich ist, teilweise erheblich.

Zeichnungen:

Die Zeichnungen der verschiedenen Künstler in Batman – Clayface Collection zeigen noch einmal deutlich, wie vielschichtig der Charakter ist. Von Bodyhorror bis hin zu klassischer Action ist alles dabei. Natürlich hat jeder Künstler seinen eigenen Stil, und wie bei einer solchen Sammlung üblich, werden euch manche Panels besser gefallen als andere. Dafür ist der Band aber ausgesprochen abwechslungsreich und steckt voller Ideen, die sich wirklich lohnen. Mein persönliches Highlight war die Geschichte, in der Clayface Bruce Wayne kopiert. Darin gibt es einige schaurig-schöne Bilder zu entdecken. Ihr werdet sicherlich ebenfalls eine Geschichte finden, deren Zeichnungen für euch zum persönlichen Highlight werden.

Batman – Clayface Collection – Comic-Kritik

Fazit zu Batman – Clayface Collection:

Die Batman – Clayface Collection hat mir einmal mehr gezeigt, wie viel Potenzial in einem Charakter steckt, den ich vor dem Kinofilm ehrlich gesagt nicht unbedingt zu den interessantesten Batman-Gegnern gezählt hätte. Die verschiedenen Geschichten beleuchten die tragischen Seiten des Gestaltwandlers und machen deutlich, dass hinter dem monströsen Äußeren weit mehr steckt als ein gewöhnlicher Schurke. Besonders die Themen Identitätsverlust, Verzweiflung und der Kampf um die eigene Menschlichkeit verleihen Clayface eine faszinierende Tiefe, die ihn für mich zu einer deutlich interessanteren Figur gemacht hat.

Auch zeichnerisch hat die Sammlung einiges zu bieten. Die unterschiedlichen Stile sorgen für Abwechslung und zeigen, wie vielseitig sich Clayface in Szene setzen lässt. Von schaurigem Bodyhorror bis hin zu klassischer Superheldenaction ist alles dabei. Mein persönliches Highlight bleibt die Geschichte, in der Clayface Bruce Wayne imitiert und dabei für einige wirklich unheimliche Momente sorgt. Allerdings sollte man sich darauf einstellen, dass die Qualität der einzelnen Geschichten schwankt und nicht jede davon gleichermaßen überzeugen kann.

Unterm Strich ist die Batman – Clayface Collection eine lohnenswerte Sammlung für alle, die den ungewöhnlichen Schurken besser kennenlernen möchten. Gerade in Verbindung mit dem Kinofilm entfalten die Geschichten einen besonderen Reiz, da sie zusätzliche Facetten einer Figur zeigen, die weit mehr zu bieten hat, als ihr erster Eindruck vermuten lässt. Wer Clayface bisher unterschätzt hat, könnte seine Meinung nach der Lektüre durchaus ändern. Für mich jedenfalls hat der wandelbare Schurke deutlich an Faszination gewonnen und ich bin gespannt, welche Geschichten mit ihm in Zukunft noch auf uns warten.

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