Skate Story im Test – Ein digitaler Trip, den man nicht so schnell vergisst

von Micha
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Solo-Entwickler Sam Eng bringt mit Skate Story ein Spiel, das schwer in ein Genre zu packen ist. Ein Extrem-Skateboarding-Game, ein Walking-Sim mit Skateboard oder vielleicht sogar was Neues? Gepublished wird das Ganze von Devolver Digital, die bekannt sind für ihre einzigartigen Spiele. Also ein perfektes Paar.

Skate Story

Ihr spielt einen Dämon, der aus Glas besteht und aus der Unterwelt will. Der Teufel gibt euch eine „einfache“ Aufgabe: Friss den Mond! Zusätzlich bekommt der Dämon noch ein Skateboard für seine Mission. Eure Reise führt euch durch die neun Schichten der Unterwelt, jede hat einen Mond, den ihr fressen müsst, um eure Seele zu befreien. Gequälte Seelen und Dämonen stellen euch dabei in den Weg, aber auch freundliche, wenn auch schräge Gestalten. Was kann da schon schiefgehen? Ein Dämon aus Glas, auf einem Skateboard in der Unterwelt.

Demon Hawk Skateboarding

Wir haben hier kein Tony Hawk’s Skateboarding oder ein ähnliches Extremsportspiel. Wie im Namen enthalten geht es hier darum, eine Story zu erzählen, die sehr abstrakt, aber auch sehr gut geschrieben ist. Doch das hier ist kein Walking Simulator mit Skateboard. Ihr habt eure Ollies, Grinds, Flipkicks und andere Tricks zur Verfügung, denn so besiegt ihr eure Gegner und auch Bosse. Für jemanden, der vorher andere Skateboard-Games gespielt hat, braucht die Steuerung etwas Gewöhnung am Anfang, da man direkt versucht, die anderen Spiele zu imitieren. Doch bei Skate Story geht es nicht darum, Highscores mit verrückten langen Kombos zu machen, sondern die Tricks und Kombos dienen hauptsächlich für Angriffe.

Skate Story fängt leicht an, ein Ollie hier, ein Kickflip da, noch ein Powerslide, damit man besser um die Kurve kommt. Schnell bekommt man neue Moves dazu, die neue Kombinationsmöglichkeiten geben oder andere Fähigkeiten verbessern. Herausforderungen werden langsam und stetig schwerer, aber niemals zu schwer. Jeder Spieler sollte die unglaubliche Reise durch die Unterwelt erleben können, egal wie gut man in Spielen ist.

Skate Story

Die Level in Skate Story erinnern oft an einen Hindernisparkour. Man fährt mit seinem Skateboard zum Beispiel Gänge entlang, um das Tor zum nächsten Level zu erreichen. Dabei werden euch viele Hindernisse in den Weg gestellt, welche man durch Tricks umgehen muss. Kleinere Hindernisse verursachen minimalen Schaden, der schnell wieder regeneriert ist. Doch stürzt ihr vom Board, zerspringt unser Dämon in tausend Teile, da er ja aus Glas besteht.

Zurück zum Checkpoint und der nächste Versuch startet. Könnte frustrierend werden, wenn man zu oft ein Level versucht, aber hier wurde der Schwierigkeitsgrad genau richtig angepasst. Sehr früh bekommt man auch die Fähigkeit, einen eigenen Checkpoint zu setzen. Bosskämpfe finden in einer großen Arena statt, in dieser ihr die Schwachstelle des Bosses sucht und mithilfe von Tricks und Kombos Schaden hinzufügt. Nebenmissionen werden euch ab und zu angeboten, wie zum Beispiel Briefe für eine Taube sammeln oder Edelsteine für einen Pinguin finden.

Skate Story

Die andere Art von Unterwelt

Das Spiel hat eine einzigartige Darstellung der Hölle. Anders als in den meisten Spielen haben wir hier keine feurige Grube mit monsterähnlichen Dämonen, die einen Dreizack mit sich tragen und dabei Seelen foltern, während man im Hintergrund die Schreie von Menschen hören kann. Nein, die Unterwelt ist eine verzerrte Darstellung von einer Großstadt, wie New York. Eine Metropole aus Beton und abstrakter Architektur, mit Waschsalons, Cafés und einem Geschenkladen für Skateboardzubehör. Die Geschichte wird mit passender Musik untermalt, die die Handlung, die seltsamen Figuren und die Umgebungen gut widerspiegelt. Ein Soundtrack, der sich auf jeden Fall lohnt anzuhören, egal ob im Spiel oder auf der Fahrt zur Arbeit.

Skate Story

Fazit

Skate Story ist ein Spiel, das nicht einfach ist zu beschreiben. Ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst, sofern man dem Spiel die Chance gibt. Das einzigartige Design, verbunden mit der passenden Musikuntermalung, und dann ist das Gameplay noch richtig gut! Die Länge ist etwa 6 Stunden für das normale Durchspielen. Versucht ihr, alle Nebenmissionen und Achievements/Trophäen zu machen, dauert das Ganze etwa 10 Stunden. Für alle, die mal was anderes spielen wollen als den nächsten AAA-Shooter oder RPG, sollten hier mal hineinschauen. Auf Steam gibt es auch eine Demo, wenn euch das Interesse gepackt hat. Ein Spiel, das ich nicht so schnell vergessen werde.

Skate Story Trailer

Fazit Kasten

Kategorie Wertung Kommentar
Atmosphäre ⭐9/10 Einzigartige Reise durch die Unterwelt
Gameplay ⭐8/10 Tony Hawk lite
Technik ⭐9/10 Kleine visuelle Fehler, sonst solide Performance
Story ⭐9/10 Philosophisch und skurril
Wiederspielwert ⭐8/10 Nebenmissionen und Achievements/Trophies

🎯 Gesamtwertung: 9/10

Skate Story ist erhältlich für Playstation 5, Nintendo Switch 2 und PC.

Der Test basiert auf einem Reviewcode für Skate Story auf der Playstation 5, der uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde.

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