Star Wars Comics – Galaktische Geschichten des Schreckens – Comic-Kritik

von Robin S.
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Ständig erscheinen neue Comics aus verschiedenen Universen, da ist es schwer, den Überblick zu behalten. Egal, ob DC, Marvel, Star Wars oder komplett andere Serien – immer stellt sich die Frage, was man sich als Nächstes holen soll. Um euch die Entscheidung etwas zu erleichtern und eine stärkere Übersicht zu gewährleisten, geben wir euch immer mal wieder Kritiken zu den neuesten deutschen Ausgaben verschiedener Comics. Viel Spaß mit unserer Kritik zu Star Wars Comics – Galaktische Geschichten des Schreckens.

Erscheinungsdatum 21.07.2026 
Zeichner Soo Lee, Vincenzo Riccardi, u.a. 
Autor Cavan Scott, U.A.
Format Hardcover
Seitenanzahl 240
Stories US-Star Wars: Tales from the Rancor Pit, Tales from the Death Star, Tales from the Nightlands 1-3
Preis 35,00€

Kaum ein anderes Science Fiction Universum hat die Popkultur so nachhaltig geprägt wie Star Wars. Seit dem ersten Film aus dem Jahr 1977 begeistert die weit entfernte Galaxis Generationen von Fans und erzählt Geschichten über Jedi, Sith, Rebellen, Imperien und unzählige Welten, die weit über die großen Abenteuer der Skywalker Saga hinausgehen. Dabei war Star Wars schon immer mehr als nur klassische Weltraumaction. Zwischen epischen Schlachten, fremdartigen Planeten und mächtigen Wesen gab es immer wieder Momente, die eine deutlich düsterere und unheimlichere Seite der Galaxis angedeutet haben.

Genau hier setzt die Anthologie Reihe Star Wars Comics – Galaktische Geschichten des Schreckens an. Statt eine einzelne zusammenhängende Handlung zu erzählen, versammelt die Reihe unterschiedliche Horrorgeschichten aus den verschiedensten Epochen und Winkeln des Star Wars Universums. Dabei wird aus dem Fundus der Filme geschöpft und mit bekannten Figuren, Schauplätzen und Motiven gespielt. Ob Imperium, Rebellen, Jedi oder Sith, jeder Teil der weit entfernten Galaxis kann zum Schauplatz einer unheimlichen Geschichte werden. Geschichten rund um den Todesstern treffen dabei auf Erzählungen über die Nachtlande und zeigen, wie vielfältig die Möglichkeiten für düstere Abenteuer innerhalb des bekannten Universums sind.

Doch wie gut funktioniert Star Wars eigentlich als Horror? Können die bekannten Figuren und Schauplätze tatsächlich für Gänsehaut sorgen oder bleiben die Geschichten letztlich nur nette Abstecher in eine etwas dunklere Version der weit entfernten Galaxis? Genau dieser Frage widmet sich die folgende Kritik zu Galaktische Geschichten des Schreckens. Denn die Idee, das wohl berühmteste Science Fiction Universum der Welt mit klassischen Horrorelementen zu verbinden, klingt auf dem Papier zumindest ausgesprochen spannend.

Danke an Panini für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars!

Star Wars Comics – Galaktische Geschichten des Schreckens – Comic-Kritik

Inhalt:

„Es war einmal vor langer Zeit, in einer gruseligen Galaxis …“ So oder so ähnlich könnte man die Geschichten des Comics beschreiben. Eine klassische Handlung, die man zusammenfassen könnte, gibt es nicht, da die Anthologie aus vielen verschiedenen Ansätzen besteht. Jeder Teil bietet einen groben Handlungsrahmen, innerhalb dessen unterschiedliche Abenteuer mit Horrorelementen erzählt werden. So geht es beispielsweise im ersten Teil um einen Gefangenen in Jabbas Palast, der Gruselgeschichten erzählt, um nicht getötet zu werden. Im zweiten Teil versucht ein ehemaliger Sturmtruppler, die Überreste des zweiten Todessterns zu erreichen, während er gleichzeitig von den Geistern und Geschichten ehemaliger Bewohner des Todessterns hört.

Dabei muss ich allerdings sagen, dass sich der Horror insgesamt ziemlich zurückhält. Es handelt sich eher um bösartige und düstere Geschichten mit Monstern und Geistern, die allerdings nur wenig wirklichen Horror beinhalten. Das ist etwas schade, denn Horror und Splatter gehören zu meinen absoluten Lieblingsgenres. Horrorelemente gibt es zwar in jeder Geschichte, wirkliches Horrorgefühl kommt beim Lesen aber nur selten auf. Auch Splatter gibt es in diesem Zusammenhang leider nur sehr wenig.

Das bedeutet allerdings keineswegs, dass die einzelnen Geschichten der Anthologie schlecht sind. Ganz im Gegenteil. Immer wieder schaffen es die Autoren, wirklich tolle Geschichten zu erzählen, die das Star Wars Universum um interessante Horrorelemente erweitern. Nicht jede Geschichte trifft dabei gleich ins Schwarze, doch beispielsweise der Teil über das Monster im Todesstern oder die Geschichte, in der sich die Skywalker Familie den Nachtlanden stellen muss, funktionieren richtig gut. Beide sorgen für ein tolles Leseerlebnis, das letztlich allerdings deutlich mehr Abenteuer als Horror bietet. Mir hat das insgesamt gut gefallen, auch wenn ich mir persönlich etwas mutigeren Horror und zumindest etwas mehr Splatter gewünscht hätte.

Zeichnungen:

Die Zeichnungen der verschiedenen Künstler in Star Wars Comics – Galaktische Geschichten des Schreckens haben ein ähnliches Problem wie die Geschichten selbst: Sie schwanken teilweise ziemlich stark in ihrer Qualität. Das ist bei einer Anthologie mit so vielen unterschiedlichen Stilen, Geschichten und Künstlern allerdings auch keine große Überraschung. Dadurch gibt es immer wieder richtig starke Bilder voller Leben, Details und kreativer Ideen.

Wenn ich mir eine Geschichte herauspicken müsste, wäre es die Story rund um Luke und die Schattenlande gegen Ende des Comics. Die Zeichnungen sind hier bunt, voller kreativer Energie und liefern ein starkes Panel nach dem anderen. Insgesamt bin ich mir deshalb sicher, dass hier jeder etwas für seinen Geschmack finden kann, auch wenn man beim Lesen vermutlich immer wieder auf Geschichten und Zeichenstile stoßen wird, die den eigenen Geschmack nicht ganz treffen.

Star Wars Comics – Galaktische Geschichten des Schreckens – Comic-Kritik

Fazit zu Star Wars Comics – Galaktische Geschichten des Schreckens:

Star Wars Comics – Galaktische Geschichten des Schreckens ist am Ende eine interessante Mischung aus Star Wars und Horror, die allerdings nicht ganz das liefert, was der Titel zunächst verspricht. Die Anthologie zeigt, dass die weit entfernte Galaxis durchaus genügend Stoff für düstere und unheimliche Geschichten bietet. Monster, Geister, mysteriöse Orte und bekannte Figuren sorgen immer wieder für spannende Abenteuer, die das Star Wars Universum auf eine etwas andere Art präsentieren.

Allerdings sollte man nicht mit der Erwartung an den Comic herangehen, hier wirklich schaurige Horrorgeschichten zu bekommen. Dafür bleibt der Horror schlicht zu oberflächlich. Die meisten Geschichten funktionieren deutlich besser als düstere Star Wars Abenteuer denn als echter Horror. Auch beim Splatter hätte ich mir deutlich mehr gewünscht. Gerade weil das Konzept so viel Potenzial bietet, wäre es schön gewesen, wenn die Autoren an einigen Stellen mutiger geworden wären und sich stärker auf die Möglichkeiten des Genres eingelassen hätten.

Dafür überzeugt die Anthologie immer wieder mit kreativen Ideen und einigen wirklich gelungenen Geschichten. Auch optisch gibt es durch die vielen unterschiedlichen Zeichenstile einiges zu entdecken. Zwar schwanken sowohl die Geschichten als auch die Zeichnungen in ihrer Qualität, doch gerade die stärkeren Beiträge machen deutlich, wie gut Star Wars mit düsteren und unheimlichen Elementen funktionieren kann.

Unterm Strich ist Galaktische Geschichten des Schreckens deshalb vor allem für Star Wars Fans interessant, die gerne einmal eine etwas andere Seite der bekannten Galaxis erleben möchten. Wer blutigen Splatter und echten Horror erwartet, dürfte dagegen etwas enttäuscht werden. Ich hatte trotz dieser Kritik meinen Spaß mit der Anthologie, denn die gelungenen Geschichten machen Lust auf weitere Experimente mit dem Horror Genre innerhalb des Star Wars Universums. Ein wirklich gruseliger Ausflug in die weit entfernte Galaxis ist es zwar nicht geworden, ein unterhaltsamer und abwechslungsreicher aber allemal.

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