Teufel Concept E150 Control 5.1 PC-Lautsprechersystem im Test

In unserem heutigen Hardware-Test steckt der Teufel im Detail. Damit spielen wir direkt auf den Hersteller an. Denn die FirmaTeufel hat uns freundlicherweise ein Concept E150 Control 5.1 PC-Lautsprechersystem Set zum Testen geschickt und wir haben das schicke Stück Hardware natürlich ausgiebig für euch ausprobiert. Ob die hohen Erwartungen erfüllt werden, wird euch unser Test dazu sagen können.

Es gibt Tage, da kann einem der Paketbote wirklich leid tun. Zwar sind Pakete nichts besonderes für ihn, doch am Tag der Lieferung der Teufel-Anlage hätte er uns wohl am liebsten verflucht. Ausgerüstet mit vier Kartons machte er sich schweißtreibend auf den Weg durch das Treppenhaus, um uns zu beliefern. Schon beim ersten Blick war klar – da kommt was Nettes aus dem Hause Teufel. Und der Paketbote war froh, als er endlich seine Unterschrift bekommen hat. Und wir konnten es kaum erwarten, die Kartons zu öffnen. Unser erster Hardware-Test in Zusammenarbeit mit der Firma Teufel. Unsere kleinen Normalo Lautsprecher am PC haben nette Dienste verrichtet und gehen in den wohligen Winterschlaf. Jetzt soll das Concept E150 Control 5.1 PC-Lautsprechersystem für neuen Klang im Redaktionsbüro sorgen.

Nachdem wir alle Pakete sorgfältig und in aller Ruhe geöffnet haben, widmen wir uns zunächst den Bedienungsanleitungen. Diese sind sehr detailliert beschrieben und bringen auch Anfängern überhaupt keine Probleme. Kein wildes Fachchinesisch oder komplizierte Anleitungen nach dem Ikea-Motto. Das Zubehör ist separat verpackt und bringt satte 20 Meter Lautsprecherkabel mit. Das sollte eigentlich locker reichen um jede Box im Zimmer unterzubringen. Neben den Lautsprecherkabel gibt es noch 3 x 1 Meter Stereo-Cinch Kabel sowie 1 x Stereo-Miniklinke-Kabel AC 7010 CA und 3 x 1,5 m Y-Adapter AC 5015 AP. Diese sind alle wichtig für die Control Station, damit der Aktiv-Subwoofer damit verbunden werden kann. Außerdem gibt es natürlich auch noch 5 x Satelliten-Lautsprecher CS 15, die sehr robust und auch sehr edel wirken. Der Subwoofer und die Control-Station verfügen jeweils über eigene Stromanschlüsse.

Doch bevor wir alles anschließen, kommen wir zunächst zu den Details der Satelliten-Lautsprecher. Die 80-mm Hochleistungstreiber bringen einen natürlichen und dynamischen Klang des kompletten Frequenzbereichs. Die Abdeckungen der kleinen Boxen können natürlich auch abgenommen werden. Selbstverständlich lassen sich die kleinen Lautsprecher auch an der Wand befestigen und sind horizontal und vertikal schwenkbar. Im Teufel-Shop gibt es dafür extra den Wandhalter AC 3500 SM oder auch optional erhältliche Standfüße. Die technischen Details der Boxen können sich ebenfalls sehen lassen. So bieten die fünf Klangkörper jeweils 50 Watt Dauerbelastbarkeit und 100 Watt Impulsbelastbarkeit. Die Empfindlichkeit liegt bei 84 dB. Insgesamt gibt es einen Frequenzbereich von 150 bis 20000 Hz.

Und was wären die Satelliten-Lautsprecher ohne ihren großen Bruder. Der Aktiv-Subwoofer US 2108/6 SW bringt mit satten 14 kg Gewicht ordentlich was auf die Waage und bietet 24 Liter Volumen. Jetzt wisst ihr also genau, warum uns der Paketbote so leid getan hat. Angesteuert wird der Aktiv-Subwoofer von einem integrierten 5.1 Verstärker, der neben den fünf Lautsprechern auch das das Basschassis mit Leistung versorgt. Wuchtige 250 Watt stehen dafür zur Verfügung. Trotz jeder Menge Gewicht will der Subwoofer dank der schlanken Form nicht viel Platz in Anspruch nehmen, und macht es sich gerne in einer Ecke oder unter dem Schreibtisch gemütlich.  Der abwärts strahlende Tieftöner mit einem Durchmesser von 200 mm bringt einen ganz besonderen Klang, den wir beim Testen auch deutlich spüren konnten.

Natürlich gibt es auch noch ein paar Einstellmöglichkeiten am Subwoofer, da er ja ohne zusätzlichen AV Receiver auskommt. So lassen sich die Gesamt Lautstärke, der Bassanteil und die Standby-Funktion einstellen. Auf der Rückseite gibt es die Anschlüsse für die fünf Satelliten-Lautsprecher und die die direkte Verbindung zu einer Soundkarte oder einer ControlStation. Außerdem gibt es noch sechs Cinch-Eingänge für andere analoge Quellen. Die vier Resonanzdämpfer-Füße bringen einen sicheren Stand und eine Entkoppelung vom Boden. Darüber wird sich auch euer Nachbar freuen. Dabei liegt die maximale Leistungsaufnahme bei 450 Watt.

Da wir in unserem Test ja die Concept-Variante mit der Control-Station testen, kommt natürlich auch noch dieses kleine Gerät zum Vorschein. Dieser kleine 5.1 Vorverstärker erweitert ein aktives 5.1 Lautsprecher-Set zu einer kompletten Multimedia-Audio-Anlage. So können hier zwei zusätzliche Geräte wie MP3 Player, iPod Dock oder Netzwerk-Player angeschlossen werden. Natürlich können auch Spielekonsolen wie die Xbox360 oder die Playstation 3 angeschlossen werden, dafür ist allerdings ein spezieller Adapter notwendig. An der Frontplatte gibt es die Möglichkeit alles per Knopfdruck umzuschalten oder ein Mikrofon oder Kopfhörer anzuschließen. Wer nicht alle sechs Lautsprecher auf einmal ansprechen will, sollte sich den Pure-Modus genauer anschauen. Dieser bringt den Sound nur aus den vorderen Kanälen und ist ideal für unbeschwerten Musikgenuss.

Nachdem wir euch nun mit allerlei technischen Details berieselt haben, kommen wir nun endlich auch zum Anschließen unserer Anlage. Nachdem wir unsere Lautsprecherkabel passend zusammengeschnitten haben und die Boxen nach unseren Wünschen aufgestellt haben, kann der erste Klangtest auch schon losgehen. Wir haben, wie es der Zufall so will, einfach mal die gute alte Grand-Prix Siegerin Loreen ausgesucht und sie ihren SiegertitelEuphoria schallern lassen. Und ehrlich gesagt: Das Lied hört sich richtig gut an, besonders wenn es aus so einer Anlage kommt. Kraftvolle Bässe, ein perfekter Klang und überhaupt keine störenden Geräusche bringen uns zum Schwärmen. Teufel hält was es verspricht und bietet wirklich kristallklaren und einzigartigen Klang. Doch nicht nur Musik ist uns wichtig, sondern auch der Sound beim Zocken.

Nachdem wir ein paar Runden FIFA 13 und Guild Wars 2 gespielt haben, wollen wir das Gerät am liebsten gar nicht mehr abschalten. Von allen Ecken schallt es aus den Boxen heraus und ihr fühlt euch selbst im kleinsten Zimmer wie in einem richtigen Kinosaal. Auch wenn der Subwoofer beim ersten Blick einen wuchtigen Eindruck macht, ist er platzsparend und bietet dank seines 200 mm Tieftöners unglaublich gute Bässe und keinerlei Verzerrungen. Und wenn das System mal gerade nicht benutzt wird, schaltet es sich nach einer Weile automatisch aus. Und selbst für die Beschallung kleinerer Partys im Garten oder im Partykeller wäre das Concept E150 Control 5.1 PC-Lautsprechersystem die richtige Wahl. Um den ganzen die Krone aufzusetzen, haben wir natürlich auch noch einen Film angesehen und waren auch hier mehr als begeistert. Sylvester Stallone und seine Jungs ballern inExpendables durch unser ganzes Büro und bringen echten Filmspaß. Ein tolles Gerät, welches wir für den Preis von 279,99 € nur empfehlen können.

Neben 12 Jahren Garantie könnt ihr die Teufel-Produkte auch 8 Wochen lang Probe hören und bei Nicht-Gefallen einfach wieder abgeben. Das Concept 150 System gibt es auch als Variante ohne Control Station und ist für 229,99 € zu haben. Nach unserem Test würden wir euch aber die Control-Station empfehlen, das sie für weitere Anschlüsse und Komfort sorgt. Ein tolles System, welches euren PC zu einer Multimedia-Anlage verwandelt und dabei mit einzigartigen Bass und einem tollen Klang überzeugen kann. Übrigens: Die Radio-Werbung von Teufel solltet ihr euch auch unbedingt mal anhören.

Fazit:

Das Concept E150 Control 5.1 PC-Lautsprechersystem aus dem Hause Teufel bietet viel Klasse für wenig Geld. Natürlich sind 279,99 € jetzt kein Pappenstiel, dafür gibt es aber ausgewogenen Klang, wuchtige Bässe und sechs Lautsprecher inclusive Control-Station. Und dank der formschönen Verarbeitung bringt es nicht nur Wumms sondern sieht nebenbei auch noch richtig gut aus. Teufel zeigt eindrucksvoll, warum sie zu den Experten in Sachen Lautsprecher gehören.

Wertung:

Sehr gut

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag