Doom Patrol – Comic-Kritik

von Robin S.
1 Kommentar/Kommentare:

Ständig erscheinen neue Comics aus verschiedenen Universen, da ist es schwer, den Überblick zu behalten. Egal, ob DC, Marvel, Star Wars oder komplett andere Serien – immer stellt sich die Frage, was man sich als Nächstes holen soll. Um euch die Entscheidung etwas zu erleichtern und eine stärkere Übersicht zu gewährleisten, geben wir euch immer mal wieder Kritiken zu den neuesten deutschen Ausgaben verschiedener Comics. Viel Spaß mit unserer Kritik zu Doom Patrol.

Erscheinungsdatum 05.03.2024
Zeichner Chris Burnham, David LaFuente
Autor Dennis Culver
Format Softcover
Seitenanzahl 196
Storyline
Stories Doom Patrol (2023) 1–7, Lazarus Planet: Dark Fate (2023) 2 (II)
Preis 25,00 €

Die Doom Patrol – eine Gruppe aus Freaks und verzweifelten Metawesen, die in ihrem Leben viele Fehler gemacht haben. Immer wenn sie ein Problem bewältigen, steht schon der nächste Feind bereit und wartet darauf, die bunte Truppe komplett auszulöschen. Zwar existiert die wilde Mischung aus verschiedenen „Helden“ schon lange in den Comics, berühmt wurden sie aber vor allem durch die Serien-Adaption, die eigentlich nur als Spin-Off der Titans-Serie entstanden ist. Ich glaube, es hätte niemand erwartet, dass die vorher noch recht unbekannte Doom Patrol so an Ansehen dazu gewinnen würde. Nun gibt es den neuesten Comic dank Panini auch hierzulande zu lesen. Ob sich dieser aber lohnt, erfahrt ihr in dieser Comic-Kritik.

Danke an Panini für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars!

Doom Patrol – Comic-Kritik

Inhalt:

Mitten im Chaos aus Killer-Clowns und Kettensägen-Nonnen übernimmt neuerdings Crazy Janes Chief-Persönlichkeit das Kommando über die Doom Patrol, bestehend aus Robotman, Elasti-Woman, Negative Man und Beast Girl. Gemeinsam stellen sie sich in Gotham einer gefährlichen Metahuman-Bedrohung, liefern sich atemberaubende Wettrennen mit den Green Lanterns und geraten ins Visier von Peacemaker, der sie heimlich ausspioniert. Als wäre das nicht genug, taucht auch noch der alte Erzfeind General Immortus auf, und das Schicksal der Doom Patrol hängt mehr denn je am seidenen Faden.

Ich rede nicht um den heißen Brei herum: Doom Patrol ist ein wirklich plumper Comic, mit einer vorhersehbaren Geschichte und einem noch vorhersehbareren Ende. Nichts wirkt, als ob es zusammengehört, und irgendwie will man nie wirklich eine Verbindung mit den einzelnen Figuren aufbauen. Hier aber der Twist: das ist gut so und hat zu einem Comic geführt, der die Doom Patrol toll einfängt und teilweise auch den Vibe der Serie widerspiegelt. Es geht bei diesen Helden nun einmal nicht um lyrische Tiefe oder eine Geschichte, mit der man sich verbunden fühlt – es geht um Chaos und Freaks, die versuchen, das Beste aus ihrer Situation zu machen. Das fängt der Comic mit Bravour ein.

Vor allem ist die Geschichte auch ein guter Einstiegspunkt, wenn man noch etwas mit der Truppe anfangen konnte. Zwar baut man auf den vorangegangenen Geschehnissen auf, trotzdem wird toll die Funktion der Doom Patrol dargestellt und welche Rolle die einzelnen Charaktere in ihr einnehmen. Auch die Bösewichte kommen nicht zu kurz. Erst kürzlich hatte ich hier den neuen Peacemaker Comic vorgestellt, daher ist es irgendwie cool gewesen, den Charakter als Antagonisten wieder zu treffen, wobei die Story sogar etwas auf dem dort Stattgefundenen aufbaut. Zumal die neuen Teammitglieder wie Beast Girl sich fantastisch in die Riege an verrückten Charakteren einfügen. Wirklich gut gelungen.

Zeichnung:

Die Zeichnungen sind wie der Comic selbst: chaotisch und überladen. In jedem Panel passiert unglaublich viel, die Linienführung ist alles andere als ruhig, und man weiß nie, wo man hinschauen soll. Und auch hier passt das super zur Doom Patrol. Was mir aber besonders gefallen hat, ist, dass man nicht davor zurückschreckt, zwischendurch auch mal den Zeichner und damit den Stil zu ändern, wodurch einzigartige Geschichten entstehen, die wirklich toll anzusehen sind.

Wer jetzt Angst hat, den Comic anzufassen, weil man vielleicht nicht richtig mitkommt oder das Lesen durch Unstimmigkeiten ausgebremst wird, den kann ich an dieser Stelle beruhigen. Doom Patrol liest sich weg wie nichts und sorgt für eine spannende Stunde, die man aber auch gerne wieder haben möchte, um den Comic noch ein weiteres Mal lesen zu können. Man hat hier gute Arbeit geleistet, die Zeichnungen so gut wie möglich an die Stimmung anzupassen.

Doom Patrol – Comic-Kritik

Fazit zu Doom Patrol:

Das Fazit zu Doom Patrol fällt unerwartet positiv aus. Der Comic präsentiert sich als ein plumper, chaotischer Wirbelwind aus Freaks und Metawesen, der eine vorhersehbare Geschichte und ein absehbares Ende mit sich bringt. Dennoch gelingt es dem Comic, den einzigartigen Vibe der Doom Patrol einzufangen und die Atmosphäre der Serie teilweise widerzuspiegeln. Hier liegt die Stärke des Werks: Es geht nicht um lyrische Tiefe oder eine emotionale Verbundenheit zu den Figuren, sondern um Chaos und Freaks, die ihr Bestes aus der Situation machen.

Die Geschichte bietet einen tollen Einstiegspunkt für Leser. Trotz Aufbau auf vorangegangenen Ereignissen wird die Funktion der Doom Patrol gut dargestellt, ebenso wie die Rollen der einzelnen Charaktere. Auch die Bösewichte kommen nicht zu kurz, und die Integration neuer Teammitglieder wie Beast Girl ist gut gelungen. Die Zeichnungen spiegeln den chaotischen Charakter des Comics wider, sind jedoch gleichzeitig überladen. Jedes Panel ist voller Geschehnisse, die Linienführung ist alles andere als ruhig. Diese Unruhe passt zwar gut zur Doom Patrol, doch die ständige Veränderung des Zeichenstils, trotz interessanter Geschichten, könnte für manche Leser als gewöhnungsbedürftig empfunden werden.

Damit ist Doom Patrol ein unterhaltsamer Comic, der sich leicht lesen lässt und für eine spannende Stunde sorgt. Es ist ein Werk, das den Fokus auf Chaos und Skurrilität legt und dabei erfolgreich die Atmosphäre der Serie einfängt. Für Fans der Doom Patrol könnte der Comic daher durchaus lohnenswert sein, während andere möglicherweise Schwierigkeiten haben, eine tiefere Verbindung zu den Figuren und der Geschichte aufzubauen.

Das wirst Du auch mögen:

1 Kommentar/Kommentare:

Nightwing (Dawn of DC) 1 – Comic-Kritik - Gaming Magazin - Games-Mag - Gaming News and Gaming Reviews 11. Mai 2024 - 15:03

[…] Nightwing ist mehr als nur der erste Robin. Er ist ein Held, eine Legende und eine Ikone, die derzeit eine wichtige Säule des DC-Universums darstellt. Bereits in Dark Crisis machten die Autoren deutlich, dass Richard nicht mehr nur ein Sidekick ist, sondern genauso gut im Mittelpunkt stehen kann wie Batman oder gar Superman. Das mag etwas übertrieben wirken, wer sich jedoch mit Comics auseinandersetzt, der wird meine Begeisterung an dieser Stelle nachvollziehen können. Nun begleiten wir Dick Grayson in Nightwing (Dawn of DC) 1 auf neuen Abenteuern, die auch für Neueinsteiger geeignet sein sollen. Ob das aber stimmt und ob ihr bedenkenlos bei der neuesten Iteration der Nightwing-Comics zugreifen könnt, erfahrt ihr in dieser Comic-Kritik! […]

Antwort:

Laß einen Kommentar da:

Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Zustimmung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden. Näheres findest Du in unserer Datenschutzerklärung Akzeptieren Mehr erfahren