Peacemaker – Comic-Kritik

von Robin S.
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Jede Woche ein neuer Comic. Ständig erscheinen neue Comics aus verschiedenen Universen, da ist es schwer, den Überblick zu behalten. Egal, ob DC, Marvel, Star Wars oder komplett andere Serien – immer stellt sich die Frage, was man sich als Nächstes holen soll. Um euch die Entscheidung etwas zu erleichtern und eine stärkere Übersicht zu gewährleisten, geben wir euch immer mal wieder Kritiken zu den neuesten deutschen Ausgaben verschiedener Comics. Viel Spaß mit unserer Kritik zu Peacemaker.

Erscheinungsdatum 06.02.2024
Zeichner Gary Brown, Steve Pugh
Autor Garth Ennis, Kyle Starks
Format Softcover
Seitenanzahl 204
Storyline
Stories Peacemaker – Disturbing the Peace 1, Peacemaker Tries Hard 1-6
Preis 25,00 €

Es gibt viele Comic-Charaktere, die noch nie eine eigene Reihe spendiert bekommen haben oder gar als Hauptcharaktere inszeniert wurden. So erging es lange Zeit auch dem Charakter Peacemaker. Damals von DC aus einem anderen Verlag aufgekauft und eher als Lachnummer verwendet, konnte der etwas verschrobene Antiheld nie eine wirkliche Fanbase aufbauen. Als James Gunn im Jahr 2021 erschienenen The Suicide Squad der Figur mit dem Schauspieler John Cena dann aber neues Leben einhauchte und noch eine fantastische Serie hinterher lieferte, konnte sich der Antiheld kaum noch vor Beliebtheit retten. Im neuen Peacemaker-Comic darf er jetzt auch sein eigenes Abenteuer erleben und bekommt zudem auch noch eine Art Originstory erzählt. Kann der Comic aus der Feder von Garth Ennis und Kyle Starks aber überzeugen?

Danke an Panini für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars!

Peacemaker - Comic-Kritik

Inhalt:

In seinem aufregenden Aufstieg im Film The Suicide Squad war Peacemaker der strahlende Star, doch nun tauchen wir tiefer in sein doch ziemlich trauriges Leben ein. Wir erleben hautnah mit, wie er nach Liebe und Anerkennung sucht und dabei unerwartet einen treuen vierbeinigen Begleiter findet. Doch ihr Glück währt nur kurz, als der geliebte „Bruce Wayne“ plötzlich verschwindet. Als die Entführer des kleinen Hundes auftauchen, bieten sie Peacemaker einen verlockenden Deal an – endlich fühlt er sich geschätzt und wichtig. Doch wird es dabei bleiben – schließlich ist er bei seinen Mitmenschen doch etwas unbeliebt…

Peacemaker ist ein ungemein witziger Comic. Ich bin mir nicht ganz sicher, wie es den Autoren gelungen ist, aber der Humor aus dem Film und der Serie wurde nahezu perfekt im Comic eingefangen. Schon lange musste ich nicht mehr so oft beim Lesen schmunzeln. Aber fangen wir erstmal ganz vorne an, denn Peacemaker beinhaltet zwei Geschichten, die separat voneinander erzählt werden. Die erste stammt vom Macher der The Boys-Comics und erzählt eine neue Originstory zum Charakter, während die zweite ein wildes Abenteuer aus der Welt von DC darstellt.

Die Originstory schafft es toll, die Figur Peacemaker nahbar zu machen und überrascht vor allem mit seinen kleinen Twists und dem Tiefgang des Hauptcharakters. Leider geht diese Geschichte nur über ein Issue und kann sich dadurch nur teilweise entfalten, trotzdem ein toller Start in diesen Sammelband. Die zweite Geschichte trägt den Titel Peacemaker Tries Hard und erstreckt sich über sechs Comics, die alle zusammen eine abgeschlossene Geschichte erzählen. Hier kommt der Humor am besten zum Strahlen und hält einen immer wieder mit neuen Ereignissen und actionreichen Momenten bei der Stange. Ich bin großer Fan davon, wie man auch noch andere Helden und Bösewichte eingearbeitet hat, ohne dabei die Figur Peacemaker in den Hintergrund zu stellen.

Es entwickelt sich ein wirklich toller Flow, bei dem man schnell vergessen kann, sich auch mal Zeit für die einzelnen Bilder zu nehmen. Das Einzige, was ich zu bemängeln hätte, wäre, dass man hier im Gegensatz zur Originstory keine Tiefe bei den Charakteren erlaubt. Alles passiert so schnell und versucht so witzig zu sein, dass es schwierig ist, sich emotional auf die Figuren einzulassen. Dadurch sind bestimmte Tode nicht ganz so gewichtig, wie es möglich gewesen wäre. Nichtsdestotrotz ein wirklich gelungenes Abenteuer.

Zeichnung:

Die Zeichnungen – ja also die Zeichnungen sind in beiden Geschichten von Peacemaker einfach fantastisch geworden. Bei Künstlern wie Gary Brown und Steve Pugh ist das aber auch kein Wunder. Die erste Geschichte wirkt direkt, wie aus den The Boys-Comics entnommen, während die darauf folgenden Issues einen super detaillierten und auch echt kreativen Comic-Stil inszenieren und präsentieren. Eigentlich wollte ich nicht auf die nächsten Seiten blättern, da ich mich an den Bildern bzw. Panels nie wirklich satt sehen konnte.

Ich liebe aber vor allem, wie die Actionszenen gezeichnet wurden. Hier wechselt man von einem doch recht normalen Stil in einen Stil, der an Comics der 80er erinnert. Das trifft zudem auch auf die Rückblenden von Red Bee zu. Dadurch wirkt der komplette Sammelband recht abwechslungsreich und man bekommt nie das Gefühl, müde von den Zeichnungen zu werden. Wirklich gelungen, wie ich finde.

Peacemaker - Comic-Kritik

Fazit zu Peacemaker:

Insgesamt bietet der Comic Peacemaker eine gelungene Mischung aus Humor, Action und überraschenden Wendungen. Die Autoren haben es geschafft, den einzigartigen Humor des Films und der Serie nahezu perfekt im Comic einzufangen. Besonders die Originstory liefert einen tiefen Einblick in die Figur des Peacemakers, überrascht mit Twists und verleiht dem Charakter mehr Tiefe. Die zweite Geschichte, Peacemaker Tries Hard, erstreckt sich über sechs Comics und fesselt den Leser mit einer abgeschlossenen, humorvollen Handlung, die durch neue Ereignisse und actionreiche Momente überzeugt.

Der Comic zeichnet sich durch fantastische Zeichnungen aus, die von Künstlern wie Gary Brown und Steve Pugh stammen. Die Vielseitigkeit im Stil, insbesondere bei den Actionszenen und den Rückblenden, verleiht dem Sammelband eine ansprechende Abwechslung. Obwohl die Charaktertiefe in der zweiten Geschichte etwas kurz kommt, schmälert dies nicht das insgesamt gelungene Abenteuer.

Peacemaker ist somit nicht nur für Fans der Figur, sondern auch für Liebhaber von humorvollen Comics mit actiongeladenem Plot eine empfehlenswerte Lektüre. Die gelungenen Illustrationen und die kreative Umsetzung der Geschichten tragen dazu bei, dass der Comic ein unterhaltsames Gesamterlebnis bietet.

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1 Kommentar/Kommentare:

Doom Patrol – Comic-Kritik - Gaming Magazin - Games-Mag - Gaming News and Gaming Reviews 1. März 2024 - 17:27

[…] ihr einnehmen. Auch die Bösewichte kommen nicht zu kurz. Erst kürzlich hatte ich hier den neuen Peacemaker Comic vorgestellt, daher ist es irgendwie cool gewesen, den Charakter als Antagonisten wieder zu […]

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