GC26 – Chronicles: Medieval Preview: Dieses authentische Strategiespiel lässt uns selbst mit in die Schlacht ziehen

Alles zum neuesten Hit von Raw Power Games - Chronicles: Medieval jetzt in unserem Gamescom Überblick:

von Thomas
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Chronicles: Medieval – Zwischen Feldherr und Frontsoldat

Raw Power Games verbindet groß angelegte Strategie mit direkten Kämpfen und einer dynamischen Mittelalter-Sandbox.

Wer im Strategiespiel seine Armee in die Schlacht führt, kennt meist eine ganz bestimmte Perspektive: Wir schweben über dem Schlachtfeld, verteilen Befehle und beobachten aus sicherer Entfernung, wie unsere Einheiten die zuvor ausgetüftelte Strategie umsetzen. Chronicles: Medieval möchte genau mit dieser Vorstellung brechen. Hier bleiben wir nicht nur der Feldherr im Hintergrund – wir ziehen selbst mit unserem Commander in die Schlacht.

Auf der Gamescom 2026 konnten wir einen ersten Blick auf die ambitionierte Mittelalter-Sandbox von Raw Power Games werfen. Im Gespräch mit Sam Millen, Lead Producer, und Gareth Bourn, Senior Game Designer, erhielten wir dabei nicht nur Einblicke in die taktischen Möglichkeiten auf dem Schlachtfeld, sondern auch in die Systeme, die hinter der großen Sandbox stehen.

Das Konzept verbindet strategische Armeeplanung, taktische Entscheidungen und direkte Kämpfe mit einer umfangreichen Exploration Map. Je nach Situation können wir unsere Truppen frontal in den Kampf schicken, gegnerische Linien über die Flanken angreifen oder Hinterhalte vorbereiten – und anschließend selbst dort eingreifen, wo es gerade brenzlig wird.

Unser erster Eindruck zeigt dabei vor allem eines: Chronicles: Medieval hat einige interessante Ideen, die weit über das klassische „Armee aufstellen und losschicken“ hinausgehen.

Picture - Raw Power Games Presskit

Picture – Raw Power Games Presskit

Nicht nur Befehle geben, sondern selbst kämpfen

Auf den ersten Blick könnte Chronicles: Medieval wie ein klassisches Strategiespiel wirken. Armeen werden zusammengestellt, Truppen ausgebildet und taktische Entscheidungen getroffen. Doch Raw Power Games verfolgt einen etwas anderen Ansatz.

Wie uns Sam Millen und Gareth Bourn erklärten, übernimmt der Spieler nicht einfach nur die Rolle eines Feldherrn, der seine Einheiten aus sicherer Entfernung dirigiert. Stattdessen befindet sich unser eigener Commander mitten im Geschehen. Wir können taktische Entscheidungen treffen, Truppen navigieren und unsere Einheiten gezielt positionieren – gleichzeitig greifen wir aber auch selbst ins Kampfgeschehen ein.

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Picture Lead Producer Sam Millen, Games-Mag Thomas and Senior Game Designer Gareth Bourn

Genau diese Kombination macht Chronicles: Medieval interessant. Wer möchte, kann einen Kampf vergleichsweise direkt angehen und dem Gegner von Angesicht zu Angesicht entgegentreten. Gleichzeitig stehen aber auch taktischere Möglichkeiten zur Verfügung. Flankenangriffe oder Hinterhalte können vorbereitet werden, um gegnerische Linien an einer unerwarteten Stelle zu durchbrechen.

Damit verschwimmt die Grenze zwischen Strategiespiel und Action-RPG ein Stück weit. Wir sind nicht ausschließlich derjenige, der Befehle gibt – wir sind Teil der Armee.

Eine Armee wächst mit uns

Ein weiterer Punkt, auf den Raw Power Games offensichtlich großen Wert legt, ist die Entwicklung der eigenen Truppen. Besonders positiv fällt dabei auf, dass sich der Fortschritt nicht ausschließlich über Zahlenwerte oder Menüs bemerkbar macht.

Die Soldaten verändern sich auch optisch.

Zu Beginn stehen uns beispielsweise schlecht ausgerüstete Kämpfer zur Verfügung, denen es noch deutlich an professioneller Ausrüstung fehlt. Mit zunehmendem Fortschritt kommen besser ausgebildete Truppen hinzu, darunter beispielsweise Einheiten, die bereits deutlich stärker an professionelle Söldner erinnern. Später entwickeln sich daraus noch besser ausgerüstete und spezialisierte Kämpfer.

Unsere angespielte Version befand sich laut Gareth Bourn ungefähr im Midgame. Entsprechend bestand unsere Armee bereits aus einigen gut ausgebildeten Truppen, während sich gleichzeitig noch blutige Anfänger in unseren Reihen befanden. Dadurch entstand bereits auf dem Schlachtfeld ein glaubwürdiger Eindruck einer gewachsenen Armee.

Auch die Rüstung selbst liefert Informationen über den Zustand unserer Truppen. Leichte und schwere Rüstungen, unterschiedliche Helme sowie offene oder geschlossene Visiere sorgen nicht nur für optische Abwechslung, sondern vermitteln gleichzeitig einen Eindruck davon, mit welcher Art von Einheit wir es zu tun haben.

Gerade diese Detailverliebtheit könnte langfristig eine der großen Stärken von Chronicles: Medieval werden. Die Entwicklung unserer Armee soll nicht nur im Charaktermenü stattfinden, sondern direkt in der Welt sichtbar sein.

„Vision is Might“ – Sicht ist Macht

Fast noch wichtiger als das eigentliche Schlachtfeld könnte allerdings die sogenannte Exploration Map werden.

Sam Millen brachte das Prinzip während unserer Vorstellung mit einem einfachen Satz auf den Punkt: „Vision is Might.“ Frei übersetzt: „Sicht ist Macht.“

Je mehr wir von der Karte überblicken, desto besser können wir auf die Ereignisse in der Spielwelt reagieren. Feindliche Truppen lassen sich früher erkennen und eigene Gebiete entsprechend besser sichern. Wer weniger Überblick besitzt, läuft dagegen Gefahr, von gegnerischen Bewegungen überrascht zu werden.

Damit wird die Erkundung nicht zu einem bloßen Mittel, um von A nach B zu gelangen. Informationen über die Umgebung können einen direkten strategischen Wert besitzen. Gerade in einer Sandbox, in der sich die Welt unabhängig vom Spieler weiterentwickeln soll, dürfte dieser Aspekt eine wichtige Rolle spielen.

Auch weitere Elemente abseits des Schlachtfeldes wurden bereits kurz angeschnitten. So konnten wir beispielsweise einen Blick auf den Aufbau von Tavernen werfen. Wie umfangreich die wirtschaftlichen und infrastrukturellen Systeme letztendlich ausfallen und welchen Einfluss sie auf den Verlauf einer Kampagne haben, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht abschließend beurteilen.

Taktik ohne unnötigen Zeitdruck

Bei den PvE-Schlachten gibt Chronicles: Medieval dem Spieler außerdem die Möglichkeit, das Geschehen zu pausieren. Gerade bei größeren Gefechten kann das ein entscheidender Vorteil sein. Wer kurz die Übersicht verliert oder seine nächsten Befehle sorgfältiger planen möchte, kann das Schlachtfeld anhalten und anschließend seine Entscheidungen treffen.

Das passt gut zum grundsätzlichen Konzept des Spiels: Chronicles: Medieval möchte zwar direkte Action bieten, gleichzeitig aber den strategischen Charakter nicht aus den Augen verlieren.

Auch bei der Steuerung zeigt sich das Spiel flexibel. Gespielt werden kann sowohl mit Maus und Tastatur als auch mit Controller. Besonders interessant: Uns wurde gezeigt, dass sich während des laufenden Spiels problemlos zwischen den beiden Eingabemethoden wechseln lässt.

Ein Mittelalter, das bereits technisch überzeugt

Auch optisch hinterließ Chronicles: Medieval bei unserer ersten Begegnung einen starken Eindruck. Das Spiel basiert auf der Unreal Engine 5 und nutzt zusätzlich die hauseigene Asgard-Technologie von Raw Power Games.

Gerade wenn zahlreiche Einheiten gleichzeitig dargestellt werden müssen und dabei trotzdem Wert auf unterschiedliche Ausrüstung, Rüstungen und Charaktermodelle gelegt wird, ist die technische Umsetzung nicht unwichtig. Unsere angespielte Version wirkte bereits sehr modern und detailliert.

Auch bei der Individualität der dargestellten Charaktere und Truppen gibt es einiges zu sehen. Die unterschiedlichen Ausrüstungsstufen und Einheitentypen sorgen dafür, dass die eigene Armee nicht wie eine Ansammlung identischer Modelle wirkt. Stattdessen entsteht mit zunehmendem Fortschritt ein deutlich differenzierteres Gesamtbild.

Historische Sandbox mit großen Ambitionen

Chronicles: Medieval spielt in einem historisch geprägten Europa des 14. Jahrhunderts und erstreckt sich über die Britischen Inseln, Frankreich und das Heilige Römische Reich. Raw Power Games möchte dabei eine dynamische Sandbox erschaffen, in der der Spieler seinen eigenen Charakter von Grund auf entwickelt, eine Armee aufbaut, Allianzen schmiedet und sich einen Ruf innerhalb der Welt erarbeitet.

Auch das Armee- und Progressionssystem soll sich dabei an den militärischen Gegebenheiten des Hundertjährigen Krieges orientieren. Rekrutierung, Ausbildung und die Entwicklung der Truppen sind dementsprechend nicht einfach nur abstrakte Spielmechaniken, sondern sollen in der historischen Welt verankert sein.

Entwickelt wird das Spiel von einem rund 100-köpfigen Team aus erfahrenen Entwicklern, die unter anderem an bekannten Produktionen wie The Witcher 3, Assassin’s Creed, Hitman, Red Dead Redemption 2 und Cyberpunk 2077 gearbeitet haben.

Das dänische Entwicklerstudio Raw Power Games nutzt eine gestaffelte Veröffentlichung: PC (Steam): Erscheint zuerst im Early Access (geplant für Anfang 2027). Die Konsolenversionen folgen erst zu einem späteren Zeitpunkt, voraussichtlich nach dem Ende der Early-Access-Phase (frühestens mit dem Full-Release der Version 1.0).

Unser erster Eindruck

Nach unserer ersten Begegnung hinterlässt Chronicles: Medieval einen durchaus positiven Eindruck. Vor allem die Verbindung aus strategischer Planung und direktem Eingreifen in die Schlacht funktioniert als Grundidee ausgesprochen interessant. Wir sind nicht nur derjenige, der von oben Befehle verteilt, sondern Teil der Armee – und genau dadurch bekommen taktische Entscheidungen eine deutlich persönlichere Ebene. Auch die Detailverliebtheit bei den Truppen gefällt. Dass sich der Fortschritt einer Einheit nicht nur durch Werte, sondern auch durch ihre Ausrüstung und ihr Erscheinungsbild bemerkbar macht, trägt viel zur Atmosphäre bei. Gleichzeitig könnte die Exploration Map mit ihrem Prinzip „Vision is Might“ dafür sorgen, dass die strategische Ebene auch außerhalb der Schlachten eine wichtige Rolle spielt.

Für ein endgültiges Urteil ist es allerdings noch zu früh. Zu viele Systeme konnten wir bisher nur in Ausschnitten kennenlernen, und gerade eine Sandbox muss sich letztlich über viele Spielstunden beweisen. Entscheidend wird sein, wie gut Raw Power Games all diese einzelnen Bausteine miteinander verzahnt und ob die Welt tatsächlich so dynamisch auf die Entscheidungen des Spielers reagiert, wie es das Studio verspricht. Was nach unserem Hands-on aber bereits feststeht: Chronicles: Medieval sollte man im Auge behalten. Die technische Präsentation ist stark, die Armeen wirken angenehm individuell und die Mischung aus Strategie und direktem Kampf könnte dem Genre eine interessante neue Perspektive geben.

Der Early Access auf Steam ist aktuell für Anfang 2027 geplant. Bis dahin bleibt also noch Zeit, aus den ambitionierten Ideen eine möglichst runde Mittelalter-Sandbox zu formen. Nach unserem ersten Eindruck dürfte es sich definitiv lohnen, die weitere Entwicklung von Chronicles: Medieval im Blick zu behalten.

Hinweis zur Berichterstattung:

Das in diesem Artikel verwendete Bildmaterial stammt aus dem offiziellen Pressekit zu Chronicles Medieval. Sämtliche Rechte an den verwendeten Screenshots, Artworks, Logos und weiteren Bildmaterialien liegen bei Raw Power Games und den jeweiligen Rechteinhabern.

Hier kommt ihr zur offiziellen Website 

Hier kommt ihr zur Steamseite, wo ihr das Spiel gerne Wishlisten könnt

 

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