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86% ist unsere Wertung zum neuen LEGO Titel LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga. In unserem Test haben wir besonders die große Anzahl an Gameplaystunden anerkannt, welche uns viele Stunden Spielspaß bringen konnten. Würden wir das auch nach dem Erringen der Platin-Trophäe behaupten? Irgendwie ja und doch irgendwie nein, denn die Spielzeit war neben abwechslungsreichen Aufgaben auch durch einige negativen Ereignisse geplagt. Wie unsere Reise aber genau ausfiel, möchten wir euch in diesem Kommentar beschreiben.

Im ersten Schritt des Abenteuers haben wir einfach nur die Geschichte durchgespielt, währenddessen aber einen Großteil der Sammelobjekte liegen gelassen (das war der erste Fehler). Später im Spiel haben wir dann aber doch ein paar Steine mitgenommen und auch einige Missionen erledigt (Fehler wieder gut gemacht). Mit viel Spaß und einem tollen Humor haben wir dann auch schließlich das Ende erreicht. Was nun? Danach heißt es die komplette Open World nach allen Sammelobjekten abklappern und die Level nochmal spielen, wobei es alle Minikits einzusammeln gilt und alle Herausforderung abzuschließen. Klingt wie ein einfacher Weg… ist er dann aber nicht. Lasst uns euch zumindest mitteilen, dass es keine verpassen Trophäen gibt. Spielt die Geschichte also nach Belieben und macht euch keine Sorgen über verpassbare Erfolge.

Ein konstanter Weg in die Hölle

Wir haben zuerst die Open-World Aktivitäten erledigt, bevor wir die restlichen Level-Erfolge abgeschlossen haben. Das war unerwartet angenehm, wobei viele der Aktivitäten einzigartig waren und sich selten wiederholt haben. Dadurch kam regelmäßig Spaß auf und auch die Anspielungen an die restliche Star Wars Historie, gepaart mit Meme haben stetig unterhalten. Das einzige nervige war, wenn man für das Erfüllen von Missionen oder Rätsel auf andere Planeten gehen musste. Diesbezüglich hat sich der Sammelprozess etwas verzögert, war letztendlich aber nicht weiter schlimm. Schlimm wurde dann aber die Zeit, die die gesamte Reise eingenommen hat. Nach dem Komplementieren eines Planeten wurde uns schnell bewusst, dass noch viel zu erledigen war. Immer wieder kam das Gefühl auf, es gibt noch zu viel zu tun, was uns schnell die Lust am Sammeln genommen hat. Als dann noch manche Rätsel nicht direkt klar waren und wir auch noch viel Zeit für das Erledigen einer Aktivität aufbringen mussten, war der Spaß komplett dahin.

Uns ist bewusst, dass dies eher subjektiv ist und dadurch nicht unbedingt eine generelle Meinung widerspiegelt. Es gibt bestimmt genug Personen, denen diese Art des unendlichen Collectathon gefällt. Auch ausgiebige Rätsel haben definitiv ihre Fans. Es ist aber auch kein Zufall, dass zum derzeitigen Stand (28.04.2022) nur 0,3% der Spieler:innen die Platin-Trophäe besitzen.

Was uns dann aber den Rest gegeben hat, waren die Level und ihre Herausforderungen. Wir dachten diese würden den geringsten Part des Sammelns einnehmen, haben aber fast schon länger gedauert, als das Sammeln von Objekten in den Open Worlds. Minikits wurden auf der Karte angezeigt und sind zudem hinter keinen wirklich schwierigen Rätseln verborgen. Herausforderungen müssen aber erst im Menü freigeschaltet werden, um Informationen über diese zu erhalten. Dann gibt es auch noch welche, die durch Zufall aktiviert werden. In einem der ersten Level von Episode 4 zum Beispiel, müssen Sturmtruppen mithilfe von Geschützen ausgeschaltet werden. Und auch wenn man es wie in der Beschreibung vollbringt, dann klappt es nicht direkt. Wir haben 7 Versuche gebraucht, bis uns die Kills durch die Geschütztürme anerkannt wurden. Das ist dann kein Spaß mehr, sondern einfach nur nervig und unnötig. Zumal man unterschätzt, wie viele Level es dann doch im gesamten Spiel sind. Ja – die Level sind deutlich kürzer als in anderen LEGO Spielen, was einem Segen gleicht, es sind aber verdammt viele davon und damit auch viele Herausforderungen, die man herausfinden und abschließen muss.

Es lohnt sich, aber…

Worauf wollen wir mit diesem Kommentar nun also hinaus? LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga zu komplementieren macht verdammt viel Spaß und jeder Schritt zum Ziel belohnt euch mit neuen Charakteren, Upgrades und mehr. Ihr solltet aber auch eine hohe Frustgrenze mitbringen, da ihr euch zwischendurch die Frage stellen werdet, ob sich das Beenden denn überhaupt noch lohnt. Bei kaum einem anderen Spiel hab ich so oft die Freude am Komplementieren entdeckt, wie auch in die Abgründe eines Collectathons geblickt. Eine Reise vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxie, auf die ihr besser vorbereitet sein solltet…

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About author

Robin S.

Robin ist zwar mit Nintendo aufgewachsen, ist aber Zuhause auf der PlayStation und spielt, was ihm vor die Füße kommt. Auch sammelt er gerne physische Spiele und ist begeistert von wunderschönen Steelbooks.

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