Dragon Ball Z: Kakarot

Erste Eindrücke des Spiels

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Gestern erschien das von RPG und Dragon Ball Fans lang ersehnte Dragon Ball Z: Kakarot für PC (Steam), PlayStation 4 und Xbox One.

Die Bewertungen im Steam Market und in vielen Berichten sind bereits sehr positiv ausgefallen, doch schauen wir uns das ganze doch mal genauer an und sehen selbst was dahinter steckt.

 


 

Was bisher geschah …

 

Beginnen wir doch zunächst Mal mit dem Ursprung von Dragonball.

DragonBall ist ursprügnlich eine Manga-Serie des japanischen Zeichners Akira Toriyama. Es erschien von 1984 bis 1995 im Manga-Magazin Weekly Shōnen Jump und wurde später in 42 Bänden veröffentlicht. Doch aufgrund des großen Erfolges umfasst das Franchise mittlerweile auch mehrere Anime Serien (darunter Dragonball Z), über 20 Filme, sowie eine Vielzahl an Videospielen.

Im Grunde beschreibt die Story von Dragonball immer wieder die Abenteuer des Protagonisten Son Goku und seinen Freunden, zumeist auf der Suche nach den Dragonballs.

 

Bereits zuvor gab es RPG Titel als Videospiel Ableger der Reihe, allerdings sind die meisten der Videospiele doch eher als Fighting-Game erschienen mit wenig bis gar keinem Rollenspiel-Anteil.
Dies soll sich nun ändern mit Dragon Ball Z: Kakarot.

 


 

Dragon Ball Z: Kakarot

ACHTUNG: Für Leute die die Anime-Serie oder den Manga nicht kennen, könnten ab jetzt einige Spoiler kommen.

 

Die Haupt-Storyline folgt der aus dem Manga und Anime Dragonball Z.

Nach einer kurzen Einführungsphase mit Son-Goku und seinem Sohn Son-Gohan beginnt die Story mit der Ankunft des Saiyajin-Kriegers Radditz (Son Gokus Bruder) auf der Erde. Dieser entführt zunächst Son-Gokus Sohn, stirbt allerdings schon kurz darauf im Kampf gegen Son-Goku und Piccolo. Auch wenn die beiden einst Erzfeinde waren, kämpfen sie für die gemeinsame Sache Seite an Seite.

Man merkt also schon, die Story hält sich durchaus an die urpsürngliche Geschichte, wie wir sie aus Manga und Anime kennen. Allerdings merkt man als eingefleischter Dragonball Fan an der ein oder anderen Stelle dann doch sehr schnell, dass es auch klare Abweichungen vom original gibt.

Doch dazu später mehr.

 

Kommen wir zunächst zur …

 


 

Grafik

Im Allgemeinen kann man sagen, die Zeichenart der Charaktere und Landschaften ist genau so, wie man es aus dem Anime kennt. Sogar etwas aufpolierter.
Vor allem in Hinsicht auf die Anfänge des Dragonball Z Animes und wie zum Beispiel Vegeta damals noch aussah, ist es ein positives Erlebnis ihn von Anfang an in seiner aktuellen Form zu erleben.

Wer also schon immer mal die Welt aus Dragonball auf eigene Faust erkunden wollte hat hier absolut die Gelegenheit dazu.
Ob man nun als Son-Goku einen kleinen Tauchgang wagen möchte oder einfach nur auf Jindujun die Gegend erkunden will. Hier hat man die Chance die bekannte Anime Welt auf eigene Faust zu erkunden.

 

 


 

Sound und Musik

Schon vor dem Titelbild wird man in die 90er Jahre zurückversetzt mit dem altbekannten „Cha La Head Cha La“ Intro aus Dragonball Z.

Doch damit nicht genug. Auch während des Spiels hört man immer wieder bekannte Titel aus dem Anime. Man kommt also einfach nicht um den Drang herum immer wieder mitzusummen.

Selbst die Umgebungs- und Kampfgeräusche, sowie die anderen Soundeffects erinnern einen sofort an den Anime. Sei es der Sound beim beschleunigen im Flug, der rauschende Wind auf Jindujun oder die bekannten Attacken der Z-Kämpfer. Einfach alles erinnert an den Anime und versetzt einen als Kind der 90er zurück in die Vergangenheit.

Doch bei all dem in guten alten Erinnerungen schwelgen, fällt auf Dauer doch irgendwann die Eintönigkeit auf. Vor allem für die RPG’ler unter euch die gerne mal die Gegend erkunden und nicht einfach nur strikt der Storyline folgen, wird dies schnell auffällig.
Bei längeren Erkundungstouren im selben Gebiet fehlt es dann doch etwas an Abwechslung der Musiktitel, die meist in gekürzter Form als Endlosschleife abgespielt werden.

Etwas befremdlich sind auch die Sounds beim tauchen. Das ab- und auftauchen wird zwar klar mit einem eigenen Sound wiedergegeben, doch der Tauchvorgang selbst ist der selbe Soundeffect wie das fliegen.

 

Im Großen und Ganzen kann man aber sagen, dass es sich dabei nur um kleinere Auffälligkeiten handelt. Keineswegs etwas, dass den Spielspaß großartig beeinträchtigen würde.

 


 

Kommen wir nun zum Gameplay

 

Fortbewegung

Wie bereits erwähnt, hat man in Dragon Ball Z: Kakarot vielerlei Möglichkeiten der Fortbewegung.

Neben der standardmäßigen Fortbewegung auf zwei Beinen, kann man selbstverständlich auch wie im Anime jederzeit fliegen. Sei es aus eigener Kraft oder mit diversen Fortbewegungsmitteln die einem im Laufe des Spiels zur Verfügung gestellt werden.

Allen voran ist da natürlich die berühmte Jindujun. Als Son-Goku hat man die Wahl, ob man selbst die Gegend erkunden will oder aber mit ihrer Hilfe den Wind in den Haaren genießt.

 


 

Erkundung

Während man unterwegs ist, hat man keinen Zugriff auf seine Kampffähigkeiten, ausser der normalen Ki-Explosion. Mit dieser kann man zum einen die diversen Tiere und Dinos in der Gegend abschießen, für Fleisch oder andere nützliche Materialien. Zum anderen kann man diese aber auch nutzen, um an Mineralien und Rohstoffe zu gelangen, die auf herkömmlichen Wege nicht erreichbar sind.

Nicht zuletzt könnt ihr damit auch die Landschaft selbst ein wenig umgestalten, indem ihr vielleicht den ein oder anderen Baum und Stein einfach verschwinden lässt 😉

 


 

Kampf
Knockout

Das Kampfsystem selbst ist relativ unkompliziert gehalten.

Neben den normalen Angriffsattacken gibt es frei wählbare Spezialtechniken, die man im Laufe des Spiels freischalten und auch verbessern kann.
Ausserdem gibt es auch eine Funktion zum Ausweichen und Blocken von Attacken.

Es besteht auch die Möglichkeit bestimmte Techniken miteinander zu kombinieren, allerdings kommt man auch mit Standardmanövern gut voran.

Das Spiel bietet einem auch immer wieder Hilfestellungen zu den Mechaniken. Somit kann man sich schnell und gut einfinden, ohne großen Frustfaktor.

 


 

Story

Main Storyline

Wie bereits erwähnt hält sich die Story zu großen Teilen an die Main-Story des Animes. Allerdings stellt man auch sehr schnell fest, dass an der ein oder anderen Stelle kleinere Abweichungen stattfinden.

Bisher waren es nur Kleinigkeiten, wie die Schweif-Prothesen von Son-Goku und Son-Gohan, die zum angeln genutzt werden.
Ja ihr habt richtig gelesen. Mangels eigener Schweife, nutzen die beiden eigens von Bulma angefertigte Schweif-Prothesen, mit denen sie dann dem Angelsport nachgehen können.

Da dem allerdings ein gewisser humorvoller Faktor nicht abzusprechen ist, sieht man über solche Kleinigkeiten gerne hinweg.


Ein wenig lückenhaft

Allerdings merkt man auch schon früh im Spiel, dass an einigen Stellen stark geschnitten wird.

Es ist selbstverständlich, dass bei einer Anime-Serie wie Dragonball Z schlecht alles in einem Spiel zusammengefasst werden kann. Denn wie bereits die Trailer aufzeigten, ist sogar die Boo-Saga im Game enthalten.

Doch leider bedeutet dies, dass man an vielen Stellen auf erhoffte Szenen aus dem Anime verzichten muss.
In den zum Großteil animierten Zwischensequenzen kommt es auch oft vor, dass einfach nur mit ein paar Sätzen zusammengefasst wird, was in der Zwischenzeit geschah. Zeitlich gesehen wird dann ein großer Sprung nach vorne gemacht, der spielerisch dadurch nie erlebt werden kann.


Mehr Details oder hauptsache alles ist drin?

Da stellt sich einem schnell die Frage, was wäre besser gewesen?

Lieber ein Dragonball Z Titel, der nicht die gesamte Story umfasst, dafür aber mehr ins Detail geht?
Dadurch hätte man eventuell mit zukünftigen DLCs weitere Storyelemente einfügen können. Vielleicht sogar einen zweiten Teil produzieren, der die restliche Story ebenso detailliert beinhaltet.

Doch da wäre der Blick wieder unweigerlich zu der Community gegangen. Aus Sicht des Publishers ist an der Stelle natürlich schwer einzuschätzen, wie die Gamer darauf reagiert hätten.
Letzten Endes kann man schwer darüber urteilen, was die bessere Lösung gewesen wäre. Dennoch ist es erfreulich endlich mal einen größeren RPG-Titel aus dem Dragonball Franchise erleben zu dürfen.

 

und damit kommen wir auch zum nächsten Punkt

 


 

RPG oder doch eher Fighting-Game?

Ohne Zweifel kann man sagen, es ist kein reines Fighting-Game, wie die zuvor erschienen Titel.

Cutscenes, Main- und Sidequests, als auch Areas in denen man sich zum Teil frei bewegen und die man erkunden kann sind gegeben.


Quests

Die linear verlaufende Main-Quest ist der rote Faden des Spiels. Diese leitet den Spieler durch die Story von Dragonball Z und führt einen von einem Ort zum nächsten. Meist verbunden mit den entscheidenen Kämpfen aus der original Geschichte, so wie man sie kennt.

Auch Sidequests sind vorhanden und werden von bekannten Gesichtern aus dem Franchise erteilt. Diese gewähren kleinere Belohnungen, die beim voranschreiten des Spiels behilflich sein können. Allerdings sind diese nicht sonderlich umfangreich und beschränken sich bisher nur auf einen kleinen Radius und sehr schnell erledigte Aufgaben.


Sammelwut

Für diejenigen die gerne auf Erkundungstour gehen gibt es auch immer wieder Kleinigkeiten zu entdecken. Seien es verstreute Items, versteckt hinter Felsen oder in Ruinen oder aber Rohstoffe und Angelstellen, die es ersteinmal zu finden gilt.

Doch viel mehr wird leider nicht geboten in dieser Hinsicht.


 

Zusammenfassend kann man sagen, es ist durchaus mehr als nur ein reines Fighting-Game. Allerdings ein richtiges RPG Feeling will dann doch nicht aufkommen, wie man es aus größeren Titeln aus diesem Genre gewohnt ist.

 

 


 

 

Fazit

 

Schlussendlich haben die ersten Stunden schon ein wenig Aufschluss darüber gegeben, wo die Reise hingeht.

Dragon Ball Z: Kakarot ist kein reines Fighting-Game, aber auch kein überaus umfangreicher RPG-Titel.
Es ist eine gute Mischung aus beidem, die einem die Möglichkeit bietet, selbst die Welt von Dragonball Z zu erkunden. Man trifft viele Bekannte Gesichter, erlebt die großen Schlachten aus nächster Nähe und wird in die gute alte Zeit des Animes zurückversetzt.

Von mir auf jeden Fall eine Kaufempfehlung für jeden DBZ-Fan, jedoch mit dem Hinweis keinen großen RPG-Titel zu erwarten, sondern einer guten Mischung aus Kampf und Rollenspiel.

 

 

78%
Kaufempfehlung
  • Grafik
  • Sound
  • Gameplay
  • Story
  • RPG