Ständig erscheinen neue Comics aus verschiedenen Universen, da ist es schwer, den Überblick zu behalten. Egal, ob DC, Marvel, Star Wars oder komplett andere Serien – immer stellt sich die Frage, was man sich als Nächstes holen soll. Um euch die Entscheidung etwas zu erleichtern und eine stärkere Übersicht zu gewährleisten, geben wir euch immer mal wieder Kritiken zu den neuesten deutschen Ausgaben verschiedener Comics. Viel Spaß mit unserer Kritik zu Moon Knight – Die Faust des Khonshu 2.
| Erscheinungsdatum | 03.03.2026 |
| Zeichner | Devmalya Pramanik, Domenico Carbone |
| Autor | Jed MacKay |
| Format | Softcover |
| Seitenanzahl | 120 |
| Stories | Moon Knight: Fist of Khonshu 6–10 |
| Preis | 16,00€ |
Moon Knight gehört zu den ungewöhnlichsten Figuren des Marvel-Universums. Als Faust des ägyptischen Mondgottes Khonshu bewegt sich Marc Spector seit jeher zwischen brutaler Selbstjustiz, übernatürlichen Bedrohungen und den Konflikten seiner eigenen Psyche. Dabei sind es nicht nur die mystischen Elemente, die seine Geschichten auszeichnen, sondern auch die Fähigkeit, ihn in Szenarien zu werfen, die man bei klassischen Superhelden eher selten findet. Gerade diese Mischung aus düsterer Atmosphäre, kompromissloser Gewalt und kreativen Ideen macht den Mondritter zu einer Figur, die immer wieder für Überraschungen gut ist.
Mit Moon Knight – Die Faust des Khonshu 1 begann eine neue Phase, in der sich Marc Spector und seine Verbündeten mit dem Drogenimperium des Gangsterbosses Achilles Fairchild auseinandersetzen mussten. Statt einer gewöhnlichen Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse entwickelte sich daraus ein gefährlicher Kampf gegen ein kriminelles Netzwerk, dessen Einfluss weit über die Straßen New Yorks hinausreicht. Die Geschichte zeigte einmal mehr, wie vielseitig Moon Knight eingesetzt werden kann und dass seine Abenteuer nicht zwangsläufig auf übernatürliche Gegner angewiesen sind, um spannend und unberechenbar zu bleiben. Doch der Konflikt ist längst nicht beendet und die bisherigen Ereignisse haben deutliche Spuren hinterlassen.
In Moon Knight – Die Faust des Khonshu 2 spitzt sich der Drogenkrieg nun weiter zu. Nach einer blutigen Niederlage sind Moon Knight, seine Geliebte Tigra, Khonshus zweite Faust Hunter’s Moon und ihre Mitstreiter entschlossener denn je, Fairchilds Imperium zu Fall zu bringen. Der zweite Band verspricht damit die Fortsetzung eines Konflikts, der die Beteiligten bereits an ihre Grenzen gebracht hat. Dabei bleibt vor allem die Frage, wie weit Moon Knight und seine Verbündeten gehen müssen, um ihrem Gegner endgültig das Handwerk zu legen. Ob der Band den spannenden Auftakt erfolgreich weiterführt und welche kreativen Ideen diesmal auf die Leser warten, erfahrt ihr in dieser Kritik!
Danke an Panini für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars!

Inhalt:
Nach einer blutigen Niederlage sind Moon Knight, seine Geliebte Tigra, Khonshus zweite Faust Hunter’s Moon und ihre Mitstreiter nur noch entschlossener, das Drogenimperium des Gangsterbosses Achilles Fairchild aus Asgard zum Einsturz zu bringen.
Moon Knight – Die Faust des Khonshu 2 führt die Stärken des Vorgängers konsequent fort und entwickelt den begonnenen Drogenkrieg zu seinem bisherigen Höhepunkt. Dabei gefällt mir besonders, wie Autor Jed MacKay die Geschichte weiter vorantreibt, ohne sich auf gewöhnliche Superheldenklischees zu verlassen. Stattdessen bleibt der Kampf gegen Fairchilds Imperium ein ungewöhnliches Szenario für Moon Knight, das hervorragend zur kompromisslosen Art des Titelhelden passt. Ich finde es immer wieder faszinierend, in wie viele unterschiedliche Situationen man diese Figur werfen kann, ohne dass sie dabei fehl am Platz wirkt. Genau das gelingt auch hier wieder ausgesprochen gut.
Der zweite Band macht verdammt viel Spaß zu lesen und profitiert davon, dass die bisherigen Entwicklungen nun auf ihren Höhepunkt zusteuern. Die Auseinandersetzung fühlt sich intensiver an, die Fronten sind klarer und die Entschlossenheit der Beteiligten ist nach den erlittenen Rückschlägen deutlich spürbar. Gleichzeitig bleibt die Geschichte angenehm unberechenbar und überrascht mit kreativen Ideen, die den Konflikt frisch halten. Jed MacKay versteht es, die verschiedenen Figuren sinnvoll einzusetzen und aus dem ungewöhnlichen Ausgangspunkt eine spannende Geschichte zu entwickeln, die mich von Anfang bis Ende unterhalten hat.
Natürlich bleiben auch die bekannten Schwächen bestehen. Wer sich tiefgreifende Charakterentwicklungen oder eine Handlung wünscht, die sich besonders viel Zeit für ihre einzelnen Elemente nimmt, wird auch hier nicht unbedingt fündig. Der Fokus liegt weiterhin auf dem Vorantreiben des Konflikts und den Ereignissen rund um Fairchilds Drogenimperium. Das muss man mögen, denn die Geschichte setzt vor allem auf Tempo, kreative Einfälle und die kompromisslose Art ihrer Figuren. Für mich geht dieses Konzept allerdings hervorragend auf. Der Band macht genau das, was er soll, und bringt den Drogenkrieg auf eine Weise voran, die Lust auf die weitere Entwicklung der Reihe macht.
Zeichnungen:
Auch zeichnerisch bleibt Moon Knight – Die Faust des Khonshu 2 seiner Linie treu. Die düstere Atmosphäre, die kreativen Bildkompositionen und die oftmals chaotisch wirkenden Panels passen hervorragend zu einer Figur, deren Innenleben ebenso unberechenbar ist wie ihre Methoden. Gerade diese visuelle Unruhe macht für mich einen großen Teil des Reizes aus. Die Bilder fühlen sich nicht einfach wie eine Begleitung der Handlung an, sondern vermitteln selbst etwas von der Zerrissenheit und Brutalität, die Moon Knights Welt auszeichnen.
Besonders schön ist, dass die visuelle Gestaltung den ungewöhnlichen Charakter der Geschichte unterstreicht. Der Konflikt um Fairchilds Drogenimperium bietet genügend Raum für intensive Auseinandersetzungen und kreative Einfälle, die durch die Zeichnungen zusätzlich an Wirkung gewinnen. Das Zusammenspiel von Geschichte und Bildern funktioniert erneut hervorragend und sorgt dafür, dass die düstere Welt des Mondritters lebendig wird. Auch wenn der Band stilistisch an seinen Vorgänger anknüpft, ist das für mich keineswegs ein Nachteil. Vielmehr bleibt die Reihe ihrem visuellen Konzept treu und liefert erneut genau die Atmosphäre, die ich mir von einer Moon-Knight-Geschichte wünsche.

Fazit zu Moon Knight – Die Faust des Khonshu 2:
Moon Knight – Die Faust des Khonshu 2 ist eine verdammt unterhaltsame Fortsetzung, die den Drogenkrieg gegen Achilles Fairchild auf seinen bisherigen Höhepunkt bringt. Der Band führt die Geschichte konsequent weiter, steigert die Intensität des Konflikts und beweist erneut, wie gut Moon Knight auch abseits klassischer Superheldengeschichten funktioniert. Die Handlung bleibt kreativ, spannend und angenehm ungewöhnlich, während Jed MacKay die Stärken seiner Figuren geschickt nutzt, um den Kampf gegen das kriminelle Imperium voranzutreiben.
Zwar bleiben die Schwächen des Vorgängers bestehen, insbesondere wenn es um die Tiefe einzelner Handlungselemente geht, doch das fällt angesichts des hohen Unterhaltungswerts kaum ins Gewicht. Die Geschichte weiß genau, was sie erzählen möchte, und verliert sich nicht in unnötigen Umwegen. Dazu kommen die düsteren, kreativen Zeichnungen, die perfekt zur Atmosphäre passen und das Geschehen eindrucksvoll in Szene setzen.
Für mich ist der zweite Band damit eine rundum gelungene Fortsetzung, die vor allem durch ihre kreativen Ideen und den großen Spaß beim Lesen überzeugt. Wer bereits mit dem ersten Band etwas anfangen konnte, bekommt hier mehr von dem, was Moon Knight so besonders macht. Der Drogenkrieg erreicht einen Höhepunkt, der Lust auf die nächsten Abenteuer des Mondritters weckt. Ich freue mich darauf, zu sehen, welche ungewöhnlichen Herausforderungen Jed MacKay für Marc Spector und seine Mitstreiter als Nächstes bereithält.
