Marvel Rivals – Ignite – Comic-Kritik

von Robin S.
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Ständig erscheinen neue Comics aus verschiedenen Universen, da ist es schwer, den Überblick zu behalten. Egal, ob DC, Marvel, Star Wars oder komplett andere Serien – immer stellt sich die Frage, was man sich als Nächstes holen soll. Um euch die Entscheidung etwas zu erleichtern und eine stärkere Übersicht zu gewährleisten, geben wir euch immer mal wieder Kritiken zu den neuesten deutschen Ausgaben verschiedener Comics. Viel Spaß mit unserer Kritik zu Marvel Rivals – Ignite.

Erscheinungsdatum 16.09.2025
Zeichner Luca Claretti, Peach Momoko
Autor Peach Momoko, Paul Allor
Format Softcover
Seitenanzahl 40
Stories Marvel Rivals: Ignite
Preis 5,99€

Seit dem überraschenden Erfolg von Marvel Rivals hat das Spiel eine große und engagierte Community hervorgebracht. Die Mischung aus schnellem Gameplay, klaren Rollen und beliebten Helden sorgt weiterhin für enorme Aufmerksamkeit. Umso spannender war es, als das Universum erstmals in Comicform erweitert wurde. Meine Begeisterung hielt sich jedoch in Grenzen, denn der erste Band konnte trotz guter Ansätze nicht ganz überzeugen.

Mit Marvel Rivals – Ignite erscheint nun der zweite Comic, der erneut versucht, die Welt des Spiels über das reine Matchgeschehen hinaus zu vertiefen. Die Hoffnung ist groß, dass dieser neue Band jene Qualitäten stärker betont, die sich Fans vom ersten Auftritt der Reihe erhofft hatten. Gleichzeitig bleibt die Frage offen, wie gut sich die Energie des Spiels diesmal in ein erzählerisches Format übertragen lässt und ob der Comic eine stimmigere Verbindung zum eigentlichen Spielerlebnis schafft.

Genau diese Mischung aus Skepsis und Neugier macht Marvel Rivals – Ignite besonders interessant. Der Comic bietet die Chance, das Universum erneut zu entdecken und vielleicht auch die Schwächen des Vorgängers auszubügeln. Ob der zweite Band tatsächlich einen Schritt nach vorne macht und welche Eindrücke er hinterlässt, klären wir in unserer ausführlichen Kritik.

Danke an Panini für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars!

Marvel Rivals – Ignite – Comic-Kritik

Inhalt:

Sai stellt sich in einem gefährlichen Kampf dem unberechenbaren Venom, während die junge Peni Parker in ihrem SP//dr Anzug dem gnadenlosen Punisher gegenübersteht. Außerdem treffen Luna und Hela in einem erbitterten Kampf aufeinander. Zwischen Schatten, Chaos und explosiven Kräften entfalten sich packende Auseinandersetzungen. Das beschreibt die drei Kurzgeschichten dieses Comics sehr gut. Viel mehr gibt es tatsächlich nicht zu erzählen, da hier die Action deutlich im Fokus steht.

Trotz der geringeren Storydichte, einer Seitenanzahl von gerade einmal vierzig Seiten und der reduzierten Farbpalette ist Marvel Rivals – Ignite in meinen Augen deutlich besser gelungen als der Vorgänger. Der Fokus wurde sinnvoll auf einzelne Charaktere gelegt, die Kämpfe sind packender und das Spektakel größer. Sais Zusammentreffen mit Venom erinnert an eine beinahe philosophische Auseinandersetzung mit dem Leben, während Peni und Punisher in sich den Feind sehen, obwohl dieser eigentlich woanders liegt. Es sind einfache Konzepte, die jedoch viel eher den Kerngedanken von Rivals einfangen. Spannende Interaktionen zwischen beliebten Marvel Figuren, eindrucksvoll in Szene gesetzt. Auch wenn man weniger am Spiel selbst ist, so ist man näher an der zugrunde liegenden Idee und das macht richtig Freude. Außerdem ist feudales Japan als Setting einfach ausgesprochen cool.

Zeichnungen:

Auch die Zeichnungen sind in Marvel Rivals – Ignite einen deutlichen Schritt nach vorne gegangen. Durch die Zusammenarbeit mit japanischen Künstlern wie der berühmten Peach Momoko, die für Demon Days bekannt ist, wirkt der Comic deutlich kreativer und voller Momente und Bilder, die im Kopf bleiben. Diesmal kann ich ohne Zweifel von hoher Kunst sprechen, die ich sehr gerne häufiger in dieser Art Comic sehen möchte. Besonders die Orientierung an aus Manga bekannten Stilmitteln und die dadurch reduzierte Farbgebung stärken die Einzigartigkeit des Comics und unterstreichen die wirklich beeindruckenden Kunstwerke in den Panels.

Marvel Rivals – Ignite – Comic-Kritik

Fazit zu Marvel Rivals – Ignite:

Marvel Rivals – Ignite zeigt sehr deutlich, dass das Konzept hinter dieser Reihe großes Potenzial hat. Auch wenn der Comic erneut nur einen kleinen Ausschnitt aus dem vielseitigen Universum präsentiert, gelingt es diesmal wesentlich besser, Atmosphäre und Spannung aufzubauen. Die Action steht klar im Mittelpunkt, doch die Art und Weise wie die Kämpfe inszeniert sind, verleiht den einzelnen Szenen ein spürbares Gewicht. Man merkt, dass mehr Mut zur klaren Fokussierung vorhanden war und genau das tut der gesamten Präsentation gut.

Die Auswahl an Charakteren ist sorgfältiger getroffen als im ersten Band und sorgt für abwechslungsreiche Begegnungen, die das Herz vieler Marvel Fans höherschlagen lassen. Sai, Venom, Peni Parker und der Punisher liefern nicht nur visuell starke Momente, sondern auch kleine emotionale Funken, die zwischen den Panels aufblitzen. Dadurch wirkt das Leseerlebnis runder und weniger zerstreut als zuvor. Besonders das Setting im feudalen Japan sorgt für eine außergewöhnliche visuelle Identität, die dem Comic einen ganz eigenen Charme verleiht.

Auch künstlerisch hat Marvel Rivals – Ignite einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht. Die reduzierte Farbpalette, die Nähe zu Manga Einflüssen und die deutlich expressiveren Linien der beteiligten Künstler schaffen eine Bildwelt, die nicht nur auffällt, sondern wirklich hängen bleibt. Viele der Doppelseiten und Actionpanels laden dazu ein, sie länger zu betrachten, als es bei einem klassischen Actioncomic üblich ist.

Am Ende bleibt der Eindruck eines Comics, der seine eigene Stimme gefunden hat. Die Schwächen des ersten Bandes wurden ernst genommen und durch klarere Strukturen, bessere Figurenmomente und eine visuell beeindruckende Umsetzung ausgeglichen. Wer das Spiel kennt, findet hier eine spannende Ergänzung, und wer einfach Lust auf dynamische, gut gezeichnete Action hat, wird ebenfalls zufrieden sein. Marvel Rivals – Ignite ist damit ein erfreulicher Schritt nach vorne und macht neugierig darauf, wohin sich diese Reihe künftig entwickeln wird.

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