Roco Kingdom im Test – Über 30 Stunden voller Entdeckungen

Über 30 Stunden Spielzeit, sieben Kapitel und eine riesige Welt voller außergewöhnlicher Kreaturen: Roco Kingdom hat uns im Quack Quack Test deutlich länger beschäftigt als ursprünglich erwartet. Was zunächst wie ein überschaubarer Beta-Ausflug aussah, entwickelte sich zu einem umfangreichen Abenteuer, das uns selbst nach dem Abschluss der verfügbaren Kampagne noch in seinen Bann zieht.

Wir haben unsere Jinies trainiert, legendäre Kreaturen gefangen, unser eigenes Zuhause eingerichtet und gemeinsam mit anderen Spielern die Welt erkundet. Doch was macht Roco Kingdom so besonders und wie viel Potenzial steckt tatsächlich in diesem außergewöhnlichen Online-Abenteuer?

Screenshot aus dem Quack Quack Test

Eine Welt voller Entdeckungen

Die Spielwelt von Roco Kingdom gehört zu den großen Stärken des Abenteuers. Die verschiedenen Gebiete wirken abwechslungsreich und liebevoll gestaltet. Städte sind durchdacht aufgebaut, die Landschaften vermitteln eine eigene Atmosphäre und überall gibt es etwas zu entdecken.

Die während des Tests verfügbare Weltkarte zeigt bereits, wie groß das Abenteuer angelegt ist. Gleichzeitig war in der Beta noch nicht das gesamte Gebiet zugänglich. Ob weitere Regionen, darunter beispielsweise Schnee- oder Lavaareale, zum vollständigen Release hinzukommen, bleibt abzuwarten.

Screenshot aus dem Quack Quack Test

Jinies: Mehr als nur Begleiter

Das Herzstück von Roco Kingdom sind natürlich die Jinies. Die unterschiedlichen Kreaturen bringen ihre eigenen Fähigkeiten, Elemente und Eigenschaften mit. Dabei entsteht erfreulicherweise nicht der Eindruck, dass lediglich immer wieder dieselben Designs mit kleinen Anpassungen auftauchen.

Besonders schnell haben wir eine Verbindung zu unserem Team aufgebaut. Unsere Jinies ergänzen sich, übernehmen unterschiedliche Aufgaben und fühlen sich mit der Zeit beinahe wie eine kleine Familie an.

Ein besonderes Highlight war für uns DIMO. Als unser wichtigster Jinie begleitet er uns durch die Geschichte und hat sich schnell zu einem persönlichen Favoriten entwickelt. Seine Vielseitigkeit macht ihn besonders interessant: Durch seine unterschiedlichen Elementfähigkeiten kann er flexibel auf verschiedene Situationen reagieren. Wer seine Fähigkeiten geschickt kombiniert, kann damit ordentlich Schaden verursachen.

Auch unser Feuer-Jinie Sparka hat uns lange begleitet. Nach mehreren Entwicklungen wurde vor allem seine Fähigkeit interessant, Feuerangriffe zu sammeln und anschließend mit „Mountain Fire“ in einem gewaltigen Angriff freizusetzen.

Ein weiteres persönliches Highlight war der Fang unseres ersten legendären Jinies: Parlygon. Solche besonderen Begegnungen sorgen dafür, dass die Erkundung der Welt auch nach vielen Spielstunden spannend bleibt.

Das Kampfsystem: Einfach zu verstehen, aber mit taktischem Anspruch

Die Kämpfe laufen rundenbasiert ab. Dabei spielen die verschiedenen Elemente eine wichtige Rolle. Wer die Stärken und Schwächen seiner Jinies kennt und sein Team entsprechend zusammenstellt, hat einen deutlichen Vorteil.

Zusätzlich stehen besonders mächtige Spezialangriffe zur Verfügung, die vor allem gegen stärkere Gegner hilfreich sind. Das Kampfsystem ist schnell verständlich und überfordert auch Einsteiger nicht. Gleichzeitig bietet es genügend Möglichkeiten, um mit unterschiedlichen Teamkombinationen zu experimentieren.

Unsere erste vollständige Niederlage mit dem gesamten Team mussten wir übrigens erst nach Abschluss der verfügbaren Geschichte hinnehmen. Das zeigt, dass Roco Kingdom einen angenehmen Einstieg bietet, ohne dabei komplett auf Herausforderungen zu verzichten.

Eine Geschichte mit bekannten Elementen

Die Kampagne umfasst im Quack Quack Test insgesamt sieben Kapitel und bietet damit deutlich mehr Umfang, als wir ursprünglich erwartet hatten.

Im Mittelpunkt steht eine Geschichte rund um die Jinies und eine gegnerische Gruppierung, die von Lord Kullen angeführt wird. Die Antagonisten tauchen im Verlauf der Handlung immer wieder auf und sorgen für neue Konflikte.

Allerdings nimmt sich Roco Kingdom viel Zeit für seine Geschichte. Es gibt zahlreiche Dialoge und längere Textpassagen. Wer gerne in eine Spielwelt eintaucht und die Handlung wie ein Buch oder einen Film erlebt, dürfte daran Gefallen finden.

Wer hingegen möglichst schnell neue Gebiete erkunden, kämpfen und seine Jinies verbessern möchte, könnte sich stellenweise etwas ausgebremst fühlen. Auch wir hatten gelegentlich den Gedanken, dass es jetzt gerne etwas schneller weitergehen dürfte.

Das eigene Zuhause: Ein gemütlicher Rückzugsort

Neben Erkundung und Kämpfen bietet Roco Kingdom die Möglichkeit, ein eigenes Zuhause einzurichten. Möbel, Dekorationen und weitere Gegenstände sorgen dafür, dass sich die Unterkunft individuell gestalten lässt.

Auch die Jinies können dort untergebracht werden. Ergänzt wird das Ganze durch einen Garten, in dem sich Pflanzen anbauen lassen.

Natürlich sollte man hier keine umfangreiche Lebenssimulation erwarten. Trotzdem ist das eigene Zuhause eine schöne Ergänzung, die dem Abenteuer eine persönliche Note verleiht und einen angenehmen Gegenpol zu den Kämpfen und der Erkundung darstellt.

Screenshot aus dem Quack Quack Test

Crafting und kosmetische Anpassungen

Das Herstellungssystem fällt vergleichsweise übersichtlich aus. Besonders wichtig sind dabei Gegenstände wie Tränke und Pods, die beim Fangen neuer Jinies helfen. Das Crafting bleibt damit leicht verständlich und nimmt nicht unnötig viel Raum ein.

Auch die optische Anpassung des eigenen Charakters spielt eine Rolle. Im Test konnten wir verschiedene kosmetische Möglichkeiten entdecken. Besonders positiv: Viele optische Gegenstände lassen sich offenbar auch über die Spielwährung freischalten.

Ein abschließendes Urteil zum Monetarisierungsmodell ist allerdings noch nicht möglich. Der Echtgeld-Shop war während unseres Tests deaktiviert. Ein Pay-to-Win-System konnten wir daher nicht feststellen, sollten aber auch keine endgültigen Aussagen über die spätere Umsetzung treffen.

Multiplayer: Hier steckt noch viel Potenzial

Roco Kingdom fühlt sich bereits jetzt deutlich mehr wie ein Online-Abenteuer an, als es der erste Eindruck vielleicht vermuten lässt. Wir sind anderen Spielern begegnet, haben gemeinsam die Welt erkundet und uns auch in Kämpfen zusammengetan.

Gerade diese Begegnungen machen einen wichtigen Teil des Reizes aus. Die Welt wirkt lebendiger, wenn man nicht ausschließlich alleine unterwegs ist. Während unseres Tests hatten wir außerdem überwiegend positive Erfahrungen mit der Community.

Viele der MMO-Elemente wirken bereits jetzt vielversprechend. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, welche weiteren Möglichkeiten zum vollständigen Release hinzukommen werden.

Unsere Kritikpunkte: Nicht alles läuft rund

Bei aller Begeisterung gibt es natürlich auch einige Punkte, die uns während der Spielzeit aufgefallen sind.

Ein Beispiel ist das Reisen mit fliegenden Jinies. Um fliegen zu können, muss ein entsprechender Jinie ausgerüstet sein. Das Problem: Während man unterwegs ist, kämpft man automatisch mit genau diesem Jinie. Wer sein Team flexibel einsetzen möchte, muss dadurch Kompromisse eingehen.

Auch die bereits angesprochenen Dialoge können den Spielfluss stellenweise ausbremsen. Hier wäre etwas mehr Tempo wünschenswert.

Ein weiterer Punkt betrifft die Fortschrittsführung. Besonders rund um Level 30 sind wir auf eine Hürde gestoßen: Die Magierprüfung war für uns nicht ausreichend deutlich gekennzeichnet. Gleichzeitig begannen unsere gefangenen Jinies, sich oberhalb dieser Stufe nicht mehr zuverlässig zu verhalten.

Das ist ein Moment, in dem eine klarere Questführung und bessere Kommunikation helfen würden. Gerade wenn man viel Zeit in das Training seiner Jinies investiert, sollte man nicht erst selbst herausfinden müssen, welcher nächste Schritt erforderlich ist.

Technik und Spielgefühl: Eine überraschend runde Beta

Besonders positiv überrascht hat uns der technische Zustand. Während unserer rund 40 Stunden Spielzeit kam es zu keinem Absturz. Auch insgesamt vermittelte Roco Kingdom bereits in der Testphase einen erstaunlich fertigen Eindruck.

Natürlich gab es noch kleinere Unstimmigkeiten und Verbesserungsmöglichkeiten. Das grundlegende Spielerlebnis funktionierte für uns aber ausgesprochen zuverlässig.

Zusammen mit der freundlichen Community und dem umfangreichen Kampagneninhalt entstand so ein Abenteuer, in dem wir deutlich mehr Zeit verbracht haben als ursprünglich geplant.

Screenshot aus dem Quack Quack Test

Fazit: Roco Kingdom hat uns überrascht

Roco Kingdom hat unseren Quack Quack Test mit Bravour bestanden. Was zunächst nach einem kurzen Einblick in ein neues Online-Abenteuer aussah, entwickelte sich zu einer Spielzeit von über 30 Stunden, sieben abgeschlossenen Kapiteln und zahlreichen persönlichen Highlights.

Besonders die Jinies, die liebevoll gestaltete Welt und die vielen Möglichkeiten abseits der Kämpfe haben uns überzeugt. DIMO, Spark und unser erster legendärer Fang Parlygon sind nur einige der Erinnerungen, die uns aus dieser Testphase bleiben werden.

Natürlich gibt es noch Baustellen. Die etwas umständliche Flugmechanik, die teilweise sehr textlastige Geschichte und die nicht immer klare Questführung könnten verbessert werden. Auch beim Monetarisierungsmodell müssen wir den vollständigen Release abwarten.

Trotzdem ist unser Gesamteindruck außergewöhnlich positiv. Roco Kingdom bietet schon jetzt ein umfangreiches Abenteuer mit viel Charme und einem starken Fundament für die Zukunft. Wir sind gespannt, wie sich die Welt bis zum vollständigen Release weiterentwickelt.

Unsere Wertung: 9,3/10

Roco Kingdom ist für uns eine der positiven Überraschungen des Jahres. Ein umfangreiches, liebevoll gestaltetes Online-Abenteuer, das uns über viele Stunden hinweg begeistert hat und definitiv einen Blick wert ist.

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Hinweis zur Berichterstattung

Für diesen Test wurde uns ein Review-Zugang zur Verfügung gestellt. Unsere Einschätzung basiert auf rund 35 Stunden aktive Spielzeit. Alle verwendeten Screenshots stammen aus dem Spiel und dienen der Berichtserstellung durch die Darstellung. Alle Lizenzen bleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern.

Hier gehts zur Website von Roco Kingdom 

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