RIN: The Last Child im Test – Ein 100% Must-Have für Metroidvania-Fans

RIN: The Last Child ist seit dem 10. September 2026 auch für PlayStation 5 und Xbox Series X|S erhältlich. Das Metroidvania des polnischen Studios Space Fox Games möchte mit einer mystischen Fantasy-Welt, zahlreichen Zauberkombinationen und klassischen Erkundungs- sowie Plattforming-Elementen überzeugen. Wir haben uns die PS5-Version genauer angesehen und waren dabei durchaus positiv überrascht.

Denn auch wenn RIN: The Last Child nicht unbedingt versucht, das Metroidvania-Genre komplett neu zu erfinden, macht der Titel vieles richtig. Wer gerade auf der Suche nach einem kleineren Abenteuer für rund 20 Euro ist und Spiele wie Hollow Knight oder dessen Nachfolger Hollow Knight: Silksong mag, sollte RIN definitiv einmal auf dem eigenen Radar haben.

Eine magische Welt voller Geheimnisse

In RIN: The Last Child übernehmen wir die Rolle von RIN, dem letzten Kind des Schöpfers. Unsere Aufgabe besteht darin, das Gleichgewicht in einer zerbrochenen Welt wiederherzustellen. Dabei bewegen wir uns durch eine miteinander verbundene Fantasy-Welt, erkunden neue Gebiete und schalten nach und nach Fähigkeiten frei, mit denen zuvor unerreichbare Bereiche zugänglich werden.

Die Geschichte orientiert sich dabei unter anderem an alten Mythen rund um Schöpfung, Götter und freien Willen. Auch unsere Entscheidungen sollen Einfluss auf den Verlauf der Geschichte und das Ende des Spiels nehmen.

Das klingt zunächst nach klassischer Metroidvania-Kost – und genau das ist RIN letztlich auch. Allerdings ist das keineswegs etwas Schlechtes.

Das Gameplay erinnert an Hollow Knight: Silksong

Schon nach den ersten Spielstunden fällt auf, dass RIN: The Last Child sehr stark an bekannte Vertreter des Genres erinnert.

Gerade die Kombination aus Erkundung, Plattforming, Kämpfen und dem schrittweisen Freischalten neuer Möglichkeiten erinnert uns immer wieder an Hollow Knight beziehungsweise das inzwischen erschienene Hollow Knight: Silksong.

Natürlich erreicht RIN nicht in allen Bereichen das Niveau der ganz großen Genrevertreter. Dafür fehlt es dem Spiel teilweise an der Detailverliebtheit und dem Umfang, den man von den großen Namen gewohnt ist. Trotzdem funktioniert die Mischung erstaunlich gut.

Die Steuerung geht schnell ins Blut über und auch die Kämpfe spielen sich angenehm direkt. Gegner müssen beobachtet werden, während gleichzeitig Bewegung und Positionierung eine wichtige Rolle spielen. Gerade bei stärkeren Gegnern und Bossen kommt dadurch etwas mehr Spannung auf.

Für uns war vor allem entscheidend: RIN macht einfach Spaß.

Und genau das sollte man bei einem Spiel dieser Preisklasse nicht unterschätzen.

Zaubern statt einfach nur draufhauen

Eine der interessantesten Mechaniken von RIN ist das Magiesystem.

Im Laufe des Spiels sammeln wir verschiedene magische Aspekte, Runen und weitere Bestandteile, aus denen sich unsere Zauber zusammenstellen lassen. Laut Entwickler sind dadurch bis zu 7.776 unterschiedliche Zaubervarianten möglich.

Dabei geht es nicht nur um reine Angriffsmagie. Auch defensive und unterstützende Zauber lassen sich erstellen und entsprechend der eigenen Spielweise anpassen.

Das sorgt dafür, dass wir uns zumindest theoretisch stärker auf bestimmte Situationen und Gegner vorbereiten können. Wer gerne mit Builds experimentiert und ausprobiert, welche Kombination am besten funktioniert, bekommt hier einiges zum Herumspielen.

Allerdings sollte man sich von der Zahl 7.776 nicht täuschen lassen: Nicht jede mögliche Kombination fühlt sich automatisch komplett anders an. Die große Anzahl ist vor allem für Spieler interessant, die gerne optimieren und verschiedene Varianten ausprobieren.

Eine klassische Metroidvania-Struktur

Beim Aufbau bleibt RIN: The Last Child dem Genre weitgehend treu.

Wir erkunden eine zusammenhängende Welt, stoßen auf verschlossene Bereiche und entdecken nach und nach neue Fähigkeiten. Dadurch öffnen sich Wege, die zuvor noch nicht zugänglich waren.

Genau dieses Prinzip ist einer der Gründe, warum Metroidvanias so viel Spaß machen können: Man erinnert sich an einen Bereich, an dem man vor einer Stunde noch nicht weiterkam, bekommt später eine neue Fähigkeit und kann plötzlich zurückkehren.

RIN nutzt dieses Konzept ebenfalls.

Die Welt wirkt dabei angenehm kompakt, ohne dass wir permanent das Gefühl bekommen, von einer riesigen Karte erschlagen zu werden. Gleichzeitig gibt es genügend versteckte Bereiche und kleine Geheimnisse, damit sich die Erkundung lohnt.

Fünf große Bosskämpfe

Neben den normalen Gegnern warten insgesamt fünf größere Bosskämpfe auf uns. Dabei handelt es sich um die Geschwister von RIN, die zu mächtigen Gegnern geworden sind.

Gerade hier zeigt RIN, dass es nicht ausschließlich ein gemütlicher Spaziergang durch eine Märchenwelt sein möchte.

Die Bosskämpfe verlangen teilweise ein besseres Verständnis der eigenen Fähigkeiten und sorgen für etwas Abwechslung zum normalen Erkunden.

Auch hier mussten wir unweigerlich an andere Metroidvanias denken. Das Muster aus Erkundung, neuen Fähigkeiten und anschließend härteren Begegnungen ist Genre-Fans natürlich bestens bekannt – funktioniert aber auch bei RIN.

Optisch kein AAA-Spiel, aber durchaus charmant

Grafisch spielt RIN: The Last Child natürlich in einer völlig anderen Liga als große Produktionen.

Das ist angesichts des Preises allerdings auch nicht das, was wir erwarten würden.

Stattdessen setzt das Spiel auf einen eigenen 2D-Fantasy-Look, der teilweise märchenhaft wirkt, gleichzeitig aber immer wieder dunklere Elemente einbaut. Gerade die Mischung aus Fantasy, Magie und mythologischen Einflüssen passt gut zum Grundkonzept.

Technisch hatten wir auf der PS5 während unserer Spielzeit keinen Grund, uns groß zu beschweren. Viel wichtiger ist ohnehin, dass der Stil funktioniert – und das tut er.

Lohnt sich RIN: The Last Child für 20 Euro?

Ja.

Für rund 20 Euro bekommt ihr ein unterhaltsames Metroidvania mit einer interessanten Fantasy-Welt, Erkundung, Kämpfen, Bossen und einem überraschend umfangreichen Magiesystem. Die PS5-Version ist zudem erst am 10. September 2026 erschienen.

Wer nach Silksong noch nicht genug vom Genre hat oder einfach Lust auf ein kleineres Metroidvania hat, sollte RIN durchaus eine Chance geben.

Gerade der Preis macht den Titel interessant. Hier muss man nicht 60 oder 70 Euro investieren, um ein neues Abenteuer auszuprobieren.

Unser Fazit

RIN: The Last Child ist ein kleiner, sympathischer Metroidvania-Geheimtipp.

Während unserer Zeit mit der PS5-Version hatten wir jedenfalls unseren Spaß. Besonders Fans von Spielen wie Hollow Knight und Silksong dürften sich schnell mit der grundlegenden Spielstruktur zurechtfinden.

Das Spiel erfindet das Genre nicht neu und orientiert sich teilweise sehr deutlich an bekannten Vorbildern. Dafür funktioniert das Grundgerüst und das Magiesystem bringt eine eigene Note ins Spiel.

Für knapp 20 Euro können wir deshalb eine klare Empfehlung aussprechen.

Wer ein großes AAA-Abenteuer erwartet, ist hier natürlich falsch. Wer dagegen ein kompaktes, unterhaltsames Metroidvania zum kleinen Preis sucht, sollte RIN: The Last Child definitiv auf die Wunschliste setzen.

Unsere Wertung: 8/10 Punkten

 

RIN: The Last Child – Die wichtigsten Fakten

  • Genre: Metroidvania, Action, Platformer
  • Entwickler: Space Fox Games
  • Publisher: Ultimate Games
  • Plattformen: PS5, Xbox Series X|S, PC
  • Spieler: 1
  • PS5-/Xbox-Release: 10. September 2026
  • Preis: 19,99 Euro
  • Sprachen: unter anderem Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Japanisch und Chinesisch
  • Besonderheiten: bis zu 7.776 Zaubervarianten, mehrere Enden, fünf große Bosse
  • Unsere Wertung: 8/10

Hinweis zur Berichterstattung

Für diesen Test wurde uns ein kostenloser Review-Key der PS5-Version von RIN: The Last Child zur Verfügung gestellt. Die Bereitstellung des Spiels hatte keinen Einfluss auf unsere Bewertung oder den Inhalt des Artikels. Alle verwendeten Bilder stammen aus dem offiziellen Pressekit und wurden nur für die reaktionelle Berichtserstattung verwendet.

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