Ein neues Jahr und natürlich auch wieder eine neue Gamescom! Auch dieses Jahr waren wir wieder in Köln unterwegs, um uns ein paar Spiele für euch anzuschauen. Wir durften uns das Action Rollenspiel Wardens of Avalon von Runes Studio anschauen.
Auf den ersten Blick dachte ich, dass „Wardens of Avalon“ ein Diablo- oder Path-of-Exile-ähnliches Spiel ist, aber ich wurde positiv überrascht. Vor dem Termin hatte ich nur einen kurzen Trailer überflogen und wusste nicht genau, was mich erwartet. Zwei der Entwickler waren dabei und haben mir beim Anspielen ein bisschen über die Welt erzählt.
Das dunkle Camelot
Avalon ist die Welt, in der Arthus und die Ritter der Tafelrunde zu Hause sind, doch alles ist nicht mehr so, wie man es in den Legenden erzählt. Euer Charakter ist das neueste Mitglied der Dämmerritter und bekommt die Aufgabe, Camelot von der Finsternis zu befreien. Dabei könnt ihr Materialien, die man in der Welt finden kann, benutzen, um die Stadt wieder aufzubauen. Dabei werden neue Shops freigeschaltet oder aufgewertet und man kann somit neue Ausrüstung kaufen, herstellen und verbessern.
Anders als in den meisten Action-Rollenspielen gibt es hier keine Erfahrungspunkte. Mit der Ausrüstung wird man stärker und der Rest ist euer Skill im Kampf. Es sieht zwar aus wie ein isometrisches Spiel wie Diablo , doch steuert ihr eure Figur direkt, egal ob mit Tastatur oder Controller. Blocken, Ausweichen und Schlagen macht ihr alles selbst per Knopfdruck. Auch muss man „zielen“ beim Schlagen und Blocken oder Parieren. Es gibt auch die Möglichkeit, Gegner anzuvisieren, und so fühlt sich das Spiel an wie eine isometrische Version von Dark Souls oder ähnlichen Souls-like spielen.
Der Schwierigkeitsgrad ist zwar nicht so schwer wie in den Souls-like-Games, aber es ist auch kein Kinderspiel. Es gibt keine Klassen oder Ähnliches, sondern der Spieler hat die Freiheit, seinen Dämmerritter komplett selbst zu gestalten. Es gibt mehrere Waffentypen, die verschiedene Angriffe haben. Einhandwaffen sind schnell, aber schwach, und große Waffen haben mehr Reichweite und machen mehr Schaden, aber sind langsam. Dann gibt es natürlich noch Magie und auch hier kann man frei wählen, was man ausrüsten möchte. Während meiner Spielsession hat der Entwickler gefragt, ob ich gegen einen Boss kämpfen möchte.
Die nächste Challenge, die ich nicht ablehnen kann.
Der Boss war eine große Herausforderung, da für die Demo unser Charakter nur die Starterausrüstung zur Verfügung hatte. Ich hatte keine Zeit, Materialien zu farmen, um mir bessere Waffen zu machen, aber dadurch merkt man, dass das Spiel mehr Fokus auf Gameplay und den eigenen Skill legt. Es ist möglich, die Bosse auch in einem schwachen Zustand zu besiegen, man muss sich nur mehr anstrengen.
Nach ein paar Versuchen, habe ich mich etwas an die Steuerung gewöhnt, da ich normal mit dem Controller spiele. Leider war die Zeit für meinen Termin vorbei, bevor ich den Boss besiegen konnte, aber es war ein paar Mal sehr knapp und es fühlte sich nicht unmöglich an, was sehr für das Gameplay spricht. Danach haben mir die Entwickler nochmal einen etwas späteren, größeren Boss gezeigt. Dieser hatte mehrere Mechaniken und Angriffe, auf die man achten muss, ähnlich wie Bosse in MMOs.
Das Spiel kann komplett im Online-Koop, mit bis zu vier Spielern, gespielt werden. Wardens of Avalon war ein Spiel, von dem ich nichts bis wenig vorher gesehen habe, aber es hat mich sehr positiv überrascht. Der Fokus auf skillbasiertes Gameplay, in dem man theoretisch alles schaffen kann, egal wie viel Ausrüstung man hat, hat mir sehr gut gefallen. Auch der Schwierigkeitsgrad war genau richtig und ich werde das Spiel auf jeden Fall im Auge behalten.
Fakten zu Wardens of Avalon
| Kategorie | Information |
|---|---|
| Entwickler | Runes Studio |
| Publisher | The Arcade Crew, Dotemu |
| Genre | Action, Rollenspiel |
| Release | 2027 |
| Plattformen | PC |