GC26 – Heroic Musical Chairs: “Easy to play, impossible to predict”

Was passiert, wenn man den Klassiker „Reise nach Jerusalem“ nimmt, vier kleine Zauberer aufeinander loslässt und das Ganze mit Spezialfähigkeiten, verrückten Arenen und einer ordentlichen Portion Chaos würzt? Die Antwort darauf liefert Heroic Musical Chairs – ein ungewöhnliches Indie-Partyspiel von Morbleu Studio aus Frankreich.

Auf der gamescom 2026 hatten wir die Gelegenheit, den Titel selbst anzuspielen und dabei gemeinsam mit Martin, dem Producer, und Leo, dem Main Game Designer, einen genaueren Blick auf das Spiel zu werfen. Wir konnten dabei zwei verschiedene Spielmodi sowie zwei Arenen ausprobieren. Unser Eindruck nach der Session: Heroic Musical Chairs ist einer dieser kleinen Indie-Titel, die deutlich mehr Spaß machen, als man zunächst erwarten würde.

Vier Spieler, drei Stühle und jede Menge Chaos

Das Grundprinzip von Heroic Musical Chairs ist schnell erklärt: Vier Spieler kämpfen um drei Stühle. Sobald die Musik stoppt, heißt es möglichst schnell einen freien Platz zu ergattern. Wer keinen Stuhl erwischt, scheidet aus der Runde aus.

Was auf dem Papier zunächst nach einer simplen digitalen Version von „Reise nach Jerusalem“ klingt, wird durch die zusätzlichen Gameplay-Elemente deutlich dynamischer. Denn hier wird nicht einfach nur um die Sitzplätze gerannt. Die kleinen Charaktere können sich gegenseitig behindern, Spezialfähigkeiten einsetzen und versuchen, ihren Konkurrenten im entscheidenden Moment den Weg abzuschneiden.

Und genau dort entwickelt das Spiel seine besondere Dynamik.

Eine Runde kann innerhalb weniger Sekunden komplett kippen. Wer gerade noch glaubt, den sicheren Stuhl vor sich zu haben, kann im nächsten Moment durch eine Fähigkeit oder einen geschickten Gegenspieler aus dem Rennen geworfen werden.

„Easy to play, impossible to predict“ lautet deshalb auch das Motto des Spiels – und nach unserer Anspielsession passt diese Beschreibung erstaunlich gut.

Bild: Offizielles Pressekit Morbleu

Aus einem Kinderspiel wird ein kleiner Arena-Brawler

Morbleu Studio bezeichnet Heroic Musical Chairs selbst als eine Art Kampfsport-Version des klassischen Stuhlspiels. Das klingt zunächst ungewöhnlich, beschreibt den Kern aber ziemlich treffend.

Die Entwickler setzen auf einen bewusst leicht zugänglichen Einstieg. Die Regeln sind schnell verstanden und man benötigt keine lange Einarbeitungszeit. Dadurch können auch Spieler direkt einsteigen, die mit kompetitiven Multiplayer-Spielen ansonsten wenig anfangen können.

Gleichzeitig sorgen die Spezialfähigkeiten und die unterschiedlichen Arenen dafür, dass es nicht bei einem simplen Wettrennen zum nächsten Stuhl bleibt.

Während unserer Anspielsession wurde schnell deutlich, dass vor allem das Zusammenspiel aus Positionierung, Timing und den Fähigkeiten der Charaktere für die entscheidenden Momente sorgt. Dazu kommen verschiedene Arena-Elemente, die das Geschehen zusätzlich aufmischen können.

Das Ergebnis ist ein Spiel, bei dem man zwar schnell weiß, was man tun muss – aber keineswegs garantieren kann, dass der eigene Plan auch funktioniert.

Zwei Modi, zwei Arenen – und erstaunlich viel Unterhaltung

Während unserer Session konnten wir zwei verschiedene Modi und zwei Arenen ausprobieren. Dabei zeigte sich bereits, dass Morbleu nicht einfach nur dieselbe Spielidee in unterschiedliche Umgebungen packt.

Die Arenen sorgen für Abwechslung und geben den einzelnen Runden ihren eigenen Charakter. Gerade in einem Partyspiel ist das wichtig, denn die eigentliche Stärke entsteht nicht unbedingt durch eine komplexe Spielmechanik, sondern durch die Situationen, die während einer Partie entstehen.

Und davon produziert Heroic Musical Chairs reichlich.

Mal sprinten mehrere Spieler gleichzeitig auf denselben Stuhl zu, mal versucht jemand im letzten Moment einen Kontrahenten auszubremsen. Besonders unterhaltsam wird es dann, wenn eine eigentlich sichere Situation plötzlich komplett eskaliert.

Genau diese Momente sind es, die Heroic Musical Chairs für uns zu einem echten Partyspiel machen.

Ein Indie-Titel mit einer klaren Idee

Was uns bei Heroic Musical Chairs besonders positiv aufgefallen ist: Das Spiel versucht nicht, aus seiner ungewöhnlichen Grundidee etwas unnötig Kompliziertes zu machen.

Morbleu Studio konzentriert sich auf eine sehr klare Formel: leicht verständliche Regeln, kurze Matches, viel Interaktion und möglichst viele Situationen, über die man nach der Runde noch sprechen oder lachen kann.

Das passt auch zur Ausrichtung des Studios. Morbleu entwickelt seine Spiele im französischen Lyon und möchte zugängliche und soziale Spielerlebnisse schaffen, die man gemeinsam mit Freunden oder der Familie erleben kann. Heroic Musical Chairs ist dabei klar auf lokale und Online-Multiplayer-Runden ausgelegt.

Auch technisch bleibt der Titel angenehm zugänglich. Die aktuelle Steam-Version unterstützt unter anderem Online-PvP, lokalen Multiplayer und Split-Screen. Insgesamt werden sieben Sprachen unterstützt, darunter auch Deutsch.

Die Demo gibt es bereits kostenlos

Wer jetzt neugierig geworden ist, muss allerdings nicht bis zum Release warten.

Heroic Musical Chairs kann bereits jetzt kostenlos in Form einer Demo auf Steam ausprobiert werden. Die Demo ist seit Juni 2026 verfügbar und bietet bereits einen guten Eindruck davon, wie das Spielprinzip funktioniert.

Gerade bei einem Partyspiel ist das unserer Meinung nach der beste Weg, sich selbst ein Bild zu machen. Schnappt euch ein paar Freunde, startet eine Runde und schaut, wer am Ende tatsächlich den letzten Stuhl ergattert.

Heroic Musical Chairs auf Steam

Kostenlose Heroic Musical Chairs Demo auf Steam

Mein Eindruck

Heroic Musical Chairs hat uns überrascht.

Die Idee klingt zunächst bewusst simpel und vielleicht sogar etwas verrückt. Genau daraus zieht das Spiel aber seine Stärke. Nach wenigen Minuten ist das Prinzip verstanden, anschließend geht es vor allem darum, die anderen Spieler auszutricksen und im richtigen Moment am richtigen Platz zu sein.

Unsere Anspielsession mit Martin und Leo hat dabei gezeigt, dass hinter der ungewöhnlichen Idee durchaus ein durchdachtes Partyspiel steckt. Besonders die kurzen, chaotischen Situationen sorgen dafür, dass man nach einer Runde eigentlich direkt noch eine spielen möchte.

Für uns ist Heroic Musical Chairs deshalb ein sehr interessanter Indie-Titel für gemeinsame Spielabende. Wer Spiele wie Gang Beasts, klassische Party-Games oder generell schnelle Multiplayer-Runden mag, sollte den Titel definitiv im Auge behalten.

Der Release ist nach aktuellem Stand voraussichtlich für Ende 2026 geplant. Bis dahin dürfte sich allerdings noch einiges am Spiel verändern und erweitern.

Unser bisheriges Fazit fällt trotzdem eindeutig aus:

Einfach zu spielen? Absolut.
Vorherzusagen? Keine Chance.

Und genau das macht Heroic Musical Chairs so unterhaltsam.

Hinweiß zur Berichtserstattung:

Das verwendete Bild- und Pressematerial stammt aus dem offiziellen Presskit von Morbleu! Sämtliche Rechte an Screenshots, Logos, Artworks und Marken verbleiben bei Morbleu!.

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