Serious Sam ist zurück und diesmal ist er nicht alleine! Der klassische Shooter bekommt ein neues Spiel, doch diesmal nicht von Croteam. Behaviour Interactive übernimmt diesmal die Rolle des Entwicklers, der bekannt ist für Dead by Daylight. Hat Sam seinen Charme behalten mit dem neuen Team? Wir schauen uns das neue Spiel in der Serie an, und erzählen euch, was wir davon halten.
Es ist schon was her, seit wir ein Serious-Sam-Spiel bekommen haben. In der modernen Welt, wo die meisten First-Person-Shooter entweder Simulationen, Extraction-Shooter oder kompetitive Multiplayer sind, ist es nicht einfach für ein klassisches Serious-Sam-Spiel. Publisher Devolver Digital hat sich einen anderen Entwickler geschnappt und probiert was Neues mit dem klassischen Helden.
Shaterverse ist ein Roguelite-Shooter mit einer Multiversum-Story. Fünf verschiedene Sams müssen sich zusammentun, um das Multiversum zu retten. Der Bösewicht Uber Mental hat schon in den meisten Universen gewonnen und verfolgt die restlichen Helden durch verschiedene Realitäten, um den letzten Widerstand zu zerschlagen.
Woher kommen diese Sams?
Serious Sam ist nicht unbedingt bekannt für seine tiefe und detaillierte Story. Und auch hier wird nicht viel erklärt. Das Einzige, was man an Story mitbekommt, wird in Form von Dialogen zwischen den Sams, erzählt. Die Gespräche werden leider oft geführt, während man sich im Kampf gegen Horden von Gegnern befindet, und damit kann man sich nicht richtig darauf konzentrieren.
Neben dem klassischen Serious Sam, kommen die anderen Sams von Multiplayer-Skins der alten Spiele. Im Spiel kann man fünf verschiedene Sams alleine oder mit bis zu fünf Spielern zusammen spielen. Jeder Charakter hat seine eigenen passiven Fähigkeiten, welche diesem Vorteile mit bestimmten Waffen geben, und zusätzlich hat jeder Sam noch seine einzigartige Ultimate-Fähigkeit.
Beim ersten Run habt ihr nur Retro Sam zur Auswahl und drei Waffen freigeschaltet. Im Spiel sammelt ihr Materialien, mit denen man die anderen Charaktere, neue Waffen und weitere Mods freischalten kann. Das Freischalten dauert bedauerlicherweise sehr lange, da die Preise für alle Sachen recht hoch sind und man in einem erfolgreichen Run nicht wirklich viel von den Materialien bekommt. Ein Run geht immer durch neun verschiedene Level und dauert im Durchschnitt 30 bis 40 Minuten.
Es gibt drei Schwierigkeitsgrade, die man nacheinander freischaltet. Ab der zweiten Stufe kann man noch weitere Modifikationen aktivieren, welche den Run schwerer machen können, aber dafür mehr Materialien erzeugen. Doch selbst damit dauert es immer noch viel zu lange, um die essenziellen Sachen freizuschalten.
Zielen und schießen!
Spielerisch ist Shatterverse recht simpel, was für Serious-Sam-Verhältnisse nichts Schlechtes heißt. Ihr startet mit einer Waffe und bekommt direkt noch eine Kiste, in der eine von drei Waffen noch zusätzlich zur Auswahl steht. Darunter kann die selbe Waffe sein, die ihr schon habt, nur mit anderen Werten. Um Munition muss man sich hier keine Sorgen machen, da man unendlich hat. Jedoch müssen Waffen trotzdem nachgeladen werden, sobald das Magazin leer ist. Manche Waffen werden nicht nachgeladen, sondern müssen sich abkühlen, was ein perfekter Zeitpunkt ist, um erstmal eine andere Waffe zu benutzen, bis die vorherige wieder verfügbar ist. Und dann heißt es: Schießen, bis sich nichts mehr bewegt.
Wie es für Spiele in der Serious-Sam-Serie gehört, trefft ihr auf eine große Horde von Gegnern. Hier treffen wir leider schon auf ein großes Problem, das das Shatterverse hat. In den anderen Teilen der Serie bekommt man im Laufe des Spiels ein großes Waffenarsenal. Diese bekommt man nicht zufällig und sind meistens kombiniert mit einem neuen Typ von Gegner. Zum Beispiel, wenn man den Raketenwerfer bekommt, trifft man in der nächsten Arena auf einen großen Gegner, der ein perfektes Ziel für die neue Waffe ist.
Hier in Shaterverse sind die Waffen immer zufällig und auch nur von denen, die man schon freigeschaltet hat. Dadurch gibt es Situationen, in denen man gegen Typen von Feinden kämpft mit einem nicht so optimalen Arsenal.
Neu für Sam sind ein Enterhaken und die Möglichkeit, einen Ausweich-Dash auszuführen. Der Enterhaken wird enttäuschenderweise nur zur schnelleren Bewegung benutzt und kann nicht im Kampf eingesetzt werden. Der Dash ist schon sehr nützlich, um Angriffen auszuweichen. Zusätzlich können Gegner, die fast tot sind, mit einem Nahkampf eliminiert werden, um so ein bisschen Leben zurückzubekommen. Problem ist, dass man die Gegner oft zu schnell mit den Waffen ausschaltet und so keine Chance hat, den Nahkampf zu benutzen. Es ist nicht wie in den neuen Doom-Spielen, wo die Gegner leuchten und in einem betäubten Zustand sind.
Fazit zu Serious Sam: Shaterverse
Serious Sam: Shatterverse ist kein schlechtes Spiel, fühlt sich aber leider nicht wirklich nach Serious Sam an. Das Spiel bedient sich an den typischen Elementen des Roguelite-Genres, ohne sich von anderen Genrevertretern abzuheben. Das Gameplay ist grundsolide, bietet aber auch kaum mehr als das.
Fans von Sam und seinen Abenteuern dürften vom neuen Spielkonzept enttäuscht sein. Wer hingegen einfach auf der Suche nach einem neuen Roguelite-Shooter ist, bekommt hier durchaus gute Unterhaltung geboten. Vor allem der Koop-Modus wertet das Spielerlebnis auf und macht Serious Sam: Shatterverse letztendlich zu einer vorsichtigen Empfehlung.
Fakten zum Spiel
| Kategorie | Information |
|---|---|
| Entwickler | Behaviour Interactive Inc. |
| Publisher | Devolver Digital |
| Genre | Action, Roguelike |
| Release | 31. August 2026 |
| Plattformen | PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S |
Serious Sam: Shaterverse Trailer
Fazit Kasten
| Kategorie | Wertung | Kommentar |
|---|---|---|
| Presentation | ⭐7/10 | Bunt, mit Cartoon ähnlichem Filter |
| Gameplay | ⭐6/10 | klassischer Shooter mit Roguelike Elementen |
| Story | ⭐5/10 | Story wird nur in In-Game Dialogen erzählt |
| Wiederspielwert | ⭐7/10 | Viel zum Freischalten, vorallem im Coop wird es besser |
🎯 Gesamtwertung: 6/10
Der Test basiert auf einem Review Code für Serious Sam: Shaterverse auf der Xbox Series X, der uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde.