Ständig erscheinen neue Comics aus verschiedenen Universen, da ist es schwer, den Überblick zu behalten. Egal, ob DC, Marvel, Star Wars oder komplett andere Serien – immer stellt sich die Frage, was man sich als Nächstes holen soll. Um euch die Entscheidung etwas zu erleichtern und eine stärkere Übersicht zu gewährleisten, geben wir euch immer mal wieder Kritiken zu den neuesten deutschen Ausgaben verschiedener Comics. Viel Spaß mit unserer Kritik zu Star Wars Comics – The Clone Wars Deluxe 1 .
| Erscheinungsdatum | 22.09.2026 |
| Zeichner | Haden Blackman |
| Autor | John Ostrander |
| Format | Hardcover |
| Seitenanzahl | 408 |
| Stories | US-Star Wars: The Clone Wars Omnibus 1 |
| Preis | 49,00€ |
Die Klonkriege gehören zu den prägendsten Konflikten der gesamten Star Wars-Saga. Was zunächst wie ein weiterer Krieg zwischen den Mächten der Galaxis wirkt, entwickelt sich schnell zu einem Ereignis, das die politische Ordnung nachhaltig verändert. Mit dem Aufstieg der Separatisten und der Entstehung einer riesigen Klonarmee steht die Republik plötzlich vor einer Bedrohung, die sie mit ihren bisherigen Mitteln kaum bewältigen kann. Aus dem einstigen Konflikt zwischen politischen Lagern wird ein galaxisweiter Krieg, der Jedi, Soldaten und zahlreiche Welten in seinen Bann zieht.
Besonders interessant ist dabei, welchen Stellenwert die Klonkriege innerhalb der Geschichte von Star Wars einnehmen. Sie verbinden verschiedene Epochen der Saga miteinander und zeigen eine Republik, die sich immer weiter von ihren ursprünglichen Idealen entfernt. Gleichzeitig stehen die Jedi nicht mehr ausschließlich für Frieden und Diplomatie, sondern werden zu Generälen auf den Schlachtfeldern. Die Klonsoldaten wiederum werfen ganz eigene Fragen über Identität, Loyalität und die Bedeutung eines einzelnen Lebens auf. Dadurch sind die Klonkriege weit mehr als nur spektakuläre Schlachten zwischen Lichtschwertern, Droiden und riesigen Armeen.
Kein Wunder also, dass dieser Abschnitt der Star Wars-Geschichte über die Jahre immer wieder erweitert und aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wurde. Neben Filmen und Serien haben auch die Comics dazu beigetragen, die Zeit der Klonkriege mit neuen Geschichten und bekannten Figuren weiter auszubauen. Star Wars Comics – The Clone Wars Deluxe 1 widmet sich genau dieser spannenden Ära und verspricht damit einen Ausflug in eine der wichtigsten und ereignisreichsten Phasen des Star Wars-Universums. Doch wie gut funktioniert diese Comic-Ausgabe heute und was hat sie abseits des bekannten Konflikts zu bieten? Genau das schauen wir uns in der folgenden Kritik genauer an.
Danke an Panini für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars!
Inhalt:
Die Klonkriege haben die Galaxis fest im Griff und bringen die Republik an ihre Grenzen. Während die Separatisten ihren Einfluss immer weiter ausdehnen, richten sie ihren Blick auf eine der wichtigsten Klonanlagen der Republik. Eine kleine Staffel von Sternenjägern und ein Bataillon kampferprobter Klonkrieger stellen sich gemeinsam mit den Jedi dem Angriff entgegen. Doch damit nicht genug: Auch Naboo, die Heimat von Padmé Amidala, gerät ins Visier der Separatisten. Für Jedi-General Obi-Wan Kenobi und seinen Schüler Anakin Skywalker beginnt damit ein Krieg, der sie vor völlig neue Herausforderungen stellt und über das Schicksal zahlreicher Welten entscheiden könnte.
Natürlich ist das nur ein kleiner Einblick in den Comic. Es geht hier nämlich nicht nur um eine Geschichte, sondern gleich um mehrere Erzählungen aus den Anfängen der Klonkriege. Star Wars Comics – The Clone Wars Deluxe 1 ist eine Sammlung verschiedener Comics aus der Ära der Klonkriege, die es meiner Meinung nach richtig gut schafft, unterschiedliche Geschichten miteinander zu verbinden, die auch inhaltlich gut zusammenpassen. Es sind Storylines dabei, die in gewisser Weise zusammengehören und immer wieder durch einzelne Elemente ergänzt werden, die die Thematik der Klonkriege noch einmal klarer hervorheben.
Dabei sorgt die Mischung aus politischen und actionreichen Inhalten für eine sinnvolle Abwechslung. Trotzdem verliert der Band nie den Kern der Klonkriege aus den Augen, nämlich die ständigen Konflikte innerhalb und außerhalb der Republik. Für mich als Fan der Animationsserie und von allem, was rund um die Klonkriege passiert, ist dieser Sammelband daher wirklich eine grandiose Zusammenfassung von Geschichten, die ich bisher noch nicht kannte. Ich mag solche Veröffentlichungen sehr und finde, dass mehr ältere Comics auf diese Weise zugänglich gemacht werden sollten. Ich freue mich schon sehr auf die anderen Bände und kann den Comic jedem ans Herz legen, der Fan der Klonkriege ist oder generell Interesse an Star Wars mitbringt.
Zeichnungen:
Die Zeichnungen in Star Wars Comics – The Clone Wars Deluxe 1 sind nicht ganz so einfach zu loben wie der Inhalt. Versteht mich dabei bitte nicht falsch: Die Panels sind ein echter Augenschmaus und stecken voller kleiner Kunstwerke, bei denen ich gerne einmal länger verweilen konnte. Dafür ist mir der Stil an manchen Stellen allerdings etwas zu basic und bietet für meinen Geschmack zu wenig interessante Designs.
Ich verstehe natürlich, dass man sich an der Vorlage, also vor allem an der Animationsserie und den Filmen, orientieren muss. Gerade Grievous hat mir allerdings gezeigt, wie cool man Charaktere innerhalb des bestehenden Universums mit einem passenden Stil neu beziehungsweise besonders interessant darstellen kann. Ich hoffe daher sehr, dass andere Comics in zukünftigen Sammlungen auch einmal etwas mutiger andere Wege gehen. Denn was ich hier gesehen habe, ist gerade bei den großen Schlachten künstlerisch richtig genial und kann dort mit beeindruckenden Bildern überzeugen. Gleichzeitig hätte ich mir an einigen Stellen etwas mehr kreative Eigenständigkeit gewünscht.
Fazit zu Star Wars Comics – The Clone Wars Deluxe 1:
Star Wars Comics – The Clone Wars Deluxe 1 ist für mich ein richtig schöner Sammelband geworden, der vor allem durch seine abwechslungsreiche Zusammenstellung verschiedener Geschichten überzeugt. Statt sich nur auf eine einzelne Handlung zu konzentrieren, bekommt man mehrere Einblicke in die frühen Phasen der Klonkriege und erlebt dabei ganz unterschiedliche Situationen. Mal steht die Action im Vordergrund, mal geht es stärker um politische Konflikte und die Schwierigkeiten, mit denen die Republik während des Krieges zu kämpfen hat. Genau diese Mischung hat mir besonders gut gefallen.
Als großer Fan der Klonkriege und der dazugehörigen Animationsserie hatte ich mit dem Band sehr viel Spaß. Besonders schön fand ich, dass hier Geschichten enthalten sind, die ich bisher noch nicht kannte und die trotzdem wunderbar in diese bekannte Ära von Star Wars passen. Dadurch fühlt sich der Sammelband nicht wie eine beliebige Zusammenstellung älterer Comics an, sondern wie eine sinnvolle Erweiterung der Klonkriege. Gerade solche Veröffentlichungen machen für mich den Reiz älterer Comics aus, weil man dadurch auch Geschichten entdecken kann, die bisher etwas unter dem Radar geblieben sind.
Bei den Zeichnungen sehe ich dagegen etwas mehr Luft nach oben. Die Comics können gerade bei den großen Schlachten richtig beeindruckende Bilder liefern und zeigen, wie viel Potenzial in der Darstellung der bekannten Figuren und Schauplätze steckt. Gleichzeitig hätte ich mir an einigen Stellen einen etwas mutigeren und eigenständigeren Stil gewünscht. Trotzdem passt die Optik insgesamt gut zur Ära und schafft es, das bekannte Star Wars-Gefühl auf die Seiten zu übertragen.
Unterm Strich bin ich mit Star Wars Comics – The Clone Wars Deluxe 1 aber sehr zufrieden. Der Band bietet eine schöne Mischung aus Action, Politik und bekannten Figuren und erweitert die Klonkriege um Geschichten, die auch für Fans der Animationsserie interessant sein dürften. Wer die Klonkriege liebt oder generell tiefer in die verschiedenen Comicgeschichten des Star Wars-Universums eintauchen möchte, bekommt hier eine sehr unterhaltsame Sammlung geboten. Ich freue mich jedenfalls schon darauf, auch die nächsten Bände zu entdecken.