Eine Steckdosenleiste gehört wahrscheinlich zu den unspektakulärsten Dingen im Gaming-Zimmer. Sie steht irgendwo unter dem Schreibtisch, hinter dem TV-Board oder neben der Konsole und macht genau das, was sie seit Jahren machen soll: Strom verteilen.Bis sie plötzlich smart wird.
Die Hama Smarte WLAN-Steckdosenleiste 4-fach möchte genau hier ansetzen. Vier Steckplätze lassen sich unabhängig voneinander schalten, zusätzlich stehen vier USB-A-Anschlüsse zum Laden bereit. Gesteuert wird das Ganze über WLAN und die Hama Home App. Wer möchte, kann die Steckdosen außerdem in die Sprachsteuerung über Alexa, Google Home oder Siri-Kurzbefehle einbinden.
Klingt zunächst nach einem typischen Smart-Home-Gadget. Für Gamer kann eine solche Steckdosenleiste allerdings durchaus interessant sein. Denn zwischen Konsole, Fernseher, Soundbar, Ladegeräten, Beleuchtung und weiterem Zubehör kommt im Gaming-Zimmer schnell einiges zusammen.
Wir haben uns deshalb angeschaut, was die Hama-Leiste im Alltag bietet, für wen sie interessant ist und wo man trotz Smart-Home-Komfort genauer hinschauen sollte.
Vier Steckdosen – und jede macht ihr eigenes Ding
Der größte Vorteil gegenüber einer gewöhnlichen Mehrfachsteckdose ist schnell erklärt: Die vier Steckplätze können unabhängig voneinander ein- und ausgeschaltet werden. Das klingt nach einer Kleinigkeit, kann im Alltag aber ziemlich praktisch sein.
Statt beispielsweise jedes Mal hinter dem TV-Möbel nach dem Stecker der Konsole suchen zu müssen, lässt sich der entsprechende Anschluss einfach per App schalten. Gleiches gilt für Beleuchtung, Fernseher oder andere angeschlossene Geräte. Gerade bei einem Gaming-Setup mit mehreren Geräten ergeben sich dadurch interessante Möglichkeiten.
Eine mögliche Belegung könnte beispielsweise so aussehen:
- Steckplatz 1: PlayStation 5 oder Xbox
- Steckplatz 2: Fernseher oder Monitor
- Steckplatz 3: Soundbar beziehungsweise Lautsprecher
- Steckplatz 4: Gaming-Beleuchtung
Natürlich sollte man dabei immer darauf achten, welche Geräte tatsächlich gemeinsam an einer Steckdosenleiste betrieben werden und welche elektrische Leistung sie benötigen.
Die vier USB-Anschlüsse sind ein echter Bonus
Neben den klassischen Steckdosen bringt die Hama-Leiste gleich vier USB-A-Anschlüsse mit. Damit lassen sich beispielsweise Smartphones, Controller oder andere USB-Geräte direkt an der Steckdosenleiste mit Strom versorgen.
Das spart zwar nicht gleich einen ganzen Kabelsalat ein, kann aber gerade auf einem Gaming-Schreibtisch für etwas mehr Ordnung sorgen. Ein Controller muss schließlich nicht zwingend über ein separates Netzteil an einer weiteren Steckdose hängen.
Die USB-Anschlüsse sind allerdings eher als praktische Ergänzung und nicht als Ersatz für moderne USB-C-Ladegeräte zu verstehen. Wer sein Setup inzwischen komplett auf USB-C umgestellt hat, sollte diesen Punkt bei der Kaufentscheidung im Hinterkopf behalten.
Einrichtung: Smart heißt hier nicht kompliziert
Die Verbindung erfolgt über WLAN. Eine zusätzliche Smart-Home-Zentrale oder ein separater Hub ist laut Hama nicht erforderlich. Das ist gerade für Nutzer interessant, die bisher noch keine große Smart-Home-Infrastruktur besitzen.
Die Einrichtung erfolgt über die Hama Home App. Anschließend können die einzelnen Steckplätze separat gesteuert und programmiert werden. Auch Zeitsteuerungen sind möglich. So lassen sich angeschlossene Geräte beispielsweise zu bestimmten Zeiten automatisch schalten. Das ist nicht nur bequem, sondern kann auch im Alltag sinnvoll sein.
Wer beispielsweise seine Gaming-Beleuchtung regelmäßig abends einschaltet, muss dafür nicht jedes Mal einen separaten Schalter suchen. Und Geräte, die nicht dauerhaft Strom benötigen, lassen sich gezielt vom Netz trennen.
Interessant für Gaming-Zimmer und Entertainment-Setups
Genau hier spielt die Steckdosenleiste ihre Stärke aus. Bei einem klassischen Arbeitsplatz mit Notebook und Schreibtischlampe braucht man eine solche Lösung vermutlich nicht unbedingt. In einem Gaming-Zimmer sieht die Sache schon anders aus.
Dort hängen häufig mehrere Geräte zusammen:
Konsole + TV + Soundanlage + Beleuchtung + Ladegeräte + weiteres Zubehör.
Die Hama-Steckdosenleiste kann daraus zumindest teilweise ein kontrollierbares System machen. Besonders praktisch ist dabei, dass nicht zwangsläufig alle Geräte gleichzeitig geschaltet werden müssen. Die Konsole kann beispielsweise separat vom Licht gesteuert werden. Wer nur die Beleuchtung einschalten möchte, muss nicht gleichzeitig Fernseher und Konsole mit Strom versorgen. Das klingt banal – genau solche kleinen Komfortfunktionen sind es aber, die Smart-Home-Produkte im Alltag interessant machen.
Auch für das Wohnzimmer interessant
Man muss die Hama-Leiste allerdings nicht zwingend im Gaming-Zimmer einsetzen. Auch ein klassisches Entertainment-Setup im Wohnzimmer kann davon profitieren. Fernseher, Streaming-Zubehör, Soundbar und Beleuchtung lassen sich beispielsweise auf die vier Anschlüsse verteilen. Die einzelnen Steckplätze können anschließend separat über die App gesteuert werden.
Hama nennt selbst unter anderem Heimkino und Wohnzimmerbeleuchtung als mögliche Einsatzbereiche. Damit ist die Steckdosenleiste nicht ausschließlich ein Gaming-Produkt, sondern eher ein kleines Smart-Home-Werkzeug, das sich besonders gut in Entertainment-Setups einfügt.
Sprachsteuerung: Praktisch oder Spielerei?
Die Hama-Steckdosenleiste unterstützt Amazon Alexa, Google Home und Siri-Kurzbefehle. Wer bereits einen entsprechenden Sprachassistenten verwendet, kann die Steckdosen damit auch per Sprachbefehl steuern. Für Gamer ist das durchaus interessant.
Man sitzt auf der Couch, möchte die Beleuchtung einschalten und muss dafür nicht erst zum Schalter laufen. Oder die entsprechende Steckdose soll ausgeschaltet werden, ohne dass man hinter das Möbel greifen muss. Ob man das tatsächlich regelmäßig nutzt, ist natürlich eine andere Frage.
Nach ein paar Tagen kann aus dem anfänglichen „Das ist doch eigentlich ganz cool“ durchaus ein „Warum musste ich das vorher immer von Hand machen?“ werden.
Ein Punkt, den man nicht übersehen sollte: Die App
So praktisch die Hardware ist, bei einer smarten Steckdosenleiste steht und fällt ein Teil des Nutzungserlebnisses mit der Software. Die Hama Home App übernimmt die Einrichtung und Steuerung. Wer ohnehin mehrere Hama-Smart-Home-Produkte besitzt, bekommt dadurch einen gemeinsamen Anlaufpunkt.
Wer hingegen möglichst viele unterschiedliche Smart-Home-Systeme miteinander verbinden möchte, sollte sich vor dem Kauf genauer anschauen, welche Integration für das eigene Setup tatsächlich benötigt wird. Auch bei einer Steckdosenleiste gilt deshalb: Nicht nur auf die Anzahl der Anschlüsse schauen, sondern auch auf das eigene Smart-Home-Ökosystem.
Was uns gefällt
- Vier Steckdosen einzeln steuerbar
- Vier zusätzliche USB-A-Anschlüsse
- Steuerung per WLAN
- Kein zusätzlicher Hub erforderlich
- Zeitsteuerungen möglich
- Sprachsteuerung über Alexa, Google Home und Siri-Kurzbefehle
- Überlastschutz
+ 1,7 Meter Anschlusskabel - Für Gaming- und Entertainment-Setups interessant
Was uns weniger gefällt
- USB-Anschlüsse sind noch USB-A
- Keine Stromverbrauchsmessung
- Für einfache Setups möglicherweise überdimensioniert
Unser Fazit
Die Hama Smarte WLAN-Steckdosenleiste 4-fach ist kein Produkt, das man unbedingt braucht, um eine Konsole oder einen Gaming-PC zu betreiben. Genau das macht sie aber interessant. Denn ihre Stärke liegt weniger in einer einzelnen spektakulären Funktion, sondern in der Kombination aus mehreren kleinen Komfortfeatures.
Vier einzeln steuerbare Steckdosen, vier USB-A-Anschlüsse, App-Steuerung, Zeitpläne und Sprachsteuerung ergeben eine Lösung, die sich vor allem für umfangreichere Gaming- und Entertainment-Setups anbietet. Wer unter dem Schreibtisch ohnehin mehrere Geräte angeschlossen hat und etwas mehr Kontrolle über sein Setup haben möchte, bekommt hier eine praktische Möglichkeit, mehrere Stromverbraucher in ein Smart-Home-System einzubinden.
Wer dagegen lediglich zwei Geräte anschließen möchte und sowieso jeden Schalter problemlos erreicht, dürfte auch mit einer klassischen Steckdosenleiste glücklich werden. Für das Gaming-Zimmer sehen wir allerdings einen durchaus sinnvollen Einsatzbereich: Gerade Konsole, TV, Sound und Beleuchtung lassen sich damit komfortabel voneinander trennen und bei Bedarf individuell schalten.
Unser Eindruck: Die Hama-Leiste macht aus einer gewöhnlichen Steckdosenleiste kein Hightech-Wunder – sie macht etwas viel Nützlicheres: Sie nimmt einem im Alltag einige kleine Handgriffe ab. Und genau dafür sind Smart-Home-Produkte schließlich da.
Technische Daten
Modell: Hama Smarte WLAN-Steckdosenleiste 4-fach
Artikelnummer: 00176628
Steckdosen: 4
USB-Anschlüsse: 4 × USB-A
WLAN: 2,4 GHz
Maximale Anschlussleistung: 2.300 Watt / 10 A
Kabellänge: 1,7 Meter
Abmessungen: 35 × 7 × 4,3 cm
App: Hama Home
Sprachsteuerung: Amazon Alexa, Google Home, Siri-Kurzbefehle
Schutz: Überlastschutz
Farbe: Weiß
Die technischen Angaben stammen aus den Herstellerinformationen von Hama
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