Ständig erscheinen neue Comics aus verschiedenen Universen, da ist es schwer, den Überblick zu behalten. Egal, ob DC, Marvel, Star Wars oder komplett andere Serien – immer stellt sich die Frage, was man sich als Nächstes holen soll. Um euch die Entscheidung etwas zu erleichtern und eine stärkere Übersicht zu gewährleisten, geben wir euch immer mal wieder Kritiken zu den neuesten deutschen Ausgaben verschiedener Comics. Viel Spaß mit unserer Kritik zu Imperial – Ein intergalaktisches Marvel-Event 1 & 2.
| Erscheinungsdatum | 13.01.2026 / 24.02.2026 |
| Zeichner | Federico Vicentini, CAFU, Iban Coello, Emilio Laiso, Francesco Mortarino |
| Autor | Victor LaValle, Jonathan Hickman, Stephanie Phillips, Jed MacKay, Dan Abnett |
| Format | Softcover |
| Seitenanzahl | 152 pro Band |
| Stories | Imperial 1–4, Imperial War: Black Panther 1, Imperial War: Planet She-Hulk, Exiles, Nova Centurion, Imperial Guardians |
| Preis | 20,00€ pro Band |
Das Marvel-Universum war schon immer mehr als nur New York, Avengers Tower und freundliche Spinnen aus der Nachbarschaft. Seit Jahrzehnten erstreckt sich die Bühne der Geschichten weit hinaus ins All, dorthin, wo Imperien entstehen und vergehen, wo uralte Feindschaften zwischen Spezies schwelen und einzelne Figuren plötzlich das Schicksal ganzer Galaxien beeinflussen. Genau in diesem kosmischen Geflecht setzt Imperial – Ein intergalaktisches Marvel-Event an und greift dabei tief in die reichhaltige Geschichte des Marvel-Kosmos.
Dabei ist das Fundament längst gelegt: Hulks Reise fernab der Erde, insbesondere die Ereignisse rund um Planet Hulk, haben gezeigt, wie sehr selbst ein scheinbar isolierter Charakter Teil eines viel größeren Universums werden kann. Parallel dazu hat sich mit Figuren wie Star-Lord und Gruppen wie den Kree oder den Inhumans ein komplexes Netz aus Allianzen, Konflikten und politischen Spannungen entwickelt. Selbst Wakanda bleibt längst nicht mehr nur ein verborgenes Königreich auf der Erde, sondern hat sich in den letzten Jahren ebenfalls zunehmend in den kosmischen Kontext eingebracht.
Genau dieses Zusammenspiel macht den Reiz solcher Events aus: Wenn unterschiedlichste Figuren und Fraktionen mit ihren eigenen Geschichten, Motiven und Altlasten aufeinandertreffen, entsteht ein Spannungsfeld, das weit über klassische Superhelden-Action hinausgeht. Imperial – Ein intergalaktisches Marvel-Event 1 & 2 verspricht, diese Dynamik aufzugreifen und neu zu ordnen – ein Ereignis, das nicht nur Kenner der kosmischen Marvel-Seiten anspricht, sondern auch all jene neugierig macht, die sehen wollen, wie groß dieses Universum wirklich geworden ist.
Danke an Panini für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars!
Inhalt:
Eine Serie gezielter Attentate erschüttert die Anführer der mächtigsten Sternenreiche und stürzt die gesamte Galaxis ins Chaos. Um den Ursprung dieser Bedrohung aufzudecken, brechen Hulk, Amadeus Cho und She-Hulk zum geheimnisvollen Planeten Sakaar En Nevo auf. Doch was sie dort erwartet, entfacht einen Konflikt von unvorstellbarem Ausmaß. Schon bald stehen die großen Imperien am Rand eines interstellaren Krieges, während Black Panther, Star-Lord und Nova mitten ins explosive Gefecht zwischen Wakanda, den Kree und weiteren Mächten geraten. Während die Fronten verhärten und ganze Welten ins Wanken geraten, ziehen im Verborgenen unbekannte Strippenzieher die Fäden und lenken das Schicksal der Galaxis in eine noch düsterere Richtung.
Persönlich bin ich kein großer Fan der interstellaren Seite von Marvel. Meine Lieblingsgeschichten liegen eher im Bereich der Magie und der Monster. Trotzdem hat mich Imperial – Ein intergalaktisches Marvel-Event von der ersten Seite bis zum letzten Moment begeistert. Es fühlt sich wie ein echtes Großereignis im Marvel-Weltraum an und erinnert stellenweise an einen klassischen Sternenkrieg à la Star Wars. Dabei wurden spannende Figuren ausgewählt und zusätzlich die Inhumans wieder ins Spiel gebracht.
Beide Bände des Events erzählen dabei nicht nur eine zusammenhängende Geschichte. Wie in solchen Comics üblich, gibt es auch Nebenstories, die einzelne Figuren näher beleuchten. Egal ob She-Hulk allein auf Sakaar En Nevo oder Novas Reise auf der Suche nach der Wahrheit, hier sind viele kleine, starke Geschichten enthalten, die das Gesamtbild deutlich stimmiger machen. Auch wenn gegen Ende die politischen Aspekte etwas in den Hintergrund rücken und der Fokus stärker auf Action liegt, gelingt es dem Event, zahlreiche spannende Momente und Charaktere miteinander zu verbinden. Ganz gleich, welche Richtung eingeschlagen wird, der Spaß steht immer im Vordergrund. Ein Weltraumabenteuer, das man als Marvel-Fan nicht verpassen sollte.
Zeichnungen:
Die Zeichnungen der verschiedenen Künstler über beide Bände von Imperial – Ein intergalaktisches Marvel-Event hinweg sind durchweg beeindruckend. Jedes Panel steckt voller Dynamik und zeigt, dass man sich nicht nur in politischen Auseinandersetzungen, sondern vor allem in actionreichen Szenen kreativ mit dem Setting auseinandersetzen kann. Der Detailgrad ist konstant hoch und es gibt immer etwas zu entdecken. Gerade im Weltall kann es schnell eintönig werden, doch das ist hier definitiv nicht der Fall. Beim Lesen reiht sich ein starkes Bild an das nächste, was das Ganze visuell besonders eindrucksvoll macht. Davon gerne mehr in zukünftigen Crossover-Events.
Fazit zu Imperial – Ein intergalaktisches Marvel-Event 1 & 2:
Unterm Strich erweist sich Imperial – Ein intergalaktisches Marvel-Event als genau das, was der Titel verspricht: ein großes, breit angelegtes Spektakel im kosmischen Teil des Marvel-Universums. Dabei gelingt es der Reihe, sowohl erzählerisch als auch visuell zu überzeugen und eine dichte Atmosphäre zu schaffen, in der politische Intrigen, persönliche Konflikte und explosive Action sinnvoll ineinandergreifen. Besonders hervorzuheben ist, wie selbstverständlich unterschiedliche Figuren und Fraktionen miteinander verknüpft werden, ohne dass das Gesamtbild dabei unübersichtlich wirkt.
Gerade für Leser, die sonst weniger mit den kosmischen Geschichten von Marvel anfangen können, bietet das Event einen überraschend zugänglichen Einstieg. Trotz der Vielzahl an Charakteren und Hintergründen fühlt man sich selten verloren, da die Geschichte ihre zentralen Konflikte klar vermittelt und durch die ergänzenden Nebenstories sinnvoll erweitert. Dass dabei nicht jede politische Nuance bis zum Ende konsequent ausgearbeitet wird, fällt zwar auf, schmälert den Unterhaltungswert jedoch kaum, da der Fokus bewusst stärker auf Dynamik und Tempo gelegt wird.
Auch auf visueller Ebene hinterlässt das Event einen bleibenden Eindruck. Die abwechslungsreichen Schauplätze, das Gespür für große, epische Momente und die detailreichen Darstellungen sorgen dafür, dass das Geschehen jederzeit greifbar bleibt. Gerade im Zusammenspiel mit der erzählerischen Wucht entsteht so ein Gesamtpaket, das sich wie ein echtes Marvel-Großereignis anfühlt.
Am Ende ist Imperial – Ein intergalaktisches Marvel-Event vor allem eines: ein mitreißendes Weltraumabenteuer, das seine Stärken in der Inszenierung, im Tempo und im gekonnten Zusammenführen bekannter Figuren ausspielt. Wer Lust auf ein großes, actiongeladenes Crossover hat und sehen möchte, wie weit sich das Marvel-Universum inzwischen ausgedehnt hat, wird hier bestens bedient.