I Hate This Place Test – Survival-Horror im Comic-Look

Das Spiel I Hate This Place basiert auf dem gleichnamigen Comic von Kyle Starks. Entwickler Broken Mirror Games bringt die düstere Welt der Vorlage als isometrisches Survival-Horror-Spiel mit leichten Open-World-Elementen und Crafting-System auf den Bildschirm. Doch stellt sich die Frage: Werden wir diesen Ort nach dem Spielen wirklich hassen – oder lohnt sich der Überlebenskampf?

Eine missglückte Zeremonie mit fatalen Folgen

Die Geschichte beginnt mit Elena und Lou, die an einem mysteriösen Ritual teilnehmen. Wie zu erwarten läuft dieses nicht nach Plan: Eine uralte, dunkle Kraft wird freigesetzt und Lou verschwindet spurlos.

Elena bleibt allein zurück und muss sich nun in einer gefährlichen Welt behaupten. Das Spiel startet in einem Waldgebiet, das den Spieler schließlich zu einem verlassenen Forschungsbunker führt. Auf dem Weg lernen wir die grundlegenden Mechaniken kennen und treffen bereits auf erste Monster und andere übernatürliche Wesen.

Elena muss herausfinden, was mit Lou geschehen ist – und gleichzeitig einen Weg finden, die entfesselte Macht wieder zu stoppen.

Erste Regel: Überleben

Elena ist kein Supersoldat und keine Actionheldin. Sie ist eine ganz normale Person, die gegen übernatürliche Bedrohungen kämpfen muss. Zwar kann sie mit einem Baseballschläger umgehen und auch Schusswaffen sind ihr nicht fremd, doch sie bleibt verwundbar.

In der Spielwelt lassen sich zahlreiche Materialien sammeln:

  • Holz
  • Altmetall
  • Nägel
  • Wasser
  • Gemüse

Diese Ressourcen werden für das umfangreiche Crafting-System benötigt. Im Laufe des Spiels findet man Rezepte, mit denen sich Munition, Nahrung, Waffen oder sogar neue Gebäude herstellen lassen.

Nach dem Tutorial erreicht man die Farm der Tante von Elena. Sie fungiert als zentrale Basis, von der aus sich verschiedene Gebiete der Karte gut erreichen lassen.

Bevor neue Gebäude errichtet werden können, muss das Gelände jedoch erst von Steinen, Schrott und anderen Hindernissen befreit werden. Anschließend lassen sich erste wichtige Einrichtungen bauen:

  • Werkbank für Waffen und Gegenstände
  • Holzschuppen für Baumaterial
  • Garten zum Anbau von Gemüse
  • weitere nützliche Gebäude

Bis ein Bauprojekt abgeschlossen ist, vergehen einige Ingame-Stunden. Viele moderne Survival-Horror-Spiele setzen auf Crafting-Mechaniken – etwa neuere Teile der Resident EvilReihe. In I Hate This Place wirkt dieses System jedoch deutlich komplexer und teilweise sogar etwas überladen.

Zweite Regel: Vorbereitung ist alles

Die Bauzeit lässt sich überbrücken, indem man schläft oder auf Erkundungstour geht. Besonders zu Beginn verbringt man jedoch viel Zeit mit dem Ausbau der Farm und dem Sammeln von Materialien.

Da es keinen wirklichen Zeitdruck gibt, kann man sich theoretisch endlos mit dem Crafting beschäftigen. Dadurch verliert man manchmal den eigentlichen Fokus der Geschichte aus den Augen.

Gelegentlich erhält man Nebenmissionen. Dabei muss man beispielsweise eine bestimmte Menge Material an einen Ort bringen, um etwa eine Brücke zu reparieren. Auch hier kann man sich jedoch beliebig viel Zeit lassen.

Das Spiel besitzt außerdem einen Tag-Nacht-Zyklus. Nachts werden die Monster aggressiver und stellen eine größere Gefahr dar. Allerdings gibt es nur wenige Gründe, sich freiwillig im Dunkeln hinauszuwagen – außer für bestimmte Nebenaufgaben.

Über die Welt verteilt finden sich Außenposten und Campingplätze, die wieder aufgebaut werden können. Diese dienen anschließend als sichere Zufluchtsorte. Dort kann man:

  • den Spielfortschritt speichern
  • schlafen
  • Nahrung kochen

Ein Lagerfeuer ist meist ebenfalls vorhanden. Denn wie in vielen Survival-Spielen besitzt auch Elena eine Hungeranzeige.

Dritte Regel: Schleichen statt kämpfen

Sinkt das Hungermeter, verliert Elena schneller Ausdauer. Zusätzlich beginnt ihr Magen laut zu knurren – was Gegner auf ihre Position aufmerksam machen kann.

Es lohnt sich also immer, ausreichend Nahrung auf Reisen mitzunehmen.

Die Monster in I Hate This Place sind gefährlich, weshalb offene Kämpfe meist keine gute Idee sind. Schleichen ist häufig die bessere Strategie. Spieler sollten die Umgebung genau beobachten, um sichere Wege an den Kreaturen vorbei zu finden.

Auch der Untergrund spielt eine wichtige Rolle: Glasscherben auf dem Boden erzeugen Geräusche und verraten schnell die eigene Position.

In vielen Situationen ist es klüger, zu fliehen oder sich zu verstecken. Sollte ein Kampf unvermeidbar sein, stehen Nahkampfwaffen und Schusswaffen zur Verfügung. Munition ist allerdings knapp – und einige Monster halten erstaunlich viel aus.

Fazit: Atmosphärischer Horror mit kleinen Schwächen

I Hate This Place überzeugt vor allem durch seine interessante Welt und eine Vielzahl an Monstern aus unterschiedlichen Horror-Genres. Der auffällige Retro-Comic-Look mit kräftigen Farben sorgt für einen einzigartigen Stil.

Allerdings fühlt es sich stellenweise so an, als hätten die Entwickler zwei unterschiedliche Spiele miteinander kombiniert. Besonders die Crafting-Mechaniken wirken für ein Spiel mit einer Spielzeit von unter zehn Stunden unnötig komplex.

Trotzdem schaffen es Gameplay und Atmosphäre, den Spieler zu fesseln. Insgesamt bietet I Hate This Place eine spannende Horror-Erfahrung und ist besonders für Fans des Genres sowie für Leser der Comicvorlage empfehlenswert.

Häufige Fragen zu I Hate This Place

Wie lange dauert I Hate This Place?
Die Spielzeit liegt bei etwa 8 bis 10 Stunden.

Ist I Hate This Place ein Open-World-Spiel?
Es besitzt Open-World-Elemente, kombiniert mit Survival-Mechaniken und Basisbau.

Auf welchem Comic basiert I Hate This Place?
Das Spiel basiert auf der Horror-Comicreihe von Kyle Starks.

I Hate This Place Trailer

Fazit Kasten

Kategorie Wertung Kommentar
Atmosphäre ⭐8/10 Horror überzeugt trotz Comic-Stil
Gameplay ⭐6/10 Stealth und Erkundung ist sehr gut, nur der Survival Part kann Spieler eventuell abschrecken
Technik ⭐8/10 Gelungene Umsetzung von der Comic Asthetik
Story ⭐7/10 Kommt schnell auf den Punkt, nichts neues aber trotzdem spannend
Wiederspielwert ⭐6/10 Viel ist in der Welt zu erforschen, aber auch optional

🎯 Gesamtwertung: 7/10

I Hate This Place ist erhältlich für Xbox Series X|S, Playstation 5 Nintendo Switch und PC.

Der Test basiert auf einem Review Code für  I Hate This Place auf der Xbox Series X, der uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde.

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