Ständig erscheinen neue Comics aus verschiedenen Universen, da ist es schwer, den Überblick zu behalten. Egal, ob DC, Marvel, Star Wars oder komplett andere Serien – immer stellt sich die Frage, was man sich als Nächstes holen soll. Um euch die Entscheidung etwas zu erleichtern und eine stärkere Übersicht zu gewährleisten, geben wir euch immer mal wieder Kritiken zu den neuesten deutschen Ausgaben verschiedener Comics. Viel Spaß mit unserer Kritik zu Doom – Herrscher der Welt Sonderband 3.
| Erscheinungsdatum | 23.12.2025 |
| Zeichner | Geoff Shaw, Kyle Hotz, Luca Maresca, u.a. |
| Autor | Derek Landy, Steve Foxe, U.A., Benjamin Percy |
| Format | Softcover |
| Seitenanzahl | 144 |
| Stories | Superior Avengers 2, Red Hulk 3, Doctor Strange of Asgard 3, Thunderbolts: Doomstrike 3, Doom Academy 3, Doom’s Division 3 |
| Preis | 19,00€ |
Victor von Doom war nie ein gewöhnlicher Schurke. Schon lange bevor er zum Weltherrscher aufstieg, vereinte er in sich Eigenschaften, die sonst kaum eine Figur im Marvel Kosmos gleichzeitig verkörpert. Als Monarch von Latveria, brillanter Wissenschaftler und mächtiger Magier war Doom stets überzeugt, dass nur er die Welt wirklich ordnen kann. Seine Geschichte ist geprägt von Hybris, tragischer Selbstüberhöhung und einem unerschütterlichen Glauben an die eigene Überlegenheit. Genau diese Mischung macht ihn zu einer der faszinierendsten Figuren des Marvel Universums.
Doch eine Welt zu erobern ist nur der Anfang. Nachdem Doom die Macht an sich gerissen hat, müssen sich nun auch die Menschen und Helden um ihn herum neu definieren. Doctor Strange sucht weiterhin in Asgard nach einem Platz in einer Realität, in der er nicht mehr der oberste Hüter der Magie ist. Red Hulk kämpft ums nackte Überleben und versucht, sich durch die gefährliche Wildnis Latverias zu schlagen. Gleichzeitig formiert sich mit den Superior Avengers unter der Führung von Dooms Sohn eine neue Generation von Helden, die innerhalb des Systems operiert, anstatt es zu bekämpfen.
Gerade diese unterschiedlichen Perspektiven sind es, die das Crossover weiterhin spannend machen. Während einige Figuren versuchen, Dooms Ordnung zu unterwandern oder ihr zu entkommen, haben andere längst begonnen, sich in dieser neuen Welt einzurichten. Der dritte Sonderband führt diese Entwicklungen fort und zeigt erneut, wie unterschiedlich die Figuren mit der Realität einer von Doom kontrollierten Erde umgehen.
Was bedeutet Heldentum in einer Welt, in der der mächtigste Mann des Planeten gleichzeitig ihr oberster Magier und politischer Herrscher ist? Kann Widerstand überhaupt noch funktionieren, oder wird er Teil des Systems? Genau hier setzt diese Kritik an und wirft einen Blick auf den dritten Sammelband einer Reihe, die weiterhin versucht, das Marvel Universum aus ungewöhnlichen Blickwinkeln zu beleuchten.
Danke an Panini für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars!
Inhalt:
Auch im dritten Band bleibt die Welt fest in Dooms Griff. Doch unter der scheinbar stabilen Oberfläche entstehen neue Konflikte. Die Superior Avengers, angeführt von Dooms Sohn, sehen sich mit dem gefährlichen Alchemisten Diablo konfrontiert. Der Kampf zeigt schnell, dass selbst ein Team, das im Namen der neuen Ordnung agiert, mit Bedrohungen konfrontiert wird, die sich nicht so leicht kontrollieren lassen.
Währenddessen versucht Doctor Strange weiterhin, seinen Platz im Exil von Asgard zu finden. Dort tritt er nicht nur als Magier auf, sondern auch als Heiler und Krieger. Seine Rolle verändert sich zunehmend und zeigt, dass selbst der einstige Oberste Zauberer gezwungen ist, sich in dieser neuen Welt neu zu definieren.
Parallel dazu kämpft sich Red Hulk durch die raue Wildnis Latverias. Auf der Flucht vor Dooms Machtapparat wird seine Geschichte zu einem rauen Überlebenskampf, der die düstere Seite dieser neuen Welt besonders deutlich macht. Und auch an anderer Stelle brodelt es gewaltig, denn es kommt zum Aufeinandertreffen zwischen alten und neuen Thunderbolts, ein Konflikt, der Vergangenheit und Gegenwart brutal aufeinanderprallen lässt.
Wie schon in den vorherigen Bänden verfolgt Panini auch hier das Konzept, mehrere Serien innerhalb eines Sammelbandes zusammenzuführen. Dadurch entsteht erneut ein breites Bild der Welt unter Dooms Herrschaft. Manche Geschichten wirken dabei besonders dynamisch und treiben ihre Figuren sichtbar voran. Andere fühlen sich hingegen weiterhin etwas isoliert an, fast so, als würden sie in einem eigenen erzählerischen Raum existieren. Dennoch bleibt der Band unterhaltsam und macht neugierig darauf, wie sich diese verschiedenen Handlungsstränge weiterentwickeln.
Zeichnungen:
Auch zeichnerisch bleibt sich die Reihe treu. Die unterschiedlichen Künstler sorgen erneut für ein abwechslungsreiches Gesamtbild. Jede Serie bringt ihren eigenen Stil und ihre eigene Atmosphäre mit. Die düsteren Szenen rund um Red Hulk wirken roh und intensiv, während die mystischen Momente in Asgard eine ganz andere visuelle Sprache sprechen. Die Kämpfe der Superior Avengers und der Thunderbolts sind dynamisch inszeniert und sorgen für starke Actionmomente.
Diese stilistische Vielfalt ist weiterhin eine der größten Stärken der Reihe. Kein Kapitel wirkt wie eine bloße Wiederholung des vorherigen. Stattdessen erhält jede Geschichte ihren eigenen visuellen Charakter, was die unterschiedlichen Tonlagen der einzelnen Serien zusätzlich unterstreicht.
Fazit zu Doom – Herrscher der Welt Sonderband 3:
Auch der dritte Band bleibt dem Konzept der Reihe treu. Doom – Herrscher der Welt Sonderband 3 ist erneut kein klassischer Sammelband mit abgeschlossener Handlung, sondern ein weiterer Baustein innerhalb eines größeren Crossover-Gefüges. Die Geschichten erweitern das Bild einer Welt unter Dooms Kontrolle und zeigen erneut, wie unterschiedlich Figuren auf diese Realität reagieren.
Die größte Stärke bleibt weiterhin die Vielfalt der Perspektiven. Ob die Superior Avengers im Kampf gegen Diablo, Doctor Strange in Asgard oder Red Hulk auf der Flucht durch Latveria, jede Geschichte beleuchtet einen anderen Teil dieser neuen Weltordnung. Dadurch entsteht erneut ein spannendes Gesamtbild, das neugierig auf die nächsten Entwicklungen macht.
Gleichzeitig bleiben aber auch die bekannten Schwächen bestehen. Einige Kapitel wirken besonders spannend und treiben ihre Handlung deutlich voran. Andere fühlen sich dagegen etwas losgelöst vom großen Ganzen an und wirken stellenweise fast wie Geschichten im luftleeren Raum. Wer eine klar abgeschlossene Story erwartet, wird daher auch im dritten Band nicht vollständig zufriedengestellt.
Trotzdem bleibt die Reihe unterhaltsam. Gerade weil die Geschichten so unterschiedliche Blickwinkel einnehmen, entsteht eine abwechslungsreiche Leseerfahrung, die immer wieder neue Facetten dieser von Doom dominierten Welt zeigt. Unterm Strich wiederholt Doom – Herrscher der Welt Sonderband 3 die Stärken und Schwächen seiner Vorgänger, bleibt dabei aber weiterhin spannend und macht nach wie vor Spaß zu lesen.
2 Komentare: