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	<title>Dennis &#8211; Gaming Magazin | News, Testberichte &amp; Videospiele – Games-Mag.de</title>
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	<title>Dennis &#8211; Gaming Magazin | News, Testberichte &amp; Videospiele – Games-Mag.de</title>
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		<title>Von Kerzenlicht und Kettensägen – Meine Meinung zu Resident Evil Requiem (inklusive Wertung)</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Mar 2026 00:07:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Für Resident Evil Requiem zieht Entwicklerstudio Capcom eine klare Grenze und teilt das Gameplay strikt zwischen zwei&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Für Resident Evil Requiem zieht Entwicklerstudio <em>Capcom</em> eine klare Grenze und teilt das Gameplay strikt zwischen zwei Charakteren auf. Gelingt das waghalsige Kunststück zwischen gewohntem Grusel und Baller-Orgie oder verliert sich die Serie im Horror-Action-Spagat?</strong></h2>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-385125" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-4-scaled.jpg" alt="Resident Evil Requiem 4 scaled Von Kerzenlicht und Kettensägen – Meine Meinung zu Resident Evil Requiem (inklusive Wertung)" width="2560" height="1440" title="Resident Evil Requiem 4 scaled Von Kerzenlicht und Kettensägen – Meine Meinung zu Resident Evil Requiem (inklusive Wertung)" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-4-scaled.jpg 2560w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-4-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-4-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-4-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-4-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-4-2048x1152.jpg 2048w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-4-1920x1080.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-4-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-4-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>
<p>Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen&#8230;naja, so oder zumindest so ähnlich konnte sich mir <strong>Resident Evil Requiem</strong> präsentieren, das vor allem durch seine abwechslungsreiche Mischung aus adrenalingeladener Action und stimmungsvollen Grusel-Momenten der alten Schule besticht. Während sich Serien-Urgestein <em>Leon S. Kennedy</em> buchstäblich durch ganze Gegnerhorden fräst, hält mit Protagonistin <em>Grace</em> nicht bloß ein neuer Charakter Einzug ins traditionsreiche Franchise, sondern auch gleich eine ganze Wagenladung frischer Gameplay-Ideen. Doch fangen wir von vorne an.</p>
<p>Als eine Reihe mysteriöser Todesfälle das belebte Örtchen <em>Wrenwood</em> inmitten der <em>USA</em> ereilt, ahnt noch niemand etwas Böses. Erst als die noch junge FBI-Ermittlerin <em>Grace Ashcroft</em> den Fall übernimmt, nehmen die Dinge ihren schrecklichen Lauf und verwandeln die Kleinstadt in einen Ort des Schreckens. Während <em>Grace</em> erfährt, dass sie scheinbar seit Jahren beschattet wird, bricht in den Straßen jener Virus aus, der einst das gefürchtete <em>Raccoon City</em> von der Landkarte verschwinden ließ. Was die Protagonistin fortan in einen nervenzerreißenden Strudel aus Fragen über die eigene Identität und einen Überlebenskampf gegen einen unheilvollen Entführer zieht, ruft auch <em>Leon</em> auf den Plan. Ebenfalls von Fragen und einer hartnäckigen Infektion getrieben, ist das Urgestein der langjährigen Reihe dem geheimnisvollen <em>Victor Gideon</em> dicht auf den Fersen und mit einer riesigen Wut im Bauch kaum noch aufzuhalten. Doch wie konnte es überhaupt zu diesem Ausbruch kommen? Was hat das alles bloß mit dem ungeklärten Mord an <em>Graces</em> Mutter zu tun? Und welche Rolle mag wohl die sagenumwobene <em>Umbrella Corporation</em> bei diesen Ereignissen spielen?</p>
<blockquote><p><strong>Im Prinzip habt ihr jetzt fast immer einen <em>Mr. X</em> an der virtuellen Backe kleben.</strong></p></blockquote>
<p>Für <strong>Resident Evil Requiem</strong> zieht <strong>Capcom</strong> erstmals eine klare Grenze. <em>Grace</em> und <em>Leon</em> spielt ihr nämlich komplett voneinander isoliert und im vorgegebenen Wechsel. Dabei repräsentieren beide Charaktere jeweils einen Spielstil, bzw. ein komplettes Genre. Denn anstatt sich für diesen Ausflug auf ein viel zu wildes Experiment wie <strong>Resident Evil 6</strong> einzulassen oder den durchaus gelungenen Ansatz eines <strong>Resident Evil 0</strong> zu verfolgen, geht <strong>Requiem</strong> sprichwörtlich eigene Wege. Checken wir das mal im Detail.</p>
<p><img decoding="async" class="alignright size-full wp-image-385127" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-6-scaled.jpg" alt="Resident Evil Requiem 6 scaled Von Kerzenlicht und Kettensägen – Meine Meinung zu Resident Evil Requiem (inklusive Wertung)" width="2560" height="1440" title="Resident Evil Requiem 6 scaled Von Kerzenlicht und Kettensägen – Meine Meinung zu Resident Evil Requiem (inklusive Wertung)" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-6-scaled.jpg 2560w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-6-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-6-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-6-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-6-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-6-2048x1152.jpg 2048w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-6-1920x1080.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-6-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-6-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>
<h2><strong>Von Kerzenlicht&#8230;</strong></h2>
<p>FBI-Jungblut <em>Grace Ashcroft</em> steht für klassischen Survival-Horror der alten Schule. Mit ihr durchquert ihr schaurig-schön in Szene gesetzte Umgebungen, die sich vor der einst angedachten Prämisse der Reihe würdevoll verbeugen und euch beim bloßen Anblick einen Schauer über den Rücken jagen. In finsteren Verliesen, den mit Kerzenschein schummerig ausgeleuchteten Gängen eines Sanatoriums und weiteren Orten, die wirklich niemand auf der Bucket List stehen haben sollte, löst ihr clever strukturierte Rätsel in alter Resi-Manier und leidet permanent unter Munitionsarmut. Denn obwohl <em>Grace</em> offenbar überhaupt nicht auf ein offensives Spielerlebnis ausgelegt scheint, wirft euch der Titel jede Menge untotes Gesindel vor die zittrigen Füße und fordert somit auch ein gewisses Maß an Taktik und Denkvermögen.</p>
<p>Also, klassisches <strong>Resident Evil</strong> ist zurück, dann ist doch alles wunderbar, oder? Schon, aber <em>Capcom</em> hat es sich eben auch nicht nehmen lassen, ein paar spannende Twists in das ohnehin grandiose Gameplay-Gerüst einzubauen. Neben den obligatorischen und immerhin noch einigermaßen menschlich wirkenden Zombies, erhält <em>Grace</em> schon bald Gesellschaft in ganz besonders furchteinflößender Form. Egal, ob es sich dabei um ein bis zur Zimmerdecke reichendes Kindermädchen mit fiesen Raubtierkrallen und dem Antlitz einer Moorleiche oder um ein bis zur Unkenntlichkeit aufgequollenes Riesenbaby mit jammernden Schreien handelt: <strong>Im Prinzip habt ihr jetzt fast immer einen <em>Mr. X</em> an der virtuellen Backe kleben</strong>. Genau dafür hat es dann auch die neue Stealth-Mechanik ins Spiel geschafft. Die fällt zum Glück ziemlich simpel aus und besteht lediglich aus einer Funktion zum Ducken, um die eigenen Schrittgeräusche zu dämpfen oder hinter hüfthohen Objekten Deckung zu finden. Dedizierte Verstecke gibt es nicht und auch sonst liegt es einmal mehr an euren eigenen grauen Zellen und der hübsch entworfenen Levelarchitektur, um den monströsen Gestalten im XL-Format aus dem Weg zu gehen.</p>
<p>Darüber hinaus erwarten euch jederzeit sichere Speicherräume, in die euch die Viecher gar nicht erst folgen, und eine ebenfalls brandneue Crafting-Mechanik, die euch das Blut infizierter Zombies entnehmen und daraus Munition für ein stetig wachsendes Arsenal aus Handfeuerwaffen, Schrotflinten oder Gewehren, Heilmittel und andere äußerst hilfreiche Objekte für den Nahkampf basteln lässt. Mit den richtigen Rohstoffen im Inventar, mutiert ihr jederzeit zum Bastelprofi, was zumindest ein bisschen Druck aus dem sonst eher angespannten Spielerlebnis nimmt. Denn trotz frei wählbarer Schwierigkeitsgrade und der Möglichkeit, einen klassischen oder modernen Stil zu bevorzugen, gibt es für <em>Grace</em> immer noch genügend Gründe, regelmäßig panisch nach Luft zu schnappen.</p>
<p><img decoding="async" class="alignright size-full wp-image-385124" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-3-scaled.jpg" alt="Resident Evil Requiem 3 scaled Von Kerzenlicht und Kettensägen – Meine Meinung zu Resident Evil Requiem (inklusive Wertung)" width="2560" height="1440" title="Resident Evil Requiem 3 scaled Von Kerzenlicht und Kettensägen – Meine Meinung zu Resident Evil Requiem (inklusive Wertung)" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-3-scaled.jpg 2560w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-3-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-3-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-3-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-3-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-3-2048x1152.jpg 2048w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-3-1920x1080.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-3-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-3-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>
<p>Zu verübeln ist ihr das jedenfalls nicht. Das permanent bedrohliche Gefühl einer visuell bizarr anmutenden, übrigens unbezwingbaren Übermacht in Form altherkömmlicher Stalker-Elemente, überträgt sich hervorragend auf SpielerInnen vor dem Bildschirm. Wenn ich mich in einem völlig abgedunkelten Areal an meine Taschenlampe klammere und damit an einer hungrig ächzenden Gruppe Zombies vorbeischleiche, währenddessen versuche, einige von ihnen lautlos auszuschalten, zeitgleich mit dem stark begrenzten, dafür aber erweiterbaren Inventar hadere, dabei vielleicht noch ob der clever verwinkelten Levelstruktur auf mehreren Ebenen die Orientierung verliere, während der gellende Schrei einer meterhohen Monstrosität erklingt, treibt das den persönlichen Stresslevel in schier unglaubliche Höhen.</p>
<blockquote><p><strong>[&#8230;] wohingegen <em>Leon</em> mir mit kompromissloser, fulminant inszenierter Action digitale Kurzurlaube für den Kopf beschert.</strong></p></blockquote>
<p>Doch auch, wenn ich einen nur spärlich ausgeleuchteten Gang hinunterblicke und mich <strong>Resident Evil Requiem</strong> in der letzten halben Stunde eigentlich doch gelehrt hat, meine Angst sei bloß ein vermeintlich unbegründetes Bauchgefühl aus Erwartungen und dem, was mein Kopf daraus macht, am Ende des Flurs aber tatsächlich mit audiovisueller Härte durchgreift und ich, von einem nahenden Objekt am Boden inzwischen völlig abgelenkt, fast in die Fänge des riesigen Säuglings gerate und genau diesen Pulsschlag, diese Angst in die nächste Spielstunde mitnehme, in der sich der Horror erneut auf einer eher subtilen Basis einpendelt und einzig und allein mit meinen Erwartungen spielt, dann sind das genau die Momente, in denen sich <strong>Resident Evil Requiem</strong> zur absoluten Horror-Spitze thront und mich mit einem nachhallenden Gefühl aus Ehrfurcht und Begeisterung sprachlos zurücklässt.</p>
<p>Die Atmosphäre ist ein stets immersiver Mix aus intendierter Vorahnung und angenehm selten eingesetzten, dafür durchweg passenden Jump Scares, der in der Zusammensetzung aus zahlreichen optischen Stilmitteln und einem überragenden Sounddesign, das auch vor der absoluten Stille nicht zurückschreckt, seinen bedingungslosen Höhepunkt findet und <strong>Resident Evil Requiem</strong> zu einem Titel macht, den ich nach sehr langer Zeit als richtig unheimlich empfunden habe. Wer hier noch die Egoperspektive gegenüber der deutlich seichteren, jederzeit wechselbaren Third-Person-Ansicht bevorzugt, verdient ernsthaften Respekt. Apropos, denn Respekt gebührt übrigens auch dem allgemeinen Gamedesign, dessen serientypische Rätselgestaltung auf die gewohnt komplexe sowie durchdachte Levelarchitektur und einen dauerhaften Nervenkitzel trifft und somit eines der spielerisch ganz großen Highlights darstellt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-385128" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-7-scaled.jpg" alt="Resident Evil Requiem 7 scaled Von Kerzenlicht und Kettensägen – Meine Meinung zu Resident Evil Requiem (inklusive Wertung)" width="2560" height="1440" title="Resident Evil Requiem 7 scaled Von Kerzenlicht und Kettensägen – Meine Meinung zu Resident Evil Requiem (inklusive Wertung)" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-7-scaled.jpg 2560w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-7-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-7-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-7-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-7-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-7-2048x1152.jpg 2048w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-7-1920x1080.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-7-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-7-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>
<p>Völlig ohne Kritik, bleiben diese Abschnitte allerdings nicht. Atmosphäre hin oder her, sobald ich fünf Minuten hinter einer Ecke lauere, weil ich gar nicht so genau weiß, wo sich meine Stalker-Gesellschaft überhaupt befindet, merke selbst ich, wie sehr das den sonst so dynamischen Spielfluss trübt und damit auch die <strong>Spielzeit von knapp zehn bis zwölf Stunden</strong> für den ersten Durchlauf strecken kann. Weitere Playthroughs locken wie gewohnt mit allerlei Boni und freischaltbaren Cheatcodes, die übrigens nicht eure Trophäen beeinflussen. Leider fühlte sich das ewige Versteckspiel bereits im ersten Run oft derart träge an, dass ich mich bislang nicht zu einem weiteren Versuch durchringen wollte. Gleichzeitig bin ich aber äußerst gespannt, was die Speedrun-Community hierfür aus dem Hütchen zaubern wird. Zudem sind externe Einflüsse viel zu klar erkennbar. Beim Anblick eines nicht sonderlich sprachgewandten, dafür aber mordlustigen Kochs und meinen Versteckversuchen hinter einer nahen Kücheninsel, fühlte ich mich unweigerlich an <strong>Little Nightmares</strong> erinnert, während das Verschwinden des unbarmherzigen Kindermädchens in einem Lüftungsschacht dafür sorgte, dass ich mir kurz gar nicht mehr sicher war, noch <strong>Resident Evil</strong> und nicht aus Versehen <strong>Alien Isolation</strong> zu spielen.</p>
<p>Die intendierte, virtuelle Schauspielkunst konnte mich hingegen vollends überzeugen. Mit einem hohen Grad an Realismus in Gestik und Mimik, spielt vor allem <em>Grace</em> die wunderbar überzeugende Rolle einer ohnehin traumatisierten Darstellerin mit dramatisch persönlichem Bezug zu den Ereignissen. Aufgeregt kommentiert <em>Grace</em> grausame Entdeckungen, mysteriöse Hinweise in versteckten Akten oder stolpert panisch davon, sobald sie einem der Stalker begegnet. Dennoch verkommt ihre emotionale Rolle nie zu der einer Jungfrau in Nöten. Im Gegenteil, denn was ihre Charakterentwicklung betrifft, wächst sie sichtbar an den Geschehnissen, übernimmt im späteren Verlauf sogar Verantwortung und stellt sich ihren Ängsten bewusst und voller Mut entgegen. Lediglich die ihr auferlegte Legende der FBI-Agentin will nicht so ganz in dieses Bild passen, da sich ihre Persönlichkeit niemals mit den echten Anforderungen des Jobs decken würde.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-385126" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-5-scaled.jpg" alt="Resident Evil Requiem 5 scaled Von Kerzenlicht und Kettensägen – Meine Meinung zu Resident Evil Requiem (inklusive Wertung)" width="2560" height="1440" title="Resident Evil Requiem 5 scaled Von Kerzenlicht und Kettensägen – Meine Meinung zu Resident Evil Requiem (inklusive Wertung)" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-5-scaled.jpg 2560w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-5-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-5-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-5-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-5-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-5-2048x1152.jpg 2048w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-5-1920x1080.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-5-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-5-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>
<h2><strong>&#8230;und Kettensägen!</strong></h2>
<p>Vom subtilen Schrecken und dem nahezu nackten Kampf ums Überleben, fehlt in den Szenarien mit Ex-Agent <em>Leon</em> jede Spur. Im starken Kontrast zu <em>Graces</em> angsteinflößenden Auftritten, fühlen sich die Spielabschnitte mit <em>Leon</em> beinahe wie erholsamer Urlaub an. Was zuvor noch für Verfolgungswahn, blanken Terror und nächtliche Albträume sorgte, wird nun mit der Schrotflinte schlichtweg umgenietet. Selbst wenn diese Sequenzen verhältnismäßig kurz und eher kompakt ausfallen, konnte mir die Genugtuung der vermeintlichen Racheaktionen stets ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubern. In alternativen Routen und abgespeckten Arenakämpfen gegen das untote Gesocks und dessen XL-Verwandtschaft, liegt der Fokus deutlich auf kompromissloser Action voller Adrenalin und Abwechslungsreichtum. <em>Leons</em> Abschnitte sind immer wie eine wilde Achterbahnfahrt, nur leider viel zu schnell vorbei. Trotzdem belohnt euch das Spiel hier mit einer gelungenen Alternative vom angespannten Angst-Alltag mit <em>Grace</em> und bietet zudem nahezu kopflosen Spielspaß bei wuchtig-actionreicher Inszenierung.</p>
<p>Im Gegensatz zu <em>Grace</em>, fällt <em>Leon</em> in seiner schauspielerischen Leistung deutlich ab, was aber schlicht seiner Persönlichkeit entspricht. Unbeeindruckt und mit wortkarger Meine, vor allem aber mächtig wütend, zieht der Fan-Liebling durch die abwechslungsreich gestalteten Umgebungen von <strong>Resident Evil Requiem</strong> und verfolgt dabei relativ stur seine Mission, was unterm Strich ziemlich glaubwürdig wirkt und ihm ein passendes, der Serie treu gebliebenes Story-Korsett verpasst. Außerdem erhält <em>Leon</em> ein cooles Audio-Feature über die Lautsprecher des <em>Dualsense Controllers</em> der <em>Playstation 5</em>, während eine spürbar mitreißende Vibrationsfunktion beide Charaktere gleichermaßen begleitet.</p>
<p><strong>Also, wie gelingt denn nun der strikt voneinander abgetrennte Spagat zwischen klassischem Survival-Horror und kurzweiliger Action-Orgie?</strong> Verdammt gut! Durch den Aufbau einer imaginären Mauer inmitten beider Kernelemente, schafft <em>Capcom</em> es diesmal, den Fokus zu schärfen und beide Teile mit genügend Qualität auszustatten, sodass trotzdem ein rundes Erlebnis entsteht, das als Summe seiner Teile näher zusammenrückt, als so manch gewagtes Experiment der Vergangenheit. Mit <em>Grace</em> erlebe ich intensiv-nachhaltigen Horror wie damals im Jugendzimmer, der mich auch heute noch vom Sofa springen lässt und auf eine schaurig-schöne Weise bis unter die Bettdecke verfolgt, wohingegen <em>Leon</em> mir mit kompromissloser, fulminant inszenierter Action digitale Kurzurlaube für den Kopf beschert.</p>
<p>Hinsichtlich der allgemeinen Gameplay-Struktur und der Steuerung, bleibt sich <strong>Resident Evil</strong> übrigens treu. Wer in den letzten Jahren einen der modernen Ableger der Reihe gespielt hat, fühlt sich sofort heimisch und legt direkt los.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-385123" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-2-scaled.jpg" alt="Resident Evil Requiem 2 scaled Von Kerzenlicht und Kettensägen – Meine Meinung zu Resident Evil Requiem (inklusive Wertung)" width="2560" height="1440" title="Resident Evil Requiem 2 scaled Von Kerzenlicht und Kettensägen – Meine Meinung zu Resident Evil Requiem (inklusive Wertung)" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-2-scaled.jpg 2560w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-2-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-2-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-2-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-2-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-2-2048x1152.jpg 2048w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-2-1920x1080.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-2-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2026/03/Resident-Evil-Requiem-2-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></p>
<h2><strong>Behaglich unbehaglich</strong></h2>
<p>Wenn ihr in erbarmungslos entstellte Visagen blickt, detaillierten Gore förmlich schmecken könnt, sanfte Lichtquellen bedrohliche Schatten werfen und gemeinsam eine Spielwelt entwerfen, deren Blick ihr euch einfach nicht entziehen könnt, dann wird wieder einmal deutlich, wie gut <em>Capcom</em> ihre hauseigene <strong><em>RE Engine</em></strong> im Griff hat und damit technische Maßstäbe setzt. Nüchtern betrachtet, schafft es die von mir getestete Version für die <em>Playstation 5</em> auf eine knackig scharfe Auflösung von 4K bei gleichzeitigen und enorm stabilen 60 Bildern pro Sekunde. Vom fantastischen Artdesign, der starken Sogwirkung des atmosphärischen Worldbuildings im Zusammenspiel mit einem spannend erzählten Narrativ und nachvollziehbaren Charakteren sowie der optischen Opulenz, die hier wirklich in jeder Zwischensequenz und direkt während des Gameplays abgefeuert wird, will ich gar nicht erst anfangen.</p>
<p>Erlebt habe ich <strong>Resident Evil Requiem</strong> im englischsprachigen O-Ton mit deutschen Untertiteln, was grundsätzlich gut funktioniert, aber auch diesmal <em>Capcoms</em> Sparkurs bezüglich der Lokalisierung verrät. So richtig decken sich Sprachausgabe und Bildschirmtext nämlich nie, denn alles fühlt sich eher nach freier Übersetzung, als einer ernsthaften Auseinandersetzung mit der Thematik, an. Falls ihr mögt, dürft ihr den Titel auch mit deutscher Sprachausgabe spielen, bekommt es dann aber mit einer unglaubwürdigen Betonung und wenig Leidenschaft in den Stimmen zu tun.</p>
<p>Zusätzlich konnte ich mir im privaten Rahmen auch die <strong>Nintendo Switch-2 Version von Resident Evil Requiem</strong> anschauen und mich von diesem Wunder-Port begeistern lassen. Dank DLSS und anderen Technik-Spielereien, erstrahlt der Titel sogar bei Verwendung des Handheld-Modus in gestochen scharfer Full HD-Auflösung und einer zumindest halbwegs stabilen Bildrate von 40 bis 60 FPS. An ein Fernsehgerät angeschlossen, schießen diese Werte natürlich nochmal ein gutes Stück nach oben, sodass ein Unterschied zu den Konkurrenz-Plattformen kaum noch auffällt. Zumindest auf den ersten Blick, für genauere Details lege ich euch <a href="https://www.youtube.com/watch?v=S1N-HoqU_sQ" target="_blank" rel="noopener">an dieser Stelle ein passendes Video von Digital Foundry</a> ans Herz, die natürlich über deutlich bessere Möglichkeiten verfügen, euch das einmal zu veranschaulichen.</p>
<h2><strong>Fazit / Score: 9/10</strong></h2>
<h4><strong>Klasse! Für Resident Evil Requiem besinnt sich Capcom auf alte Stärken, baut diese aus und fügt neue Ideen selbstsicher hinzu. Die Trennung beider Kernelemente, subtiler Survival-Horror und gnadenlose Action, wirkt wie eine irrwitzige Idee, die sich jedoch schnell als clevere Konsequenz entpuppt. Resident Evil Requiem bietet einen unglaublich überzeugenden Cast an Charakteren vor visuell beeindruckender Horrorfassade mitsamt dichter Atmosphäre und clever ineinander verzahntem Gameplay. Der Titel wird euch das Fürchten, aber gleichzeitig auch richtig viel Spielspaß lehren und gehört bereits jetzt zu den Titeln, die am Ende des Jahres sämtliche Bestenlisten füllen werden. Ein Pflichtkauf mit nur wenigen Mankos für alle und jeden von euch. </strong></h4>
<hr />
<p><em>Resident Evil Requiem ist seit dem 27. Februar 2026 für die Xbox Series X/S, Playstation 5, den PC via Steam und die Nintendo Switch 2 erhältlich. Während die Standardversion mit 79,99€ zu Buche schlägt, dürft ihr euch genauso über eine Deluxe Variante freuen, die mit zahlreichen, digitalen Extras lockt. Wer hingegen auf der Nintendo Switch 2 mal so richtig ins Resi-Universum abtauchen will, erhält für gut investierte 99€ das Generation Pack mit Resident Evil Requiem sowie Village und VII Biohazard in ihrer jeweiligen Gold Edition.</em></p>
<p><em>Für diesen Artikel wurde uns freundlicherweise ein Productkey vom Publisher Capcom für die Playstation 5-Version von Resident Evil Requiem zur Verfügung gestellt.</em></p>
<hr />
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=9lrThxCoznw" title="Resident Evil Requiem - Launch Trailer" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/9lrThxCoznw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Syberia Remastered im Test &#8211; Von Mammuts, Mechanik und ganz viel Menschlichkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Nov 2025 16:29:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spiele-Tests]]></category>
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					<description><![CDATA[Syberia ist zurück! Im schmucken Redesign erlebt ihr zwar weiterhin den Auftakt der ikonischen Adventure-Reihe um Kate&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Syberia ist zurück! Im schmucken Redesign erlebt ihr zwar weiterhin den Auftakt der ikonischen Adventure-Reihe um Kate Walker, menschelnde Automaten und Mammuts, dürft euch aber genauso über etliche Verbesserungen und einen völlig neuen Look freuen. Doch wie steht es um die eigene Identität und das Erbe von Schöpfer <em>Benoît Sokal</em>? Unser Test zu Syberia Remastered auf der Playstation 5.</strong></h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-384223" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-1.png" alt="Syberia Remastered 1 Syberia Remastered im Test - Von Mammuts, Mechanik und ganz viel Menschlichkeit" width="2048" height="1152" title="Syberia Remastered 1 Syberia Remastered im Test - Von Mammuts, Mechanik und ganz viel Menschlichkeit" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-1.png 2048w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-1-300x169.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-1-1024x576.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-1-768x432.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-1-1536x864.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-1-1920x1080.png 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-1-1170x658.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-1-585x329.png 585w" sizes="(max-width: 2048px) 100vw, 2048px" /></p>
<h2><strong>Anwältin auf Abwegen</strong></h2>
<p>Was für ein Schlamassel! Eigentlich wollte <em>Kate Walker</em> nur eben den Verkauf einer Familienbetriebenen Spielzeugfirma im verschlafenen Bergdorf <em>Valadilène</em> überwachen, doch statt einer rechtlich reibungslosen Transaktion, erwartet die junge Anwältin aus Übersee ein verzwicktes Mysterium. Plötzlich verstorben und nicht länger Besitzerin des Betriebs, macht <em>Anna Voralberg</em> ihren totgeglaubten Bruder <em>Hans</em> zum alleinigen Erben und bestätigt damit seine Existenz. Scheinbar weiterhin unter den Lebenden weilend, doch seit seiner Jugend als vermisst geltend, muss <em>Kate</em> den einzigen Nachfahren so schnell wie möglich ausfindig machen, um die Übernahme abschließen zu können. Doch damit längst nicht genug, denn was hat es eigentlich mit den überall umherwankenden, erstaunlich menschlich wirkenden Robotern&#8230;Pardon, Automaten auf sich? Und, existieren Mammuts tatsächlich?</p>
<p>Schnell lässt <strong>Syberia Remastered</strong> einen spannungsgeladenen Strudel aus düsteren Familiengeheimnissen und dem genialen Erfindergeist einer gesamten Dynastie entstehen, in dessen brodelnder Mitte sich Protagonistin <em>Kate</em> auf einer fantastischen Schnitzeljagd-Odyssee durch ganz Sibirien und letztendlich auch zu sich selbst findet. Die Suche nach <em>Hans</em> entpuppt sich bald als emotionaler Selbstfindungstrip vor dem Hintergrund meist malerischer Kulissen, der die komplexen Fragen des Lebens poetisch verschnörkelt, um sie mir im Dialog mit human anmutenden Maschinen direkt ins Gesicht zu spucken. Was Gleichheit und Gerechtigkeit wirklich bedeuten, meine eigene Sinnhaftigkeit sowieso, darüber mache ich mir während vereinzelter Spielpausen überraschend oft Gedanken und muss mir gleichzeitig eingestehen, einen derart mächtigen Impact von einem über 20 Jahre alten Spiel schlicht nicht erwartet zu haben.</p>
<blockquote><p><strong>&#8230;aber ich fand&#8217;s richtig lustig und habe mir, seltsam wie ich nunmal bin, den Controller regelmäßig ans Ohr gehalten&#8230;</strong></p></blockquote>
<p>Schließlich ist <strong>Syberia Remastered</strong> die jüngste und bislang wohl aufwendigste Neugestaltung eines waschechten <a href="https://games-mag.de/2025/10/29/simon-the-sorcerer/" target="_blank" rel="noopener">Adventure-Klassikers</a> von 2002. Im Hinblick auf nun dreidimensionale Umgebungen, von Grund auf neu entworfene Charaktermodelle und zahlreiche Verbesserungen im Gameplay, wirkt der Beiname allerdings wie eine echte Untertreibung. Remake träfe es doch deutlich besser, denn die verantwortlichen Entwicklerstudios um <em>Microids</em> und <em>Studio Virtuallyz</em> haben hier dermaßen viel Aufwand und Liebe zum Detail betrieben, dass ich sowohl Fans als auch NeueinsteigerInnen unbedingt auf eine Reise nach <strong>Syberia</strong> einladen möchte.</p>
<p>Apropos Fans, die müssen sich vor allzu drastischen Veränderungen nämlich nicht fürchten. Trotz Frischzellenkur und Nachbesserungen, bleibt <strong>Syberia Remastered</strong> im Kern dasselbe Spiel. Zwar erreichen die Schauplätze nun ein wesentlich lebendigeres Niveau und das Durchstreifen vernebelter Straßenzüge, beklemmender Industriegebäude oder geschäftiger Universitäten fühlt sich hier wahnsinnig atmosphärisch an, doch Story und Charaktere wirken viel mehr wie ein erneutes Verneigen vor dem damals verantwortlichen, leider bereits verstorbenen Kult-Autor und Comiczeichner <em>Benoît Sokal, </em>während die Optik ihren stilistischen Schlüssel einmal mehr in der faszinierenden <a href="https://aesthetics.fandom.com/wiki/Clockpunk" target="_blank" rel="noopener">Clockpunk</a>-Ästhetik findet und damit eine Welt kreiert, die nicht bloß audiovisuelle Anreize schafft, sondern diese auch für ausgeklügelte Rätsel im Spieldesign nutzt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-384225" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-3.jpeg" alt="Syberia Remastered 3 Syberia Remastered im Test - Von Mammuts, Mechanik und ganz viel Menschlichkeit" width="2048" height="1152" title="Syberia Remastered 3 Syberia Remastered im Test - Von Mammuts, Mechanik und ganz viel Menschlichkeit" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-3.jpeg 2048w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-3-300x169.jpeg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-3-1024x576.jpeg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-3-768x432.jpeg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-3-1536x864.jpeg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-3-1920x1080.jpeg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-3-1170x658.jpeg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-3-585x329.jpeg 585w" sizes="(max-width: 2048px) 100vw, 2048px" /></p>
<h2><strong>Klassisch mit modernem Kniff</strong></h2>
<p>Für sein Gameplay bedient sich <strong>Syberia Remastered</strong> nämlich weiterhin an klassischen Adventure-Elementen. Da wollen knifflige Zahlenkombinationen erknobelt, Items an der richtigen Stelle eingesetzt und komplexe Mechanismen in Gang gebracht werden. Auch ein sorgfältiges Erkunden der Umgebung sowie das Führen charmant vertonter Dialoge stehen regelmäßig an der Tagesordnung. Unterm Strich empfand ich die Struktur der zahlreichen Rätsel während meiner Testzeit als überaus nachvollziehbar und nie zu komplex. Bis auf wenige Ausnahmen – ja, ich bin tatsächlich eine gute Stunde herumgeirrt, um nach einem Stift für eine Zeichnung zu suchen, nur um irgendwann zu checken, dass ich den gar nicht brauche &#8211; bin ich selten länger als nötig in einer Knobelei versackt. Zumal ich diesen Ausrutscher eher dem Genre, als speziell dem Titel anlaste.</p>
<p>Dass sich das alles so verdammt gut wegspielt, liegt wohl ebenfalls an der gelungenen Neugestaltung etlicher Ingame-Elemente. Während einige Puzzles für das Remaster komplett neu entworfen wurden, freuen sich UI-Design, Controller-Layout und so manch kleines Detail zumindest über eine sinnvolle Frischzellenkur. Zwar fehlt mir hier der direkte Vergleich zum Original, gleichzeitig aber nie das Gefühl, mit <strong>Syberia Remastered</strong> einen Titel in den Händen zu halten, der genau so in die moderne Spielelandschaft gehört. Navigation und das Benutzen von Items gehen unglaublich gut von der Hand und beim Absuchen der Umgebung nach interaktiven Objekten unterstützt mich nun eine visuelle Hilfe, die ich dankbar annehme und währenddessen komfortabel in meinem Inventar wühle. Habe ich einmal den Faden verloren, genügt ein kurzer Blick ins Journal, um mich wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Aber klar, in seltenen Fällen bin ich auch ein wenig genervt. Beispielsweise dann, wenn ich für eines der immer noch toll erdachten Rätsel von A nach B und irgendwann von D zurück nach A laufe und sich Protagonistin <em>Kate</em>, trotz optionalem Sprint, dabei so schnell bewegt wie eine Schnecke im Weltall.</p>
<blockquote><p><strong>&#8230;der die komplexen Fragen des Lebens poetisch verschnörkelt, um sie mir im Dialog mit human anmutenden Maschinen direkt ins Gesicht zu spucken.</strong></p></blockquote>
<p>Zugegeben, im Prinzip ist das exakt der Punkt, an dem wir uns fragen müssen, für wen <strong>Syberia Remastered</strong> eigentlich geeignet ist. Denn trotz sorgfältiger Portierung in die Moderne und einer dreidimensionalen sowie organisch wirkenden Spielwelt, richtet sich das Adventure nach wie vor an SpielerInnen mit entspanntem Gemüt. Für viele der Denksportaufgaben müsst ihr ordentlich Zeit investieren, handschriftliche Notizen schaden nie und wer die optional lesbaren Schriften und Bücher einfach überspringt, verpasst viel vom angedachten Charme einer immersiven Spielwelt, die sich mit stark geschriebenen Charakteren und faszinierendem Worldbuilding eher unaufgeregt, aber nicht minder spannend und sogar poetisch, zeitlosen Fragen über die eigene Bedeutung und den unaufhaltsamen Wandel nähert, um sich innerhalb einer gut zehnstündigen Spielzeit in einem überraschend menschlichen Narrativ voll kleiner Twists und Höhepunkte zu entladen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-384224" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-2.jpeg" alt="Syberia Remastered 2 Syberia Remastered im Test - Von Mammuts, Mechanik und ganz viel Menschlichkeit" width="2048" height="1152" title="Syberia Remastered 2 Syberia Remastered im Test - Von Mammuts, Mechanik und ganz viel Menschlichkeit" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-2.jpeg 2048w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-2-300x169.jpeg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-2-1024x576.jpeg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-2-768x432.jpeg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-2-1536x864.jpeg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-2-1920x1080.jpeg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-2-1170x658.jpeg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-2-585x329.jpeg 585w" sizes="(max-width: 2048px) 100vw, 2048px" /></p>
<h2><strong>Bei Anruf Dualsense</strong></h2>
<p>Der gemütliche Sonntag ist passend zur Jahreszeit endlich wieder ein Begriff und war in den letzten Wochen persönliches Motiv genug, um mich mit heißem Kakao und Kuschelsocken ausgerüstet vollkommen entspannt aufs heimische Sofa zu locken und <strong>Syberia Remastered</strong> zu zocken. Zusammen mit dem eher gemächlichen Spieltempo, konnte mich die hübsche und äußerst stimmungsvolle Präsentation, die übrigens auch auf technischer Ebene überzeugt, sofort in ihren Bann ziehen. Der gelungene Soundtrack aus entspannten Klängen sorgte sogar öfter mal dafür, dass ich in wohlig-warmer Atmosphäre auf der Couch eingeschlummert bin, während ich mir eigentlich grad Gedanken über ein Rätsel machte. Und um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht, was mehr nach cozyness schreit&#8230;oder eben sanft säuselt.</p>
<p>In keinem Fall soll das aber bedeuten, mit dem <strong>Remaster von Syberia</strong> eine nur wenig spannende Geschichte zu erhalten. Ganz im Gegenteil, denn vom einflussreichen Writing getrieben, wollte ich natürlich unbedingt erfahren, wohin die Reise Protagonistin <em>Kate</em> schlussendlich führt und welchen der oft auch humorvoll geschriebenen Dialoge sie als nächstes mit Automaten-Kumpel <em>Oscar</em> führen wird. Doch auch das Mysterium um die Mammuts und den verschwundenen <em>Hans</em> ließ mich nicht mehr los.</p>
<p>Technisch gibt es übrigens wenig zu bemängeln. Wahlweise habt ihr die Option zwischen einem Leistungs- und Qualitäts-Modus. Während ersterer flüssige 60 Bilder pro Sekunde garantiert, bietet der Qualitäts-Modus zusätzliche Optik-Details bei leicht schärferer Bildausgabe. Nüchtern betrachtet, bietet euch <strong>Syberia Remastered</strong> aber eh einen typischen Double A-Look, gehört also nicht unbedingt zur visuellen Speerspitze der Videospiellandschaft. Deshalb habe ich mich auch für die verbesserte, stets konstante Framerate entschieden und bin damit ziemlich gut gefahren, zumal der Unterschied ohnehin eher gering ausfällt. Lasst euch aber bitte nicht von den beigefügten Screenshots beirren, auch wir sind vom bereitgestellten Bildmaterial im offiziellen Pressekit dezent enttäuscht, und können euch leider nur diese drei Shots zeigen. Seid euch jedoch sicher, dass der Titel optisch deutlich mehr auf dem Kasten und auch das Color Coding eine größere Palette an Farben zu bieten hat, als es hier vielleicht den Eindruck macht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-384222" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-1.jpeg" alt="Syberia Remastered 1 Syberia Remastered im Test - Von Mammuts, Mechanik und ganz viel Menschlichkeit" width="2048" height="1152" title="Syberia Remastered 1 Syberia Remastered im Test - Von Mammuts, Mechanik und ganz viel Menschlichkeit" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-1.jpeg 2048w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-1-300x169.jpeg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-1-1024x576.jpeg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-1-768x432.jpeg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-1-1536x864.jpeg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-1-1920x1080.jpeg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-1-1170x658.jpeg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/11/Syberia-Remastered-1-585x329.jpeg 585w" sizes="(max-width: 2048px) 100vw, 2048px" /></p>
<p>Was mich dann aber doch ziemlich genervt hat, war der Einsatz von chromatischer Aberration, die sich wie eine Vignette um den Bildschirmrand legt. Lässt sich ignorieren, doch wer das visuelle Stilmittel ohnehin gerne hinterfragt, wird sich auch hier daran stören. Außerdem sei noch erwähnt, dass die Cutscenes lediglich hochskaliert wurden und somit immer noch der Originalversion des Titels entsprechen, was der mühevollen Aufbereitung des Remasters einen kleinen Stilbruch verpasst.</p>
<p>Zum Schluss aber noch etwas positives. Solltet ihr den Titel auf der <em>Playstation 5</em> spielen, dreht unbedingt den Lautsprecher eures <em>Dualsense Controllers</em> hoch. Unterhaltungen in <strong>Syberia Remastered</strong> führt ihr nämlich nicht nur von Person zu Person, sondern mitunter auch über ein mobiles Telefon. Der <em>Sony</em>-Controller mimt dann den Hörer und lässt die Sprachausgabe über dessen Audioausgabe erklingen. Nur ein kleines Detail, aber ich fand&#8217;s richtig lustig und habe mir, seltsam wie ich nunmal bin, den Controller regelmäßig ans Ohr gehalten&#8230;</p>
<hr />
<p><em>Syberia Remastered ist seit dem 06. November 2025 für Playstation 5, Xbox Series X/S und den PC via Steam erhältlich. Der Preis fällt mit 29,99€ für die digitale Version ziemlich fair aus und bietet euch ein angenehmes Preis-/Leistungsverhältnis. Wer etwas tiefer in die Tasche greift, kann auch eine physische Limited Edition ergattern. </em></p>
<p><em>Für diesen Test von Syberia Remastered wurde uns freundlicherweise ein Code für die Playstation 5-Version vom Publisher Microids zur Verfügung gestellt. Screenshots stammen aus dem offiziellen Pressekit. </em></p>
<hr />
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=c8vKdkKsoAk" title="Syberia - Remastered - Launch Trailer | PS5 Games" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/c8vKdkKsoAk?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<h2><strong>Fazit &#8211; Score: 9/10</strong></h2>
<p>Ach, du heiliges Mechanik-Mammut! Während Präsentation und Gameplay sinnvoll in die Moderne verfrachtet wurden, überzeugt <strong>Syberia Remastered</strong> weiterhin durch seine eigene, unverwechselbare Identität aus Clockpunk-Ästhetik und stark geschriebenen Charakteren, die beide ein zeitloses, gelungen poetisch erzähltes Narrativ befeuern und das Erbe ihres Schöpfers respektvoll behandeln. Neulinge erwartet ein entspanntes, mit geistreichen Ideen und Rätseln vollgepacktes Adventure, das Genre-Altlasten kaum noch erkennen lässt und den Spielkomfort in den Vordergrund rückt. Auch langjährige Fans sollten unbedingt einen erneuten Blick wagen, um zu schauen, was aus ihrem vielleicht ja absoluten Lieblings-Adventure von damals großartiges entstanden ist und ob es nicht doch den ein oder anderen neuen Inhalt zu entdecken gibt. Tolles Adventure, tolles Remaster &#8211; eine fantastische Erfahrung.</p>
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		<title>Monster Hunter Wilds im Test &#8211; Die (nicht so) Schöne und das Biest</title>
		<link>https://games-mag.de/2025/03/18/monster-hunter-wilds-im-test/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Mar 2025 17:02:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Mit Monster Hunter Wilds startet die traditionsreiche Reihe endlich in die nächste Runde. Besonders wild und actionreich&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Mit Monster Hunter Wilds startet die traditionsreiche Reihe endlich in die nächste Runde. Besonders wild und actionreich soll es diesmal zugehen, doch taugt das auch für langjährige Fans oder wird hier der <em>Odogaron</em> in der Pfanne verrückt? Rate mal mit <em>Rathian</em> &#8211; Unser Test zur brandneuen Monsterjagd auf der <em>Xbox Series X</em>.</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-382498" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-1.jpg" alt="Monster Hunter Wilds 1 Monster Hunter Wilds im Test - Die (nicht so) Schöne und das Biest" width="1920" height="1080" title="Monster Hunter Wilds 1 Monster Hunter Wilds im Test - Die (nicht so) Schöne und das Biest" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-1.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-1-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-1-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-1-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-1-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-1-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-1-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<p>Hachja, <strong>Monster Hunter</strong>. Du und ich, das wird wohl immer eine ganz besondere Beziehung bleiben. Auf der <em>Playstation Portable</em> hättest du mich fast in den Wahnsinn getrieben, während mein viel zu junges Gamer-Ich damit beschäftigt war, buchstäblich kleine Erfolge zu feiern. Zwar vergingen etliche Stunden bis das erste Monster auf dem Boden lag, doch das Erfolgsgefühl, zum allerersten mal einen <em>Velociprey</em> erjagt zu haben, ist mir bis heute im Gedächtnis geblieben. Nein, keine Chance, erschallte es allerdings nur wenig später aus den heiligen Hallen der Jugend und der verzweifelte Versuch, mich einer <em>Rathian</em> zu stellen, entpuppte sich schnell als vorzeitiges Aus zwischen mir und diesem scheinbar ganz persönlichen Projekt zwischen Begeisterung und Demut.</p>
<p>Ein paar merkwürdige Publishing-Deals und den von mir verpassten Releases auf <em>Wii</em> und <em>Wii U</em> später, ging es mit <strong>Monster Hunter 4 Ultimate</strong> endlich weiter. Den fast zwangsläufigen Kauf des wirklich wilden <a href="https://nintendo3ds.fandom.com/wiki/Circle_Pad_Pro" target="_blank" rel="noopener"><strong><em>Circle Pad Pro</em></strong></a> konnte ich zumindest damit rächen, mich frühzeitig in irgendwelche High Rank-Lobbys zu schleichen, in denen ich einfach so mitgezogen wurde und entsprechende Ausrüstung erhielt, die mich über die gesamte Solo-Kampagne des <em>Nintendo 3DS</em>-Ablegers tragen würde &#8211; ja, so ein Edgelord war ich mal. Zugegeben, die richtige <strong>Monster Hunter</strong>-Erfahrung sollte das natürlich nicht darstellen, die erschloss sich mir erst mit den modernen Ablegern <strong>World</strong> und <strong>Rise</strong>.</p>
<blockquote><p><strong>Nichts schreit das Wort Atmosphäre lauter, als ein wütender<em> Rey Dau</em> in einer von zahllosen Blitzen erhellten Diamantenhöhle.</strong></p></blockquote>
<p>Denn plötzlich erstrahlte die Reihe in einem völlig neuen Licht &#8211; mit hochwertig dargestellten Umgebungen, toller Präsentation und einem überarbeiteten wie vereinfachten Kampfsystem, was mir und vielen anderen endlich die Möglichkeit gab, vollständig in dieses sagenumwobene Franchise einzusteigen. Riesige Kreaturen waren auf einmal bezwingbar und stellten nicht länger die unüberwindbaren Hürden meiner Jugend dar, während sie so anmutig durch den Urwald stapften oder sich in den eisigen Höhlen einer winterlichen Tundra versteckten. <em>HR</em>, G-Rang oder Talismane gingen in den normalen Sprachgebrauch über und wenn es doch mal brenzlig wurde, feuerte man ein Notsignal ab, das hilfsbereite Spieler aus aller Welt anlockte. Nicht etwa, damit sie die Arbeit für mich erledigen, sondern um mich aktiv zu unterstützen, damit ich besser werde. Diesen Initiationsritus längst überstanden, konnte ich die Veröffentlichung von <strong>Monster Hunter Wilds</strong> gar nicht abwarten. Es sollte mein Moment werden, genauer gesagt mein persönlicher <strong>Guitar Hero</strong>-Moment, für den ich die zaghaft-klackernden Geräusche meiner Plastikgitarre längst in halbwegs professionelles Geschrammel auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad eingetauscht hatte und nun schlicht bereit war, direkt auf einem ganz anderen Niveau mit einem völlig neuen Ableger loszulegen. <strong>Doch was ich dabei tatsächlich fand, ist&#8230;anders wild!?</strong></p>
<h2><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-382496" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-6.jpg" alt="Monster Hunter Wilds 6 Monster Hunter Wilds im Test - Die (nicht so) Schöne und das Biest" width="1920" height="1080" title="Monster Hunter Wilds 6 Monster Hunter Wilds im Test - Die (nicht so) Schöne und das Biest" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-6.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-6-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-6-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-6-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-6-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-6-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-6-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><strong>Im Osten viel Neues?</strong></h2>
<p>Oh, du heiliges <strong>Monster Hunter Wilds</strong>, jetzt verfügst du sogar über ein vollkommen eigenständiges Ökosystem im bislang unentdeckten Osten, in dem sich winzige bis riesengroße Monster bei einem dynamischen Tag- und Nachtwechsel lebensnah über den Weg laufen, während die neuen Extremwetter-Ereignisse stille Gewässer in tosende Fluten oder den farblosen Anblick einer subtropischen Steppe in saftig grüne Grasflächen verwandeln. Detailverliebter denn je, springen interessierten SpielerInnen jederzeit zahlreiche Kleinigkeiten ins Auge, die dieser urzeitlich anmutenden Welt zu einem ganz eigenen Leben verhelfen. Vom natürlichen Idyll eines Regenwalds bis zur schroffen Schönheit inmitten fließender Lava oder klirrender Kälte, hält der jüngste Titel im Franchise erstaunlich viel parat, um euch optisch bei Laune zu halten. Dass dabei alles so organisch und wie aus einem Guss wirkt, ist bloß die blutig-rote Kirsche auf diesem leckeren, dreidimensionalen Panorama-Pancake. Weitläufige Areale hier, ein paar Orte von Interesse dort, wäre die Welt von <strong>Monster Hunter</strong> ein wenig friedlicher, ich würde hier wohnen wollen.</p>
<p>Doch apropos, denn selbstverständlich sind es nicht die unkenden Kröten oder sich in friedfertig zusammengeschlossenen Gruppen und umherstapfenden Herbivoren, die den fünf unterschiedlichen, jederzeit frei erkundbaren Biomen das Vorsichts-Prädikat aufdrücken, sondern die titelgebenden Monster. Von Genre-Urgesteinen wie dem <em>Rathalos</em>, der <em>Rathian</em>, über einen augenscheinlich völlig verrückt gewordenen <em>Anjanath</em>, bis hin zu kreativen Neuzugängen bietet der Kader aus insgesamt 29 Bestien unterschiedlichster Couleur das volle Spektrum aus Ehrfurcht und Jagdfieber. Nichts schreit das Wort Atmosphäre lauter, als ein wütender<em> Rey Dau</em> in einer von zahllosen Blitzen erhellten Diamantenhöhle. Oder ein wütender <em>Uth Duna</em>, der den überfluteten Tropenwald während der Regenzeit in sein persönliches Schwimmbecken verwandelt und ihr völlig unverhofft zu kleinen, hilflosen Forscher-Fischen mutiert. Die Frage nach dem Jäger oder dem Gejagten drängt blitzschnell an die Oberfläche, doch hat zwischen all der kurzweiligen Action nur selten Zeit zum Luftholen.</p>
<blockquote><p><strong>&#8230;während euer eigens erstellter Charakter nun tatsächlich eine vollwertige Vertonung erhalten hat und zusammen mit dem restlichen Cast deutlich gerührt in einen Tenor aus <em>„Oh, nein“</em> und <em>„Wir müssen etwas tun“</em> stimmt.</strong></p></blockquote>
<p>Dazu gesellt sich eine actionreich inszenierte Story aus spannungsgeladenen Sequenzen und vermeintlich bedeutungsschwangeren Dialogen zwischen durchaus sympathischen Charakteren, deren widerhallender Applaus zumindest im Popkornkino Anklang und Bedeutung findet. Kreaturen fliegen durch die Lüfte, bekämpfen einander imposant und stellen eine ernsthafte Bedrohung für diese scheinbar doch so fragile Welt dar, während euer eigens erstellter Charakter nun tatsächlich eine vollwertige Vertonung erhalten hat und zusammen mit dem restlichen Cast deutlich gerührt in einen Tenor aus <em>„Oh, nein“</em> und <em>„Wir müssen etwas tun“</em> stimmt. Mehr Hollywood-hau-drauf als Arthouse-Produktion, trifft die diesmal wirklich ehrgeizig erzählte Geschichte genau diesen Ton aus kompromissloser Action und wahrhaft monstermäßig guter Inszenierung, kann aber kaum darüber hinwegtäuschen, dass es sich inhaltlich hierbei um eine ganz merkwürdige Mischung aus <strong>Jurassic Park</strong>-Anleihen und einem <strong>Isekai</strong>-Narrativ handelt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-382494" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-4.jpg" alt="Monster Hunter Wilds 4 Monster Hunter Wilds im Test - Die (nicht so) Schöne und das Biest" width="1920" height="1080" title="Monster Hunter Wilds 4 Monster Hunter Wilds im Test - Die (nicht so) Schöne und das Biest" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-4.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-4-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-4-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-4-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-4-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-4-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-4-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<h2><strong>Vom Kochen und verschwundenen Hunden</strong></h2>
<p>Spielerisch gibt sich <strong>Monster Hunter Wilds</strong> dagegen äußerst traditionell. Während sich Präsentation und World-Building wie ein konsequent weitergedachter Feinschliff aus <strong>Monster Hunter World</strong> anfühlen, hat sich Entwickler <em>Capcom</em> für das Gameplay vorwiegend beim quasi-Vorgänger <strong>Rise</strong> bedient. Das Bekämpfen der riesigen Bestien fühlt sich somit gewohnt geschmeidig an und macht schlicht süchtig. Bis auf <strong>Elden Ring</strong> und wenige weitere Ausnahmen, besitzt <strong>Monster Hunter</strong> nach wie vor das seltenen Privileg, mich und Millionen anderer SpielerInnen alleine aufgrund des großartigen Gameplays immer wieder vor den Bildschirm zu fesseln. Jeder Kampf ist viel mehr ein Tanz aus nur langsam einstudierten Bewegungen, die sich meinem meterhohen Widersacher mit jedem Schritt anpassen und dank steigender Erfahrung schon bald eine leidenschaftliche Salsa aufs Parkett legen. Das Prinzip dahinter? Immer stärkere Monster erjagen, um sich aus den daraus gewonnenen Teilen neue Ausrüstung zu basteln, um immer stärkere Monster zu erjagen, usw. Ein simpler sowie genialer Kreislauf, der nicht ohne Grund den größten Identitätswert der Reihe darstellt. Brandneue Waffen bleiben dem Arsenal zwar weiterhin fern, dafür dürft ihr nun zwei Hauptwaffen gleichzeitig ausrüsten und nach Lust und Laune zwischen ihnen wechseln. Klingt erstmal beiläufig, führt aber tatsächlich dazu, auch mal ein alternatives Kampfgerät auszuprobieren.</p>
<p>Ach, und kann sich eigentlich noch jemand an die meist lizenzierten Dinosaurier-Spielzeuge der späten 90er-Jahre erinnern? Klar, irgendwie waren die alle richtig cool, doch wer von sich und dem Inhalt seines/ihres Schulranzens etwas halten wollte, kam nicht um die Viecher mit den integrierten Wunden herum. Ob offen getragen oder durch ein herausnehmbares Stück Plastik verdeckt, galt der vermeintliche Kindergarten-Gore als buchstäblich kleines Statement zum Erwachsenwerden. Aus weitaus praktischeren Gründen, dürfen die Kreaturen in <strong>Monster Hunter Wilds</strong> nun auch Verletzungen tragen. Grundsätzlich stellt diese Neuerung eine vereinfachte, visuell zugänglichere Form für Schwachpunkte und das Brechen einzelner Körperteile dar. Schlagt ihr lange genug auf eine Stelle am Körper der jeweiligen Bestie ein, werden im ebenfalls neu hinzugefügten Fokus-Modus Verletzungen sichtbar, die sich mit einem entsprechenden Fokus-Angriff besonders effektvoll und schmerzhaft zerstören lassen, was zusätzlichen Schaden und weitere Material-Boni verspricht.</p>
<blockquote><p><strong>Jeder Kampf ist viel mehr ein Tanz aus nur langsam einstudierten Bewegungen,&#8230;</strong></p></blockquote>
<p>Der aus <strong>Monster Hunter Rise</strong> bekannte <em>Palamute</em> weicht nun dem deutlich flinkeren <em>Seikret</em>-Reittier, das sämtliche Vorteile seines kaltschnäuzigen Vorgängers zu kennen scheint, darüber hinaus aber auch eine zusätzliche Auto-Pilot-Funktion mitbringt und euch automatisch an den Ort eurer Wahl transportiert. Etwa um seltene Mineralien oder andere Rohstoffe auf der jederzeit frei erkundbaren Karte zu sammeln oder um Taxi zum nächsten Monster zu spielen. Doch auch selbst ist der Jäger, so sagt man bekanntlich, weshalb ihr euer stärkendes, mit allerlei Buffs und Boosts versehenes Essen nun eigenständig zubereiten müsst. Scheinbar ist das auf den angestrebten Open World-Charakter des Spiels und die Möglichkeit, Monster jederzeit ohne das vorherige Auswählen einer Quest bekämpfen zu dürfen zurückzuführen, stellt aber genauso wenig ein echtes Problem dar. Eigene Mahlzeiten zaubert ihr nämlich ebenso schnell wie der verschwundene <em>Felyne</em>-Koch und dürft den Ort des Festmahls dabei sogar vollkommen frei bestimmen. Wer sich bereits jetzt ein wenig alleine gelassen fühlt, darf beruhigt aufatmen. Auf Wunsch lassen sich in<strong> Monster Hunter Wilds</strong> nämlich zusätzliche NPC-Mitstreiter herbeirufen, die während der aktiven Quest an eurer Seite kämpfen. Somit seid ihr nicht länger von euren Freunden oder zufälligen SpielerInnen aus aller Welt abhängig und könnt schwierige Auseinandersetzungen trotzdem in Begleitung abschließen, während die neue Online-Struktur eher einen tendenziellen MMO-Ansatz verfolgt, was aber ebenfalls durchaus gelungen wirkt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-382495" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-5.jpg" alt="Monster Hunter Wilds 5 Monster Hunter Wilds im Test - Die (nicht so) Schöne und das Biest" width="1920" height="1080" title="Monster Hunter Wilds 5 Monster Hunter Wilds im Test - Die (nicht so) Schöne und das Biest" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-5.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-5-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-5-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-5-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-5-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-5-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-5-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<p><strong>Tja, klingt doch alles wunderbar und nach dem besten Monster Hunter, das es jemals gab. Oder etwa nicht?</strong> Naja, Moment mal, denn so ambitioniert und zugänglich der neueste Ableger erscheinen mag, so sehr kehrt er seinen Ursprüngen und langjährigen Fans auch den von Stacheln bewachsenen Rücken.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-382492" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-2.jpg" alt="Monster Hunter Wilds 2 Monster Hunter Wilds im Test - Die (nicht so) Schöne und das Biest" width="1920" height="1080" title="Monster Hunter Wilds 2 Monster Hunter Wilds im Test - Die (nicht so) Schöne und das Biest" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-2.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-2-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-2-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-2-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-2-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-2-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-2-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<h2><strong>Komm doch her, großer Bär</strong></h2>
<p>Es mag ein Phänomen sein, das sich nur durch Subjektivität und Voreingenommenheit erklären lässt, doch zumindest gefühlt ist <strong>Monster Hunter Wilds</strong> das bislang einfachste <strong>Monster Hunter</strong> überhaupt. Ein perfekter Einstieg für Neulinge, aber kaum eine weiterentwickelte Iteration für Fans der ersten Stunde. Selbstredend greifen die hier immer noch bedenkenlos zu, schließlich bleibt das Kerngameplay über jeden Zweifel erhaben. Doch irgendwie drängt sich mir der Gedanke auf, dass die Reihe langsam, dafür umso bewusster und kontinuierlich eine zugänglichere Form annimmt und ihren teils frustrierend hohen Anspruch auf Kommando verlieren soll. Warum? Weil es eben nicht länger darum geht, eine Arbeit mit Leidenschaft zu versehen und sich darüber zu freuen, wenn es bei Veröffentlichung ein paar wenige Menschen interessiert, die daraus den nächsten Geheimtipp spinnen, sondern um ein Produkt. Um Zahlen, um Gewinne. Um große Interessen und den bestmöglichen Absatz. Ob man den mit der klassischen Formel der Reihe heute noch generieren könnte, bleibt ohnehin eher fraglich.</p>
<blockquote><p>&#8230;der mir von <em>„Das Leben findet einen Weg“</em> bis hin zu künstlich erschaffenen Monstern ein absolut schräges Worst of des gesamten <strong>Jurassic Park</strong>-Franchise präsentiert.</p></blockquote>
<p>Das trifft leider auch auf die Kinoreife Inszenierung zu, denn nach der hat schlicht niemand gefragt. Hübsch und kurzweilig lassen sich die Clips ja anschauen, doch wirken sie reichlich Fehl am Platz in einer Reihe, die sich den Begriff Kerngameplay derart unverkennbar auf die Brust geschrieben hat und durch ihre schnörkellose Pragmatik eigentlich stets begeistern konnte. Stumme Charaktere und ein schmückendes Beiwerk aus irgendeiner austauschbaren, nicht unbedingt näher definierten Bedrohung als Narrativ, das ist <strong>Monster Hunter</strong>. Umso erstaunlicher, dass sich unter dem Effektgewitter von <strong>Wilds</strong> eben genau diese Belanglosigkeit wiederfindet. <em>Natas</em> Suche nach seiner verlorenen Heimat ist keine unvergessliche Reise nach <em>Mordor</em>, sondern ein intellektueller Kurztrip, der hilflos wirkende Versuch, dem eigentlich so interessanten Setting einer bislang unentdeckten Welt dramaturgischen Ausdruck zu verleihen. Währenddessen erlebe ich einen Plot, der mir zwischen <em>„Das Leben findet einen Weg“</em> und künstlich erschaffenen Monstern ein absolut schräges Worst of des gesamten <strong>Jurassic Park</strong>-Franchise präsentiert. Charaktere reden ununterbrochen, aber sagen praktisch nichts. Versteht mich nicht falsch, innerhalb seiner Popkornkino-artigen Inszenierung funktioniert das einigermaßen gut, doch dass hierfür scheinbar derart viele Ressourcen ver(sch)wendet wurden und offensichtlich genau deshalb die Riege an Monstern verhältnismäßig klein ausfällt, fühlt sich an wie vergossene (<em>Wyvern</em>-)Milch.</p>
<p>Und ja, <strong>29 Monster</strong>, das klingt erstmal nach viel, doch im Vergleich mit <strong>Rise</strong>, fällt der Kader in <strong>Monster Hunter Wilds</strong> überraschend klein aus. Zumal gleich drei Varianten auf das Flagship-Monster <em>Arkvelt</em> fallen und sich viele Designs einfach zu sehr ähneln. Neuzugang <em>Doshaguma</em>, ein riesiger, oft im Rudel umherziehender Riesen-Bär, verfügt ebenfalls über zwei sich deutlich ähnelnde Versionen, während <em>Rathalos</em>, <em>Rathian</em> und <em>Wächter-Rathalos</em> nun auch keinen Innovationspreis in der Kategorie Design gewinnen. Gefühlt finden sich hier lediglich 15 wirklich diverse Bestien, wobei sich das Artdesign vorwiegend eher gewöhnungsbedürftig zwischen den düster-fantastischen Grautönen eines <strong>Resident Evil</strong> bewegt, anstatt optisch auf den bislang vertrauten Urzeit-Ruf der Wildnis zu setzen. Ich meine, wir haben jetzt ein Monster, das einem Pestdoktor nachempfunden ist&#8230;Zu allem Überfluss, fallen die Viecher um wie die Fliegen. Seid ihr einmal im Flow oder habt online eine gut funktionierende Gruppe parat, malträtiert ihr jedes noch so gefährliche Biest, ohne dass dieses vor seinem Ableben auch nur einmal auf die Beine kommt. Eine gewisse Portion Herausforderung mag ich <strong>Monster Hunter Wilds</strong> zwar weiterhin nicht absprechen, doch fehlt es offensichtlich an einer ernstzunehmenden Balance im allgemeinen Schwierigkeitsgrad. Ich spreche hier auch gar nicht von Zugänglichkeit, die ist schließlich immer willkommen. Nein, <strong>Monster Hunter Wilds</strong> ist schlicht zu einfach. Selbst die größten, faktischen Bedrohung im Spiel, nämlich <em>Arkvelt</em> und Urgestein <em>Gore Magala</em>, bringen mich kaum dazu, meine Ausrüstung auf ihren möglichen Maximalwert zu steigern. Elementarschwächen und die Sorge vor Statuseffekten lasse ich dabei mal völlig außen vor, denn vor denen muss ich mich hier gar nicht so sehr fürchten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-382497" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-7.jpg" alt="Monster Hunter Wilds 7 Monster Hunter Wilds im Test - Die (nicht so) Schöne und das Biest" width="1920" height="1080" title="Monster Hunter Wilds 7 Monster Hunter Wilds im Test - Die (nicht so) Schöne und das Biest" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-7.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-7-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-7-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-7-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-7-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-7-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-7-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<h2><strong>Die Open World &#8211; Wilder Tiger oder handzahmes Kätzchen?<br />
</strong></h2>
<p>Wenn nach <strong>knapp 16 Stunden</strong> die Kampagne als abgehakt gilt und sich eigentlich Freude auf das Endgame ausbreiten sollte, bleibt gar nicht mehr so viel übrig, für das ich meine Zeit tatsächlich aufopfern möchte. Auf der Suche nach der ultimativen Challenge, stolpere ich bloß wieder über das Flagship-Monster und den düsteren <em>Gore Magala</em>, was selbst im Rahmen der angedachten, ständigen Wiederholung irgendwann zur Farce wird und nur noch annähernd daran erinnert, wie viel Zeit meines Lebens ein jeder Ableger der Reihe bislang <a href="https://games-mag.de/2025/03/11/who-you-gonna-call-urban-myth-dissolution-center-im-test/" target="_blank" rel="noopener">verschlingen</a> konnte – vom Spiel durch langlebige Inhalte ausgelöst oder intrinsisch motiviert. Was am Ende bleibt, ist bloß noch die ungemein nervtötende Jagd nach den Goldkronen, die durch ein paar Kniffe merkbar vereinfacht wurde, im Kern aber weiterhin jenen sadistischen Seelen vorbehalten bleibt, die mit jedem neuen <strong>Pokémon</strong> auch den kompletten <em>Pokédex</em> füllen. In meinen gut 60 Gesamtstunden mit dem Titel stecken sämtliche Nebenquests, die Kampagne, ein Großteil ebenjener Kronenjagd, hunderte erjagte Monster, eine beachtliche Anzahl gemütlich gefangener Fische und der Austausch mit der durch das neue Lobby-System wunderbar integrierten Community. <strong>Aber eben leider keine Drachen-Ältesten, kein G-Rank oder ähnliches.</strong> Sogar bislang extrem seltenes Crafting-Material erscheint nun deutlich häufiger und lässt sich stellenweise sogar vorhersagen, da manche Monster mit einer bestimmten Liste an garantierten Items auf der Karte erscheinen. So lässt sich zwar viel Mühe sparen, doch entzaubert es auch den ursprünglichen Gedanken der Reihe, wie ein Wahnsinniger für ein bestimmtes Herstellungsobjekt zu grinden.</p>
<p>Und da wir hier schon von Entzauberung sprechen, kann ich der Spielwelt ihre gelungene Ästhetik zwar nicht absprechen, aber guten Gewissens verraten, dass die verheißungsvolle Tagline <strong>Wilds</strong> nur wenig mit der eigentlichen Spielerfahrung gemein hat. Ja, das erste Gebiet, eine Mischung aus Sandwüste und Steppe kommt überraschend weitläufig daher und bietet einige große Areale, doch grundsätzlich bleibt das alles bloß fadenscheinige Augenwischerei. Denn auch <strong>Monster Hunter Wilds</strong> bietet prinzipiell dasselbe schlauchartige Leveldesign wie ihr es bereits aus <strong>World</strong> und <strong>Rise</strong> kennt. Optisch und in Sachen Volumen legt dieser Ableger zwar noch eine ganze Schippe obendrauf, aber letztendlich nur, um lediglich den Eindruck von Größe und neu gewonnener Freiheit zu vermitteln. Selbst die verschwundenen Ladezeiten und die nun vollständig zusammenhängende Spielwelt funktionieren nur dank des obligatorischen Tricks der Verwendung von kargen Röhrenabschnitten, die ihr vor jedem neuen Biom durchschreiten müsst und als Ersatz für den klassischen Ladebildschirm dienen.</p>
<p>Ohnehin scheint sich <em>Capcom</em> mit dem Einsatz der hauseigenen <em><strong>RE Engine</strong></em> ein wenig übernommen zu haben, denn die versprochene Pracht erstickt viel zu häufig im matschigen Texturen-Brei oder leidet unter einer auffällig geringen Bildwiederholungsrate. Im angedachten Performance-Modus und meiner buchstäblichen Qual der Wahl erreicht das Geschehen auf dem Bildschirm nur äußerst selten die angepeilten 60 Bilder pro Sekunde, während ich mich hinsichtlich der Auflösung ernsthaft frage, ob ich hier wirklich auf einer <em>Xbox Series X</em> oder vielleicht doch der <em>Nintendo Switch</em> spiele. Schade, denn für Fans hierzulande ist diesmal sogar eine komplette Lokalisierung mit an Bord, die eine deutsche Sprachausgabe mit ebenso deutschen Bildschirmtexten und Untertiteln kombiniert. Der Sound verwöhnt die Ohren nach wie vor, wobei die Reihe mir bereits stimmungsvollere Orchestor-Kompositionen aus den Lautsprechern zaubern konnte. Das ikonische Proof of the Hero aus Monster Hunter Wilds zähle ich sogar zu den bislang schlechtesten Versionen des allseits beliebten Themes, wobei das allgemeine Sounddesign weiterhin stimmig bleibt und den vorwiegend aufreibenden Momenten den richtigen Klang verpasst.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-382493" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-3.jpg" alt="Monster Hunter Wilds 3 Monster Hunter Wilds im Test - Die (nicht so) Schöne und das Biest" width="1920" height="1080" title="Monster Hunter Wilds 3 Monster Hunter Wilds im Test - Die (nicht so) Schöne und das Biest" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-3.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-3-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-3-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-3-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-3-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-3-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Monster-Hunter-Wilds-3-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<hr />
<p><em>Monster Hunter Wilds ist seit dem 28. Februar 2025 für den PC via Steam, die Xbox Series X/S und Playstation 5 verfügbar. Die Standardversion kostet euch den Vollpreis von knapp 79,99€, wobei ihr auch zu zwei weiteren Deluxe-Editionen greifen könnt, die ein paar digitale Kosmetik-Extras versprechen und mit bis zu 119,99€ zu Buche schlagen.</em></p>
<p><em>Für diesen Testartikel von Monster Hunter Wilds auf der Xbox Series X, wurde uns freundlicherweise ein Reviewcode vom Publisher Capcom zur Verfügung gestellt. Screenshots stammen wie üblich aus dem offiziellen Presse-Kit.</em></p>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://youtu.be/a_wNFT4j6qI?si=UuBw9FtzfHZmY_MO" title="Monster Hunter Wilds - Launch Trailer" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/a_wNFT4j6qI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<hr />
<h2><strong>Fazit – Score: 7.5/10</strong></h2>
<p>Während das Kerngameplay über jeden Zweifel erhaben bleibt und dank vieler Verbesserungen im Detail nun noch flüssiger von der Hand geht und schlicht enormen Spaß macht, wandelt <strong>Monster Hunter Wilds</strong> für sein unnötig ausladendes Narrativ und die leicht fadenscheinige Spielwelt auf seltsamen Pfaden. Dass ein durchdachtes, bis an die 100 Stunden motivierendes Endgame scheinbar zulasten einer groß angelegten Story und dem Augenwischerei-Bombast der unterschiedlichen Biome weichen musste, macht mich bestenfalls betroffen. Über das auffällige Recycling der eigentlich so tollen Kreaturen und ihren geringen spielerischen Anspruch stolpere ich viel zu früh und auch die Technik verpasst der immersiven Erfahrung ein paar erhebliche Schnitzer. <strong>Monster Hunter Wilds</strong> ist ein Titel, der neue SpielerInnen freudestrahlend begrüßt, bleibt aber selbst für langjährige Fans der Titel to go in diesem Jahr. Nur leider werde ich das Gefühl nicht los, dass man sich hier absichtlich einer modernen, westlich geprägten Spielerschaft anbiedert, um sich gänzlich aus dem Nischen-Dasein zu befreien und mit den ganz großen Kandidaten der Branche mithalten zu können. Schade, denn für viele wird <strong>Monster Hunter</strong> die Reihe bleiben, an der man sich die Zähne auszubeißen hat, sich seine Sporen erst verdienen muss. Ein nerdiges Universum aus Ausrüstungsgegenständen, Zahlen und Werten. Nur eben kein vereinfachtes Produkt für die Massen.</p>
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		<title>Urban Myth Dissolution Center im Test &#8211; Who you gonna call?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Mar 2025 17:16:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spiele-Tests]]></category>
		<category><![CDATA[Nintendo Switch]]></category>
		<category><![CDATA[PC]]></category>
		<category><![CDATA[Playstation 5]]></category>
		<category><![CDATA[Adventure]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Junji Ito]]></category>
		<category><![CDATA[Novel]]></category>
		<category><![CDATA[Playstation]]></category>
		<category><![CDATA[Review Deutsch]]></category>
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		<category><![CDATA[Urban Myth Dissolution Center]]></category>
		<category><![CDATA[Visual Novel]]></category>
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					<description><![CDATA[Urban Myth Dissolution Center verspricht Spannung der Extraklasse und entführt euch in die Welt urbaner Legenden, Verschwörungen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1>Urban Myth Dissolution Center verspricht Spannung der Extraklasse und entführt euch in die Welt urbaner Legenden, Verschwörungen und übernatürlicher Ereignisse. Ein Liebesbrief an Fans des guten Horrors oder doch bloß Schauer-Roman? Grusel-Wusel auf der <em>Nintendo Switch</em>: Unser Test zum Mystery-Detektiv-Abenteuer.</h1>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-382459" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Urban-Myth-Dissolution-Center-5.jpg" alt="Urban Myth Dissolution Center 5 Urban Myth Dissolution Center im Test - Who you gonna call?" width="1280" height="720" title="Urban Myth Dissolution Center 5 Urban Myth Dissolution Center im Test - Who you gonna call?" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Urban-Myth-Dissolution-Center-5.jpg 1280w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Urban-Myth-Dissolution-Center-5-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Urban-Myth-Dissolution-Center-5-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Urban-Myth-Dissolution-Center-5-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Urban-Myth-Dissolution-Center-5-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Urban-Myth-Dissolution-Center-5-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></p>
<h2><strong>Jungfrau in Nöten</strong></h2>
<p>Japan, irgendwo in Tokio. Eine junge Studentin bemerkt seltsame Visionen an sich und sucht dringend Hilfe. Doch an wen wendet man sich in diesen modernen Zeiten eigentlich, wenn in der Nachbarschaft seltsame Dinge geschehen? An die <strong>Ghostbusters</strong>? Wohl kaum, denn die haben längst ausgedient. Viel wahrscheinlicher ist es doch, dass ihr paranormale Phänomene direkt in den sozialen Netzwerken teilt, während Verschwörungstheoretiker und fanatische Anhänger urbaner Legenden munter mitdiskutieren.</p>
<p>Und genau hier setzt <strong>Urban Myth Dissolution Center</strong> an. Die geheimnisvolle Organisation hat es sich nämlich längst zur Aufgabe gemacht, übernatürlichen Ereignissen auf die Schliche zu kommen und die befallenen Opfer von ihrem Leid zu befreien. So auch Protagonistin <em>Azami</em>, die als vermeintliche Klientin, von merkwürdigen Visionen geplagt, verzweifelt die Anti-Spuk-Agentur aufsucht. Dabei stellt sich allerdings schnell heraus, dass die noch junge Studentin tatsächlich über eine wertvolle Gabe verfügt und plötzlich mitten im schaurig-schönen Sumpf aus Anomalien und andersweltlichen Kreaturen steckt. Eher unfreiwillig, dafür umso humoristisch-charmanter präsentiert, wird <em>Azami</em> schlagartig zum festen Bestandteil der noch kleinen Gruppe und muss ihren ersten, dazu äußerst persönlichen Fall lösen. Ausgerechnet Uni-Freundin <em>Mio</em> sieht sich von einer beunruhigend wirkenden Gestalt im Kapuzenpullover bedroht und buchstäblich heimgesucht. Sich im eigenen Apartment zu verriegeln hilft nur wenig, schließlich kriecht die menschliche Gestalt jede Nacht unter ihrem Bett hervor&#8230;Doch wer steckt dahinter und warum verteilt das Wesen plötzlich Blut in der Wohnung? Und weshalb wird in sämtlichen sozialen Medien über den Fall und seine Beteiligten negativ berichtet? Handelt es sich bei der Erscheinung um einen echten Geist oder steckt hier doch bloß ein arglistiger Mensch hinter all dem Terror? <em>Jonathan Frakes</em> wird euch bei der Beantwortung dieser Fragen jedenfalls nicht helfen&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>&#8230;wo Grusel-Legende <em>Junji Ito</em> und bereits erfolgreich inspirierte Werke wie World of Horror und Paranormasight auf einen bittersüßen Blutmond aus menschlichen Abgründen und markerschütternden Bewegtbildern fantastischer Modern-Folklore zureiten.</strong></p></blockquote>
<p>Die geradlinig erzählte Story überzeugt dank spannender Wendungen und starkem Writing, während vor allem der sympathische und nachvollziehbar agierende Cast wie ein Stern am Himmel erstrahlt. Vom Klischee-befleckten Schulmädchen-Outfit mental befreit, tauscht <strong>Urban Myth Dissolution Center</strong> den sonst so üblichen Japan-Jank aus albernen Kichereien und toxischen Sticheleien gegen eine authentische Charakterentwicklung und die ernsthafte, spürbar reife Behandlung echter Thematiken aus, was dem Narrativ sowie der grundsätzlichen Substanz des Titels merklich zugute kommt. Anstatt in ihrer Opferrolle zu verharren, wächst <em>Azami</em> im Laufe der Handlung zu einem selbstbewussten und wertvollen Mitglied der Gruppe heran, wodurch sich ganz nebenbei ein wunderbar feministischer Ansatz ergibt. Der Horror bleibt sich treu und dem Ruhepuls der beste Feind, während viele Themen genauso nachdenklich stimmen und ein nicht zu verachtender Humor trotz allem zentraler Bestandteil einer dramaturgisch spannungsgeladenen Geschichte bleibt – <strong>toll!</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-382457" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Urban-Myth-Dissolution-Center-3.jpg" alt="Urban Myth Dissolution Center 3 Urban Myth Dissolution Center im Test - Who you gonna call?" width="1280" height="720" title="Urban Myth Dissolution Center 3 Urban Myth Dissolution Center im Test - Who you gonna call?" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Urban-Myth-Dissolution-Center-3.jpg 1280w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Urban-Myth-Dissolution-Center-3-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Urban-Myth-Dissolution-Center-3-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Urban-Myth-Dissolution-Center-3-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Urban-Myth-Dissolution-Center-3-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Urban-Myth-Dissolution-Center-3-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></p>
<h2><strong>Entspanntes Gruseln</strong></h2>
<p>Für sein eher entspanntes Gameplay bedient sich <strong>Urban Myth Dissolution Center</strong> am klassischen Adventure-Modell – allerdings mit ein paar gelungenen Twists. Während das obligatorische Abklappern unterschiedlicher Tatorte nach Beweisstücken, neuen Informationen und zahlreichen Dialogen wohl zu den vertrauten Mechaniken im Genre gehört, wird es bei der Zusammenfassung erhaltener Hinweise schon deutlich aufregender. Hier zieht ihre eure Schlüsse nämlich aus einer vielfältigen Reihe vorgegebener Satzbausteine. Meist müsst ihr also ordentlich aufpassen und mitdenken, anstatt euch permanent auf ein herkömmliches Multiple-Choice-System zu verlassen. Das findet zwar ebenfalls Verwendung, kommt aber eher selten zum Einsatz. Panik braucht ihr, zumindest vorm spielerischen Aspekt des Titels, auch nicht zu haben, denn Fehler im Satzbau werden individuell hervorgehoben, weshalb sich eine Lösung auch Schritt für Schritt erarbeiten lässt. Trotzdem fühlt es sich ungemein befriedigend an, wenn ihr die korrekte Schlussfolgerung selbstständig und ohne weitere Hilfe erreicht.</p>
<blockquote><p><strong>&#8230;deren schaurig-schöne, fast schon psychedelisch anmutende Präsentation Fans des aktuellen japanischen Horror-Zeitgeists restlos begeistern dürfte.</strong></p></blockquote>
<p>Im Prinzip erlebt ihr das wie eine Mischung aus <strong>The Case/Rise of the Golden Idol</strong> und der traditionsreichen Anwaltssimulation <strong>Ace Attorney</strong>. Fans finden sich hier jedenfalls schnell zurecht. Apropos, denn solltet ihr am aktuellen Ort des Geschehens nicht weiter fündig werden, lohnt sich eventuell ein bewusstseinserweiternder Blick durch <em>Azamis</em> neu erworbene Brille. Die mit ein paar besonderen Extras ausgestattete Seehilfe erweitert das visuelle Talent der Hauptdarstellerin um hellseherische Fähigkeiten, die sie in die unbeobachteten Momente der Vergangenheit blicken lassen. Sogar soziale Medien spielen bei der Aufklärung der einzelnen Fälle und einem alles umspannenden Plot eine zentrale Rolle. Akribisch durchforstet ihr Posts mit Bezug zum aktuellen Mysterium und findet dabei wertvolle Hinweise, neue Stichwörter zum Weiterknobeln oder alternative Notfälle der besonderen Art in den realitätsgetreuen Kommentarspalten. Von Hass und Häme, über eingeschränkte Meinungsbilder und dem ausgeprägten Wunsch, selbst die meiste Beachtung finden zu wollen, ist auf diesen Seiten alles zu finden, was wir auch in der echten Welt und den sozialen Medien verorten würden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-382460" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Urban-Myth-Dissolution-Center-6.jpg" alt="Urban Myth Dissolution Center 6 Urban Myth Dissolution Center im Test - Who you gonna call?" width="1280" height="720" title="Urban Myth Dissolution Center 6 Urban Myth Dissolution Center im Test - Who you gonna call?" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Urban-Myth-Dissolution-Center-6.jpg 1280w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Urban-Myth-Dissolution-Center-6-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Urban-Myth-Dissolution-Center-6-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Urban-Myth-Dissolution-Center-6-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Urban-Myth-Dissolution-Center-6-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Urban-Myth-Dissolution-Center-6-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></p>
<h2><strong>Junji Ito würde vor Freude weinen</strong></h2>
<p>Ist das jetzt noch Gameplay-Element oder schon Gesellschaftskritik? Naja, irgendwie beides, denn die Suche nach vereinzelt hilfreichen Aussagen, gestaltet sich schnell als Puzzle-artige Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Für Menschen mit regelrechter Phobie vor Social Media und Co. kann ich übrigens Entwarnung geben, schließlich biedert sich die multimediale Detektivarbeit nicht als postmodernes Stilmittel an, um ja alle Zielgruppen abzugreifen, sondern bringt dadurch einen völlig neuen Ansatz und zusätzlichen Spielspaß in den ohnehin vollgestopften Investigativ-Alltag. Vorausgesetzt jedoch, ihr steht der eher unaufgeregten Natur des Titels aufgeschlossen gegenüber. Jenseits seiner Atmosphäre und des unheilvollen Settings, bleibt <strong>Urban Myth Dissolution Center</strong> nämlich eine eher zwanglose, übrigens knapp 14-stündige Einzelspieler-Erfahrung, die sich Genre-mäßig irgendwo zwischen Adventure und Visual Novel ein wohlverdientes Zuhause sucht. Zugegeben, viel abwechslungsreicher wird es nicht, im Prinzip stellt euch der Titel vor die ewig gleichen Aufgaben und Bildschirm-Kommandos, was ich aber gerne unter dem Zusatzprädikat Geschmackssache verbuche und weder abstrafen noch besonders positiv hervorheben möchte.</p>
<p>So viel zumindest zu den Fakten, denn atmosphärisch kann <strong>Urban Myth Dissolution Center</strong> richtiges Horror-Feeling vermitteln. Die Art Direction trifft sich genau dort, wo Grusel-Legende <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Junji_It%C5%8D" target="_blank" rel="noopener"><em>Junji Ito</em></a> und bereits erfolgreich inspirierte Werke wie <strong>World of Horror</strong> und <a href="https://games-mag.de/2023/03/16/paranormasight-the-seven-mysteries-of-honjo-im-test-erschreckend-gut/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Paranormasight</strong></a> auf einen bittersüßen Blutmond aus menschlichen Abgründen und markerschütternden Bewegtbildern fantastischer Modern-Folklore zureiten. Einmal mehr schafft es ein eher simpel gehaltener Pixel-Stil nebst verstörendem Ambient-Sound zum Gruseln, die Immersion hochwertiger Produktionen zu erreichen und seine eigenen Werte dabei auf ein völlig eigenständiges Niveau aus Qualität und der Wertschätzung meiner eigenen Zeit zu heben.</p>
<p>Zudem wurde der Titel in über 13 Sprachen übersetzt und bietet somit auch eine komplette deutsche Lokalisierung. Die hier getestete Version für die <em>Nintendo Switch</em> bietet sogar vollen Touchscreen-Support und keinerlei Leistungseinbußen gegenüber den großen Konsolen oder dem PC. Ganz im Gegenteil, mobil spielt sich solch ein Titel doch gleich viel besser, wobei <strong>Urban Myth Dissolution Center</strong> ebenfalls verifiziert für das <em>Steam Deck</em> erscheint. Nur, dass ich nicht selbstständig speichern darf und auch nicht einsehen kann, wann das Spiel zuletzt gespeichert hat, das schockt mich dann schon ein bisschen&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-382456" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Urban-Myth-Dissolution-Center-2.jpg" alt="Urban Myth Dissolution Center 2 Urban Myth Dissolution Center im Test - Who you gonna call?" width="1280" height="720" title="Urban Myth Dissolution Center 2 Urban Myth Dissolution Center im Test - Who you gonna call?" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Urban-Myth-Dissolution-Center-2.jpg 1280w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Urban-Myth-Dissolution-Center-2-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Urban-Myth-Dissolution-Center-2-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Urban-Myth-Dissolution-Center-2-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Urban-Myth-Dissolution-Center-2-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/03/Urban-Myth-Dissolution-Center-2-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></p>
<hr />
<p><em>Urban Myth Dissolution Center ist seit dem 12. Februar 2025 für die Nintendo Switch, den PC via Steam und die Playstation verfügbar und schlägt derzeit ausschließlich digital mit 17,49€ zu Buche.</em></p>
<p><em>Für diesen Test von Urban Myth Dissolution Center wurde uns freundlicherweise ein Testmuster für die Nintendo Switch-Version des Spiels vom Publisher Shueisha Games zur Verfügung gestellt. Screenshots stammen wie üblich aus dem offiziellen Presse-Kit.</em></p>
<hr />
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=zUy6Q7f9zyg" title="Urban Myth Dissolution Center - Launch Trailer | PS5 Games" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/zUy6Q7f9zyg?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<h2><strong>Fazit – Score: 9/10</strong></h2>
<p>Licht aus, die Bettdecke bis ans Kinn gezogen – dann spielt <strong>Urban Myth Dissolution Center</strong> seine vollen Stärken aus und nimmt euch mit auf eine spannend, aber mindestens genauso humorvoll erzählte Geschichte aus modernen Mythen und der menschlichen Psyche, deren schaurig-schöne, fast schon psychedelisch anmutende Präsentation Fans des aktuellen japanischen Horror-Zeitgeists restlos begeistern dürfte. Auch spielerisch gibt es ausschließlich Lob, denn das gelungene Grundgerüst aus zahlreichen Adventure-Elementen sowie interessanten Ideen und eigener Identität, lockt SpielerInnen dank durchdachter Logikrätsel und einer Dialog-lastigen Struktur wie der Rattenfänger von Hameln. Horror-Großmeister <em>Junji Ito</em> würde applaudieren.</p>
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		<title>Warriors: Abyss im Test &#8211; Graf Zahl an die Front!</title>
		<link>https://games-mag.de/2025/02/27/warriors-abyss-im-test-graf-zahl-an-die-front/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Feb 2025 02:05:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spiele-Tests]]></category>
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					<description><![CDATA[Stilbruch auf dem Schlachtfeld! Warriors: Abyss will Roguelite und Musou zugleich sein und lädt dafür sogar Graf&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Stilbruch auf dem Schlachtfeld! Warriors: Abyss will Roguelite und Musou zugleich sein und lädt dafür sogar Graf Zahl in die Hölle ein. Von <em>Manymies</em> und <em>1 million troops</em>, unser Test zum gewagten Spin-Off auf der <em>Xbox Series X</em>.</h2>
<h2><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-382420" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-2.jpg" alt="Warriors Abyss 2 Warriors: Abyss im Test - Graf Zahl an die Front!" width="1600" height="900" title="Warriors Abyss 2 Warriors: Abyss im Test - Graf Zahl an die Front!" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-2.jpg 1600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-2-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-2-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-2-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-2-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-2-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-2-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /><strong>Tradition trifft auf Moderne</strong></h2>
<p>Auf dem Bildschirm tobt ein buntes Meer aus Blitzen, riesige Feuerbälle fliegen umher und streifen dabei einen niederprasselnden Eisregen. Mittendrin erfriert, explodiert und navigiert eine in ihrer Anzahl schier endlos wirkende Armee aus feindlichen Truppen dem digitalen Ableben stilvoll entgegen. Überall tauchen Zahlen auf, die sich über der wilden Schlacht grenzenlos zu summieren scheinen, bis eine mysteriöse Formation am Boden aufleuchtet und dem psychedelisch-farbenfrohen Treiben mit einem grellen, alles vernichtenden Lichtstrahl ein Ende bereitet. Irgendwo dazwischen stehe ich. Kaum mehr erkennbar als winzige Figur inmitten der optischen Opulenz, aber dennoch heldenhaft und scheinbar eine Runde weiter&#8230;</p>
<p>Ja, mit <strong>Warriors: Abyss</strong> lehnt sich Entwicklerstudio <em>Koei Tecmo</em> in Zusammenarbeit mit <em>Omega Force</em> gar nicht allzu weit aus dem Fenster und bleibt der unter Fans beliebten Musou-Formel treu. Klassisches Hack-and-Slash-Gameplay trifft hier erneut auf Tausend Mann starke Truppen feindlicher Soldaten und einen ebenbürtigen Kader aus über 100 Helden. Allerdings gibt es diesmal einen kleinen Twist, denn erstmals verschreibt sich ein Titel im traditionsreichen Franchise dem Roguelite-Genre; und schmeißt darüber hinaus sogar historisches Setting und die obligatorische Kameraperspektive über Bord. Stattdessen geht es nun in ungewohnter, dafür durchaus übersichtlicher Iso-Ansicht ins Reich der Hölle. Zugegeben, die Geschichte um den Herrscher der Unterwelt <em>Enma</em> und ein antikes Wesen namens <em>Gouma</em> lässt sich maximal als schmückendes Beiwerk bezeichnen &#8211; ein vollwertiges und spannend erzähltes Narrativ sucht ihr hier vergebens. Das wirkt zwar, in Hinblick auf Genre-Konkurrent <a href="https://games-mag.de/2022/12/10/hades-ii-ankuendigungs-trailer/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Hades</strong></a>, ziemlich aus der Zeit gefallen, aber gibt gleichzeitig auch den Weg auf die schnörkellose Action frei – und um die geht es hier ja schließlich, oder?</p>
<blockquote><p><strong>Was zu Beginn wie die Verwirrungstaktik eines jeden durchschnittlichen Mobile Games wirkt, entziffert sich schon bald zur komplexen Mathematik&#8230;</strong></p></blockquote>
<p>Tatsächlich steht euer eigenes kämpferisches Können während der ausladenden Schlachten eher im Hintergrund. Logisch, ob schneller oder aufgeladener Angriff, Kombo, Ausweichmanöver oder Bildschirmfüllende Musou-Technik, <strong>Warriors: Abyss</strong> bleibt eine Hack &#8217;n&#8216; Slash-Erfahrung, in der ihr eure Aktionen aktiv und meist blitzschnell abschätzen müsst. Und dennoch, zur großen Überraschung sind es vor allem Ziffern und Zahlen, die im spontan veröffentlichten Spin-off über Sieg oder Niederlage bestimmen. Während sich jeder Run als Wettrüsten gegen die stetig wachsende und stärker werdende Armee untoter Krieger entpuppt, wartet die Unterwelt mit insgesamt vier optisch leicht unterschiedlich gestalteten Gebieten auf. Visuell wenig beeindruckend, aber immerhin zweckmäßig, schnetzelt ihr euch pro Biom durch jeweils acht kurzweilige Phasen, an deren Ende ein dicker Bossgegner wartet, und nutzt diese Zeit, um den Helden eurer Wahl effektiv aufzumotzen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-382424" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-6.jpg" alt="Warriors Abyss 6 Warriors: Abyss im Test - Graf Zahl an die Front!" width="1600" height="900" title="Warriors Abyss 6 Warriors: Abyss im Test - Graf Zahl an die Front!" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-6.jpg 1600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-6-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-6-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-6-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-6-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-6-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-6-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></p>
<h2><strong>Musou nach Zahlen</strong></h2>
<p>Nach jeder erfolgreich abgeschlossenen Kampf-Phase, also der Eliminierung einer bestimmten Anzahl Gegner, wechselt der Titel automatisch in die Upgrade-Phase und es erscheint der sogenannte <em>Kristallschössling </em>auf dem isometrisch dargestellten Schlachtfeld. Der wundersame Baum aus reinen Kristallen belohnt euch mit der Rekrutierung eines zusätzlichen Helden, der fortan während bestimmter Kombinationsangriffe erscheint und dank flächendeckendem Elementarschaden gehörig austeilt. Doch auch weitere Boni, zusätzliche Effekte und das Steigern von Attributen lassen sich durch diese Bündnisse aktivieren. Bis zu sechs dieser aktiven Verbindungen dürft ihr gleichzeitig eingehen und damit auch die besonders verheerende Zusammenkunft auslösen, während der sämtliche Helden gleichzeitig das Schlachtfeld betreten und abhängig ihres Elements und sonstiger Buffs millionenfachen Schaden anrichten – und eben jenes anfangs beschriebene Spektakel in Gang bringen. Ganz schön brachial, doch eine dezent taktische Komponente vergisst auch <strong>Warriors: Abyss</strong> nicht. Bestenfalls stellt ihr die Helden der Wahl in einer für euren Spielstil strategisch klugen Formation auf und löst damit zusätzliche Boni aus. Wer sich beispielsweise vorwiegend für einen Kader aus Charakteren mit dem Eis-Emblem entschieden hat, erhält mit dem passenden Formationssymbol auch einen automatischen Boost auf die allgemeine Angriffsstärke.</p>
<blockquote><p><strong>&#8230;Tak Fujii [&#8230;] der in einem nicht enden wollenden Monolog über „<em>1 million troops</em>“ sinniert&#8230;</strong></p></blockquote>
<p>Zum selbstständigen Experimentieren seid ihr herzlich eingeladen, da sich das Zahlen-Wirrwarr anfänglich aber als ziemlich überfordernd entpuppen kann, dürft ihr euren Kader auch ganz einfach automatisch einer bestimmten Formation zuweisen. An oberster Stelle steht dabei stets die Gesamt-Kampfkraft, die sich aus unzähligen, miteinander verwobenen Werten summiert und eure Chancen in der Unterwelt zuverlässig darstellt. Letztendlich greift hier jede noch so kleine Ziffer ineinander und gibt euch damit die Möglichkeit, in einen überraschend individuellen Charakter-Built zu investieren. Allerdings ausschließlich temporär, denn damit noch genügend Roguelite ins Musou-Geschehen passt, verliert ihr bei einer Niederlage den gesamten Fortschritt des jeweiligen Charakters. Oberbösewicht <em>Gouma</em> will zudem in einem einzigen Zug mit nur wenigen Chancen auf Heilung bezwungen werden, was das Unterfangen zu Beginn schier undenkbar erscheinen lässt. Doch keine Panik, denn mit jedem Lauf sammelt ihr auch eifrig Karma-Gluten ein, die ihr in der Halle der Seelen in neue Helden, zusätzliche Formationen sowie dauerhafte Buffs eintauscht. Besonders motivierend ist dabei die Tatsache, dass ihr mit jedem freigeschalteten Charakter auch einer der drei Hauptattribute &#8211; Angriff, Verteidigung und Lebensenergie – prozentual und permanent steigert, was euer kriegerisches Vorhaben auf lange Sicht deutlich erleichtert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-382423" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-5.jpg" alt="Warriors Abyss 5 Warriors: Abyss im Test - Graf Zahl an die Front!" width="1600" height="900" title="Warriors Abyss 5 Warriors: Abyss im Test - Graf Zahl an die Front!" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-5.jpg 1600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-5-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-5-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-5-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-5-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-5-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-5-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></p>
<p>Ich möchte euch an dieser Stelle auch gar nicht zu sehr mit weiteren Details über das numerische System hinter der eigentlichen Action von <strong>Warriors: Abyss</strong> aufhalten, doch sei erwähnt, wie gut das komplexe Potpourri aus Zahlen überhaupt funktioniert. Was zu Beginn wie die Verwirrungstaktik eines jeden durchschnittlichen Mobile Games wirkt, entziffert sich schon bald zur komplexen Mathematik, während jede noch so kleine Zahl große Veränderungen in der Gesamterfahrung verspricht und aktive Gameplay-Elemente gelungen unterstützt. Unterm Strich verpasst dieses Geflecht dem ohnehin spaßigen Genre-Mix den letzten Feinschliff und bietet damit ein kurzweiliges, schnörkelloses Erlebnis für alle Fans actionreich inszenierter Musou-Schlachten und einer Extraportion Roguelite, die sich mit der Identität des Franchise gelungen verzahnt und über weite Strecken motiviert &#8211; und das sogar vollständig lokalisiert.</p>
<p>Und würde dieser Test hier enden, dann wäre <strong>Warriors: Abyss</strong> wohl bereits eines der besten Spiele in diesem noch jungen Spielejahr&#8230;was nur leider nicht der Fall ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-382422" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-4.jpg" alt="Warriors Abyss 4 Warriors: Abyss im Test - Graf Zahl an die Front!" width="1600" height="900" title="Warriors Abyss 4 Warriors: Abyss im Test - Graf Zahl an die Front!" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-4.jpg 1600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-4-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-4-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-4-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-4-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-4-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-4-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></p>
<h2><strong>In der Hölle nichts Neues?</strong></h2>
<p>Bei der lieblos und dünn erzählten Geschichte höre ich <strong>Hades</strong> in den Hallen des Olymp schallend auflachen, während anderen Vertretern des Genres beim eintönigen Gameplay-Loop bloß noch ein unauffälliges Schmunzeln entweicht. Na klar, wie cool ist es bitte, im späteren Spielverlauf ein unaufhörliches Effektgewitter aus Elementarattacken, Musou-Angriffen und einer mächtigen Zusammenkunft zu entfachen, das sich über tausende Gegnertruppen entlädt und den gesamten Bildschirm in ein überraschend zufriedenstellendes Meer aus Schmerz und Verderben taucht? Allerdings besteht genau daraus die gesamte Magie &#8211; den Zaubertrick einmal verstanden, wirkt die gesamte Erfahrung furchtbar repetitiv. Abgesehen von einem winzigen RNG-Faktor bei der Auswahl diverser Helden am Kristallsprössling und der frustrierenden Suche nach legendären Waffen für die gesamte Heldenriege, spielt sich der Titel mit jedem Lauf gleich. Sogar Bossgegner verharren in ihrer ursprünglichen Form und den ewig selben Bewegungsmustern und vergessen darüber hinaus, für jegliche Abwechslung zu sorgen.</p>
<blockquote><p><strong>Bei der lieblos und dünn erzählten Geschichte höre ich Hades in den Hallen des Olymp schallend auflachen&#8230;</strong></p></blockquote>
<p>Zu Beginn mag das alles noch funktionieren, doch sobald ich meinen zehnten Run starte, gehen mir die ersten Auseinandersetzungen gegen die wehrlosen Kanonenfutter-Feinde ziemlich auf die Nerven. Bis dann wieder richtige Action einkehrt, sich hochrangige Generäle mit ihren flächendeckenden Angriffen ins Getümmel stürzen, mich tatsächlich fordern und sich der Bildschirm bedrohlich füllt, vergehen zähe Minuten, in denen ich meinen Helden mühselig im vierstelligen Zahlenbereich aufwerte. Als inzwischen versierter Spieler, freue ich mich eigentlich nur noch über die letzten beiden Gebiete, die mir endlich wieder alles abverlangen und die psychologisch so wichtigen, siebenstelligen Zahlenwerte ins Sichtfeld zaubern. Gelingt euch ein kompletter Durchlauf, winken mit jedem erfolgreich abgeschlossenen Kampf gegen Endboss <em>Gouma</em> neue Schwierigkeitsstufen. Die steigern die Stärke der Gegner, locken zur gleichen Zeit aber auch mit mehr Karma-Gluten. Allerdings geht diese Rechnung nicht immer auf, weil es euch auf der Standardstufe eventuell sogar besser gelingt, einen kompletten Run abzuschließen und knapp 20.000 Karma-Gluten abzugreifen, während euch die nächsthöhere Stufe vielleicht schon nach der Hälfte der Zeit mit einer Niederlage bestraft und dabei lediglich die Hälfte des Gewinns ausspuckt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-382421" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-3.jpg" alt="Warriors Abyss 3 Warriors: Abyss im Test - Graf Zahl an die Front!" width="1600" height="900" title="Warriors Abyss 3 Warriors: Abyss im Test - Graf Zahl an die Front!" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-3.jpg 1600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-3-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-3-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-3-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-3-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-3-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Warriors-Abyss-3-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></p>
<p>Um hier überhaupt einsteigen zu dürfen, müssen SpielerInnen ein ganz besonderes Durchhaltevermögen an den Tag legen. Schließlich will euch <strong>Warriors: Abyss</strong> in seiner ersten Stunde überhaupt nicht mehr aus einem schnell überfordernden Tutorial entlassen und schmeißt euch stattdessen Textbox für Textbox entgegen, die es sich gehorsam zu merken gilt. Steuerung und Technik funktionieren zwar einwandfrei, allerdings geht der charakteristisch rockige Score der Reihe im tosenden Gemenge viel zu sehr unter, sodass ich schon Stimmen im Kopf höre. Eine davon gehört definitiv <a href="https://www.giantbomb.com/tak-fujii/3040-98215/" target="_blank" rel="noopener"><em>Tak Fujii</em></a>, der in einem nicht enden wollenden Monolog über „<em>1 million troops</em>“ sinniert und meinen Blick auf den Roster von <strong>Warriors: Abyss</strong> noch einmal zusätzlich schärft. Viel, das soll wohl auch viel helfen, meint zumindest <em>Koei Tecmo</em> und bietet mir mit über 100 spielbaren Charakteren aus den unterschiedlichsten Ecken des langlebigen Universums ein unschlagbares Angebot. Fein, hier wird wohl jede/r einen Lieblingscharakter finden, doch funktional gesprochen, steigt mir diese Auswahl regelrecht zu Kopf &#8211; zumal das konsequente Aufleveln eines einzelnen Helden deutlich lohnenswerter erscheint, da die individuelle Stufe ebenfalls dauerhaft erhalten bleibt und Angriffskraft und Co. permanent steigert.</p>
<hr />
<p><em>Warriors: Abyss ist seit dem 12. Februar 2025 für Playstation, Xbox, den PC via Steam und die Nintendo Switch erhältlich. Die von uns getestete Standardversion auf der Xbox Series X schlägt digital mit 24,99€ zu Buche. Wer gerne mehr Geld investieren möchte, findet den Titel auch in zwei zusätzlichen Editionen, inklusive weiterer Kostüme nebst einer Extraportion Karma-Gluten.</em></p>
<p><em>Für diesen Test von Warriors: Abyss auf der Xbox Series X, wurde uns freundlicherweise ein Reviewcode vom Publisher Koei Tecmo zur Verfügung gestellt. Screenshots stammen wie üblich aus dem offiziellen Pressekit.</em></p>
<hr />
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=1mYxAL19LyI" title="[DE] WARRIORS: Abyss - Launch Trailer" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/1mYxAL19LyI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<h2><strong>Fazit &#8211; Score: 7.5/10</strong></h2>
<p>Schade, in <strong>Warriors: Abyss</strong> steckt viel verschwendetes Potential, aber eben auch kurzweilig-schnörkelloser Roguelite-Spaß im markanten Musou-Gewand. Eigentlich müsste ich den Titel aufgrund seiner repetitiven, wenig modernen Prämisse, den immer gleichen Abläufen und seiner Pappmaché-Geschichte gehörig abstrafen, doch wäre das eben nur ein Teil der Wahrheit. Tatsächlich verrät ein Blick auf meine Spielzeit von ungefähr 20 Stunden, wie viel Freude ich bereits damit hatte, mich der endlos wirkenden Schar dämonischer Truppen entgegenzustellen. Der visuellen Pracht der Schlachten längst nicht müde und immer noch fleißig dabei, Karma-Gluten in neue Gesichter und permanente Verbesserungen zu investieren, kann ich den Titel zwar nicht bedenkenlos, aber immer noch guten Gewissens empfehlen.</p>
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		<title>Lonely Mountains: Snow Riders im Test – Die Wahrheit nach 1000 Gamerscore&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Feb 2025 14:11:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spiele-Tests]]></category>
		<category><![CDATA[PC]]></category>
		<category><![CDATA[Xbox Series X]]></category>
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					<description><![CDATA[Tausche schroffen Gebirgspass gegen Winterwunderland. Lonely Mountains ist zurück und sattelt vom Mountainbike auf ein flottes Paar&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Tausche schroffen Gebirgspass gegen Winterwunderland. Lonely Mountains ist zurück und sattelt vom Mountainbike auf ein flottes Paar Skier um. Zwischen gewohnt waghalsigen Abfahrten und völlig neuen Stolperfallen: Unser Test zu Lonely Mountains: Snow Riders auf der <em>Xbox Series X</em>.</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-382323" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-10.jpg" alt="Lonely Mountains Snow Riders 10 Lonely Mountains: Snow Riders im Test – Die Wahrheit nach 1000 Gamerscore..." width="1920" height="1080" title="Lonely Mountains Snow Riders 10 Lonely Mountains: Snow Riders im Test – Die Wahrheit nach 1000 Gamerscore..." srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-10.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-10-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-10-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-10-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-10-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-10-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-10-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<h2><strong>Tausche Gebirgspass gegen Winterwunderland</strong></h2>
<p>Ach, wie schön. Auf dem Gipfel des Berges funkeln mir die schneebedeckten Hänge nur so entgegen, während mir ein Meer aus gemächlich fallenden, strahlend weißen Flocken locker um die Ohren weht. Etwas neblig ist es hier, doch gleich geht es los und ich kann das subtropische Klima am Fuß der Erhöhung bereits spüren. Meine Fahrt geht über zugefrorene Seen und Flüsse, streift die Terracotta-farbenen Klippen eines meterhohen Massivs mitten in der Wüste und lässt mich scharf durch Palmenwälder navigieren. Dabei höre ich nichts anderes, als den stillen Klang der Natur sowie das Geräusch meiner Skier, die über die weiße Masse zu gleiten scheinen.</p>
<p>Ja, <strong>Lonely Mountains: Snow Riders</strong> ist derart hübsch, dass ich fast vergessen habe, wie lange der Release des Vorgängers bereits zurückliegt. Immerhin sind das fast sechs Jahre und es fällt sofort auf, wie viel Herzblut und Detailverliebtheit in den optischen Beitrag des jüngst veröffentlichten Nachfolgers geflossen sein müssen. Zwar geht es visuell weiterhin eher minimalistisch, geradezu brutalistisch zu, doch das richtige Auge für etliche Details, einen grundsätzlich feineren Grafikstil und das neue Experimentieren mit der Weitsicht kann ich dem deutschen Entwicklerstudio <a href="https://megagonindustries.com/" target="_blank" rel="noopener"><em>Megagon Industries</em></a> nun wirklich nicht absprechen. Ganz im Gegenteil, denn auch thematisch hat sich das hiesige Team scheinbar voll austoben dürfen. Neben einem obligatorischen Skigebiet, geht es diesmal nämlich auch in subtropische Gefilde und eine schroffe Wüste, auf deren riesigen Gebirgen gerade noch genügend Schnee fällt, um das spaßige Vorhaben auf zwei Brettern zu gewährleisten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-382318" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-5.jpg" alt="Lonely Mountains Snow Riders 5 Lonely Mountains: Snow Riders im Test – Die Wahrheit nach 1000 Gamerscore..." width="1920" height="1080" title="Lonely Mountains Snow Riders 5 Lonely Mountains: Snow Riders im Test – Die Wahrheit nach 1000 Gamerscore..." srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-5.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-5-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-5-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-5-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-5-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-5-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-5-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<p>Ein kleiner Traum, der genauso vergessen lässt, worum es in <strong>Lonely Mountains: Snow Riders</strong> eigentlich geht. Die entspannten Eindrücke nehme ich gerne mit, allerdings sind es der knackige Schwierigkeitsgrad, etliche Herausforderungen und Bestzeiten, weshalb die Reihe weiterhin als absoluter Spitzenreiter unter den arcadigen Fun-Racern gilt. Eine gehörige Pulverschnee-Prise Anspruch gibt es gratis obendrauf und was so wunderschön auf dem Bildschirm erscheint, muss ich bald in Windeseile hinabsausen. Auf dem Weg zur Ziellinie verschmelzen Instinkt und Gefühl mit Kenntnissen über die aktuelle Strecke, <a href="https://games-mag.de/2024/10/14/aaero-2-es-ist-kompliziert-zu-kompliziert/" target="_blank" rel="noopener">blitzschnellen Reflexen</a> und einer gewissen Risikobereitschaft. Stürze vermeide ich mit klopfendem Herzen und lausche gleichzeitig dem scharfen Kurvengeräusch meiner Skier, wie sie waghalsig die letzte Kurve vorm Abschluss der Strecke nehmen. Ein Blick auf den Ingame-Timer verrät: Geschafft, nach weit über zehn Versuchen ist die Bestzeit endlich mein! Auf zur nächsten Challenge.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-382325" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-12.jpg" alt="Lonely Mountains Snow Riders 12 Lonely Mountains: Snow Riders im Test – Die Wahrheit nach 1000 Gamerscore..." width="1920" height="1080" title="Lonely Mountains Snow Riders 12 Lonely Mountains: Snow Riders im Test – Die Wahrheit nach 1000 Gamerscore..." srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-12.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-12-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-12-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-12-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-12-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-12-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-12-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<h2><strong>Mountainbike oder Skier – Wo ist da schon der Unterschied?</strong></h2>
<p>Virtuosen des Vorgängers, also <strong>Lonely Mountains: Downhill</strong>, finden sich auch in <strong>Snow Riders</strong> schnell zurecht, schließlich bleibt man der grundlegenden Formel hier treu &#8211; prinzipiell wurde lediglich das Mountainbike gegen ein Paar Skier ausgetauscht. Sogar das Spielgefühl lässt sich zwischen beiden Titeln kaum unterscheiden. Gut so, denn das Gameplay war bereits damals perfekt auf ein clever vorherrschendes Leveldesign in Kombination mit der durchdachten Physik und einer fixen, sich selbst wechselnden Kameraperspektive zugeschnitten. Zwar dürft ihr diesmal auf eine direkte Eingabe-Variante zurückgreifen, die relative Steuerung zum Bildschirm bleibt aber das Mittel der Wahl, um spielerisch wie immersiv voll in den Schnee&#8230;pardon, den Titel einzutauchen.</p>
<blockquote><p><strong>&#8230;gliedern sich perfekt ins Spielgeschehen ein und lassen mich alten Funsport-Hasen ganz wuschig werden.</strong></p></blockquote>
<p>Selbst strukturell geht es ziemlich gewohnt zu. <strong>Lonely Mountains: Snow Riders</strong> bietet drei Gebirge mit jeweils vier Abfahrten. Pro Abfahrt locken nochmal sechs Herausforderungen, die sich in blaue und schwarze Pisten aufteilen. Während Blau für eher lockere Aufgaben steht, gilt sein düsteres Pendant als bereits ziemlich knackig und sollte deshalb erst mit reichlich Erfahrung bestritten werden. Versteckte Spots zum Ausruhen sind ebenfalls wieder mit von der Partie und wer sich neue Skier – allesamt mit eigenen Attributen und unterschiedlichen Werten versehen – wünscht, steigt bestenfalls im neu hinzugefügten Charakterlevel. Alternative Kostüme und quietschbunte Kleidung lässt sich so ebenfalls freischalten, doch Fortschritt generell, treibt ihr wie gewohnt nach Abschluss der Herausforderungen an. Weltweite Ranglisten für absolute Spitzenzeiten runden die Erfahrung einmal mehr ab und es darf erneut um die schnellste Uhr gebuhlt werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-382322" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-9.jpg" alt="Lonely Mountains Snow Riders 9 Lonely Mountains: Snow Riders im Test – Die Wahrheit nach 1000 Gamerscore..." width="1920" height="1080" title="Lonely Mountains Snow Riders 9 Lonely Mountains: Snow Riders im Test – Die Wahrheit nach 1000 Gamerscore..." srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-9.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-9-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-9-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-9-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-9-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-9-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-9-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<p>Die Lernkurve erscheint zunächst extrem anspruchsvoll, ist aber der beste Beweis für euren persönlichen Fortschritt. Während schwarze Herausforderungen in den ersten Spielstunden noch wie unüberwindbare Hürden wirken, hakt ihr sie im späteren Verlauf locker ab und blickt ein wenig amüsiert auf euer früheres Anfänger-Ich zurück. Schon bald driftet ihr mit Höchstgeschwindigkeit um zahlreiche Hindernisse, nehmt selbstbewusst Sprungschanzen und bemerkt ganz nebenbei: Dieses Leveldesign ist genial und genau das, was <strong>Lonely Mountains: Snow Riders</strong> verdient. Die Strecken sind mit Abkürzungen und alternativen Routen nur so gespickt und es bringt einfach riesengroßen Spaß, sich auf Erkundungstour zu begeben und den für sich besten, bzw. schnellsten Weg zur Ziellinie zu entdecken.</p>
<p>Nach wie vor ist jede Piste in mehrere Abschnitte unterteilt, deren Markierungen als Kontrollpunkte dienen und ein wenig dafür sorgen, stets das volle Risiko einzugehen. Schließlich sind diese Checkpoints nie weit voneinander entfernt und zu erreichende Bestzeiten bewegen sich meist in einem überschaubaren Rahmen zwischen zwei und vier Minuten. Doch Vorsicht, einige Challenges sind zusätzlich mit einer maximalen Anzahl von Stürzen verbunden, weshalb ihr irgendwann ganz automatisch maximale Perfektion anstrebt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-382319" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-6.jpg" alt="Lonely Mountains Snow Riders 6 Lonely Mountains: Snow Riders im Test – Die Wahrheit nach 1000 Gamerscore..." width="1920" height="1080" title="Lonely Mountains Snow Riders 6 Lonely Mountains: Snow Riders im Test – Die Wahrheit nach 1000 Gamerscore..." srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-6.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-6-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-6-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-6-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-6-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-6-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-6-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<h2><strong>Stolperfalle Online-Modus</strong></h2>
<p><strong>Lonely Mountains: Snow Riders</strong> legt einen deutlich größeren Fokus auf Sprünge und Airtime, als noch sein Vorgänger <strong>Downhill</strong>. Ob zufällig passend platzierte Felsen oder massive Gletscherspalten in schwindelerregender Höhe, diesmal dürft ihr so richtig durch die Lüfte segeln. Damit das auch langfristig spannend bleibt, lasst ihr dabei eine ganze Reihe an Tricks vom Stapel. Spins, Flips und Grabs gliedern sich perfekt ins Spielgeschehen ein und lassen mich alten Funsport-Hasen ganz wuschig werden. Umso schmerzvoller also, wie dieses Feature lediglich zum schmückenden Beiwerk verkommt und ansonsten komplett ausgeklammert wird. Bis auf einen Online-Modus, um den ich mich gleich noch kümmern werde, erfüllen die Tricks nämlich keinerlei Zweck. Vor allem an dieser Stelle hätte ich mir ein ausgereiftes Punktesystem gewünscht, das diese Manöver bedient und daraus Herausforderungen macht, die mir während des Hauptfortschritts begegnen. Leider bleibt es wie gewohnt bei zu schlagenden Zeiten und möglichst wenig Stürzen (trotz einer coolen, eigentlich ja bereits integrierten Mechanik!).</p>
<p>Und außerdem. Ich liebe dieses Spiel zwar und habe viel zu lange auf diese Veröffentlichung gewartet, aber <strong>Lonely Mountains: Snow Riders</strong> bietet mir schlicht zu wenig Inhalt. Ist der Groschen erst einmal gefallen, lassen sich sämtliche Challenges in buchstäblicher Rekordzeit abschließen. Was dann bleibt, sind die versteckten, aber schnell auffindbaren Erholungsgebiete und ein zugegebenermaßen unausgegorenes Charakterlevel, das mir, <em>hui</em>, auf Stufe 35 endlich einen hellblauen Helm spendiert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-382317" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-4.jpg" alt="Lonely Mountains Snow Riders 4 Lonely Mountains: Snow Riders im Test – Die Wahrheit nach 1000 Gamerscore..." width="1920" height="1080" title="Lonely Mountains Snow Riders 4 Lonely Mountains: Snow Riders im Test – Die Wahrheit nach 1000 Gamerscore..." srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-4.jpg 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-4-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-4-1024x576.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-4-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-4-1536x864.jpg 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-4-1170x658.jpg 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Lonely-Mountains-Snow-Riders-4-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<p><strong>Oh, und, ja klar, da war ja doch noch was: Der Online-Modus.</strong> Im ersten Moment mag die Idee spaßig klingen, sich gemeinsam mit sieben weiteren FahrerInnen den Berg – Crossplay mit der <em>PC</em>-Version inklusive – hinunter zu stürzen. In der Praxis laggt das Geschehen allerdings jedes mal, sobald ich mich auch nur in der Nähe eines anderen <strong>Snow Riders</strong> befinde, was wiederum zu unverschuldeten und nervigen Stürzen führt. Und irgendwie habe ich auch das scheinbar seltene Glück, ein wenig begabter in diesem Spiel zu sein, weshalb ich in meiner <strong>knapp 15-stündigen Spielzeit</strong> das häufige Vergnügen hatte, etliche Minuten hinter der Ziellinie warten zu dürfen. Einsam und allein. Versteht mich nicht falsch, es geht hier gar nicht so sehr um fehlende Konkurrenz. Viel mehr fühle ich mich bestraft, auf dem Podium zu erfrieren und nichts weiter tun zu dürfen, als mir, dank Beobachtungs-Funktion, das Leid meiner MitspielerInnen hilflos anzuschauen und dabei Herzchen-Emojis zu spammen. Gerne hätte ich geholfen, wäre zum Beispiel als Geist auf die Strecke zurückgekehrt, um Wege zu weisen oder anderweitig eine Unterstützung darzustellen.  <strong>Und warum heißt es dann überhaupt noch LONELY Mountains?</strong></p>
<p>Viva la Verfügbarkeit, doch insgesamt betrachtet, stellt die Integration im <strong><em>Xbox Game Pass</em> Lonely Mountains: Snow Riders</strong> ein langes Bein. Es ist schön, viele SpielerInnen versammelt zu haben, damit sich die zahlreichen Lobbys auch füllen. Fehlt letztendlich ein passender Ranglistenmodus, gerät der angedachte Spielspaß allerdings völlig außer Kontrolle. Den natürlichen Vorgang, sich im dedizierten Einzelspielermodus die Sporen zu verdienen, um erst dann einen vorsichtigen Blick ins Geschehen des Multiplayers zu werfen, verstehen scheinbar nur wenige. Stattdessen wuseln hier Groß und Klein wild durcheinander, ohne eine Möglichkeit, sich gegenseitig zu unterstützen.</p>
<blockquote><p><strong>Auf dem Weg zur Ziellinie verschmelzen Instinkt und Gefühl mit Kenntnissen über die aktuelle Strecke&#8230;</strong></p></blockquote>
<p>Ebenjener Mehrspieler-Modus trägt dann übrigens auch dazu bei, weshalb ich überhaupt auf eine Spielzeit von guten 15 Stunden komme. Das Zauberwort <em>Achievement</em> (ja, das letzte in der Liste, damit ich endlich meine 1000 Gamerscore genießen darf) ließ mich hier etliche Zeit verharren, um im zusätzlichen Team-Modus eine gemeinsame Trickpunktzahl zu erreichen, an der wirklich alle in der Lobby mitarbeiten müssen. Was stattdessen passierte, könnt ihr euch langsam selbst vorstellen und ist wohl das beste Beispiel für einen nicht zu Ende gedachten Multiplayer-Part, in dem SpielerInnen vollkommen willkürlich aufeinandertreffen. Mir gefällt der Gedanke überhaupt nicht, womöglich auf Einzelspieler-Inhalte zu verzichten, weil es nun einen Ressourcen-fressenden Mehrspielermodus gibt. Dass der nicht besonders gut funktioniert und zusammen mit einem eher schmalen Inhalt für EinzelspielerInnen und dem omnipräsenten Tricksystem einen leicht gebeutelten Gesamteindruck hinterlässt, wirft mich schmerzvoll in die nächste Schlucht. Doch kann ich nicht leiden, ohne zu lieben&#8230;</p>
<hr />
<p><em>Lonely Mountains: Snow Riders ist seit dem 21. Januar 2025 für die Xbox Series X/S und den PC via Steam vorerst ausschließlich digital erhältlich und mopst euch 24,99€ aus dem Geldbeutel. Zudem ist der Titel aktuell im Xbox Game Pass verfügbar.<br />
</em></p>
<p><em>Für diesen Test von Lonely Mountains: Snow Riders auf der Xbox Series X, wurde uns freundlicherweise ein Reviewcode für Lonely Mountains: Snow Riders vom Publisher Megagon Industries zur Verfügung gestellt. Screenshots stammen aus dem offiziellen Pressekit.</em></p>
<hr />
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=bsoXrGCdO8E" title="Lonely Mountains Snow Riders - 21st of January - Release Date Announcement" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/bsoXrGCdO8E?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<h1><strong>Fazit – Score: 8.5/10</strong></h1>
<p><strong>Lonely Mountains: Snow Riders</strong> ist ein Nachfolger aus dem Lehrbuch. Grundsätzliche Mechaniken und das spaßig-motivierende Spielgefühl des Erstlings bleiben dem Nachfolger erhalten, während an der Optik und einigen Feinheiten ordentlich geschraubt wurde. Ein nicht zu Ende gedachter Mehrspieler-Modus und das seltsam integrierte Tricksystem trüben diesen Eindruck zwar leicht und schmerzen ungefähr so sehr wie ein gescheiterter Nosegrab zwischen zwei Felsmassiven, doch bleibt das Gerüst ja weiterhin bestehen und fordert euch dank motivierender Lernkurve stets zu neuen Bestleistungen heraus, an denen ihr zeitweise frustriert scheitern werdet. Doch Scheitern und Verstehen, das bleibt der Schlüssel zum Erfolg in <strong>Lonely Mountains: Snow Riders</strong>. Und wer auch nur ein wenig die holprige Piste des Leidens betritt, wird sie voller Freude und Liebe für diesen Titel wieder verlassen.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Mieter-Fortuna (Luck be a Landlord) im Test &#8211; Zuhause im Glück</title>
		<link>https://games-mag.de/2025/02/13/382299-mieter-fortuna-im-test/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Feb 2025 18:58:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spiele-Tests]]></category>
		<category><![CDATA[Nintendo Switch]]></category>
		<category><![CDATA[Xbox Series X]]></category>
		<category><![CDATA[Indie]]></category>
		<category><![CDATA[Luck be a Landlord]]></category>
		<category><![CDATA[Mieter-Fortuna]]></category>
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		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[Test]]></category>
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					<description><![CDATA[Wohnen ist Glückssache. Das verrät nicht nur der verschämte Blick auf den Viewcounter etlicher Immobilienangebote im Internet,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wohnen ist Glückssache. Das verrät nicht nur der verschämte Blick auf den Viewcounter etlicher Immobilienangebote im Internet, sondern auch die Strategiesimulation <strong>Mieter-Fortuna</strong>. Über vier Jahre nach ihrer Veröffentlichung auf <em>Steam</em> und Mobilgeräten, erscheint der Titel mit Roguelite-Einfluss endlich auf modernen Konsolen und verspricht einmal mehr einen absurd dargestellten, soziologischen Seitenhieb auf immer höher steigende Mietpreise. Was wäre, wenn wir diese nur noch per Glücksspiel begleichen könnten? Macht das überhaupt einen Unterschied? Und warum kann ich damit nicht mehr aufhören?</p>
<h2><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-382302" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Mieter-Fortuna-3.jpg" alt="Mieter Fortuna 3 Mieter-Fortuna (Luck be a Landlord) im Test - Zuhause im Glück" width="1024" height="576" title="Mieter Fortuna 3 Mieter-Fortuna (Luck be a Landlord) im Test - Zuhause im Glück" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Mieter-Fortuna-3.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Mieter-Fortuna-3-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Mieter-Fortuna-3-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Mieter-Fortuna-3-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><strong>Deine Miete ist fällig!</strong></h2>
<p>Nur noch eine Runde. Wie oft haben wir diesen Satz schon gehört? Ob in <strong>Vampire Survivors</strong>, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=rgrv9giaNO8" target="_blank" rel="noopener"><strong>Balatro</strong></a> oder <strong>Pegglin</strong>, es waren die oft unscheinbaren Indie-Titel, die innerhalb der letzten Jahre zu echten Fan-Lieblingen mutierten und bis heute stundenlangen, schnörkellosen Spielspaß garantieren. Auch <strong>Mieter-Fortuna</strong> schnappt sich dieses Prädikat und lässt mich nach kurzer Eingewöhnungszeit einfach nicht mehr los.</p>
<p>Dabei ist das grundlegende Spielprinzip erneut schnell erklärt. Statt eines gewöhnlichen Spielautomaten, setzt euch <strong>Mieter-Fortuna</strong> die virtuelle Variante einer buchstäblich unbefleckten Slotmaschine vor die Nase. Die Symbole auf den Rollen dürft ihr nämlich weitgehend selbst bestimmen, außerdem verfügen die durchaus charakteristischen Bildchen über unterschiedliche Werte und Fähigkeiten. Damit es spannend bleibt, sitzt euch die regelmäßige Zahlung eurer Miete permanent im Nacken.</p>
<blockquote><p><strong>&#8230;das ist das heilige Mantra, das auch Mieter-Fortuna umgibt&#8230;</strong></p></blockquote>
<p>Um nach einer vorgegebenen Anzahl von Spins die stetig steigenden Kosten aufbringen zu können, müssen während dieses Zeitraums genügend Taler auf dem Konto landen. Grundsätzlich gewährleistet ihr das übers Hinzufügen neuer Symbole auf den fünf Rollen des Automaten; je höher der Wert eines Piktogramms, desto besser und es addiert sich bereits ein hübsches Sümmchen. Doch hört der Spaß hier noch lange nicht auf, denn Symbole verfügen außerdem über besondere Fähigkeiten, die ihnen untereinander diverse Kombinationen ermöglichen. Eine Katze bringt euch beispielsweise nur eine Münze pro Spin, löscht im Gegenzug aber auch Milch vom angrenzenden Spielfeld, was einen dicken, einmaligen Bonus verspricht. Im weiteren Spielverlauf werden diese Interaktionen deutlich komplexer und teilweise ziemlich wild. So wähle ich im späteren Spielverlauf einen Kannibalen aus, der alle optisch an Menschen und Berufsgruppen angelehnten Symbole entfernt und dabei richtig absahnt, im selben Moment aber genauso dafür sorgt, dass sich meine bisherige Strategie aus Minen-Arbeitern und Millionären praktisch in Luft auflöst. Eigene Experimente und das eher beiläufige Entdecken neuer Synergien machen tatsächlich einen Großteil der spaßigen Erfahrung von <strong>Mieter-Fortuna</strong> aus, wobei ein kurzer Blick in die Forenwelt des Internets schmunzelnd verrät, wie viel Wissenschaft und Mathematik eigentlich in diesem Titel stecken&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-382301" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Mieter-Fortuna-2.jpg" alt="Mieter Fortuna 2 Mieter-Fortuna (Luck be a Landlord) im Test - Zuhause im Glück" width="1024" height="576" title="Mieter Fortuna 2 Mieter-Fortuna (Luck be a Landlord) im Test - Zuhause im Glück" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Mieter-Fortuna-2.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Mieter-Fortuna-2-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Mieter-Fortuna-2-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Mieter-Fortuna-2-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h2><strong>Bist du deines Glückes Schmied&#8230;?</strong></h2>
<p>Insgesamt erwarten euch pro Spieldurchlauf zwölf quasi-Checkpoints, während denen die Zahlung eurer Miete fällig wird. Zu Beginn jeder Runde sprechen wir noch von verhältnismäßig geringen Summen, die jedoch mit fortschreitendem Spielverlauf in bereits vierstellige Bereiche wandern. Deshalb ist es auch extrem wichtig, Fräulein Fortuna mit einer gewissen Portion Taktik unter die Arme zu greifen, denn so viel Glück steckt in <strong>Mieter-Fortuna</strong> gar nicht.</p>
<p>Nach jedem Spin werden euch drei weitere Bildzeichen vorgeschlagenen, aus denen ihr eines dem Automaten hinzufügen dürft, aber eben nicht müsst. Anfangs mag das Prinzip Masse statt Klasse noch effektiv sein, später kommt es vor allem darauf an, möglichst mächtige und gewinnbringende Effekte miteinander zu kombinieren und dabei die Anzahl eurer im Spiel befindlichen Symbole bestenfalls gering zu halten, um die Chance ihres Erscheinens zu erhöhen.</p>
<p>Hinzu gesellen sich besondere Fähigkeiten, die regelmäßig nach den Checkpoints zur Auswahl stehen und hilfreiche Buffs hinzufügen. So lässt sich die Wirkung diverser Symbole verändern oder sogar verstärken, es lockt ein permanenter Wertebonus auf bestimmte Kombos oder ihr ergattert witzige Items, die das bisherige Spielgeschehen gehörig auf den Kopf stellen. Die grobe Erklärung mag etwas kaltherzig klingen, in der Realität macht <strong>Mieter-Fortuna</strong> aber gehörig viel Spaß. Ist der Groschen einmal gefallen, lässt euch der kreative Titel vom Entwicklerstudio <em>TrampolineTales</em> so schnell nicht mehr los und macht nahezu süchtig.</p>
<blockquote><p><strong>&#8230;hatte ich allerdings immer das kurzzeitige Gefühl, den heiligen Gral der Kalligraphie zu erblicken.</strong></p></blockquote>
<p>Zu bemängeln hätte ich an dieser Stelle nur noch den enorm hohen RNG-Faktor. Einen bestimmten Spielstil zu verfolgen, macht hier oft keinen Sinn, weil die vorgeschlagenen Symbole nach jedem Spin absolut zufällig erscheinen und mir sogar das Gefühl geben, dass die Auswahl der Bildzeichen aktiv gegen meinen bisherigen Spielaufbau und die angedachte Strategie arbeiten, mir also völlig gegensätzliche Möglichkeiten vor die Füße werfen. <strong>Mieter-Fortuna</strong> verlangt an dieser Stelle viel mehr, schnell auf <a href="https://games-mag.de/2024/10/14/aaero-2-es-ist-kompliziert-zu-kompliziert/" target="_blank" rel="noopener">neue und unerwartete Situationen</a> angemessen zu reagieren und aus der Not eine Tugend zu machen. Der mitgelieferte Roguelite-Faktor entsteht übrigens dadurch, dass ihr beim Scheitern einer Runde nichts weiter mitnehmt, als die persönliche Erfahrung. Das mag gefallen und anspornen, bleibt aber weiterhin eine Sache des eigenen Geschmacks.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-382304" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Mieter-Fortuna-5.jpg" alt="Mieter Fortuna 5 Mieter-Fortuna (Luck be a Landlord) im Test - Zuhause im Glück" width="1024" height="576" title="Mieter Fortuna 5 Mieter-Fortuna (Luck be a Landlord) im Test - Zuhause im Glück" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Mieter-Fortuna-5.jpg 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Mieter-Fortuna-5-300x169.jpg 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Mieter-Fortuna-5-768x432.jpg 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/02/Mieter-Fortuna-5-585x329.jpg 585w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h2><strong>Spielhallen-Atmosphäre</strong></h2>
<p>Ich durfte <strong>Mieter-Fortuna</strong> auf der <em>Xbox Series X</em> und der <em>Nintendo Switch</em> testen und kann euch berichten, dass beide Versionen einwandfrei laufen. Kein Wunder eigentlich, fällt die optische Präsentation doch arg grobschlächtig aus. Der allgemeinen Ästhetik mag das zugute kommen, nach jedem Wechsel in den Homescreen der jeweiligen Konsole oder einem kurzen Blick auf mein Smartphone, hatte ich allerdings immer das kurzzeitige Gefühl, den heiligen Gral der Kalligraphie zu erblicken. Das ist aber bereits meckern auf hohem Niveau, schließlich wirkt der Titel mit seiner Piktogramm-artigen Darstellung wie aus einem Guss und lädt auch durch den abwechslungsreichen, stets unaufdringlichen Soundtrack dazu ein, sich voll und ganz auf das eigentliche Geschehen zu konzentrieren. Außerdem gibt es ein paar wertvolle Zugänglichkeits-Features spendiert, mit denen ihr die Schriftart verändern und zeitraubende Animationen ausschaltet.</p>
<p>Die Achievement-Liste ist dagegen ein echter Albtraum für ambitionierte Trophäenjäger, denn die besteht aus viel zu vielen Erfolgen, während eine aufschlussreiche Beschreibung stattdessen einer kryptischen Prozentzahl weicht. Tatsächlich ist jede Trophäe mit jeweils einer erfolgreichen Kombinationsmöglichkeit, diversen Effekten oder Meilensteinen im Spiel frei verknüpft. Aktiviert ihr diese, schaltet sich die Trophäe mit der nächsten Prozentangabe frei. Zum krönenden gibt es noch den Preis für die unnötigste Übersetzung spendiert, denn aus <strong>Luck be a Landlord</strong> den Titel <strong>Mieter-Fortuna</strong> zu kreieren, ist schon ein&#8230;interessanter Schritt. Mit der Qualität des Spiels hat das selbstverständlich überhaupt nichts zu tun, trotzdem klingt die deutsche Übersetzung so, als würde der Titel direkt aus der Shovelware-Schmuddelecke stammen, was potentielle KäuferInnen durchaus abschrecken könnte. Apropos Sprache, hierzulande muss sich niemand Sorgen um die Verständigung am einarmigen Banditen machen, <strong>Mieter-Fortuna</strong> wurde komplett lokalisiert.</p>
<hr />
<p><em>Mieter-Fortuna ist seit dem 06. Februar 2025 auch für die Nintendo Switch, Playstation und Xbox und somit für alle gängigen Plattformen, inklusive dem PC und mobilen Endgeräten, verfügbar. Aktuell ausschließlich digital erhältlich, schlägt der Titel mit 14,99€ zu Buche.</em></p>
<p><em>Für diesen Test von Mieter-Fortuna wurden uns freundlicherweise Reviewmuster für die Nintendo Switch- und Xbox-Version des Titels vom Publisher zur Verfügung gestellt. Screenshots stammen aus dem offiziellen Presse-Kit.</em></p>
<hr />
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=va21BDgmi8w" title="Luck be a Landlord - Official Console Release Date Trailer" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/va21BDgmi8w?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<h2><strong>Fazit &#8211; Score: 9/10</strong></h2>
<p>Zugegeben, aufgrund der zahlreichen Symbole und ihrer schier endlosen Synergien, kann <strong>Mieter-Fortuna</strong> zu Beginn überfordernd wirken. Auch ich habe einige Anläufe und Spielstunden gebraucht, um meinen ersten Zyklus aus zwölf Zahlungen abzuschließen und damit weitere Ebenen und den Endlos-Modus freizuschalten. Doch der Weg dahin lohnt sich, denn wer das Prinzip einmal verstanden und die erste, völlig irrwitzige Kombo vom Stapel gelassen hat, kann schlicht nicht mehr aufhören. Nur noch ein Versuch, das ist das heilige Mantra, das auch <strong>Mieter-Fortuna</strong> umgibt und der Grund, weshalb sich der Titel mit den ganz großen Vertretern im süchtig machenden <em>Kurzweil-Pixel-Wohlfühl-Genre</em> messen kann. Fans von <strong>Balatro</strong> und Co. finden hier ihren neuen spielerischen Kryptonit, der dank unverwechselbarer Ästhetik und einer frischen Idee seine ganz eigene Identität formt und kurzweiligen Spaß der Extraklasse bietet, während das Grundwerk aus simplen Mechaniken ein überraschend hohes Maß an Komplexität verbirgt und genau deshalb zu begeistern weiß.</p>
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		<title>Ys Memoire: The Oath In Felghana im Test &#8211; Knallharter Klassiker</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jan 2025 22:50:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Ys Memoire: The Oath in Felghana]]></category>
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					<description><![CDATA[Freunde, wir schreiben das Jahr 2025 und so langsam habe ich das Gefühl, dass die Ys-Reihe endlich&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Freunde, wir schreiben das Jahr 2025 und so langsam habe ich das Gefühl, dass die <strong>Ys</strong>-Reihe endlich die Liebe im Westen erfährt, die sie längst verdient. Mit konkreten Verkaufszahlen hält sich Kult-Entwickler <em>Nihon Falcom</em> zwar weiterhin zurück, doch die sorgsame Veröffentlichung der letzten drei Hauptableger hinterlässt zumindest das Gefühl stark gestiegenen Interesses. Innerhalb einer Community, die scheinbar versteht, welche Macht Spielspaß und eigene Identität über eine schwächelnden Präsentation haben, konnte die Reihe längst die großen Namen im Action-JRPG-Genre überholen. Hinzu gesellen sich ambitionierte Projekte wie der <em>Nintendo Switch</em>-exklusive Retro-Simulator <a href="https://www.nintendolife.com/guides/what-is-eggconsole-full-game-list-pc-88-msx2-on-nintendo-switch-best-games-to-start" target="_blank" rel="noopener"><strong>EGGCONSOLE</strong></a>, mit dessen Hilfe auch die glorreichen Anfänge der Saga Einzug auf der Hybridkonsole hielten.</p>
<p>Doch ist damit das Portfolio der Reihe längst nicht erschöpft. Auf die (Neu-)Veröffentlichung einiger Spiele werden wir wohl noch deutlich länger warten müssen, als den meisten Fans lieb ist, als kleines Trostpflaster beglückt uns aber bereits jetzt das Remaster eines wahren Kultklassikers: <strong>Ys Memoire: The Oath in Felghana</strong>. Wobei, moment mal, das kennen wir doch schon. Richtig, und zwar von der <em>Playstation Vita</em>, der <em>PSP</em> und dem <em>PC</em>, wo der Titel bereits 2005 erschien, allerdings ebenfalls als aufgehübschte Neuauflage. Seinen tatsächlichen Ursprung findet dieser Ableger nämlich auf Nintendos NES-Konsole und dem japanischen Markt vorbehaltenen Computersystem unter dem Namen <strong>Ys III: Wanderers from Ys</strong>, was uns ganze 36 Jahre in der Zeit zurückreisen lässt.</p>
<p>Puh, vielleicht lassen wir die Vergangenheit an dieser Stelle lieber ruhen, hüllen den Mantel des Schweigens über die chronologisch einmal mehr verwirrende Veröffentlichungspolitik des Entwicklerteams <em>Nihon Falcom</em> (<a href="https://games-mag.de/2023/03/15/the-legend-of-heroes-trails-to-azure-im-test-in-crossbell-nichts-neues/" target="_blank" rel="noopener"><strong>The Legend of Heroes</strong></a>&#8230;hust) und stellen uns die Frage, wie gut <strong>Ys Memoire: The Oath in Felghana</strong> heute noch und vor allem auf der <em>Playstation 5</em> funktioniert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-381977" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-14.png" alt="Ys Memoire The Oath in Felghana 14 Ys Memoire: The Oath In Felghana im Test - Knallharter Klassiker" width="1920" height="1080" title="Ys Memoire The Oath in Felghana 14 Ys Memoire: The Oath In Felghana im Test - Knallharter Klassiker" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-14.png 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-14-300x169.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-14-1024x576.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-14-768x432.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-14-1536x864.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-14-1170x658.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-14-585x329.png 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<h2><strong>Ach, Adol&#8230;</strong></h2>
<p>Es ist ja kein Geheimnis, dass Hauptdarsteller-Urgestein <em>Adol Christin</em> eher unfreiwillig in seine ausladenden Abenteuer gerät. Zur falschen Zeit am falschen Ort, davon kann der lebensfrohe Rotschopf bereits ein Liedchen singen. Diesmal trägt Kumpel fürs Leben <em>Dogi</em> die vermeintliche Schuld am Schlamassel, denn ein Besuch in seiner Heimat <em>Felghana</em> saugt das Duo in einen Strudel aus langjährigen Konflikten, einer übernatürlich-okkulten Bedrohung und den politischen Fehden eines adligen Herrschers. Zugegeben, die Formel ist bekannt und zusätzlich ziemlich vorhersehbar, doch unterm Strich erzählt <strong>Ys Memoire: The Oath in Felghana</strong> eine immer noch mitreißende Geschichte über Freundschaft und Herkunft und kann damit über die Spielzeit der Hauptquest von etwa 15 Stunden gelungen überzeugen.</p>
<blockquote><p><strong>[&#8230;] ein wunderbares Beispiel dafür, wie simple, dafür klug miteinander verzahnte Mechaniken ineinander greifen können und dabei ein nur schwer beschreibbares Gefühl von Spielspaß hervorbringen [&#8230;]</strong></p></blockquote>
<p>Währenddessen bleibt die Charakterentwicklung etwas hinter ihren modernen Erwartungen zurück, was wohl auf die ursprüngliche Veröffentlichung und den damaligen Tenor in narrativer Erzählstruktur zurückzuführen ist &#8211; schließlich waren Videospiele zu Beginn der 90er-Jahre noch keine vollwertigen Romanerzählungen. Trotzdem bleibt es ein wahrer Genuss, dem nicht länger stummen <em>Adol</em> dabei zuzusehen, wie er immer tiefer in die Abgründe der teilweise durchaus düsteren Geschichte gerät. Spannend erzählte und neu geknüpfte Beziehungen geben der Erfahrung dabei eine genauso essentielle Würze, wie der unerschütterliche Optimismus des Protagonisten vor dem Hintergrund einer sich dem Untergang zugewandten Spielwelt&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-381974" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-11.png" alt="Ys Memoire The Oath in Felghana 11 Ys Memoire: The Oath In Felghana im Test - Knallharter Klassiker" width="1920" height="1080" title="Ys Memoire The Oath in Felghana 11 Ys Memoire: The Oath In Felghana im Test - Knallharter Klassiker" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-11.png 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-11-300x169.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-11-1024x576.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-11-768x432.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-11-1536x864.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-11-1170x658.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-11-585x329.png 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<h2><strong>Kämpfen im Flow</strong></h2>
<p>Apropos, denn bis auf wenige Ausnahmen in der Oberwelt, führt uns <strong>Ys Memoire: The Oath in Felghana</strong> für einen zentralen Teil seiner Spielzeit in verwinkelte, optisch abwechslungsreiche Dungeons, um dort seine größte Stärke auszuspielen: Das actionbasierte Hack and Slay-Kampfsystem. Etwas kopflos, dafür umso dynamischer, glänzen die häufigen Auseinandersetzungen gegen Monster und Co. mit einem überragenden moment to moment-Gameplay. Anstürmende Gegnerhorden schnetzeln wir blitzschnell und butterweich mit dem Schwert nieder, zaubern verheerende Elementar-Attacken aufs virtuelle Parkett und lassen dabei einen Kombozähler in die Höhe schnellen. Als besonderer Clou und größte Veränderung gegenüber des Originals, entpuppen sich dabei farbige, von besiegten Gegnern fallen gelassene Orbs. Die bunten Kügelchen sind euch vielleicht bereits aus <strong>Ys Origin</strong> ein Begriff, sorgen in jedem Fall aber für temporäre Boosts auf diverse Statuswerte. Fast schon <strong>Diablo</strong>-like heften wir uns quasi an die fiesen Widersacher, um die aktuelle Kombo bloß nicht zu verlieren und auch den immer weiter steigenden Multiplikator für Angriffs- und Verteidigungswerte sowie erhaltene Erfahrungspunkte bis aufs Maximum zu steigern. Zwischendurch lockern Plattformer-Einlagen das Geschehen gelungen auf und versprühen dank erlernbarer Doppelsprünge und weiteren Bewegungs-Mechaniken ein gewisses <strong>Metroidvania</strong>-Flair.</p>
<p>Im Prinzip zeigt <strong>Ys Memoire: The Oath in Felghana</strong> hier ein wunderbares Beispiel dafür, wie simple, dafür klug miteinander verzahnte Mechaniken ineinander greifen können und dabei ein nur schwer beschreibbares Gefühl von Spielspaß hervorbringen, dessen intrinsische Motivation an genau dieser Stelle entsteht. Selbstverständlich finden das Kampfsystem und die flüssige, gut von der Hand gehende Steuerung ihren absoluten Höhepunkt in den etlichen Bosskämpfen, die auch visuell einmal mehr verraten, wie viel Liebe für Design und Detail in dieser oft unterschätzten Reihe stecken. Spielerisch verlangen diese Scharmützel übrigens oft eine ganz eigene Herangehensweise, die es erst einmal herauszufinden gilt. Und was das und viele andere Elemente betrifft, spannt uns selbst diese Neuauflage laufend auf die Folter – buchstäblich!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-381973" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-10.png" alt="Ys Memoire The Oath in Felghana 10 Ys Memoire: The Oath In Felghana im Test - Knallharter Klassiker" width="1920" height="1080" title="Ys Memoire The Oath in Felghana 10 Ys Memoire: The Oath In Felghana im Test - Knallharter Klassiker" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-10.png 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-10-300x169.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-10-1024x576.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-10-768x432.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-10-1536x864.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-10-1170x658.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-10-585x329.png 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<h1><strong>Ist das schon Dark Souls?</strong></h1>
<p>Was bisher so fabelhaft klang, ist auch weiterhin fabelhaft, allerdings mit einem kleinen Haken. Denn <strong>Ys Memoire: The Oath in Felghana</strong> will euch leiden sehen, zumindest an modernen Standards gemessen. Dungeons haben beispielsweise keine eigene Karte und sind von Beginn an extrem verschachtelt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr den ersten Boss verpasst, stattdessen aber plötzlich vor dem nächsten Obermotz steht, ihm aber keinerlei Schaden zufügen könnt, weil euch dafür schlicht das passende Equipment fehlt, ist äußerst hoch. Zwar dürft ihr diesen Fehler jederzeit korrigieren, doch beseitigt das ja nicht automatisch die Fragezeichen über euren Köpfen.</p>
<p>Vielleicht legt ihr deshalb auch mal eine kleinere Spielpause von wenigen Tagen ein und wollt euch danach partout nicht daran erinnern, wohin es als nächstes geht. Tja, viel Spaß, denn ein dedizierter Vermerk dafür bleibt dem sonst so übersichtlichen Menü fern. Markierungen fehlen ebenfalls, weshalb ihr ohnehin regelmäßig im Dunkeln tappen und euch beim Lesen antiquierter Walktroughs ertappen werdet – einfach nur, um wieder Orientierung und Anschluss zu finden. Wahrscheinlich stresst euch das so sehr, dass ihr angesichts des eh schon krassen Niveaus der Kämpfe demütig auf den einfachsten Schwierigkeitsgrad wechselt, nur um Sekunden später festzustellen, dass eure Lebenspunkte hier genauso purzeln, während Bosse weiterhin diese eine Taktik verlangen und mehrere Anläufe benötigen.</p>
<p>Eventuell habt ihr sogar Glück und bleibt derart lange in einem Dungeon hängen, weil ihr nicht versteht, an welcher punktgenauen Stelle ihr euch in einen Abgrund fallen lassen sollt, dass ihr bereits ein so hohes Charakterlevel erreicht habt, mit dem ihr euch der bunt gemischten Gegnerriege bloß noch erschöpft und martialisch entgegenstellt und quasi nichts mehr zu befürchten habt. Wobei&#8230;da selbst reguläre Heiltränke dem Titel hochnäsig fernbleiben und eure Regeneration eher feindlichen Drops und rettenden Levelaufstiegen vorbehalten bleibt, ist auch das kein Erfolgsgarant. Ihr merkt schon, das fühlt sich alles ziemlich nach verstaubten Videospielstrukturen und unnötigem Stress an, tatsächlich findet sich hier aber ein großer Teil der Magie von <strong>Ys Memoire: The Oath in Felghana</strong>. Ein bisschen <strong>Dark Souls</strong> ist das schon, aber eben auf die spaßige Art, sofern ihr euch daran gewöhnt habt. Immerhin fällt die Verteilung von Speicher- und Rücksetzpunkten fair aus, außerdem dürft ihr neben den Level-Ups auch proaktiv an der Kampkraft von <em>Adol</em> schrauben und beim Schmied eure Ausrüstung gegen spezielle Materialien verbessern. Zusätzlich sorgen unzählige Nebenquests für weitere Möglichkeiten, immer stärker und widerstandsfähiger zu werden, während eine gefüllte Spezialanzeige für kurzzeitig verbesserte Angriffe sorgt. Und schlussendlich ist ja auch grinding etwas, das damals zum guten Ton eines jeden (A-)JRPGs gehörte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-381975" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-12.png" alt="Ys Memoire The Oath in Felghana 12 Ys Memoire: The Oath In Felghana im Test - Knallharter Klassiker" width="1920" height="1080" title="Ys Memoire The Oath in Felghana 12 Ys Memoire: The Oath In Felghana im Test - Knallharter Klassiker" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-12.png 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-12-300x169.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-12-1024x576.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-12-768x432.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-12-1536x864.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-12-1170x658.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2025/01/Ys-Memoire-The-Oath-in-Felghana-12-585x329.png 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<h2><strong>Ein moderner Klassiker<br />
</strong></h2>
<p><strong>Ys Memoire: The Oath in Felghana</strong> erstrahlt im modisch aufpolierten Retro-Look und ähnelt optisch am ehesten einer klassischen J-RPG-Erfahrung aus der Zeit der <em>Playstation 1</em>. Kein Wunder, schließlich drehte der Titel ja bereits im Jahr 2005 auf <em>PSP</em> und der <em>Playstation Vita</em> seine Runden. Was damals noch als riesiger Schritt gegenüber des Originals von 1989 galt, präsentiert sich in der neuesten Auflage als Feinarbeit im Detail, die ihre größten Sprünge in der technischen Aufbereitung findet. Die von uns getestete <em>Playstation 5</em>-Version des Spiels lief stets in knackig scharfer Auflösung bei konstanten 60 Bildern pro Sekunde. Etwas merkwürdig, dafür aber wenig störend, empfanden wir das seltsame Bildstottern, sobald wir während der Testphase versehentlich gegen Wände liefen.</p>
<p>Ansonsten gibt es hier rein gar nichts zu meckern. Wer sich am grobkantig betagten Design allgemein erfreuen kann, erhält zusätzlich überarbeitete Charaktermodelle und verkleinerte 2D-Sprites mit größerem Fokus auf ihre Modelle, hat aber jederzeit die Möglichkeit, zum klassischen Look zu wechseln. Einer ähnlich aufwendigen Frischzellenkur durfte sich auch der Soundtrack unterziehen, denn der erklingt jetzt in höchstmöglicher Audio-Qualität aus den Lautsprechern und überzeugt atmosphärisch ein weiteres mal durch die gelungene Mischung aus verspielt-märchenhaften Klängen und treibend-rockigen Beats direkt aus den Tiefen der Dungeons. Sogar Hauptdarsteller <em>Adol</em> hat nun eine eigene Tonspur erhalten und kann sich, wie der restliche Cast übrigens auch, durchaus hören lassen. Darüber hinaus bietet <strong>Ys Memoire: The Oath in Felghana</strong> einige Quality-of-life-Verbesserungen, darunter einen Turbomodus und neu hinzugefügte Schwierigkeitsgrade.</p>
<p>Zum Schluss aber noch eine kleine Warnung, denn <strong>Ys Memoire: The Oath in Felghana</strong> wurde nicht für den hiesigen Markt lokalisiert. Euch erwarten also lediglich englische Bildschirmtexte und eine wahlweise japanische oder englische Sprachausgabe.</p>
<hr />
<p><em>Ys Memoire: The Oath in Felghana ist seit dem 07. Januar 2025 für die Playstation 4 und 5 und die Nintendo Switch erhältlich. Digital zahlt ihr derzeit einen Preis von 29,99€ . </em></p>
<p><em>Für diesen Test von Ys Memoire: The Oath in Felghana wurde uns freundlicherweise ein Testmuster vom Publisher Marvelous Games zur Verfügung gestellt. Screenshots und Keyart stammen wie gewohnt aus dem offiziellen Pressekit.</em></p>
<hr />
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=oqKS-Qt6zuc" title="Ys Memoire: The Oath in Felghana - Launch Trailer | PS5 &amp; PS4 Games" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/oqKS-Qt6zuc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<h2><strong>Fazit – Score: 9/10</strong></h2>
<p><strong>Ys Memoire: The Oath in Felghana</strong> ist ein Paradebeispiel für gut konservierte, gleichzeitig aber sinnvoll aufpolierte Videospielkunst. Den heiklen Spagat zwischen klassischer, actionbasierter J-RPG-Erfahrung und modernen Einflüssen, schafft der Titel mit zeitloser Bravour, indem er uns eindrucksvoll unter die Nase hält, was es eigentlich bedeutet, an den richtigen Stellen zu verbessern, ohne dabei die eigene Identität zu verlieren. Ich habe mich geärgert und verwundert mit dem Kopf geschüttelt, vor allem aber hatte ich riesigen Spaß. Mit dem schnörkellosen Kampfsystem, das stark durchdacht scheint und in seiner Dynamik nahezu süchtig macht. Mit einem Dungeon-Design, das sich wie ein Labyrinth vor mir ausbreitet und nicht davor zurückschreckt, mich mitten auf dem falschen Weg bloßzustellen, während der nächste Bossgegner einmal mehr unbesiegbar erscheint. Doch sind genau das die Momente, in denen mich <strong>Ys Memoire: The Oath in Felghana</strong> am meisten abholt und in denen ich die helfende Hand moderner Videospiele freudestrahlend loslasse, um mich voll und ganz auf dieses Erlebnis einzulassen. Was für mich mit einem <strong>Lacrimosa of Dana</strong> emotional zünden konnte, ist längst zur großen Liebe geworden. Zwar steht dieser Titel nicht unbedingt für die Stärke und Imposanz der letzten 3D-Hauptableger, doch spielerisch, atmosphärisch und sogar narrativ muss er sich keinesfalls verstecken. Im Gegenteil, <strong>Ys Memoire: The Oath in Felghana</strong> gehört in jede gut sortiere Videospielsammlung.</p>
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		<title>Aaero 2 im Test – Es ist kompliziert&#8230;zu kompliziert!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Oct 2024 08:00:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Aaero 2 bei uns im Test &#8211; Weihnachten 2018. Ruhe, Besinnlichkeit und ein hübsch geschmückter Tannenbaum machen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Aaero 2 bei uns im Test &#8211; Weihnachten 2018. Ruhe, Besinnlichkeit und ein hübsch geschmückter Tannenbaum machen sich im Wohnzimmer breit. Während der Holzofen erwartungsvoll knistert, stoßen meine ausgeruhten Augen unter einem Dunst aus Brennholz und Lebkuchen auf einen Online-Artikel über Aaero. Vom besten Rhythmus-Spiel aller Zeiten, einer unvergleichbar immersiven Erfahrung im Genre ist dort die Rede. Vor allem aber, dass es ab sofort verfügbar ist. Vorbei die Ruhe, shut up and hold my Mistelzweig! Sechs Jahre ist das nun her. Eine Zeit, in der ich Aaero immer wieder gerne gestartet habe, um mich zusammen mit meinem Kopfhörer in eine traumhafte Trance versetzen zu lassen. Von der unglaublich guten Musik und dem dynamischen Gameplay, die beide irgendwo dort verschmelzen, wo sich meine Synapsen längst verabschiedet haben und einfach nur noch diesem futuristisch anmutenden Setting aus Techno-Tunneln und schroffer Dystopie folgen. Genügend Gründe also, sich auf Aaero 2 zu freuen&#8230;<strong>oder?!</strong></h4>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-381487" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-4.png" alt="Aaero 2 4 Aaero 2 im Test – Es ist kompliziert...zu kompliziert!" width="3840" height="2160" title="Aaero 2 4 Aaero 2 im Test – Es ist kompliziert...zu kompliziert!" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-4.png 3840w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-4-300x169.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-4-1024x576.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-4-768x432.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-4-1536x864.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-4-2048x1152.png 2048w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-4-1920x1080.png 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-4-1170x658.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-4-585x329.png 585w" sizes="(max-width: 3840px) 100vw, 3840px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie schon sein Vorgänger, zählt sich auch <strong>Aaero 2</strong> zu den Rhythmus-Spielen im vorwiegend elektronischen Sound-Segment. Jedem Musikstück ist ein optisch ebenso einzigartiges Level gewidmet, das sich zudem an die jeweiligen Klänge des aktuellen Songs anpasst. Allerdings bietet <strong>Aaero</strong> auch im zweiten Anlauf einen unverwechselbaren Twist im Genre, denn anstelle von Noten, erwarten euch hier sogenannte Magnetbänder, die ihr via Raumschiff möglichst präzise anfliegt. Die neonfarbenen Striche erscheinen passend zum aktuellen Song und simulieren auf diese Weise den Beat, die Tonhöhe oder andere Soundeffekte. Gesteuert wird mit dem linken Analogstick, wobei die angeforderten Manöver auf dem Bildschirm dem Bewegungsmuster der 360 Grad-fähigen Eingabemethode genau nachempfunden sind. Regelmäßig fliegen wir also anspruchsvolle Zickzack-Muster oder legen auch schon mal eine Schraube aufs futuristisch anmutende Parkett der musikalischen Weltraumodyssee. SpielerInnen, die sich bereits mit der <strong>skate.</strong>-Serie von <em>Electronic Arts</em> auseinandergesetzt haben, dürften sich also auch in <strong>Aaero 2</strong> sofort zurechtfinden. Ein blitzschnelles Reaktionsvermögen, sowie die Hand-Augen-Koordination eines ergrauten <strong>Guitar Hero</strong>-Veteranen, sind zum Einstieg ebenfalls erwünscht. Relativ leicht zu erlernen, aber nur schwer zu meistern – ihr kennt den Deal.</p>
<blockquote><p><strong>Als hätte Omi ihre gute, alte Future Trance-CD-Sammlung geschreddert (&#8230;)</strong></p></blockquote>
<p>Auf halbwegs gemütlichen Einhandbetrieb solltet ihr euch dennoch nicht einstellen, schließlich schmeißt euch der Titel in regelmäßigen Abständen auch eine Vielzahl an skurrilen Gegnern um die windigen Ohren und präsentiert euch ein waschechtes Kampfsystem. Um Roboter-Hornissen, riesige Sandwürmer oder anderen Schrott aus dem All, kümmert ihr euch mit einem feurigen Arsenal aus Raketen und einer neu hinzugefügten Minigun. Stumpfes ballern ist allerdings wenig empfehlenswert, denn erst, wenn die Viecher zum Takt zerbersten, hagelt es diverse Bonuspunkte auf euren Highscore. Gemessen wird sich einmal mehr per Online-Leaderboard. Wem die verbissene Punktejagd dagegen egal scheint, der freut sich über mehrere Versuche pro Lauf, eine Lebensanzeige und die Möglichkeit, zwischen vier verschiedenen Schwierigkeitsgraden zu wählen. Ein Bildschirmtod senkt zwar den Multiplikator, weshalb ihr kompetitiv dann einfach nicht mehr ernstzunehmende Punktzahlen erreicht, im Gegensatz werdet ihr aber auch nicht direkt vom eigentlichen Spielgeschehen ausgeschlossen und dürft praktisch immer weiter üben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-381486" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-3.png" alt="Aaero 2 3 Aaero 2 im Test – Es ist kompliziert...zu kompliziert!" width="3840" height="2160" title="Aaero 2 3 Aaero 2 im Test – Es ist kompliziert...zu kompliziert!" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-3.png 3840w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-3-300x169.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-3-1024x576.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-3-768x432.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-3-1536x864.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-3-2048x1152.png 2048w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-3-1920x1080.png 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-3-1170x658.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-3-585x329.png 585w" sizes="(max-width: 3840px) 100vw, 3840px" /></p>
<h2>Alles anders in Aaero 2?</h2>
<p>Doch was macht <strong>Aaero 2</strong> jetzt eigentlich anders, also zu einem richtigen Nachfolger? Die schnelle Antwort lautet: Viel. Viel zu viel. Versteht mich nicht falsch. Das grundsätzliche Spielprinzip aus extrem dynamischer, fast schon fluchtartiger Rhythmus-Sause vor dem Hintergrund einer sich lediglich nur kryptisch entfaltenden, bizarr-isolierten Techno-Spielwelt und seinem hohen Maß an Präzision und Taktgefühl, weiß nach wie vor zu begeistern und birgt quasi unendlichen Spielspaß, bzw. die Motivation, die eigenen Fähigkeiten immer weiter auszubauen. Dennoch scheint sich Entwickler <em>Mad Fellows</em> hier leicht übernommen zu haben.</p>
<p>Fangen wir beim Gameplay an. Im Vorgänger reichte es zum Beispiel aus, Gegner mit dem vom rechten Analogstick gesteuerten Cursor anzuvisieren und den Stick danach wieder in die neutrale Mittelposition schnalzen zu lassen, damit ich der feindlichen Riege einen Satz Raketen ins Getriebe jagen konnte. In <strong>Aaero 2</strong> muss ich aktiv den rechten Trigger gedrückt halten, jedes Ziel einzeln anvisieren und bekomme dann noch einen Balken, ähnlich der Animation zum perfekten Nachladen aus <strong>Gears (of War)</strong>, serviert, für den ich den richtigen Moment optisch und eben nicht mehr akustisch abpasse. Im wahrlich pulsierenden Eifer des Gefechts überfordert mich das von der ersten Sekunde an, zumal sich das Trefferfeedback in <strong>Aaero 2</strong> zu keiner Zeit als besonders responsiv beschreiben lässt. Außerdem überrascht der Nachfolger mit einer deutlich höheren Grundschwierigkeit. Im Erstling galt der normale Modus noch als perfekter Einstieg, schließlich boten die ikonischen Magnetbänder bis zur Hälfte der Tracklist noch meist simple, nachvollziehbare Formen. Außerdem waren diese Sektionen klar von den Momenten abgegrenzt, in denen ich mich um einen Haufen Feinde kümmern musste. Ein logischer Schwierigkeitsgrad für den Einstieg eben, um irgendwann bequem auf <em>Fortschrittlich</em> oder <em>Meister</em> zu wechseln. Jetzt gerate ich bereits früh ins Stottern, schließlich werden diese beiden Sequenzen nun gnadenlos miteinander vermischt und ich werde jedes mal dazu gezwungen, zeitgleich einen nach links und rechts ausschwenkenden Balken im Auge zu behalten, damit meine Feuerkraft oder der Highscore keine Einbußen erleiden. In der Zwischenzeit muss ich aber genauso feindlichen Projektilen ausweichen und darf das sich erneut rasant nähernde Magnetband nicht verpassen. Als einzige Alternative dazu, bietet mir <strong>Aaero 2</strong> einen Chillout-Modus an. In dem bleibt mir jeglicher Fortschritt allerdings verwehrt, es gibt keine Sterne zu holen und auch die Rangliste fehlt.</p>
<p>Selbstverständlich sind die ikonischen Bosskämpfe ebenfalls wieder mit von der Partie und es entsteht ein grundsätzlich abwechslungsreicher Strudel aus dynamischer Flughatz und eben diesen taktisch herausfordernden Begegnungen. Als Zuckerschlecken galten die bereits im Vorgänger nicht, doch <strong>Aaero 2</strong> schwört sich beim Thema unfaire Anforderung einmal mehr die Treue. Eine geschlagene Stunde hat es mich gekostet, den ersten Boss zu legen. Und das nur, weil mich das neue Kampfsystem zur absoluten Weißglut treibt. Was ich wann anvisiere und dann im richtigen Moment meiner Feuerkraft aussetze, gestaltet sich unglaublich schwierig und nur selten nachvollziehbar, weil ich jetzt eben den rechten Trigger halten und auch wieder loslassen und nebenbei noch diese unnötige Anzeige im Auge behalten muss. Währenddessen schlängeln sich vier Sandwürmer mit mehreren Trefferzonen von der Decke und der eigentliche Gegner, eine meterhohe Spinne, blickt mich mit ihren acht Augen an, auf die ich selbstverständlich genauso zielen muss. Allerdings nur für einen kurzen Augenblick, schließlich bewegt sich der Raumgleiter automatisch und verweilt an dieser Stelle nur kurz&#8230;und ich spiele auf NORMAL&#8230;<em>AAAARRGH!</em></p>
<blockquote><p><strong>(&#8230;) es braucht nun auch keine Wetten, dass&#8230;-Challenge, um den durchaus markanten Sound des Labels über sämtliche KünstlerInnen hinweg, zu erkennen.</strong></p></blockquote>
<p>Vielleicht mag das alles persönlichen Umständen geschuldet sein, aber wenn ich ganze sechs Jahre immer wieder mit einem Titel verbringe, dort stetig besser werde, aber am direkten Nachfolger überraschend früh scheitere, läuft doch zumindest etwas schief. Dass ich mich mit dieser eher traurigen Leistung im guten Mittelfeld aus aktuell knapp 50 testenden Personen positioniere, untermauert diese Theorie nur. Ich <a href="https://games-mag.de/2023/02/23/theatrhythm-final-bar-line-bei-uns-im-test/" target="_blank" rel="noopener">liebe Rhythmus-Spiele</a>, sie sind mein guilty pleasure seit fast zwei Jahrzehnten, und ich gehe gerne einige Umwege, um mich auf jedes von ihnen einzustellen. Doch um ehrlich zu sein, bin ich nicht einmal sonderlich motiviert, weitere Zeit mit <strong>Aaero 2</strong> zu verbringen. Während die Playlist des Vorgängers es, dank teils zeitloser Künstler/Songs und reichlich akustischer Abwechslung, noch schaffte, mich in seinen traumhaft trance-artigen Bann und dabei in ein unvergleichbares Stimmungshoch zu ziehen, langfristig zu motivieren und mich dabei wertgeschätzt in meiner eigenen Zeit zu fühlen, kaue ich jetzt auf einer vom Musiklabel <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Monstercat" target="_blank" rel="noopener"><em>Monstercat</em></a> stark dominierten Liste herum, bis meine Backenzähne jene Geräusche wiedergeben, die so übertönend schrill und monoton aus den Lautsprechern drängen.</p>
<p>Für die jüngere Generation funktioniert das vielleicht, denn dort, wo sich Künstler wie <em>Bossfight</em> und <em>MUZZ</em> gute Nacht sagen, trifft sich auch ein unverkennbar modern-kommerzieller Sound aus bunt gemischten Elektronik-Genres, der subjektiv gefallen kann, aber audiovisuell eben längst nicht mehr die angestrebt mystische Atmosphäre des Vorgängers vermittelt und die Qualität von Schaffenden wie <em>Noisia</em> massiv unterbuttert. Es mag löblich sein, wie offengeistig <em>Monstercat</em> mit ihren Künstlern und Lizenzen umgeht und damit für angenehmere Prozesse in der Entwicklung solcher Titel sorgt. Selbst <em>Mad Fellows</em>-Gründer und <strong>Guitar Hero</strong>-Vater <em>Paul Norris</em> erklärt das <a href="https://www.reddit.com/r/xbox/comments/1doxugc/im_paul_from_mad_fellows_our_musicdriven/" target="_blank" rel="noopener">in diesem Reddit-Artikel</a> ziemlich nachvollziehbar, was ja aber nichts am finalen Ergebnis ändert. Mir fehlt der Hinweis, dass es sich hier quasi um ein reines Feature mit dem Label <em>Monstercat</em> handelt, vor allem aber der intrinsische Antrieb, mit meinem Raumgleiter auf ein Finale zuzusteuern, dessen Songs mir bereits in <strong>Rocket League</strong> unaufhörlich in den Gehörgang geprügelt wurden. Dabei ist es ja genau diese vereinfachte Kooperation zwischen musikalischen Künstlern und der Videospielbranche, die sich hier selbst ein Bein stellt. Denn seien wir doch mal ehrlich, egal wie divers sich <em>Monstercat</em> in ihrem Audiokatalog gibt, es braucht nun auch keine <strong>Wetten, dass</strong>&#8230;-Challenge, um den durchaus markanten Sound des Labels über sämtliche KünstlerInnen hinweg, zu erkennen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-381488" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-5.png" alt="Aaero 2 5 Aaero 2 im Test – Es ist kompliziert...zu kompliziert!" width="3840" height="2160" title="Aaero 2 5 Aaero 2 im Test – Es ist kompliziert...zu kompliziert!" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-5.png 3840w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-5-300x169.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-5-1024x576.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-5-768x432.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-5-1536x864.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-5-2048x1152.png 2048w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-5-1920x1080.png 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-5-1170x658.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-5-585x329.png 585w" sizes="(max-width: 3840px) 100vw, 3840px" /></p>
<h3>Im Weltall hört euch niemand schreien</h3>
<p>Immerhin hat es diesmal ein Mehrspielermodus in den Titel geschafft. Mit einer weiteren Person schlagt ihr euch nun entweder gemeinschaftlich oder gegeneinander im PVP-Modus durch die bizarren Landschaften und Bauten der futuristisch-dystopischen Spielwelt. Besonders cool: Während des Spielgeschehens wird euer Magnetband optisch zwar deutlich von dem eures Mitspielers getrennt und erscheint zumeist auch auf eurer Seite des Bildschirms, trotzdem stehen häufige und vor allem rasante Seitenwechsel an, dich noch einmal mehr eure Reflexe auf die Probe stellen. Zusätzlich habt ihr sogar die seltene Wahl, ob ihr euch per Matchmaking einen beliebigen Kollegen, bzw. Kontrahenten schnappt oder mit einem Kumpel eine entspannte Runde auf dem eigenen Sofa im Zwei-Spieler-Koop verbringt. Die Online-Suche versteht sich zwar Plattformübergreifend, doch zum jetzigen Zeitpunkt ist mit insgesamt knapp 50 Spielenden kaum ein Match möglich, weshalb dieser Modus lediglich eine kurze Anspielsession erfuhr.</p>
<p>Für die Langzeitmotivation sorgt in <strong>Aaero 2</strong> nicht bloß die Möglichkeit, jeden der <strong>insgesamt 18 Songs</strong> jederzeit erneut spielen zu dürfen, sondern auch ein Levelsystem, inklusive täglicher und wöchentlicher Herausforderungen. Mehr als Prestige bietet diese Funktion allerdings nicht. Leaderboards funktionieren immer noch pro Song und erreichter Leistung, beziehungsweise dem jeweiligen Schwierigkeitsgrad. Wer die Tracks der Playlist oder neue Schwierigkeitsmodi freispielen will, sammelt wie gewohnt Sterne, deren Anzahl sich an eurem geleisteten Niveau orientiert.</p>
<p>Technisch gibt es übrigens nichts zu beanstanden. <strong>Aaero 2</strong> profitiert, wie so viele andere Titel, von der Power der aktuellen Konsolengeneration und läuft mit 60 stabilen Bildern pro Sekunde jederzeit flüssig, während die Auflösung ein knackig scharfes 4K-Bild erzeugt. Ok, ein Meisterwerk ist das angesichts der stilistisch eher detailarm belassenen Umgebungen nicht unbedingt, dennoch setzt der Titel gegenüber seinem Vorgänger eine ordentliche Schippe drauf. Als hätte Omi ihre gute, alte <em>Future Trance</em>-CD-Sammlung geschreddert und sie den aromatisch in der Pfanne brutzelnden Pilzen hinzugefügt, erwartet euch in <strong>Aaero 2</strong> ein noch größeres Effektgewitter vor dem optischen Hintergrund verstörender Techno-Tunnel, hypnotisierenden Raumstationen sowie von der Realität völlig losgelösten Unterwasserwelten.</p>
<hr />
<p><em>Aaero 2 erscheint am 15. Oktober 2024 vorerst exklusiv für die Xbox Series X. PC-SpielerInnen via Steam dürfen erst zu einem noch nicht genannten, späteren Zeitpunkt ran, während über die Veröffentlichung auf weiteren Konsolen bislang überhaupt nicht gesprochen wird. Ausschließlich digital erhältlich, schlägt der Titel mit 14,99 zu Buche. Der Reviewcode für Aaero 2 auf der Xbox Series X, wurde uns freundlicherweise vom Publisher und Entwickler Mad Fellows zur Verfügung gestellt. Screenshots stammen aus dem offiziellen Pressekit.</em></p>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=z6bh8QBUHNo" title="Aaero2 Trailer" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/z6bh8QBUHNo?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<hr />
<h2>Fazit</h2>
<p><strong>Tja, während das dynamische Spielgefühl immer noch passt, geht Aaero 2 im Vergleich zum Vorgänger ein wenig die Puste aus. Ein spaßiger Besuch im Club ist das immer noch, aber eben nicht mehr energisch um Mitternacht, sondern kurz vorm Morgengrauen, wenn die Energie bereits verdampft ist und sich die eigenen Bewegungen auf der Tanzfläche kaum noch richtig anfühlen. Das Kampfsystem wurde konsequent verschlimmbessert, während der allgemeine Schwierigkeitsgrad viel zu anspruchsvoll ausfällt und mir komfortable Einstiegs-Mechaniken des Erstlings verwehrt. Die Playlist ist diesmal wirklich nur für absolute Monstercat-Fans geeignet, denn wer sich für den neumodernen, kommerziellen und hörbar monoton-schrillen Klang aktueller Veröffentlichungen nicht begeistern lässt, hat aufgrund mangelnder Diversität im Soundtrack kaum eine Chance, mit Aaero 2 überhaupt warmzuwerden. Neuerungen wie der Multiplayermodus entpuppen sich als nette Dreingabe, die dem Nischen-Kult des Titels allerdings auch nicht entkommen und in wenigen Wochen mit gähnend leeren Lobbys aufwarten werden. Es macht mich unfassbar traurig, aber Aaero 2 ist tatsächlich nicht das, was gestandene Fans des Erstlings erwartet oder gar verdient hätten. Wer dagegen vom jünger klingenden Sound nicht genug bekommt und sich auf die gesteigerte Herausforderung einlassen möchte, findet in diesem Nachfolger schon so etwas, wie seinen potentiell nächsten Favoriten im Rhythmusspiel-Genre.<br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Visions of Mana &#8211; Vom eigenen Vermächtnis und Spielspaß unter Bergen von Zucker</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Sep 2024 00:12:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spiele-Tests]]></category>
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					<description><![CDATA[Visions of Mana &#8211; Vom eigenen Vermächtnis und Spielspaß unter Bergen von Zucker. Oh, du heilige Mana-Reihe,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Visions of Mana &#8211; Vom eigenen Vermächtnis und Spielspaß unter Bergen von Zucker.</h2>
<p>Oh, du heilige Mana-Reihe, ich bin dir wohl längst ein Geständnis schuldig, denn deinen legendären Auftakt im November 1994 habe ich schlicht verpasst – und nie nachgeholt! An einem <em>SNES</em> im Haus mangelte es damals zwar nicht, doch schien meine kindliche Seele viel lieber daran interessiert, an diversen und vor allem bockschweren Lizenztiteln schmerzerfüllt zu zerbrechen. Als etliche Jahre später zufällig ein gewisses <strong>Children of Mana</strong> im Cartridge-Schacht des <em>Nintendo DS</em> verschwand, konnte mich das aufgrund seiner Dungeon Crawler-artigen Struktur nicht besonders lange fesseln, was dann wohl auch für das deutlich jüngere <strong>Trials of Mana</strong>, meinen zweiten Ausflug in die hochgelobte Reihe, gilt. Als Remake des bislang Japan-exklusiven <strong>Seiken Densetsu 3</strong> deklariert, konnte der Titel bestenfalls noch historisches Interesse wecken, musste beim Narrativ und durch seinen austauschbaren Cast allerdings deutlich Federn gegenüber moderneren Iterationen des Genres lassen.</p>
<p>Doch was läuft da eigentlich schief? Seit seinem westlichen Debüt mit <strong>Secret of Mana</strong>, konnte die Reihe nie wieder an diesen einen Erfolg anknüpfen und lässt sich stattdessen mit jeder Neuveröffentlichung vom eigenen Vermächtnis niedertrampeln oder zumindest aus genau diesem Grund ein paar Pünktchen auf zahlreichen Bewertungsplattformen abziehen. Aber ist die Serie nicht eigentlich viel mehr verschmerzbare Double A-Produktion, als ständig scheiterndes Triple A-Erbe?</p>
<p>Überzeugendes Action-JRPG voller Spielspaß oder faules Obst am meterhohen Stammbaum? <strong>Visions of Mana</strong>, schauen wir doch mal rein.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-381289" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/09/Visions-of-Mana-7.png" alt="Visions of Mana 7 Visions of Mana - Vom eigenen Vermächtnis und Spielspaß unter Bergen von Zucker" width="3840" height="2160" title="Visions of Mana 7 Visions of Mana - Vom eigenen Vermächtnis und Spielspaß unter Bergen von Zucker" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/09/Visions-of-Mana-7.png 3840w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/09/Visions-of-Mana-7-300x169.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/09/Visions-of-Mana-7-1024x576.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/09/Visions-of-Mana-7-768x432.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/09/Visions-of-Mana-7-1536x864.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/09/Visions-of-Mana-7-2048x1152.png 2048w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/09/Visions-of-Mana-7-1920x1080.png 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/09/Visions-of-Mana-7-1170x658.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/09/Visions-of-Mana-7-585x329.png 585w" sizes="(max-width: 3840px) 100vw, 3840px" /></p>
<h2>Wir sind dann mal alle weg&#8230;</h2>
<p>Alle vier Jahre, so befiehlt es die uralte Prophezeiung, wird jeweils ein Bewohner der insgesamt acht hiesigen Elementardörfer von einer Fee auserkoren, dem Manabaum seine oder ihre Seele darzubieten, um so die regelmäßig drohende Apokalypse abzuwenden. Was nach nur schwer stemmbarer Verantwortung klingt, ist für die Einwohner zumeist eine riesige Ehre, weshalb auch Hauptprotagonist <em>Val</em> genügend Grund zur Freude hat. Von der säuselnden XXL-Hummel zur Geweihten gewählt, liegt das Schicksal der Welt fortan nämlich auch in den Händen seiner Freundin Hina, während der junge Recke selbst in die Rolle des Seelenwächters schlüpft und alle acht Auserwählten sicher zum namensgebenden Wurzeltitan geleiten muss.</p>
<p>Dass sie sich für diese Aufgabe buchstäblich opfern, scheint dem dynamischen Duo und ihren nacheinander dazustoßenden BegleiterInnen zuerst gar nicht bewusst, wird euch aber bereits in einer frühen Zwischensequenz durch dramatische Bilder angedeutet. Das eine knisternde Spannung erzeugende Damoklesschwert über der anfänglich eher heiter und mit allerlei Japano-Klamauk inszenierten Pilger-Geschichte, bildet durch den subtil-melancholischen Stilbruch im Hintergrund immerhin einen wohlwollend starken Kontrast, der bei Laune hält und die eigene Wahrnehmung der Ereignisse bis zur offiziellen Offenbarung narrativ gelungen verzerrt.</p>
<blockquote><p><strong>(&#8230;)als hätte Bob Ross einen wirklich wilden Tag gehabt.</strong></p></blockquote>
<p>Für Freunde grellbunt präsentierter Fernost-Dramaturgie aus dem mit allerlei Kitsch und Kulleraugen gefüllten Genre-Baukasten, erhält <strong>Visions of Mana</strong> locker einen kleinen Oscar. Alle anderen denken vielleicht eher an Geschichten wie sie bereits in <strong>Final Fantasy X</strong> und anderen Werken erzählt wurden. Schließlich birgt die angedacht fröhliche Pilgerreise zum sagenumwobenen Manabaum nicht bloß einige Tücken, sondern auch ein verheerendes Schicksal.</p>
<p>Zudem trefft ihr mit dem fast zweistelligen Kader auf eine optisch äußerst diverse Truppe, die dank ihrer bonbonbunten Erscheinung Diabetes für lau verteilt, sich somit aber mühelos in die sie umgebende Spielwelt integriert, die in ihrer schrillen Farbgestaltung ebenfalls so wirkt, als hätte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bob_Ross_(Maler)" target="_blank" rel="noopener"><em>Bob Ross</em></a> einen wirklich wilden Tag gehabt. Doch das bleibt völlig außer Kritik, man muss das dadurch entstandene Artdesign eben mögen. Und falls euch das gelingt, dann dürfte <strong>Visions of Mana</strong> sogar eines eurer visuellen Highlights in diesem Spielejahr werden. Denn mit moderner Technik im Rücken, flüssigen 60 Bildern pro Sekunde und einer einzigartigen Atmosphäre, erstrahlen die vielseitig entworfenen Landschaften und Gebiete in herrlicher, wenn auch gewollt Comic-hafter Grafikpracht. Ob weitläufige Graslandschaften, düster-verwinkelte Wälder oder mit glitzerndem Schnee bedeckte Bergpfade, die in unheimlich anmutende Höhlensysteme verlaufen und kurz zuvor mit verträumtem Panorama-Ausblick locken, die Welt von <strong>Visions of Mana</strong> bietet für jeden Geschmack das richtige Szenario und weiß dadurch für optisch gelungene Abwechslung auf der spannungsreichen Pilgerreise zu sorgen. In einzelne Areale unterteilt und lediglich durch kurze Ladezeiten voneinander getrennt, fallen die Gebiete mal überschaubar, dann wieder überraschend groß aus. Keine Sorge, überfordernd wirkt das nie, außerdem schaltet ihr im späteren Verlauf der Geschichte mehrere Möglichkeiten frei, die Welt noch schneller auf dem Rücken einiger Tierwesen zu bereisen.</p>
<p>Logisch, das hier ist nicht die unendlich wirkende Spielwelt eines <strong>Final Fantasy VII Rebirth</strong> und selbst der Plot erinnert mich grundsätzlich viel zu stark an bereits durchgekaute Unterhaltungsmedien-Lektüre, in der die globale Rettung gleichzeitig einen schmerzhaften, persönlichen Verlust bedeutet und der Aufwand einer langen, kräftezehrenden Reise vor dem Hintergrund einer zusammenwachsenden Gruppe zweifelhaft in Frage gestellt wird, während der eigentlich sympathische Cast es ebenfalls nur selten schafft, seine stereotype 2D-Abziehform zu verlassen. Dafür wird auch einfach zu viel gejauchzt, mit überdimensionalen Augen gekullert und dabei selten Glaubwürdigkeit in der Charakterentwicklung vermittelt. Atmosphärisch funktioniert <strong>Visions of Mana</strong> innerhalb seines niedlich-süßen Dioramas dagegen schon, gar keine Frage, nicht aber im Vergleich. Düstere Untertöne sorgen zwar kurzfristig für einen stilistisch gelungenen Kontrast, machen daraus allerdings nie mehr als Zartbitter-Schokolade mit kitschigem Streuselkonfekt. Selbstverständlich kandiert, in einem höllischen Fiebertraum aus klischeehaften Anime-Tropes und einem fast schon irrwitzig anmutenden <em>Who&#8217;s Who</em> der letzten zwanzig Jahre im J-RPG-Genre.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-381287" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/09/Visions-of-Mana-6.png" alt="Visions of Mana 6 Visions of Mana - Vom eigenen Vermächtnis und Spielspaß unter Bergen von Zucker" width="1920" height="1080" title="Visions of Mana 6 Visions of Mana - Vom eigenen Vermächtnis und Spielspaß unter Bergen von Zucker" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/09/Visions-of-Mana-6.png 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/09/Visions-of-Mana-6-300x169.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/09/Visions-of-Mana-6-1024x576.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/09/Visions-of-Mana-6-768x432.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/09/Visions-of-Mana-6-1536x864.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/09/Visions-of-Mana-6-1170x658.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/09/Visions-of-Mana-6-585x329.png 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<h2>Komm ran, Mümmelmann!</h2>
<p>Serientypisch setzt auch <strong>Visions of Mana</strong> auf ein actionbasiertes Kampfsystem. Die vielseitigen Landschaften der Spielwelt beherbergen schließlich nicht bloß hübsche Panoramen oder wertvolle Schatztruhen, sondern auch fiese Monster. Okay, zugegeben, so fies schauen die gar nicht aus, denn wie seit jeher für die Reihe bekannt, offenbart sich die gegnerische Riege eher als bizarr abgewandelte Version realer Vorbilder aus dem Tierreich, inklusive urkomischer Namen im ulkigen Design. <a href="https://games-mag.de/2024/01/16/dragon-quest-monsters-der-dunkle-prinz/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Dragon Quest</strong></a> lässt grüßen, aber eben nur visuell, denn gekloppt wird sich hier immer noch in Echtzeit.</p>
<p>Dank eines überzeugenden Trefferfeedbacks, der stabilen Kollisionsabfrage und zauberhaftem Effektgewitter, fühlen sich die Kämpfe wahnsinnig spaßig an und gehen dabei geschmeidig von der Hand. Normale und schwere Angriffe lassen sich zu starken Kombos aneinanderreihen, während Elementarzauber, Fähigkeiten und mächtige Spezialmanöver per komfortablem Radmenü ebenfalls Einzug in die kurzweiligen Scharmützel halten, sofern ihr sie denn ausgerüstet habt. In <strong>Visions of Mana</strong> erlernt ihr Elementmagie oder bestimmte Aktionen nämlich nicht per Levelaufstieg, sondern weist sie dem jeweiligen Charakter als Item zu, was zuerst etwas umständlich wirkt, euch jedoch eine enorme taktische Freiheit bei der spielerischen Charakterentwicklung verleiht. Heiltränke und die richtige Ausrüstung sind ebenfalls nicht außer Acht zu lassen, weshalb ihr euch in Siedlungen, Dörfern und Städten stets neu damit eindecken, bzw. angelegte Ausrüstung regelmäßig verbessern solltet. Zeitgleich machen überall in der Welt verteilte Schnellreisepunkte die Rückkehr zu bereits besuchten Orten zu einem Kinderspiel, wovon überwiegend die etlichen, leider etwas dröge inszenierten Sidequests profitieren. Die ohnehin schnörkellose Erkundung fällt dadurch sogar noch ein gutes Stück zugänglicher und dynamischer aus.</p>
<blockquote><p><strong>(&#8230;)in der Videospiele eben Videospiele waren und nicht der aalglatte Pitch für Investoren im aktuellen Fiskaljahr.</strong></p></blockquote>
<p>Als besonderer Gameplay-Twist entpuppen sich letztlich die Reliquien. Einmal im Rahmen der Haupthandlung entdeckt, dürft ihr die einzigartigen Waffen frei unter der Heldentruppe verteilen, jederzeit austauschen und auf diese Weise völlig neue Elementar-Klassen und damit verbundene Fähigkeiten freischalten. Das ist nicht bloß im Hinblick auf das fordernde System aus Schwächen und Resistenzen während der Kämpfe ziemlich praktisch, sondern schaltet auch beim Erkunden der von <em>Metroidvania</em>-artigen Barrieren durchzogenen Umgebung regelmäßig neue Routen und geheime Pfade frei. Damit ihr innerhalb dieses Systems flexibel bleibt und auf jede Situation angemessen, respektive akut reagieren könnt, stellt Hauptdarsteller Val nicht den einzigen, spielbaren Charakter dar. Prinzipiell beschränkt sich euer aktueller Trupp auf maximal drei Mitglieder, die sind jedoch frei wählbar und dürfen jederzeit über das Hauptmenü ausgewechselt werden.</p>
<p>Ein bisschen knackiger hätte das Abenteuer allerdings schon ausfallen dürfen, denn selbst auf dem normalen Schwierigkeitsgrad boxt ihr euch ohne große Herausforderung durch Horden aus Standardgegnern, nehmt es locker mit den cool in Szene gesetzten und spaßigen Bossen auf und werdet in den versteckten Geistweilern garantiert eine Kampfherausforderung nach der anderen siegreich abschließen. Vielleicht hat es Entwickler <em>Ouka Studios</em> mit der modernen Benutzerfreundlichkeit ja auch einfach viel zu gut gemeint. <em>Show, don&#8217;t tell</em> hätte dem japanischen A-RPG jedenfalls ziemlich gut getan, denn vor allem im ersten Drittel der knapp 30-stündigen Handlung ballert euch <strong>Visions of Mana</strong> mit Zwischensequenzen nur so zu. Ob offensichtliche Erklärung über neu hinzugefügte Gameplay-Elemente oder fadenscheiniger Schnack innerhalb der Gruppe zu belanglosen Themen, gefühlt sucht der Titel jede einzelne Minute, bzw. alle fünf Meter nach einem Grund, euch immer wieder auszubremsen. Dazu gesellt sich die für Publ<em>isher Square Enix</em> mittlerweile so typische, den eigenen Verstand nahezu beleidigende Lokalisierung. Wer mit englischer Sprachausgabe und deutschen Untertiteln spielt, sollte den Ton lieber stumm schalten. Zwar verpasst ihr so den genialen Orchestersoundtrack aus stimmungsvollen Klängen, erspart euch zeitgleich aber auch die zum Wahnsinn verleitende Diskrepanz zwischen gesprochenen Worten und den Texten, die auf dem Bildschirm erscheinen. Außerdem hapert es mit den englischen Stimmen deutlich an korrekter Betonung und Emotionen, weshalb ihr euch ohnehin mit japanischer Originalvertonung zum Manabaum begeben solltet.</p>
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<p>Als Gesamtwerk hat <strong>Visions of Mana</strong> seine einzelnen Puzzleteile durchaus im Griff und schafft es dabei, ein funktionierendes, großes Ganzes zu erschaffen, das objektiv stimmig wirkt. Das schnörkellos-dynamische Gameplay mit einigen Extras begeistert von der ersten Sekunde an, lockt mit motivierender Erkundung in einer Teil-offenen Welt, vor deren überzogen buntem Hintergrund eine Heldengruppe wandert, die ich zwar nicht immer verstehen oder liebhaben kann, die aber dennoch eine gewisse Sympathie versprüht. Wer hier immer noch auf die gleichen Emotionen setzt, wie damals vor dem <em>Super Nintendo</em> und genau diesen Flair erwartet, wird leidlich fluchen. Aber genau das ist der Punkt. Als unabhängiges, nicht ganz so kostspieliges Werk mit immer noch genügend Produktionswerten betrachtet, bereitet <strong>Visions of Mana</strong> in erster Linie Freude Freude und erinnert damit trotz aller Kritik wehmütig an eine Zeit, in der Videospiele eben Videospiele waren und nicht der aalglatte Pitch für Investoren im aktuellen Fiskaljahr. Und während sich der neueste Ableger der Reihe aus seinem eigenen Nachlass deutlich besser befreien kann als jemals zuvor, wirkt die Hinterlassenschafts-Rhetorik für das zuständige Entwicklerteam <em>Ouka Studios</em> in seiner bevorstehenden Schließung sicher wie purer Hohn. Verrückte Welt. Dann doch lieber bonbonbunt.</p>
<hr />
<h2><strong>Fazit:</strong></h2>
<p><strong>Unterm Strich erhaltet ihr mit Visions of Mana ein spaßiges, vor allem aber solides Action-RPG aus Fernost im zuckersüßen Bonbon-Look, dessen Story ihr bereits kennt und auf dem ein spürbar erwartungsvolles Vermächtnis lastet. Ob sich das für euch persönlich erfüllt oder nicht, Publisher Square Enix und Entwickler Ouka Studios haben hier jedenfalls ein ziemlich dickes, als Gesamtwerk funktionierendes und unterhaltsames Paket geschnürt, das lediglich der kritischen Zerlegung in seine Einzelteile nur schwächelnd standhält und durch moderne Hilfestellungen oder die fragwürdige Lokalisierung auch mal nerven kann. Fans des Genres darf das relativ egal sein, die greifen ohnehin wegen des geschmeidigen Kampfsystems zu und erfreuen sich an weiteren Stärken des schnörkellosen Gameplays, während im kitschig-bunten Hintergrund eine Heldengruppe wandert, die sich schlicht nur subjektiv bewerten lässt.</strong></p>
<hr />
<p><em>Für diesen Test wurde uns freundlicherweise ein Reviewcode für Visions of Mana auf der Playstation 5 vom Publisher Square Enix zur Verfügung gestellt. Screenshots stammen aus dem offiziellen Pressekit.<br />
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