Diablo IV PTR Season 15 : Wirbelwind-Barbar und Shred-Druide im Test – Einer steckt die Nerfs klar besser weg

Zwei beliebte Builds müssen auf dem PTR Federn lassen – doch während der Barbar weiterhin ordentlich abliefert, hat der Shred-Druide deutlich mehr zu kämpfen:

Der Diablo IV PTR ist weiterhin in vollem Gange und auch wir testen fleißig die verschiedenen Klassen und Builds für die kommende Saison. Nachdem wir uns zuletzt bereits den Warlock und den Geistgeborenen genauer angeschaut haben, geht es diesmal um zwei deutlich klassischere Diablo-Builds: den Wirbelwind-Barbaren und den Shred-Druiden.

Beide Builds mussten auf dem PTR einige Anpassungen und Nerfs hinnehmen. Allerdings zeigt sich in meinen bisherigen Tests ein deutlicher Unterschied: Während der Wirbelwind-Barbar die Änderungen meiner Meinung nach noch vergleichsweise gut verkraftet, hat der Shred-Druide wesentlich stärker unter den Anpassungen zu leiden.

Gerade beim Druiden zeigt sich dabei, wie wichtig einzelne Sets und deren Boni für einen Build inzwischen geworden sind. Ein Nerf an einer zentralen Schadensquelle kann hier deutlich größere Auswirkungen haben, als es die reinen Zahlen auf dem Papier zunächst vermuten lassen.

Diablo IV PTR: Wirbelwind-Barbar – Nerfs spürbar, aber der Build bleibt stark

Beginnen wir mit dem Wirbelwind-Barbaren. Auf dem Papier sieht die Liste der Änderungen zunächst einmal alles andere als freundlich aus. Blizzard hat beim Barbar mehrere Schadensquellen reduziert und damit vor allem einige der bisherigen Multiplikatoren abgeschwächt.

Unter anderem wurde der Skalierungsfaktor des Primärwerts Stärke von 1,1 auf 0,8 reduziert. Auch verschiedene Paragon-Knoten und Glyphen verlieren Schadensboni. Dazu kommen Anpassungen an legendären Aspekten und einzelnen einzigartigen Gegenständen. Beispielsweise wurde der Schaden des Würgenden Aspekts reduziert und auch der Kampfeswut-Aspekt fällt von 15–20 Prozent auf 10–15 Prozent.

Auch wenn das zunächst nach einem ziemlich großen Einschnitt klingt, fühlt sich der Wirbelwind-Barbar auf dem PTR für mich weiterhin erstaunlich rund an.

Gerade im normalen Gameplay fällt der Nerf nicht so extrem auf, wie man vielleicht erwarten würde. Der Build funktioniert weiterhin sehr flüssig und kann große Gegnergruppen schnell beseitigen. Auch im Endgame bleibt genügend Schaden vorhanden, um den Barbar nicht plötzlich wie einen völlig anderen Build wirken zu lassen.

Natürlich merkt man im direkten Vergleich mit älteren Versionen, dass hier Schaden verloren gegangen ist. Besonders bei sehr hohen Schadensspitzen machen sich die Änderungen bemerkbar. Trotzdem bleibt das Grundgerüst des Builds stabil.

Genau das ist für mich aktuell der entscheidende Punkt: Der Wirbelwind-Barbar wurde geschwächt, aber nicht seiner Identität beraubt.

Auch einige Änderungen, die auf den ersten Blick wie reine Nerfs wirken, bringen interessante Anpassungen mit sich. So wurde beispielsweise beim Ring der Gefräßigen die Abklingzeit reduziert, während gleichzeitig Schaden und Dauer des Effekts gesenkt wurden. Andere Gegenstände wurden wiederum gezielt angepasst, um ihre Nutzung attraktiver zu machen.

Mein bisheriger Eindruck: Der Wirbelwind-Barbar gehört trotz der Nerfs weiterhin zu den Builds, die ich für Saison 15 definitiv im Auge behalten würde.

 

Diablo IV PTR: Shred-Druide – Der Set-Nerf macht sich deutlich bemerkbar

Beim Shred-Druiden sieht die Situation deutlich anders aus.

Zwar hat Blizzard den Druiden beim Primärwert sogar verbessert. Der Skalierungsfaktor von Willenskraft wurde von 1,25 auf 1,625 erhöht, wodurch der Druide grundsätzlich mehr Schaden aus seinem Primärwert erhält. Auch einzelne einzigartige Gegenstände wurden deutlich verbessert.

Auf dem Papier könnte man deshalb zunächst denken, dass der Druide eigentlich zu den Gewinnern der Änderungen gehört.

Beim Shred-Build zeigt sich in meinen Tests allerdings ein anderes Bild.

Das größte Problem ist für mich der überarbeitete Talisman „Ruf des Sturmhirten“. Gerade dieser Setbonus spielt für bestimmte Druiden-Builds eine wichtige Rolle. Der Schaden pro verbrauchter Geisteskraft wurde beim 2-Teile-Set von 0,5 Prozent auf 0,25 Prozent reduziert. Gleichzeitig wurde zwar der maximale Schadensbonus von 60 auf 80 Prozent erhöht, der Effekt kann nun aber nicht mehr mehrfach gestapelt werden, sondern lediglich erneuert werden.

Und genau diese Änderung spürt man beim Shred-Druiden.

Während der Build vorher enorm davon profitieren konnte, möglichst schnell seine entsprechenden Stapel aufzubauen, fühlt sich das Ganze auf dem PTR deutlich weniger explosiv an. Der theoretisch höhere Maximalwert kann den Verlust durch das veränderte Stapelsystem in meinen bisherigen Tests nicht vollständig auffangen.

Das Ergebnis ist ein Build, der sich deutlich schwächer anfühlt als zuvor.

Natürlich ist der Shred-Druide deshalb nicht plötzlich unspielbar. Die Klasse besitzt weiterhin starke Werkzeuge und kann auch auf dem PTR ordentlichen Schaden verursachen. Aber gerade wenn man den Build bereits aus den vorherigen Versionen kennt, fällt der Unterschied deutlich auf.

Hier zeigt sich meiner Meinung nach besonders gut, dass ein einzelner Setbonus für einen Build enorm wichtig sein kann. Nicht jede Balanceänderung muss direkt an der eigentlichen Fertigkeit ansetzen. Wenn eine zentrale Schadensquelle verändert wird, kann das gesamte Zusammenspiel eines Builds darunter leiden.

 

Wirbelwind-Barbar vs. Shred-Druide – Wer kommt besser durch den PTR?

Wenn ich beide Builds aktuell direkt miteinander vergleiche, fällt meine Entscheidung ziemlich eindeutig aus.

Der Wirbelwind-Barbar kommt deutlich besser durch die Nerfs.

Der Barbar verliert zwar an verschiedenen Stellen Schaden und wird insgesamt etwas nach unten korrigiert. Das eigentliche Spielgefühl bleibt aber erhalten. Wirbelwind funktioniert weiterhin so, wie man es von dem Build erwartet: schnell, aggressiv und hervorragend darin, sich durch größere Gegnergruppen zu bewegen.

Beim Shred-Druiden ist der Einschnitt dagegen wesentlich stärker spürbar.

Gerade die Änderungen am Sturmhirtenruf sorgen dafür, dass ein wichtiger Bestandteil der bisherigen Schadensskalierung nicht mehr so funktioniert wie zuvor. Der Druide bekommt auf der anderen Seite zwar Buffs auf die Willenskraft-Skalierung und mehrere seiner Gegenstände, diese Änderungen können den Verlust beim Shred-Build für mich aktuell aber nicht vollständig ausgleichen.

Damit ergibt sich für mich momentan ein ziemlich interessantes Bild:

Barbar: Nerfs vorhanden, aber weiterhin stark.

Shred-Druide: Gute Verbesserungen auf Klassenebene, aber der Build selbst verliert deutlich an Stärke.

PTR ist keine Season Vorschau

Natürlich gilt auch hier: Der PTR ist noch nicht das finale Produkt. Blizzard sammelt aktuell aktiv Feedback und kann bis zum Start von Saison 15 noch Änderungen an Balance, Gegenständen, Sets und Builds vornehmen.

Die hier vorgestellten Eindrücke beziehen sich daher ausdrücklich auf den aktuellen Stand des PTR 3.2.0.

Außerdem können zum Liveserver die Builds noch beliebig generft, gebufft oder komplett verändert werden. Gerade beim Shred-Druiden könnte sich bis zum finalen Start deshalb noch einiges tun.

Wir von Games-Mag haben unsere Tests auf dem PTR heute abgeschlossen und sind gespannt, wie es am 12. und 13. September.2026 auf der Blizzcon mit Diablo IV weitergeht!

Bildhinweis

Die in diesem Artikel verwendeten Screenshots wurden von mir selbst während des Spielens auf dem Public Test Realm (PTR) von Diablo IV angefertigt. Die abgebildeten Spielinhalte, Charaktere, Grafiken, Logos und sonstigen Elemente sind Eigentum von Blizzard Entertainment bzw. den jeweiligen Rechteinhabern. Die Screenshots dienen ausschließlich der redaktionellen Berichterstattung und Veranschaulichung des Artikels.

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