Mit Beast of Reincarnation wagt sich Entwickler Game Freak in ein für das Studio eher ungewöhnliches Genre. Statt Pokémon stehen dieses Mal düstere Welten, intensive Kämpfe und eine besondere Verbindung zwischen zwei Hauptfiguren im Mittelpunkt. Nach unseren ersten Spielstunden zeigt sich bereits: Das Action-RPG hat eine klare Vision und überzeugt vor allem durch sein einzigartiges Kampfsystem, das aus der Zusammenarbeit zwischen Protagonistin Emma und ihrem treuen Begleiter Kuu entsteht.
Bereits nach kurzer Zeit wird deutlich, dass Beast of Reincarnation nicht einfach nur auf schnelle Angriffe setzt. Das Spiel verlangt Aufmerksamkeit, Timing und ein gutes Verständnis für seine Mechaniken. Besonders das Zusammenspiel zwischen Mensch und Hund macht den Titel interessant und hebt ihn angenehm von vielen klassischen Action-RPGs ab.
Das Kampfsystem als Herzstück des Spiels
Der wohl größte Pluspunkt von Beast of Reincarnation ist ohne Zweifel das Kampfsystem. Im Mittelpunkt steht die Zusammenarbeit zwischen Emma und ihrem treuen Hund Kuu, wodurch eine Mischung aus rasanter Action und taktischer Tiefe entsteht.
Während Emma selbst aktiv in den Kampf eingreift, spielt Kuu eine entscheidende Rolle bei Spezialangriffen und taktischen Möglichkeiten. Genau diese Kombination sorgt dafür, dass sich die Kämpfe nicht nur wie simples Ausweichen und Angreifen anfühlen, sondern vom Spieler ein bewusstes Vorgehen verlangen.
Besonders interessant ist dabei die Bedeutung der Parier-Mechanik. Beast of Reincarnation belohnt nicht blindes Angreifen, sondern fordert den Spieler dazu auf, das perfekte Timing zu erlernen. Eine erfolgreiche perfekte Parade füllt die sogenannten „Florescence Points“ auf. Diese Energie wird anschließend benötigt, um Kuu Befehle zu geben und mächtige Spezialattacken auszuführen.
Dadurch entsteht ein spannender Kreislauf: Wer die Defensive beherrscht, wird offensiv deutlich stärker. Genau diese Mechanik macht die Kämpfe bereits nach wenigen Stunden motivierend und sorgt dafür, dass man seine eigenen Fähigkeiten stetig verbessern möchte. Auch das entwickeln der Fähigkeiten in zwei verschiedenen Skill-Trees (Kuu und Emma) fühlt sich spannend und rewarding an.
Die Verbindung zwischen Emma und Kuu macht den Unterschied
Während viele Action-Spiele ihre Begleiter eher als zusätzliche Unterstützung im Hintergrund nutzen, stellt Beast of Reincarnation die Beziehung zwischen Emma und Kuu klar in den Mittelpunkt.
Der Hund ist kein simples Begleiter-Feature, sondern ein wichtiger Bestandteil des gesamten Gameplays. Die Zusammenarbeit der beiden Charaktere verleiht den Kämpfen eine besondere Dynamik und sorgt dafür, dass jede Begegnung etwas mehr Planung erfordert.
Gerade diese Mischung aus emotionaler Verbindung und spielerischer Bedeutung funktioniert bereits in den ersten Stunden überraschend gut. Kuu fühlt sich nicht wie ein Werkzeug an, sondern wie ein echter Partner im Kampf.
Atmosphäre und Welt überzeugen
Neben dem Kampfsystem punktet Beast of Reincarnation auch mit seiner Atmosphäre. Die Welt wirkt geheimnisvoll und schafft es, eine besondere Stimmung aufzubauen. Schon während der ersten Spielstunden entsteht der Eindruck, dass hinter der Spielwelt eine größere Geschichte steckt, die man unbedingt weiter erkunden möchte.
Die Kombination aus düsterer Umgebung, intensiven Kämpfen und der besonderen Reise von Emma und Kuu verleiht dem Titel einen eigenen Charakter. Gerade Fans von actionreichen Einzelspieler-Erlebnissen dürften sich hier schnell zuhause fühlen.
Hier und da ein Timeskip
Ganz ohne kleinere Kritikpunkte kommt Beast of Reincarnation allerdings nicht aus. Während unserer Spielzeit fielen vor allem einige Timeskips auf, die den Spielfluss gelegentlich etwas unterbrechen. Als Spieler kann man durch die zeitweise 3 gleichzeitig laufenden Timelines etwas verwirrt werden.
Gerade weil das eigentliche Gameplay so gut funktioniert, wirken diese Momente eher wie kleinere Stolpersteine als echte Probleme. Insgesamt schaffen es die Entwickler, den Fokus weiterhin auf das starke Kampfsystem und die Zusammenarbeit zwischen Emma und Kuu zu legen.
Beast of Reincarnation: Ein ungewöhnliches Action-RPG mit großem Potenzial
Nach rund vier Stunden Spielzeit hinterlässt Beast of Reincarnation einen äußerst positiven Eindruck. Besonders das Kampfsystem mit seiner Kombination aus perfektem Parieren, Ressourcenmanagement und der Zusammenarbeit mit Kuu macht den Titel zu einem spannenden Erlebnis.
Die Entwickler setzen nicht nur auf spektakuläre Action, sondern geben dem Spieler auch einen Grund, sich intensiv mit den Mechaniken auseinanderzusetzen. Wer bereit ist, die Systeme zu lernen, wird mit abwechslungsreichen und motivierenden Kämpfen belohnt.
Über den Entwickler und Release
Hinter Beast of Reincarnation steht das japanische Entwicklerstudio Game Freak, das vor allem durch die weltbekannte Pokémon-Reihe internationale Bekanntheit erlangte. Mit dem Action-RPG zeigt das Studio eine neue kreative Richtung und wagt sich erstmals stärker in ein düsteres Fantasy-Setting mit anspruchsvollen Echtzeitkämpfen.
Beast of Reincarnation ist am 04.08.2026 für PC, Playstation 5 und die Xbox Series X/S erschienen und richtet sich an Spieler, die actionreiche Rollenspiele mit taktischen Kampfsystemen und einer starken Charakterdynamik suchen. Alle die das Spiel mal austesten möchten haben die Möglichkeit über den Gamepass (Xbox Ultimate oder PC-Gamepass) ins Spiel reinzuschnuppern.
Kurzbewertung
| Kategorie | Wertung | Kommentar |
|---|---|---|
| Präsentation | ⭐ 9,0/10 | Beast of Reincarnation überzeugt bereits in den ersten Stunden mit einer starken Atmosphäre, einer interessanten Welt und einer besonderen Stimmung. |
| Gameplay | ⭐ 9,0/10 | Das Kampfsystem ist das klare Highlight. Die Kombination aus Parieren, Ressourcenmanagement und Koo als Kampfpartner sorgt für taktische Tiefe. |
| Charaktere & Zusammenspiel | ⭐ 9,5/10 | Die Verbindung zwischen Emma und Koo funktioniert hervorragend und ist eines der größten Alleinstellungsmerkmale des Spiels. |
| Wiederspielwert | ⭐ 8,5/10 | Durch das anspruchsvolle Kampfsystem und die Möglichkeit, eigene Fähigkeiten zu verbessern, entsteht eine starke Motivation weiterzuspielen. |
Pro
✅ Herausragendes Kampfsystem mit viel taktischer Tiefe
✅ Perfekte Parade-Mechanik sorgt für motivierende Herausforderungen
✅ Emma und Koo funktionieren als einzigartiges Duo
✅ Spezialangriffe und Florescence Points bringen zusätzliche Strategie
✅ Starke Atmosphäre und interessante Spielwelt
Contra
❌ Einige Time-Skips wirken etwas störend
❌ Manche Mechaniken benötigen etwas Eingewöhnungszeit
Gesamtwertung: 9,0 / 10
„Beast of Reincarnation zeigt bereits nach wenigen Stunden, welches Potenzial in dem ungewöhnlichen Action-RPG steckt. Besonders das Zusammenspiel zwischen Emma und Kuu sowie das anspruchsvolle Kampfsystem machen den Titel zu einem besonderen Erlebnis. Die perfekte Parade, das Ressourcenmanagement und die taktischen Möglichkeiten sorgen dafür, dass jeder Kampf spannend bleibt. Auch wenn einzelne Timeskips den Spielfluss kurzzeitig unterbrechen können, überwiegt der positive Eindruck deutlich. Fans von actionreichen Rollenspielen sollten diesen Titel definitiv im Auge behalten.“
Hinweis zur Berichterstattung:
Das verwendete Bildmaterial stammt aus Ingame-Footage des Playtests. Sämtliche Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern. (Game Freak/ Fictions)
Der Titel wurde von uns auf dem PC getestet und die Bewertung basiert auf unseren persönlichen Eindrücken aus rund vier Stunden Spielzeit.
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