Devil Jam ist ein weiteres Spiel im beliebten Survivor-Genre, das auch als „Bullet Heaven“ bekannt ist. Entwickler Rogueside bringt dabei ein düsteres Rock- und Metal-Thema in das Genre. Doch kann das Spiel wirklich überzeugen oder geht es im Moshpit unter? Wir heben die Devilhorns, drehen die Lautsprecher auf und schauen uns an, was Devil Jam zu bieten hat.
Story: Ab in die Hölle
Ihr übernehmt die Rolle von Falco, dem Lead-Gitarristen einer erfolgreichen Metal-Band, die gerade ihren großen Durchbruch erlebt. Doch genau dieses Talent weckt das Interesse des Teufels, der Falco für seine eigene Band gewinnen möchte. Der Tod persönlich holt ihn schließlich in die Hölle – und genau dort beginnt Devil Jam.
Zu Beginn muss Falco beweisen, was in ihm steckt, und sich gegen ganze Horden von Dämonen behaupten. Im Verlauf des Spiels schließen sich ihm zwei weitere Bandmitglieder an, um gemeinsam gegen den Tod anzutreten und der feurigen Unterwelt zu entkommen.
Let’s Rock!
Auf den ersten Blick erinnert Devil Jam stark an andere Vertreter des Survivor-Genres. Der größte Unterschied ist dabei eindeutig das Heavy-Metal-Setting. Die Level spielen in der Hölle, Gegner sind Dämonen und das gesamte Design orientiert sich klar an Rock- und Metal-Kultur.
Zusätzlich gibt es einige spielerische Besonderheiten: Neben einem Ausweich-Move lassen sich die automatisch ausgelösten Angriffe manuell steuern – man muss es aber nicht. Komplett neu ist das zwar nicht, da andere Genrevertreter ähnliche Features bieten, dennoch passt es hier hervorragend zum Gesamtbild.
Das grundlegende Gameplay dürfte Fans des Genres sofort vertraut vorkommen. Interessant wird es allerdings beim Waffensystem. Euch stehen insgesamt zwölf Plätze in einem 3×4-Raster zur Verfügung, die ihr frei mit Waffen und Buffs belegen könnt. Jeder Charakter besitzt außerdem einen Hauptangriff, der nicht Teil des Rasters ist und sich automatisch mit jedem Levelaufstieg verbessert.
Die Positionierung der Waffen und Buffs spielt dabei eine wichtige Rolle. Anders als in vielen anderen Survivor-Spielen werden Angriffe nämlich in einem festen Rhythmus ausgelöst. Jede Sekunde läuft eine Art Feuerwelle durch das Raster und aktiviert die darin platzierten Fähigkeiten.
Dadurch könnt ihr selbst bestimmen, in welchem Takt eure Angriffe ausgelöst werden und gezielt Kombinationen für starke Angriffswellen erstellen. Buffs verursachen zwar keinen direkten Schaden, beeinflussen dafür aber benachbarte Felder positiv. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Buffs mit eigenen Mustern und Effekten. Allerdings blockiert jeder Buff gleichzeitig einen Platz, den man alternativ für eine weitere Waffe nutzen könnte.
Die sieben Todsünden als Waffenlieferanten
Bei der Auswahl der Fähigkeiten erinnert Devil Jam stellenweise an Hades. Während dort die Götter ihre Segnungen verteilen, stammen die Waffen und Buffs hier von den „Sieben Todsünden“.
Diese werden durch detailliert gestaltete, handgezeichnete Charaktere dargestellt, die optisch wirklich überzeugen können. Zwar gibt es nur wenige vertonte Dialoge, dennoch hinterlassen die Figuren einen gelungenen Eindruck. Zusätzlich bietet euch auch der Teufel besondere Buffs an, die zwar sehr mächtig sind, dafür aber auch negative Effekte mitbringen.
Zu Beginn stehen noch nicht alle Todsünden zur Verfügung. Diese werden erst nach und nach freigeschaltet. Nach jedem Level-Up kann eine der Sünden erscheinen und euch neue Fähigkeiten anbieten. Da dieses System jedoch stark zufallsbasiert ist, wird das gezielte Planen bestimmter Builds manchmal schwierig.
Chillen im Greenroom
Nach jedem Run könnt ihr euren Fortschritt überprüfen, Materialien verwalten und neue Upgrades freischalten. Zusätzlich warten zahlreiche Quests auf euch, die weitere Belohnungen liefern und den Spielfortschritt beschleunigen.
Es gibt außerdem zwei verschiedene Shops: Einer verkauft Verbesserungen und neue Waffen, während der andere Materialien anbietet, die ihr wiederum für Upgrades benötigt. Natürlich könnt ihr auch zwischen den Charakteren wechseln, bevor es erneut in den Kampf gegen die Dämonenhorden geht.
Fazit zu Devil Jam
Devil Jam macht als weiterer Vertreter des beliebten Survivor-Genres vieles richtig, erfindet das Rad aber nicht neu. Besonders das Rhythmus-System ist eine clevere Idee, die hervorragend zum Metal-Thema passt. Auch die handgezeichneten Charaktere, die Präsentation und der Soundtrack wissen zu überzeugen.
Das System rund um die sieben Todsünden bringt ebenfalls frischen Wind ins Gameplay. Allerdings fehlt es dem Spiel aktuell noch etwas an Umfang. Bereits nach einigen Runs macht sich ein Mangel an Abwechslung bemerkbar und auch die Anzahl der verfügbaren Level fällt eher gering aus.
Trotzdem bleibt Devil Jam ein solides und unterhaltsames Spiel. Vor allem zum günstigen Preis von 7,99 Euro bekommen Fans des Genres hier ein stimmiges Gesamtpaket geboten. Wer bereits viele Survivor-Spiele gespielt hat, wird zwar nur wenige wirklich neue Ideen entdecken, Einsteiger und Metal-Fans können aber definitiv einen Blick riskieren.
Vergleichbare Spiele
Wenn euch diese Spiele gefallen haben, könnte auch Devil Jam genau das Richtige für euch sein:
- Vampire Survivors
- Brotato
- Halls of Torment
- Megabonk
- Deep Rock Galactic: Survivor
Devil Jam Trailer
Fazit Kasten
| Kategorie | Wertung | Kommentar |
|---|---|---|
| Presentation | ⭐8/10 | Handgezeichnete Charaktere und gelungen Musik |
| Gameplay | ⭐7/10 | Interessantes Rythmus System |
| Story | ⭐-/10 | Keine weitere Story Entwicklung nach dem Anfang |
| Wiederspielwert | ⭐7/10 | Viele Quests zum Freischalten |
🎯 Gesamtwertung: 7/10
Devil Jam (7,99€) ist seit dem 26. März 2026 für Xbox Series X|S, Playstation 5, Nintendo Switch und PC erhältlich.
Der Test basiert auf einem Review Code für Devil Jam auf der Xbox Series X, der uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde.