Wie du deine Gaming-Screenshots noch besser aussehen lässt

Fotografie in Videospielenn wird mittlerweile immer beliebter. Die virtuellen Welten bieten viele Möglichkeiten, die eigenen Erlebnisse festzuhalten und sich an der Fotografie zu probieren – ohne aber die eigenen vier Wände verlassen zu müssen. Dieser Trend nennt sich “Virtual Photography”. Entwickler bauen mittlerweile extra einen Fotomodus in ihre Spiele ein, damit sich Spieler so richtig austoben können. Doch im Eifer des Gefechts lassen sich nicht immer die besten Schnappschüsse machen, weshalb eine spätere Bearbeitung das Beste aus den Bildern herausholt.

Bildausschnitt festlegen

Ein großer Vorteil virtueller Fotografie ist es, dass du dich 360 Grad um das Objekt drehen kannst. Daher ist so gut wie jede Perspektive möglich und du hast deutlich mehr Freiheiten als bei der echten Fotografie. Mache also verschiedene Bilder aus anderen Perspektiven und speichere diese für eine spätere Bearbeitung ab. Selbst im Spiel lassen sich im Fotomodus bereits viele Einstellungen vornehmen, du kannst deine Bilder aber später auch kostenlos bearbeiten. Das ist oftmals sehr viel einfacher, als sich während des Spielens damit auseinanderzusetzen.

Der Bildausschnitt ist vor allem durch die Komposition bestimmt. Achte hier auf Dinge wie die Drittel-Regel oder den goldenen Schnitt. So langweilig diese Begriffe aus dem Kunstunterricht auf klingen, sie sind extrem wichtig, um die richtige Wirkung deines virtuellen Bildes zu erzielen. Du kannst das Bild auch im Nachhinein zuschneiden und richtig drehen, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Achte jedoch darauf, dass du auch genug vom Geschehen einfängst, um dieses später auch bearbeiten zu können.

Nutze Tiefenschärfe

Nutze Einstellungsmöglichkeiten für die Tiefenschärfe, um deinen Charakter oder den Vordergrund deines Screenshots besser hervorzuheben. Im Fotomodus einiger Spiele ist dies bereits möglich, aber du kannst hier auch im Nachhinein einiges in einem kostenlosen Bildbearbeitungsprogramm ändern. Du kannst zum Beispiel den Hintergrund freistellen und diesen separat bearbeiten und einen verschwommenen Filter darüberlegen. So kommt der Vordergrund noch einmal deutlich mehr zur Geltung.

Tipp: Mache direkt zwei Screenshots aus derselben Perspektive, aber verstecke in einer Einstellung deinen Charakter, so kannst du den Hintergrund später separat in einem Bildbearbeitungsprogramm anpassen und dann automatisch das Bild mit deinem Charakter darüber legen. 

Lichtverhältnisse anpassen

Bei Lichtverhältnissen bist du oft an die Tageszeit und den Lichteinfall im Spiel selbst gebunden. Einige Spiele geben dir zwar die Möglichkeit, die Tageszeit im Fotomodus anzupassen, aber in den meisten Fällen möchtest du vermutlich den aktuellen Moment einfangen. Licht und Schatten spielen bei der Bildbearbeitung eine wichtige Rolle und sagen eine Menge über die Stimmung des Bildes aus. Besonders bei Videospielen ist dies extrem wichtig, aber nicht immer wird der gewünschte Effekt direkt im Spiel erzeugt.

Passe also im Nachhinein die Helligkeit, den Kontrast und die Sättigung deines Bildes an. Hier bieten selbst kostenlose Bildbearbeitungsprogramme viele Möglichkeiten, den Screenshot aus dem Bild deutlich aufzuwerten. Eine wichtige Einstellung ist auch der Weißabgleich. Dieser bestimmt maßgeblich die Stimmung, die ein Bild wiedergibt. Während warme Farben aufregend wirken, strahlen kühle Farben eher Ruhe aus. Hier lassen sich tolle Effekte erzielen, die so im Spiel selbst nicht möglich sind.

Effekte hinzufügen

In Spielen geht es oft hektisch zu und vermutlich möchtest du genau in diesen Momenten die coolsten Bilder machen. Daher lassen sich nicht immer alle Feinheiten einfangen, die es auch im Spiel zu sehen gibt. Die Bildbearbeitung schafft aber genau hier Abhilfe und verwandelt einen langweiligen Screenshot in ein wahres Meisterwerk. 

Vor allem in Kampf- oder Actionszenen lohnt es sich, hier und da Effekte einzufügen, um Bewegungen noch einmal stärker zu unterstreichen. Ob Rauch, Funken oder Lichtblitze, die Möglichkeiten sind hier endlich. Viele Bildbearbeitungsprogramme haben hier schon gewisse Vorlagen, die du einfach einfügen und anpassen kannst. 

Speichere Filter ab

Wenn dir eine Bildbearbeitung besonders gut gefällt, dann solltest du dir die entsprechenden Einstellungen in deinem Programm abspeichern. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn du mehrere Bilder mit einem ähnlichen Farbton hintereinander bearbeiten möchtest. So musst du dir die Einstellungen nicht immer merken und kannst diese direkt auf das Bild anwenden. Für Grundeinstellungen wie Helligkeit oder Kontrast sind dies hilfreiche Abkürzungen, um den ganzen Prozess schneller zu machen.

Wir raten übrigens davon ab, sich nur auf vorgefertigte Filter zu verlassen. Jedes Bild hat andere Farbwerte, weshalb hier nicht immer der gewünschte Effekt erzielt wird. Zwar kannst du einen Filter als Ausgangspunkt nutzen, solltest aber verschiedene Werte individuell an das Bild anpassen. Nutze hierfür verschiedene Voreinstellungen für jedes Spiel, damit du diese später auch wiederfindest.

Halte dich nicht zurück

Ein großer Vorteil von virtueller Fotografie ist es, dass dir hier deutlich mehr kreative Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Während eine zu krasse Bearbeitung bei echten Fotos störend wirkt, kannst du bei Screenshots von Videospielen noch eine ganze Menge mehr herausholen, ohne dass es zu überladen wirkt. Probiere ruhig einige extreme Effekte aus, die zum Spiel passen könnten. Hier sind dir keine Grenzen gesetzt.

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