Das Gleiche nochmal als Musical – Mean Girls (2024) Kritik

Starten wir direkt mal ganz vorne: Ich liebe den Original Mean Girls Film aus dem Jahr 2004. Nicht nur, weil er meine Kindheit geprägt hat, sondern auch, weil ich der Meinung bin, dass der Humor seiner Zeit weit voraus war. Ob das stimmt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Das Original ist und bleibt jedoch ein Klassiker, der für viele eine große Bedeutung einnimmt und mit seinen Inhalten stetig erheitert.

Jetzt gibt es ein Remake zu Mean Girls in den deutschen Kinos (ja, der neue Film heißt komplett Mean Girls – Der Girls Club, während das Original in Deutschland den Namen Girls Club – Vorsicht bissig! bekam). Anders als aber im Jahr 2004 ist der neue Film ein Musical. Nicht verwunderlich, bedenkt man, dass die neue Fassung auf dem Broadway Musical basiert, welches wiederum das Original und damit auch das Buch als Vorlage nimmt. Verwirrend – klar ist aber, dass ein Kult-Klassiker mit neuem Anstrich in den Kinos ist. Natürlich habe ich mir das Teenie-Musical direkt reingezogen und erzähle euch in dieser Kritik, was ich von der neuen Fassung halte.

So weit, so fetch

Mean Girls dokumentiert das Leben der 16-jährigen Cady Heron, die nach Jahren des Hausunterrichts erstmals eine öffentliche Schule besucht. Cady gerät in die faszinierende, aber gnadenlose Welt der High-School-Hierarchie, besonders beeinflusst von der Gruppe der „Plastics“, angeführt von der charismatischen Regina George. Während Cady versucht, sich anzupassen und in die sozialen Strukturen einzufügen, wird sie ungewollt in einen Plan verwickelt, Rache gegen Regina zu üben.

Wer sich fragt, warum diese Zusammenfassung sich genau nach dem Original aus 2004 anhört, der wird nicht verrückt, sondern hat gerade das erste Mal erfahren, dass der neue Mean Girls nur ein Remake des alten Klassikers darstellt. So ehrlich muss ich zu euch sein: Nein, der neue Film von Tina Fey macht nichts sonderlich neu. Es gibt hier und da immer wieder neue Witze, und auch ein paar Charaktere wurden in die Neuzeit überführt (weg mit dem pädophilen Lehrer), trotzdem folgt das Remake eins zu eins der Geschichte aus dem Original und bringt dabei auch noch viele der gleichen Sätze mit. Die großen Neuerungen sind und bleiben die Musicalnummern.

Mittwochs tragen wir pink und es wird gesungen

Ja – in Mean Girls wird viel und oft gesungen. Wer damit ein Problem hat, wird mit großer Sicherheit keinen Spaß am neuen Film haben und sollte lieber nicht einen Fuß ins Kino wagen. Das ist besonders schade für alle, die nur die Trailer gesehen haben, weil man sich im Marketing nicht als Musical dargestellt hat und damit vielleicht ein paar Ahnungslose in den Untergang schickt (übertrieben gesprochen). Solltet ihr dieser Tatsache aber nicht abgeneigt sein, dann kann ich euch jetzt schon versprechen, dass ihr mit dem Film definitiv auf eure Kosten kommt.

Tolle Hintergründe, coole Tänze und großartige Sänger sind der Hauptgrund, warum für mich persönlich die Musicalnummern so unglaublich gut funktionieren. Ich habe mehrfach online Kritik zur Schauspielerin von Cady gelesen und dass einige der Songs nicht ganz so stark überzeugen wie im Broadway-Musical. Da ich jedoch erstens noch nie im Musical war und zweitens kein großer Experte in diesem Feld bin, mochte ich alle Musikstücke, die mir der Film präsentiert hat. Von „World Burn“ bis zu „Apex Predator“ – ich habe ganz klar neue Titel für meine Playlist und viele Ohrwürmer, die mir jetzt noch eine Weile im Kopf bleiben.

Fazit zum neuen Mean Girls:

Mean Girls präsentiert sich als ein unterhaltsames Remake des kultigen Originals von 2004, diesmal jedoch im Gewand eines Musicals. Die Neuauflage, basierend auf dem Broadway-Musical, bleibt der vertrauten Handlung des Originals treu, führt jedoch frischen Wind durch humorvolle Dialoge und mitreißende Musicalnummern ein.

Für Liebhaber des Originalfilms bietet der neue Mean Girls sicherlich nostalgische Momente und bekannte Charaktere. Tina Fey, die auch am Drehbuch beteiligt ist, bringt den Humor von damals gekonnt ins Hier und Jetzt. Die Entscheidung, den Film als Musical zu inszenieren, mag für einige Zuschauer überraschend sein, doch die eingängigen Songs, choreografierten Tänze und die kreative Umsetzung der Musicalnummern tragen maßgeblich zur Unterhaltung bei.

Obwohl das Remake nicht zwingend innovative Elemente einführt und die Handlung weitgehend dem Original folgt, schafft es durch die musikalische Komponente, frische Akzente zu setzen. Die Leistungen der Darsteller, insbesondere in den Gesangseinlagen, sowie die gelungenen Hintergrundgestaltungen, tragen dazu bei, dass der Film als eigenständiges Werk überzeugt.

Insgesamt bietet Mean Girls – Der Girls Club eine gelungene Mischung aus Nostalgie und zeitgemäßer Inszenierung, die durch die Musical-Elemente neue Facetten hinzufügt. Für Fans des Originals und Liebhaber von Musicals ist der Film definitiv einen Besuch im Kino wert.

verwandte posts

Das erste gute Omen seit langem – Das erste Omen Kritik

Crunchyroll startet in Deutschland auf Prime Video-Kanälen

Nicht Fack ju Göhte 4, aber dafür eine Menge Spaß – Chantal im Märchenland Kritik

Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Zustimmung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden. Näheres findest Du in unserer Datenschutzerklärung Mehr erfahren