Wimmelbild Adventure Spezial – Fünf Spiele im Test

Wimmelbild-Adventure sind keine grafischen Blockbuster oder High-End Produkte, sondern dienen zum spaßigen und abwechslungsreichen Zeitvertreib vor dem PC. Dank der freundlichen Unterstützung von astragon werden wir in einem Wimmelbild-Adventure Special fünf aktuelle Spiele der Entwickler testen. Es müssen ja nicht immer nur Shooter sein ;)  

Living Legends: Die Eisrose

Den Anfang macht ein Spiel, welches mit der deutschen Synchron-Stimme von Kevin Spacey ausgestattet ist. In Living Legends: Die Eisrose geht es um den Schrifsteller Edgar Grant. Während der Recherche zu seinem neuen Buch ist er plötzlich verschwunden. Angeblich soll die Schneekönigin ihre vereisten Hände im Spiel haben. Sie hat die Stadt Rosenberg verflucht und alles in Eis verwandelt. Mit den Scherben eines magischen Spiegels will sie die ganze Welt in eine neue Eiszeit eintauchen. Nun liegt es natürlich an euch, dieses so schnell wie möglich zu verhindern. Kleine, aber feine Rätsel sorgen für Abwechslung und die verschiedenen Wimmelbilder machen auch nach längerer Zeit immer noch Spaß. Und bei manchen Objekten müsst ihr schon genau hinschauen um sie zu entdecken. Aber keine Sorge, ihr habt keinen Zeitdruck und könnt euch alles in Ruhe anschauen. Spannende Zwischensequenzen mit toller Sprachausgabe von bekannten Sprechern sorgen für besondere Atmosphäre. Die Grafik ist schön gezeichnet und bringt eisige Landschaften mit sich. Auch der Soundtrack kann sich hören lassen und passt sich dem Geschehen gut an. Manche Rätsel erfordern ein wenig mehr Gehirnschmalz, andere eher weniger. Es ist fair verteilt und macht im Großen und Ganzen keine Probleme.

Wertung: Gut

Royal Detective: Herr der Statuen 

In diesem Wimmelbild-Adventure gibt es auch wieder malerische Kulissen und kleinere und auch größere Rätsel zu entdecken. Das kleine Örtchen Martlet hat mit gespenstischen Vorkommnissen zu kämpfen. Eines Nachts sind plötzlich alle Statuen im Ort zum Leben erwacht und führen unter sich einen Krieg aus. Nun liegt es an euch, diesen seltsamen Treiben auf den Grund zu gehen. Warum können Statuen plötzlich lebendig werden? Ihr trefft dabei unter anderem auf einen Bildhauer und ein seltsames Mädchen, die noch ziemlich interessant für die Geschichte werden. Verschiedene Wimmelbilder, die wie gemalt aussehen, fordern wieder eure Sehkraft. Wo ist bloß dieser verdammte Schraubenzieher? Astragon zeigt auch hier wieder, dass sie in Sachen Wimmelbild-Adventure ziemlich was auf dem Kasten haben. Ein toller Soundtrack rundet das Ganze noch ab. Die detaillierte Übersichtskarte zeigt euch genau, was ihr als nächstes machen müsst und somit seit ihr immer auf den richtigen Weg.

Wertung: Gut

Dark Alleys: Penumbra Motel

Hier wird es gruselig. In diesem Wimmelbild-Adventure sorgt nicht nur der Horror-Soundtrack für Gänsehaut, sondern auch die mysteriöse Geschichte dahinter. Ihr seid zusammen mit Monica, der Tochter ihrer Freundin unterwegs zur kranken Großmutter. An der Tankstelle will die Kleine aussteigen um sich eben was zu kaufen. Kurz nachdem die Kleine die Tankstelle betreten hat, verfällt diese vor euren Augen und sieht nach wenigen Sekunden wie eine alte und unbewohnte Ruine aus. Wo ist Monica hin? Eine dunkle Gestalt hat das Mädchen zum nahe liegenden Penumbra Motel gezogen. Der Horror kann beginnen und ihr macht euch auf die Suche nach dem kleinen Mädchen. Dabei trefft ihr unheimliche Charaktere und eine geisterhafte Gestalt, die damals einem grausamen Mord zum Opfer gefallen ist. Gruselige Wimmelbilder, schaurige Rätsel und Realfilmsequenzen sorgen für den ein oder anderen Gänsehaut-Effekt. Unserer Meinung sticht dieses Spiel besonders heraus und kann Wimmelbild-Fans richtig überzeugen. Besonders die dunkle und unheimliche Atmosphäre in dem Spiel wurde gut umgesetzt.

Wertung: Sehr gut

Surface: Das Geheimnis einer anderen Welt

Eigentlich könnte man meinen, ein Wimmelbild-Spiel läuft immer gleich ab. Hier ein paar Rätsel, da ein paar Wimmelbilder. Aber das stimmt so nicht. Die Spiele haben alle ihren eigenen besonderen Charme und sind nicht mit anderen zu vergleichen. Es bleibt zwar beim gleichen Spielprinzip, aber dennoch gibt es bei jedem Spiel immer Neuigkeiten zu entdecken. So auch bei Surface: Das Geheimnis einer anderen Welt. Auch hier wird es wieder gruselig. Ihr sitzt im Zug und ihr seid müde, ziemlich müde sogar. Trotz aller Versuche fallen euch die Augen zu. Kaum wach sind unerklärliche Dinge passiert. Der Zug fährt nicht mehr und ist in einer einsamen und auch merkwürdigen Gegend stehen geblieben. Und wo sind die ganzen Leute hin. Keine Fahrgäste, kein Personal und euch euer kleiner Sohn Bobby ist verschwunden. Bunte und schaurige Wimmelbilder und knackige Rätsel sorgen für die Erkundung der mysteriösen Umgebung. Auch hier gibt es wieder Zwischensequenzen mit realen Darstellern, die die Geschichte immer weiter vorantreiben.

Wertung: Gut

Mystery Trackers: Die Insel der Anderen 

Und wo wir gerade schon mal beim Gruseln sind, dann bleiben wir auch dabei. Auch das letzte Spiel in unserer Wimmelbild-Sammlung bringt euch unheimliche Rätsel. Ihr seid dabei auf der Suche nach der Journalistin Sarah, die auf der schwarzen Insel entführt worden ist. Doch kaum angekommen, gibt es seltsame Vorfälle. Euer Kameramann und der Kollege von Sarah lösen sich am Bootssteg plötzlich in Luft auf. Das fängt ja schon gut an. Eine seltsame Gestalt will nun dafür sorgen, dass ihr so schnell wie möglich von der Insel verschwindet. Reale Schauspieler sorgen auch hier wieder für spannende Zwischensequenzen. Knifflige Rätsel, verschiedene tolle Wimmelbilder und kleine Minispiele sorgen hier für Abwechslung. Die unerwarteten Wendungen sorgen außerdem für besondere Motivation und lassen euch manchmal echt verzweifeln. Doch am Ende wollt ihr unbedingt wissen, was hier auf der schwarzen Insel vor sich geht.

Wertung: Gut

Fazit:

Alle fünf Wimmelbild-Spiele können auf ihre eigene Art und Weise überzeugen. Die meisten haben einen gruseligen Hintergrund und bieten dunkle und schaurige Umgebungen und Geschichten. Wer nicht ganz so viel auf Horror steht, ist mit Living Legends: Die Eisrose gut bedient. Auch Royal Detective: Herr der Statuen ist nicht ganz so unheimlich wie die anderen Spiele. Wer allerdings voll aus Spuk und Co. steht, sollte sich die letzten drei Titel unbedingt merken. Für einen netten Nachmittag zwischendurch oder mal einfach zum Zeitvertreib sind die Spiele immer interessant und fördern nebenbei auch noch euer Gehirn.