Was sind Erst- und Zweitlotterien?

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Spielschein kaufen, Zahlen markieren, von einem lebensverändernden Millionengewinn profitieren – so einfach kann es gehen! Zumindest in der Theorie. Denn dass es stochastisch nahezu unmöglich ist, von heute auf morgen für immer ausgesorgt zu haben, ist allen Lottoteilnehmern bewusst. Trotzdem fiebern wöchentlich Millionen Spieler den Ziehungen entgegen. Denn wer weiß: Vielleicht erweisen sich die Glückszahlen in genau dieser Woche als eben solche. Ohnehin ist der Einsatz so gering, dass ein Verlust problemlos verkraftet werden kann.

In Deutschland gehört das Lottospiel zum guten Ton. Es beruft sich auf eine lange Historie und geht mit zahlreichen Möglichkeiten einher. Wie wäre es beispielsweise mit dem traditionsreichen Lotto 6 aus 49, einer Sofortrente bei der GlücksSpirale oder dem mit bis zu 90 Millionen Euro prallgefüllten EuroJackpot? Der Traum auf den Hauptgewinn ist alles – ganz egal, ob er jemals in Erfüllung geht oder nicht.

Dank des Internets haben sich Lotterien popularisiert, die noch vor wenigen Jahren gar nicht für deutsche Lotto-Enthusiasten spielbar waren. Selbst der Tippschein ist leichter denn je ausgefüllt: Statt in die nächstbeste Annahmestelle zu gehen, genügen wenige Klicks, um die Hoffnung auf die Million aufrechtzuerhalten. Vielen Nutzern ist gar nicht bewusst, ob sie auf eine Erst- oder Zweitlotterie setzen. Dabei gehen mit beiden Varianten, das wissen auch die Experten von www.lottozahlen.jetzt, große Unterschiede einher.

Glücksspiel ist Vertrauenssache

Der Glücksspielstaatsvertrag steckt die gesetzlichen Richtlinien für den Umgang mit Lotterien ab. Die Auflagen gelten für alle sogenannten Erstlotterien, die innerhalb von Deutschland mit einer Lizenz ausgestattet sind. Der Vorteil für Kunden: Sie verlassen sich auf einen regulierten Anbieter und nehmen dadurch völlig legal am staatlichen Glücksspiel teil. Hierzulande hat der Deutsche Lotto- und Totoblock (DLTB) den Auftrag, Spielsucht zu unterbinden und den Einfluss von illegalen Glücksspielangeboten einzudämmen.

Doch worauf genau sollen Interessierte überhaupt achten, wenn sie online an einer Lotterie teilnehmen möchten? Einen treffsicheren Hinweis bietet beispielsweise der Sitz des jeweiligen Unternehmens. Regulierte Anbieter befinden sich in Deutschland und sind staatlich lizenziert. Dabei handelt es sich beispielsweise um lotto.de, deutsche-sportlotterie.de, GoLotto oder Lotto24 – Anbieter, die sowohl die beliebtesten Lottospielarten als auch die gängigen Zusatzlotterien offerieren.

Apropos: Mit einem Blick auf das Portfolio wird schnell klar, ob es sich um einen Erst- oder Zweitanbieter handelt. Bei lizenzierten Online-Portalen werden ausschließlich der DLTB-Lotterieprodukte zur Auswahl gestellt. Dementsprechend ist es möglich, auf Lotto 6 aus 49, Spiel 77, Super 6, den EuroJackpot, die GlücksSpirale und KENO zu setzen. Bei Zweitlotterien aus dem Ausland ist das Angebot im Grunde unbegrenzt. So finden sich neben den Klassikern aus Deutschland auch populäre internationale Lotterien wie MegaMillions, El Gordo oder Powerball. Der Haken: Die Gewinnauszahlung erfolgt nicht durch den offiziellen Lotterieveranstalter.

So funktionieren Zweitlotterien

Spielinteressierte, die sich online auf die Suche nach einem seriösen Anbieter begeben, stoßen regelmäßig auf Werbung von Portalen wie Lottohelden, Lottoland und Tipp24. Optisch ist nicht auszumachen, dass es sich um sogenannte Zweitanbieter handelt. Die Websites sind ähnlich aufgebaut, verfügen über nahezu identische Funktionen und die ebenfalls unkomplizierte Möglichkeit, einen virtuellen Tippschein auszufüllen. Doch die internationalen Anbieter unterliegen nicht dem deutschen Recht. Alle wichtigen Unterschiede im Überblick:

  • Bei Zweitanbietern handelt es sich in der Regel um offiziell operierende und lizenzierte Anbieter. Allerdings werden sie nicht innerhalb von Deutschland reguliert! Somit vermitteln sie keine echten Spielscheine an die durch den DLTB überwachten Lotterien wie die GlücksSpirale oder KENO. Es handelt sich für Teilnehmer um eine rechtliche Grauzone.
  • Bei in Deutschland lizenzierten Anbietern erfolgt die Gewinnauszahlung durch den deutschen Staat. Jener ist der gesetzliche Lotterieveranstalter. Zweitlotterien operieren mit speziellen Versicherungen und Rückversicherungen. Effektiv findet bei der Teilnahme lediglich eine Art Spiegelung statt: Kunden nehmen nicht an der eigentlichen Lotterie teil, sondern wetten einzig und allein auf die Zahlen. Keine Sorge aber: Auch bei Zweitlotterien werden die Auszahlungen sorgfältig geprüft.
  • Hinsichtlich der Features und Zusatzfunktionen trumpfen Zweitlotterien aus nachvollziehbaren Gründen auf. Ob Jackpot aus den Vereinigten Staaten oder gar eine Verdopplung der Gewinnsumme: Die Anbieter übertreffen sich regelmäßig selbst, um für Neukunden und Interessierte attraktiv zu werden. Den in Deutschland regulierten Anbietern sind diese Spielereien größtenteils unmöglich.

Erst- oder Zweitlotterie: Was ist besser?

Glücksspiel im Internet: Es ist das sprichwörtliche Fass ohne Boden. Viele Anbieter arbeiten in der Grauzone, da sie zwar nicht den nationalen Gesetzen entsprechen, dafür jedoch denen der Europäischen Union. Die Teilnahme bei Zweitlotterien ist in Deutschland de facto verboten, durch die EU aber sehr wohl erlaubt. Immerhin: Der Staat ist nicht daran interessiert, Teilnehmer an internationalen Lotterien zu sanktionieren oder gar zu verfolgen.

Erstlotterien sind, alles in allem, dennoch klar zu bevorzugen. Es handelt sich ausnahmslos um Anbieter, die in Deutschland sitzen und klare Regularien befolgen. Alle Gewinne werden schnell und sicher ausgezahlt, die Teilnahme ist legal, ein Teil der Gelder kommt sogar wohltätigen Zwecken zu Gute. Eine Tippabgabe bei Zweitlotterien erfolgt auf eigene Gefahr.