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Das MOBA League of Legends bietet mit aktuell 158 Champions eine große Auswahl an spielbaren Charakteren. Unter diesen finden sich Menschen, Menschen ähnliche und Kreaturen wieder, wobei letztere gerade in den letzten Jahren eher lieblos behandelt wurden. Unter den 20 zuletzt veröffentlichten Champions finden sich mit Vex und Yuumi nur zwei eindeutig nicht-menschliche Kreaturen wieder.

Welche Ziele verfolgt Riot Games?
Ein zufälliges Entstehen dieser Verteilung ist unwahrscheinlich, viel realistischer ist, dass Riot Games mit dieser Strategie einen finanziellen Plan verfolgt. Und tatsächlich lässt sich aus den Statistiken entnehmen, dass menschliche Champions deutlich beliebter sind und öfter gespielt werden als Kreaturen. Dies mag daran liegen, dass sich menschliche Spieler besser mit gleichartigen Charakteren identifizieren können und entsprechend eher aus Ezreal, Lux, Caitlyn und andere zurückgreifen. Eine höhere Pickrate steigert dann natürlich auch die Verkäufe von Skins und Chromas.

Hier soll aber nicht nur die Kapitalismus-Karte gespielt werden, denn es gibt mit Sicherheit auch andere Gründe für die Entscheidung des Champion-Teams. Überlegt man sich was einen Charakter tatsächlich einzigartig macht, dann kommt man, zumindest bei League of Legends, schnell auf seine Waffen. Lucian hat seine Doppel-Pistolen, Viktor seine Hex-Tech-Stab, Viego führt das Schwert des gestürzten Königs und beinahe jeder andere menschliche Champion hat seine einzigartige Waffe. Viel schwieriger ist es da bei den Kreaturen. Natürlich haben Vel‘koz, Yuumi und einige andere ihren eigenen Kampfstil mit individuellen „Waffen“, doch ist der Designprozess hierbei sehr komplex und die Möglichkeiten sind beschränkt.

Viele Kreaturen sind darauf ausgelegt mit ihrem Körper zu kämpfen, siehe Cho‘Gath oder Rek‘Sai. Sie müssen den Gegner im Nahkampf und mit ihren Krallen, Pranken oder ihrem Geschrei besiegen, denn das Fehlen von Händen erlaubt es ihnen nicht, komplexe Waffen zu benutzen. Entsprechend ist es bei diesen Monstern schwer eine Vielfältigkeit zu generieren und das Design-Team greift lieber auf menschliche und teilweise menschliche Champions zurück und gibt ihnen dann einzigartige Waffen.

Dennoch hat Riot Games angekündigt, in Zukunft wieder mehr nicht-Menschliche Champions zu veröffentlichen und ihr könnt euch dann einen frischen League Account schnappen und mit neuen Monstern und Kreaturen eure Fähigkeiten in der Kluft der Beschwörer unter Beweis stellen.

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Markus

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag

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