Wächter von Mittelerde im Test

League of Legends ist sicherlich allen PC-Spielern ein Begriff. Der MOBA-Titel unterhält immer noch Millionen Spieler, während Konsolen-Zocker, was diese Sparte betrifft, bisher in die Röhre schauten. Nun ändert sich dieser Genre-Engpass mit der Veröffentlichung von „Wächter von Mittelerde“ für Xbox 360 und Playstation 3. Nach der „Herr der Ringe“-Trilogie und dem Beginn der „Hobbit“-Saga im Filmsegment dürfte das Interesse an einem MOBA-Konsolenspiel der Franchise besonders hoch sein. Wir haben uns das Werk angeschaut und berichten von den Arena-Schlachten.

„Wächter von Mittelerde“ macht für Konsolen-Verhältnisse einiges anders. So steuern wir unseren Wunschhelden aus dem Mittelerde-Univsersum aus der Topdown-Perspektive wie in einem PC-Rollenspiel a la Diablo, halten die R2-Taste für dauerhafte Angriffe gedrückt und achten dabei auf den Wirkungsradius, der die Reichweite der Attacken beschränkt. Konsolenbegeisterte sowie Rollenspieler aus dem PC-Lager werden sich dank der intuitiven Steuerung auch trotz einer kleinen Umgewöhnung gut zurecht finden und schnell alle rudimentären Bedienungsmöglichkeiten anzuwenden wissen.

Insgesamt treten 10 menschliche Spieler, aufgeteilt in 2 Teams a 5 Kämpfern, in einer Arena an. Dabei darf aus einem reichen Charakter-Fundus gewählt werden. Gollum, Gandalf, Éowyn oder Sauron sind nur einige Beispiele für das umfassende Charakterportfolio. Aufgeteilt sind sie zwar in Gut und Böse, die Zusammenstellung funktioniert aber frei nach den Wünschen der Teilnehmer. Lediglich in einem Team dürfen nicht zwei Spieler den selben Helden übernehmen.

Dank unterschiedlicher Klasseneinteilungen (Krieger, Angreifer, Verteidiger) und individuellen Fähigkeiten kommt die nötige Portion Taktik ins Spiel. Stufenweise steigt ihr während der Partien auf (verursacht etwa mehr Schaden), wobei ihr bei jedem neuen Kampf wieder von vorne aufleveln müsst. Besonders talentierte Spieler sacken aber zusätzliches Geld ein, welches für mehr Gesundheitstränke oder andere Dinge ausgegeben werden kann. Absprachen untereinander sind auch während der Arena-Kämpfe wichtig, denn nur so können strategisch wichtige Punkte wie Schreine (geben dem eigenen Team Boni) oder feindliche Wachtürme (verursachen massiven Schaden) eingenommen beziehungsweise vernichtet werden. Die individuellen Fähigkeiten der Helden kombiniert und setzt ihr bestmöglich so ein, dass es sich im Kampf auszahlt und sie sich gegenseitig ergänzen.

Fazit

Der Umfang mit gerade einmal zwei Karten fällt sehr spärlich aus, zumal beide nicht allzu groß sind und austauschbar wirken. Hier muss noch für Nachschub gesorgt werden. Die Spielerfindung funktionierte in den meisten Fällen zügig, zu bestimmten Uhrzeiten jedoch dauerte es für unseren Geschmack deutlich zu lange, bis wir endlich auf genügend menschliche Mitstreiter stießen. Alternativ ersetzt die KI die fehlenden Mitspieler zwar, doch sollten für einen höheren Spielspaß alle Plätze mit richtigen Kontrahenten belegt sein.

Wertung:

Gut

(C) Yan