Trüberbrook bei uns im Test

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Im neuen Point and Click-Abenteuer Trüberbrook tummeln sich etliche bekannte Persönlichkeiten, allen voran natürlich Jan BöhmermannNora Tschirner und Dirk von Lowtzow. Das allein muss doch schon für Qualität und Humor stehen. Das dachten sich wohl auch die Entwickler btf beziehungsweise die Publisher Headup und WhisperGames. Wir haben uns in den außergewöhnlichen und auch namensgebenden Kurort begeben und halten in unserem Test den Wohlfühlfaktor fest.

Auf in die Provinz

Trüberbrook spielt in einem Paralleluniversum der 60iger Jahre. Wir steuern Hans Tannhauser, seines Zeichens US-Bürger und Physikstudent – durch die deutsche Pampa. Eigentlich kommt er eher zufällig in das beschauliche Nest, das definitiv schon bessere Zeiten erlebt hat. Durch die Glücksfee hat er bei einem Gewinnspiels diese Reise gewonnen, komisch das er sich nicht daran erinnern kann überhaupt an einem Gewinnspiel teilgenommen zu haben.

Auf unserer Reise treffen wir auf eine uralte aber noch versperrte Kultstätte.

Nachdem wir im Dorf angekommen sind begrüßen uns schrullige Einwohner. In weiterer Folge treffen wir auf Greta Lemke. Kurzerhand beschließen sie auf ein gemeinsames Abenteuer aufzubrechen an deren Ende Verrat und der Weltuntergang wartet – aber vielleicht können wir ihn auch verhindern.

Ein bisschen Stargate gefällig?

Im weiteren Spielverlauf entdecken wir ein Dimensionstor, dieses möchte von einer durch und durch bösen Dame benutzt werden. Eigentlich ist sie nur auf der Suche nach ihrer Mutter aber wenn sie das Tor aktiviert explodiert unsere Welt. Zum Glück treffen wir einen Verbündeten und zwar Lazarus Taft. Dieser hängt in unserer Dimension fest und möchte nur irgendwie nach Hause kommen. Gemeinsam versuchen wir ein Gerät zu bauen um unsere Dimension zu retten:

Optisch Einzigartig

Trüberbrook wurde aufwendig von Hand gebaut und anschließend via Unity-Engine digitalisiert, das sorgt für eine recht einzigartige Optik. Die Musik wurde unserer Meinung nach nicht ganz passend gewählt, die verwendeten Noten und Töne lassen eher depressive Stimmung aufkommen was im krassen Gegensatz zu den Charakteren steht die wir überall treffen.

Huch, wir entdecken eine Leiche.

Die Rätsel selbst gehen locker flockig von der Hand was für einen angenehmen Spielfluss sorgt aber sie hätten auch gerne etwas kniffliger sein können. Den relativ einfachen Schwierigkeitsgrad verdanken wir den entfallenen Inventarknobeleien, das Spiel mischt die benötigten Gegenstände selbstständig zusammen – wenn wir sie den bereits gefunden haben.

Ebenfalls ärgerlich, Trüberbrook besitzt zwar eine Karte mit Schnellreisefunktion um flink an andere Schauplätze zu gelangen aber dazu müssen wir oft mehrere Bildschirme durchqueren um sie aufzurufen – das hätte man eleganter lösen können.

Auf der Wetterstation sollen wir dringend benötigtes Helium besorgen.

Abschließend möchten wir noch erwähnen dass ihr das Adventure klassisch mit der Maus oder aber auch mit Controller steuern könnt [PC-Version].

Launch-Trailer:

74.4%

Irgendwie kommen wir leider nicht umhin das bei Trüberbrook enormes Potenzial verschenkt wurde. Da hat man einen genialen Komiker wie Jan Böhmermann an seiner Seite aber sein Spezialfach, die Satire, wird gar nicht richtig einbezogen, die relativ wenig vorhandenen Wortwitze zünden dann letztlich auch nicht wirklich.

Was unterm Strich bleibt ist ein klassisches Point and Click-Abenteuer für Genre-Fans.

  • Grafik 78%
  • Sound 71%
  • Atmosphäre 70%
  • Steuerung 77%
  • Umfang 76%