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Am 29.11. erschien das Horrorspiel The Beast Inside. Das Spiel beginnt damit, dass der CIA-Kryptoanalytiker Adam mit seiner Frau Emma in ein Haus auf dem Land zieht, dass er von seinen Eltern bekommen hat. Das Ganze spielt zur Zeit des kalten Krieges, weshalb Adam seine Frau die gesamte Autofahrt über mit bevorstehenden Atomangriffen zutextet. Leider tut er dies nur auf Englisch, da das Spiel keine deutsche Sprachausgabe besitzt.

Am Haus angekommen ist die erste Aufgabe mit Adam einen Karton ins Haus zu tragen, während Emma duschen geht. Nachdem wir dies getan haben, will Adam einen Eimer Farbe vom Dachboden holen. Hier stehen wir schon vor der ersten Herausforderung. Wir benötigen etwas, um die Leiter der Dachbodenluke herunterzuziehen. Das Spiel verfügt weder über Kompass noch über eine Map oder Questmarker. Questrelevante Gegenstände werden lediglich mit einem Ausrufezeichen markiert, wenn man direkt vor ihnen steht. Wir haben Glück und finden den Haken zum Herunterziehen der Dachbodenleiter ganz in der Nähe.

Beim Suchen fällt uns auf, dass wir Gegenstände zwar aufheben und ansehen, manche enthalten geheime Nachrichten wenn man sie richtig dreht, aber nicht wieder zurücklegen können. Wir können sie lediglich anschließen durch die Gegend werfen, statt sie wieder ordentlich an ihren Platz zu legen.

Haben wir die Dachbodenleiter heruntergezogen, stehen wir auch schon vor dem nächsten Problem. Die Dachbodenluke ist abgeschlossen. Von der Dusche aus ruft uns Emma aus zu, dass der Schlüssel dafür sich in einer Schublade im Esszimmer befinden soll. Erst nachdem wir jede einzelne, noch so versteckte Schublade, durchsucht haben, fällt Emma auf, dass sich der Schlüssel noch im Kofferraum des Wagens befindet. Als wir den Schlüssel geholt haben, bemerkten wir, dass wir die Autotür zwar öffnen, aber nicht mehr schließen können. Am Dachboden finden wir zunächst ein Brecheisen. Als wir die Farben nehmen wollen, fällt uns auf, dass unter einer der Dielen was versteckt ist. Wir öffnen das Versteck mit einem Brecheisen und finden eine Scheibe mit einem Hebel und zwei drehbaren Kreisen auf denen Buchstaben stehen und einen Koffer der mit einem Buchstaben schloss gesichert ist. Helfen bei der Lösung des Rätsels soll eine Notiz über Julius Cesar auf der Hinweise wie „J=C“ stehen. Nachdem wir nach einer halben Ewigkeit das Rätsel endlich gelöst haben, finden wir ein altes Tagebuch. Hier endet Kapitel 1.

Das Spiel besteht aus mehreren Kapiteln, welche in Checkpoints unterteilt sind. Ein Zwischenspeichern ist also nicht möglich. In Kapitel zwei schlüpfen wir dann in die Rolle des Tagebuchautors, Nicolas Hyde, welcher im 19. Jahrhundert in diesem Haus lebte. Ausgestattet mit einer Petroleumlampe, welche wir nachfüllen müssen, in dem wir Petroleum suchen, erkunden wir das Haus. Ziel ist es genug Streichhölzer zu finden, um sämtliche Kerzen im Haus anzuzünden. Als wir das endlich geschafft haben hören wir ein Geräusch aus dem oberen Stockwerk. Dort sehen wir, dass ein eigentlich verriegeltes Fenster offensteht. Beim Schließen sehen wir draußen eine Gestalt. Wir folgen ihr zum von außen verschlossenen Schuppen aus dem Licht dringt. Nachdem wir den Schuppen, mit Hilfe einer Kneifzange, geöffnet haben, finden wir drinnen einen Hut und viel Blut.

Zurück im Haus sehen wir eine Gestalt, welche plötzlich verschwindet. Dann hören wir Geräusche aus dem Keller. Als wir den Keller betreten, sehen wir die Gestalt, davonlaufen. Wir untersuchen den Keller und stehen irgendwann vor einer verschlossenen Tür, wo Nicolas auffällt, dass der Schlüssel dafür in seinem Aktenkoffer ist. Am Rückweg kommt uns wieder die Gestalt entgegen, nur um direkt wieder zu verschwinden. Als wir am Aktenkoffer sind und den Schlüssel nehmen beginnt eine Sequenz, in der ein Fremder aus einer Tür ins oberste Stockwerk tritt und Nicolas rückwärts das Geländer runterfällt. Hier endet Kapitel 2. Auf Grund von Rätsel und diversen Suchaktionen hatten wir für die ersten beiden Kapitel bereits über zwei Stunden gebraucht.

In Kapitel 3 schlüpfen wir wieder in die Haut von Adam. Emma berichtet das es keinen Strom im Haus gibt. Als wir den Sicherungskasten im Keller erreichen, fällt Adam auf das eine Sicherung fehlt. Seiner Meinung nach könnte im Schuppen eine Ersatzsicherung sein. Am Schuppen angekommen, ist dieser abgeschlossen und Adam fällt ein, dass der Schlüssel dafür im Keller ist. Zurück im Keller haben wir dann etwa eine Stunde lang alles auf den Kopf gestellt um den besagten Schlüssel zu finden. Ohne Erfolg. Hier gaben wir dann enttäuscht auf. Der einzige Horror den wir bis dahin hatten, waren, neben den Rätseln und der Sucherei, lediglich eine Hand voll zweitklassischer Jumpscares, die eher an einen schlechten B-Movie erinnert haben. Und wer das „Beast“ ist, wussten wir Mitte, Kapitel 3 auch noch nicht.

46%

The Beast Inside ist, auf Grund der vielen Rätsel und Suchaktionen mit fehlenden Spielhilfen, etwas für Menschen mit sehr viel Zeit oder für Menschen die Lust haben sich ständig irgendwelche „Let’s Plays“ anzuschauen um weiter zu kommen. Das beste Beispiel ist die Suche nach dem Schlüssel im Keller, gegen den die Suche nach der Nadel im Heuhaufen ein Kinderspiel ist. The Beast Inside soll eine Mischung aus Thriller und Survival-Horror sein und wir hatten so gut wie keinen Horror, null Survival und von Thriller auch keine Spur. Alles in allem ist The Beast Inside leider nichts weiter als drittklassischer Horrorschund.

  • Design 60%
  • Sound 60%
  • Steurung 50%
  • Atmosphäre 30%
  • Spielspaß 30%
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