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	<title>Rhythmus &#8211; Gaming Magazin | News, Testberichte &amp; Videospiele – Games-Mag.de</title>
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		<title>Aaero 2 im Test – Es ist kompliziert&#8230;zu kompliziert!</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Oct 2024 08:00:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Aaero 2 bei uns im Test &#8211; Weihnachten 2018. Ruhe, Besinnlichkeit und ein hübsch geschmückter Tannenbaum machen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Aaero 2 bei uns im Test &#8211; Weihnachten 2018. Ruhe, Besinnlichkeit und ein hübsch geschmückter Tannenbaum machen sich im Wohnzimmer breit. Während der Holzofen erwartungsvoll knistert, stoßen meine ausgeruhten Augen unter einem Dunst aus Brennholz und Lebkuchen auf einen Online-Artikel über Aaero. Vom besten Rhythmus-Spiel aller Zeiten, einer unvergleichbar immersiven Erfahrung im Genre ist dort die Rede. Vor allem aber, dass es ab sofort verfügbar ist. Vorbei die Ruhe, shut up and hold my Mistelzweig! Sechs Jahre ist das nun her. Eine Zeit, in der ich Aaero immer wieder gerne gestartet habe, um mich zusammen mit meinem Kopfhörer in eine traumhafte Trance versetzen zu lassen. Von der unglaublich guten Musik und dem dynamischen Gameplay, die beide irgendwo dort verschmelzen, wo sich meine Synapsen längst verabschiedet haben und einfach nur noch diesem futuristisch anmutenden Setting aus Techno-Tunneln und schroffer Dystopie folgen. Genügend Gründe also, sich auf Aaero 2 zu freuen&#8230;<strong>oder?!</strong></h4>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-381487" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-4.png" alt="Aaero 2 4 Aaero 2 im Test – Es ist kompliziert...zu kompliziert!" width="3840" height="2160" title="Aaero 2 4 Aaero 2 im Test – Es ist kompliziert...zu kompliziert!" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-4.png 3840w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-4-300x169.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-4-1024x576.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-4-768x432.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-4-1536x864.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-4-2048x1152.png 2048w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-4-1920x1080.png 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-4-1170x658.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-4-585x329.png 585w" sizes="(max-width: 3840px) 100vw, 3840px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie schon sein Vorgänger, zählt sich auch <strong>Aaero 2</strong> zu den Rhythmus-Spielen im vorwiegend elektronischen Sound-Segment. Jedem Musikstück ist ein optisch ebenso einzigartiges Level gewidmet, das sich zudem an die jeweiligen Klänge des aktuellen Songs anpasst. Allerdings bietet <strong>Aaero</strong> auch im zweiten Anlauf einen unverwechselbaren Twist im Genre, denn anstelle von Noten, erwarten euch hier sogenannte Magnetbänder, die ihr via Raumschiff möglichst präzise anfliegt. Die neonfarbenen Striche erscheinen passend zum aktuellen Song und simulieren auf diese Weise den Beat, die Tonhöhe oder andere Soundeffekte. Gesteuert wird mit dem linken Analogstick, wobei die angeforderten Manöver auf dem Bildschirm dem Bewegungsmuster der 360 Grad-fähigen Eingabemethode genau nachempfunden sind. Regelmäßig fliegen wir also anspruchsvolle Zickzack-Muster oder legen auch schon mal eine Schraube aufs futuristisch anmutende Parkett der musikalischen Weltraumodyssee. SpielerInnen, die sich bereits mit der <strong>skate.</strong>-Serie von <em>Electronic Arts</em> auseinandergesetzt haben, dürften sich also auch in <strong>Aaero 2</strong> sofort zurechtfinden. Ein blitzschnelles Reaktionsvermögen, sowie die Hand-Augen-Koordination eines ergrauten <strong>Guitar Hero</strong>-Veteranen, sind zum Einstieg ebenfalls erwünscht. Relativ leicht zu erlernen, aber nur schwer zu meistern – ihr kennt den Deal.</p>
<blockquote><p><strong>Als hätte Omi ihre gute, alte Future Trance-CD-Sammlung geschreddert (&#8230;)</strong></p></blockquote>
<p>Auf halbwegs gemütlichen Einhandbetrieb solltet ihr euch dennoch nicht einstellen, schließlich schmeißt euch der Titel in regelmäßigen Abständen auch eine Vielzahl an skurrilen Gegnern um die windigen Ohren und präsentiert euch ein waschechtes Kampfsystem. Um Roboter-Hornissen, riesige Sandwürmer oder anderen Schrott aus dem All, kümmert ihr euch mit einem feurigen Arsenal aus Raketen und einer neu hinzugefügten Minigun. Stumpfes ballern ist allerdings wenig empfehlenswert, denn erst, wenn die Viecher zum Takt zerbersten, hagelt es diverse Bonuspunkte auf euren Highscore. Gemessen wird sich einmal mehr per Online-Leaderboard. Wem die verbissene Punktejagd dagegen egal scheint, der freut sich über mehrere Versuche pro Lauf, eine Lebensanzeige und die Möglichkeit, zwischen vier verschiedenen Schwierigkeitsgraden zu wählen. Ein Bildschirmtod senkt zwar den Multiplikator, weshalb ihr kompetitiv dann einfach nicht mehr ernstzunehmende Punktzahlen erreicht, im Gegensatz werdet ihr aber auch nicht direkt vom eigentlichen Spielgeschehen ausgeschlossen und dürft praktisch immer weiter üben.</p>
<p><img decoding="async" class="alignright size-full wp-image-381486" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-3.png" alt="Aaero 2 3 Aaero 2 im Test – Es ist kompliziert...zu kompliziert!" width="3840" height="2160" title="Aaero 2 3 Aaero 2 im Test – Es ist kompliziert...zu kompliziert!" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-3.png 3840w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-3-300x169.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-3-1024x576.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-3-768x432.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-3-1536x864.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-3-2048x1152.png 2048w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-3-1920x1080.png 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-3-1170x658.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-3-585x329.png 585w" sizes="(max-width: 3840px) 100vw, 3840px" /></p>
<h2>Alles anders in Aaero 2?</h2>
<p>Doch was macht <strong>Aaero 2</strong> jetzt eigentlich anders, also zu einem richtigen Nachfolger? Die schnelle Antwort lautet: Viel. Viel zu viel. Versteht mich nicht falsch. Das grundsätzliche Spielprinzip aus extrem dynamischer, fast schon fluchtartiger Rhythmus-Sause vor dem Hintergrund einer sich lediglich nur kryptisch entfaltenden, bizarr-isolierten Techno-Spielwelt und seinem hohen Maß an Präzision und Taktgefühl, weiß nach wie vor zu begeistern und birgt quasi unendlichen Spielspaß, bzw. die Motivation, die eigenen Fähigkeiten immer weiter auszubauen. Dennoch scheint sich Entwickler <em>Mad Fellows</em> hier leicht übernommen zu haben.</p>
<p>Fangen wir beim Gameplay an. Im Vorgänger reichte es zum Beispiel aus, Gegner mit dem vom rechten Analogstick gesteuerten Cursor anzuvisieren und den Stick danach wieder in die neutrale Mittelposition schnalzen zu lassen, damit ich der feindlichen Riege einen Satz Raketen ins Getriebe jagen konnte. In <strong>Aaero 2</strong> muss ich aktiv den rechten Trigger gedrückt halten, jedes Ziel einzeln anvisieren und bekomme dann noch einen Balken, ähnlich der Animation zum perfekten Nachladen aus <strong>Gears (of War)</strong>, serviert, für den ich den richtigen Moment optisch und eben nicht mehr akustisch abpasse. Im wahrlich pulsierenden Eifer des Gefechts überfordert mich das von der ersten Sekunde an, zumal sich das Trefferfeedback in <strong>Aaero 2</strong> zu keiner Zeit als besonders responsiv beschreiben lässt. Außerdem überrascht der Nachfolger mit einer deutlich höheren Grundschwierigkeit. Im Erstling galt der normale Modus noch als perfekter Einstieg, schließlich boten die ikonischen Magnetbänder bis zur Hälfte der Tracklist noch meist simple, nachvollziehbare Formen. Außerdem waren diese Sektionen klar von den Momenten abgegrenzt, in denen ich mich um einen Haufen Feinde kümmern musste. Ein logischer Schwierigkeitsgrad für den Einstieg eben, um irgendwann bequem auf <em>Fortschrittlich</em> oder <em>Meister</em> zu wechseln. Jetzt gerate ich bereits früh ins Stottern, schließlich werden diese beiden Sequenzen nun gnadenlos miteinander vermischt und ich werde jedes mal dazu gezwungen, zeitgleich einen nach links und rechts ausschwenkenden Balken im Auge zu behalten, damit meine Feuerkraft oder der Highscore keine Einbußen erleiden. In der Zwischenzeit muss ich aber genauso feindlichen Projektilen ausweichen und darf das sich erneut rasant nähernde Magnetband nicht verpassen. Als einzige Alternative dazu, bietet mir <strong>Aaero 2</strong> einen Chillout-Modus an. In dem bleibt mir jeglicher Fortschritt allerdings verwehrt, es gibt keine Sterne zu holen und auch die Rangliste fehlt.</p>
<p>Selbstverständlich sind die ikonischen Bosskämpfe ebenfalls wieder mit von der Partie und es entsteht ein grundsätzlich abwechslungsreicher Strudel aus dynamischer Flughatz und eben diesen taktisch herausfordernden Begegnungen. Als Zuckerschlecken galten die bereits im Vorgänger nicht, doch <strong>Aaero 2</strong> schwört sich beim Thema unfaire Anforderung einmal mehr die Treue. Eine geschlagene Stunde hat es mich gekostet, den ersten Boss zu legen. Und das nur, weil mich das neue Kampfsystem zur absoluten Weißglut treibt. Was ich wann anvisiere und dann im richtigen Moment meiner Feuerkraft aussetze, gestaltet sich unglaublich schwierig und nur selten nachvollziehbar, weil ich jetzt eben den rechten Trigger halten und auch wieder loslassen und nebenbei noch diese unnötige Anzeige im Auge behalten muss. Währenddessen schlängeln sich vier Sandwürmer mit mehreren Trefferzonen von der Decke und der eigentliche Gegner, eine meterhohe Spinne, blickt mich mit ihren acht Augen an, auf die ich selbstverständlich genauso zielen muss. Allerdings nur für einen kurzen Augenblick, schließlich bewegt sich der Raumgleiter automatisch und verweilt an dieser Stelle nur kurz&#8230;und ich spiele auf NORMAL&#8230;<em>AAAARRGH!</em></p>
<blockquote><p><strong>(&#8230;) es braucht nun auch keine Wetten, dass&#8230;-Challenge, um den durchaus markanten Sound des Labels über sämtliche KünstlerInnen hinweg, zu erkennen.</strong></p></blockquote>
<p>Vielleicht mag das alles persönlichen Umständen geschuldet sein, aber wenn ich ganze sechs Jahre immer wieder mit einem Titel verbringe, dort stetig besser werde, aber am direkten Nachfolger überraschend früh scheitere, läuft doch zumindest etwas schief. Dass ich mich mit dieser eher traurigen Leistung im guten Mittelfeld aus aktuell knapp 50 testenden Personen positioniere, untermauert diese Theorie nur. Ich <a href="https://games-mag.de/2023/02/23/theatrhythm-final-bar-line-bei-uns-im-test/" target="_blank" rel="noopener">liebe Rhythmus-Spiele</a>, sie sind mein guilty pleasure seit fast zwei Jahrzehnten, und ich gehe gerne einige Umwege, um mich auf jedes von ihnen einzustellen. Doch um ehrlich zu sein, bin ich nicht einmal sonderlich motiviert, weitere Zeit mit <strong>Aaero 2</strong> zu verbringen. Während die Playlist des Vorgängers es, dank teils zeitloser Künstler/Songs und reichlich akustischer Abwechslung, noch schaffte, mich in seinen traumhaft trance-artigen Bann und dabei in ein unvergleichbares Stimmungshoch zu ziehen, langfristig zu motivieren und mich dabei wertgeschätzt in meiner eigenen Zeit zu fühlen, kaue ich jetzt auf einer vom Musiklabel <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Monstercat" target="_blank" rel="noopener"><em>Monstercat</em></a> stark dominierten Liste herum, bis meine Backenzähne jene Geräusche wiedergeben, die so übertönend schrill und monoton aus den Lautsprechern drängen.</p>
<p>Für die jüngere Generation funktioniert das vielleicht, denn dort, wo sich Künstler wie <em>Bossfight</em> und <em>MUZZ</em> gute Nacht sagen, trifft sich auch ein unverkennbar modern-kommerzieller Sound aus bunt gemischten Elektronik-Genres, der subjektiv gefallen kann, aber audiovisuell eben längst nicht mehr die angestrebt mystische Atmosphäre des Vorgängers vermittelt und die Qualität von Schaffenden wie <em>Noisia</em> massiv unterbuttert. Es mag löblich sein, wie offengeistig <em>Monstercat</em> mit ihren Künstlern und Lizenzen umgeht und damit für angenehmere Prozesse in der Entwicklung solcher Titel sorgt. Selbst <em>Mad Fellows</em>-Gründer und <strong>Guitar Hero</strong>-Vater <em>Paul Norris</em> erklärt das <a href="https://www.reddit.com/r/xbox/comments/1doxugc/im_paul_from_mad_fellows_our_musicdriven/" target="_blank" rel="noopener">in diesem Reddit-Artikel</a> ziemlich nachvollziehbar, was ja aber nichts am finalen Ergebnis ändert. Mir fehlt der Hinweis, dass es sich hier quasi um ein reines Feature mit dem Label <em>Monstercat</em> handelt, vor allem aber der intrinsische Antrieb, mit meinem Raumgleiter auf ein Finale zuzusteuern, dessen Songs mir bereits in <strong>Rocket League</strong> unaufhörlich in den Gehörgang geprügelt wurden. Dabei ist es ja genau diese vereinfachte Kooperation zwischen musikalischen Künstlern und der Videospielbranche, die sich hier selbst ein Bein stellt. Denn seien wir doch mal ehrlich, egal wie divers sich <em>Monstercat</em> in ihrem Audiokatalog gibt, es braucht nun auch keine <strong>Wetten, dass</strong>&#8230;-Challenge, um den durchaus markanten Sound des Labels über sämtliche KünstlerInnen hinweg, zu erkennen.</p>
<p><img decoding="async" class="alignright size-full wp-image-381488" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-5.png" alt="Aaero 2 5 Aaero 2 im Test – Es ist kompliziert...zu kompliziert!" width="3840" height="2160" title="Aaero 2 5 Aaero 2 im Test – Es ist kompliziert...zu kompliziert!" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-5.png 3840w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-5-300x169.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-5-1024x576.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-5-768x432.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-5-1536x864.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-5-2048x1152.png 2048w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-5-1920x1080.png 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-5-1170x658.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2024/10/Aaero-2-5-585x329.png 585w" sizes="(max-width: 3840px) 100vw, 3840px" /></p>
<h3>Im Weltall hört euch niemand schreien</h3>
<p>Immerhin hat es diesmal ein Mehrspielermodus in den Titel geschafft. Mit einer weiteren Person schlagt ihr euch nun entweder gemeinschaftlich oder gegeneinander im PVP-Modus durch die bizarren Landschaften und Bauten der futuristisch-dystopischen Spielwelt. Besonders cool: Während des Spielgeschehens wird euer Magnetband optisch zwar deutlich von dem eures Mitspielers getrennt und erscheint zumeist auch auf eurer Seite des Bildschirms, trotzdem stehen häufige und vor allem rasante Seitenwechsel an, dich noch einmal mehr eure Reflexe auf die Probe stellen. Zusätzlich habt ihr sogar die seltene Wahl, ob ihr euch per Matchmaking einen beliebigen Kollegen, bzw. Kontrahenten schnappt oder mit einem Kumpel eine entspannte Runde auf dem eigenen Sofa im Zwei-Spieler-Koop verbringt. Die Online-Suche versteht sich zwar Plattformübergreifend, doch zum jetzigen Zeitpunkt ist mit insgesamt knapp 50 Spielenden kaum ein Match möglich, weshalb dieser Modus lediglich eine kurze Anspielsession erfuhr.</p>
<p>Für die Langzeitmotivation sorgt in <strong>Aaero 2</strong> nicht bloß die Möglichkeit, jeden der <strong>insgesamt 18 Songs</strong> jederzeit erneut spielen zu dürfen, sondern auch ein Levelsystem, inklusive täglicher und wöchentlicher Herausforderungen. Mehr als Prestige bietet diese Funktion allerdings nicht. Leaderboards funktionieren immer noch pro Song und erreichter Leistung, beziehungsweise dem jeweiligen Schwierigkeitsgrad. Wer die Tracks der Playlist oder neue Schwierigkeitsmodi freispielen will, sammelt wie gewohnt Sterne, deren Anzahl sich an eurem geleisteten Niveau orientiert.</p>
<p>Technisch gibt es übrigens nichts zu beanstanden. <strong>Aaero 2</strong> profitiert, wie so viele andere Titel, von der Power der aktuellen Konsolengeneration und läuft mit 60 stabilen Bildern pro Sekunde jederzeit flüssig, während die Auflösung ein knackig scharfes 4K-Bild erzeugt. Ok, ein Meisterwerk ist das angesichts der stilistisch eher detailarm belassenen Umgebungen nicht unbedingt, dennoch setzt der Titel gegenüber seinem Vorgänger eine ordentliche Schippe drauf. Als hätte Omi ihre gute, alte <em>Future Trance</em>-CD-Sammlung geschreddert und sie den aromatisch in der Pfanne brutzelnden Pilzen hinzugefügt, erwartet euch in <strong>Aaero 2</strong> ein noch größeres Effektgewitter vor dem optischen Hintergrund verstörender Techno-Tunnel, hypnotisierenden Raumstationen sowie von der Realität völlig losgelösten Unterwasserwelten.</p>
<hr />
<p><em>Aaero 2 erscheint am 15. Oktober 2024 vorerst exklusiv für die Xbox Series X. PC-SpielerInnen via Steam dürfen erst zu einem noch nicht genannten, späteren Zeitpunkt ran, während über die Veröffentlichung auf weiteren Konsolen bislang überhaupt nicht gesprochen wird. Ausschließlich digital erhältlich, schlägt der Titel mit 14,99 zu Buche. Der Reviewcode für Aaero 2 auf der Xbox Series X, wurde uns freundlicherweise vom Publisher und Entwickler Mad Fellows zur Verfügung gestellt. Screenshots stammen aus dem offiziellen Pressekit.</em></p>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=z6bh8QBUHNo" title="Aaero2 Trailer" width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/z6bh8QBUHNo?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<hr />
<h2>Fazit</h2>
<p><strong>Tja, während das dynamische Spielgefühl immer noch passt, geht Aaero 2 im Vergleich zum Vorgänger ein wenig die Puste aus. Ein spaßiger Besuch im Club ist das immer noch, aber eben nicht mehr energisch um Mitternacht, sondern kurz vorm Morgengrauen, wenn die Energie bereits verdampft ist und sich die eigenen Bewegungen auf der Tanzfläche kaum noch richtig anfühlen. Das Kampfsystem wurde konsequent verschlimmbessert, während der allgemeine Schwierigkeitsgrad viel zu anspruchsvoll ausfällt und mir komfortable Einstiegs-Mechaniken des Erstlings verwehrt. Die Playlist ist diesmal wirklich nur für absolute Monstercat-Fans geeignet, denn wer sich für den neumodernen, kommerziellen und hörbar monoton-schrillen Klang aktueller Veröffentlichungen nicht begeistern lässt, hat aufgrund mangelnder Diversität im Soundtrack kaum eine Chance, mit Aaero 2 überhaupt warmzuwerden. Neuerungen wie der Multiplayermodus entpuppen sich als nette Dreingabe, die dem Nischen-Kult des Titels allerdings auch nicht entkommen und in wenigen Wochen mit gähnend leeren Lobbys aufwarten werden. Es macht mich unfassbar traurig, aber Aaero 2 ist tatsächlich nicht das, was gestandene Fans des Erstlings erwartet oder gar verdient hätten. Wer dagegen vom jünger klingenden Sound nicht genug bekommt und sich auf die gesteigerte Herausforderung einlassen möchte, findet in diesem Nachfolger schon so etwas, wie seinen potentiell nächsten Favoriten im Rhythmusspiel-Genre.<br />
</strong></p>
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		<title>Theatrhythm Final Bar Line bei uns im Test</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Feb 2023 01:27:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Happy Birthday, Final Fantasy! Seit über 35 Jahren zaubert die traditionsreiche Reihe nun schon unvergessliche Momente auf&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Happy Birthday, Final Fantasy! Seit über 35 Jahren zaubert die traditionsreiche Reihe nun schon unvergessliche Momente auf unsere Bildschirme. Dass dazu auch ein passender Soundtrack gehört, versteht sich fast von selbst. Was läge da also näher, als dem J-RPG-Giganten zum Jubiläum ein Ständchen zu singen? Oder zwei? Oder 385?! Mit Pauken und Trompeten &#8211; unser Test zu Theatrhythm Final Bar Line auf der <em>Nintendo Switch</em>.</strong></h2>
<hr />
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-371632" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-5.png" alt="Theatrhythm Final Bar Line 5 Theatrhythm Final Bar Line bei uns im Test" width="1920" height="1080" title="Theatrhythm Final Bar Line 5 Theatrhythm Final Bar Line bei uns im Test" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-5.png 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-5-600x338.png 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-5-300x169.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-5-1024x576.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-5-768x432.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-5-1536x864.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-5-1170x658.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-5-585x329.png 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<p>Rhythmusspiele. Jetzt denken die meisten von euch bestimmt an <strong>Guitar Hero</strong>, sportliche Menschen natürlich an <strong>Beat Saber</strong>, ein paar vereinzelten Profis schießt vielleicht noch <strong>Groove Coaster</strong> in den Kopf, doch die wenigsten dürften damit <strong>Final Fantasy</strong> in Verbindung bringen. Dabei sorgte <strong>Theatrhythm</strong> bereits in japanischen Spielhallen für Aufsehen und fand sogar hierzulande auf dem <em>Nintendo 3DS</em> und Mobilgeräten ein Zuhause. Der besondere Clou: Neben dem klassischen Gameplay, das Geschick und Timing verlangt, schleichen sich mit jedem Ableger auch ikonische Action- und RPG-Elemente in das kreative Spin-Off. Nun erscheint mit <strong>Theatrhythm Final Bar Line</strong> nicht bloß der nächste Teil für die <em>Nintendo Switch</em>, sondern auch gleich ein musikalischer Liebesbrief an das gesamte <strong>Final Fantasy</strong>-Franchise, für den Entwickler <em>indieszero</em> einmal mehr beweist, wie meisterhaft sie ihr Handwerk wirklich verstehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-371630" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-3.png" alt="Theatrhythm Final Bar Line 3 Theatrhythm Final Bar Line bei uns im Test" width="1920" height="1080" title="Theatrhythm Final Bar Line 3 Theatrhythm Final Bar Line bei uns im Test" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-3.png 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-3-600x338.png 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-3-300x169.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-3-1024x576.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-3-768x432.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-3-1536x864.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-3-1170x658.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-3-585x329.png 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<h1><strong>Tidus im Takt</strong></h1>
<p>Prinzipiell funktioniert auch <strong>Theatrhythm Final Bar Line</strong> wie jedes andere Rhythmusspiel: Farbige Noten, hier als Trigger deklariert, fliegen von links nach rechts über den Bildschirm und wir drücken im richtigen Moment die passende Taste am Controller, um Punktestand und Kombozähler in die Höhe zu treiben. Manche Trigger müssen wir sogar halten und rechtzeitig wieder loslassen, andere hingegen erfordern die Eingabe bestimmter Richtungen per Analogstick. Oft geschieht vieles davon zur gleichen Zeit, doch keine Panik, die Steuerung entpuppt sich als simpel sowie intuitiv. Für einfache Treffer darf so ziemlich jede Taste am Gamepad bedient werden, maximal benötigen wir davon ohnehin nur zwei, und der Analogstick kommt ja sowieso in doppelter Ausführung. So weit, so spaßig.</p>
<p>Doch was <strong>Theatrhythm Final Bar Line</strong> wirklich von der Konkurrenz unterscheidet, ist sein Gameplay im Hintergrund des eigentlichen Geschehens. Anstatt uns mit vorgegebenen Illustrationen irgendwann nur noch ein müdes Gähnen zu entlocken, geht es dort nämlich deutlich interaktiver zu, als man vom Genre-Stereotyp vorerst erwartet. Aus <strong>104 Charakteren sämtlicher Final Fantasy-Titel</strong> basteln wir uns den vierköpfigen Trupp unserer Träume zusammen und ziehen wagemutig gegen ebenso ikonische Widersacher des Universums in die Schlacht. Während wir also taktvoll in die Tasten hauen, laufen die Rollenspiel-artigen Auseinandersetzungen komplett automatisch ab. Ok, ein wenig Einfluss nehmen wir schon. Beispielsweise dann, wenn wir überhaupt keine Noten treffen und den Lebensbalken unserer Heldengruppe gen Null sinken und stattdessen ein fettes Game Over auf dem Bildschirm sehen.</p>
<p>Aufdringlich wirkt das zusätzliche Spielprinzip jedoch nie. Schließlich springt uns in jedem Rhythmusspiel eine Game Over-Nachricht ins Gesicht, sobald wir eine Vielzahl von Noten verpassen. Im Gegenteil, <strong>Theatrhythm Final Bar Line</strong> erweitert das Prinzip auf clevere Weise, indem wir das kämpfende Quartett zum Beispiel mit Heilern bestücken und so für mehr Lebensenergie und mehr mögliche Patzer sorgen. Ohnehin bleiben die Scharmützel vollkommen optional. Wir dürfen uns völlig frei austoben, eine bunte Armee aus <em>Lightning</em>, <em>Tidus</em>, <em>Cloud</em> und <em>Prompto</em> zusammenstellen, sie mit steigendem Charakterlevel mit immer mächtigeren Angriffen und Zaubern und sogar <em>Espern</em> ausrüsten, können darauf aber genauso getrost verzichten und das Kerngameplay genießen. Ein Song gilt immer dann als bestanden, wenn wir ihn halbwegs fehlerfrei abschließen – völlig ungeachtet der Säbelrasselnden Action im Hintergrund. Trotzdem, lassen wir uns auf die Kämpfe nebenher ein und erfüllen dabei optionale Ziele, hagelt es sinnvolle Belohnungen und leckere Extras, wie etwa hübsche Sammelkarten, und das motiviert ungemein.</p>
<p>Was die Motivation betrifft, schafft es <strong>Theatrhythm Final Bar Line</strong> durchweg, uns in einen cleveren Strudel aus Fortschritt und Vielfalt zu ziehen. Sogar die Stages tauchen in drei unterschiedlichen Varianten auf. Die <em>Battle Music Stage</em>, kurz <em>BMS</em>, wirft uns Wellen von Gegnern vor die Nase und fordert mit schneller Kampfmusik auch rhythmisch, während die <em>Field Music Stages</em> (<em>FMS</em>) uns zu entspannten Umgebungsklängen über den Bildschirm wandern lassen. Richtig imposant wird es dagegen in den <em>Event Music Stages</em> (<em>EMS</em>). Hier erleben wir unvergessliche Momente der <strong>Final Fantasy</strong>-Historie nach, bestaunen noch einmal beeindruckende Rendersequenzen und freuen uns über erfrischende Detail-Änderungen am gewohnten Gameplay. Nochmal aufgeteilt in drei unterschiedliche Spiel-Modi, starten wir unser Abenteuer mit den <em>Serien Quests</em>, in denen wir insgesamt <strong>29 Titel der Final Fantasy-Reihe</strong> nachspielen und ihre Songs und Charaktere Schritt für Schritt freischalten. Da auch nicht alle Titel von Beginn an zur Verfügung stehen, musizieren wir uns erstmal durch den orchestralen Soundtrack eines <strong>FF XV</strong> und die charmanten Töne von <strong>FF IV</strong>, um endlich persönliche Highlights mit <em>Tidus</em> und <em>Yuna</em> aus <strong>FF X</strong> zu erleben. Wobei…</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-371629" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-2.png" alt="Theatrhythm Final Bar Line 2 Theatrhythm Final Bar Line bei uns im Test" width="1920" height="1080" title="Theatrhythm Final Bar Line 2 Theatrhythm Final Bar Line bei uns im Test" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-2.png 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-2-600x338.png 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-2-300x169.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-2-1024x576.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-2-768x432.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-2-1536x864.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-2-1170x658.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-2-585x329.png 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<h1><strong>Gierschlund GIL-gamesh</strong></h1>
<p>…wobei das nicht unbedingt der Fall sein muss. Denn wollen wir einen der beliebtesten Songs des gesamten Franchise, <em>Zanarkand</em> aus <strong>Final Fantasy X</strong>, rocken, benötigen wir dafür auf jeden Fall die <strong>Digital Deluxe Edition</strong> von <strong>Theatrhythm Final Bar Line</strong>. Die wurde uns vom Publisher <em>Square Enix</em> freundlicherweise zur Verfügung gestellt, doch KäuferInnen der Standard-Version schauen hier und bei weiteren <strong>26 Zusatz-Songs</strong> direkt mal in die Röhre. Versteht uns nicht falsch, herunterladbare Inhalte gelten für dieses Genre in der Community sogar als willkommen und was der Redakteur hier alleine schon in <strong>Groove Coaster Wai Wai Party!!!</strong> versenkt hat, ist mit normalem Menschenverstand sicher nur schwer zu erklären, doch zum Release drei unterschiedliche Versionen anzubieten, die von knapp 60 bis 110€ reichen, hinterlässt schon einen faden Beigeschmack. Vor allem dann, wenn wir schon jetzt mit der <strong>Premium Digital Deluxe Edition</strong> für zukünftige Inhalte und Season Pässe zahlen sollen und mit der Standard-Version ohnehin das Gefühl hätten, essentiellen Content verweigert zu bekommen und ein vermeintlich geringwertiges Produkt in den Händen zu halten.</p>
<p>Loben können wir zumindest die Gestaltung der Zusatzinhalte. Die verlassen nämlich schon zum jetzigen Zeitpunkt den Tellerrand der <strong>Final Fantasy</strong>-Serie und entführen uns mit stimmungsvollen Klängen in alternative Titel wie <strong>Romancing Saga</strong> oder außergewöhnliche Arrangements. Später sollen sich noch weitere Tracks aus dem gesamten <em>Square Enix</em>-Katalog hinzugesellen und interessierte SpielerInnen mit Stücken aus <strong>The World Ends With You</strong>, <strong>Nier</strong>, <strong>Octopath Traveler</strong>, vielen weiteren Spiele-Hits und deren Charakter-Riegen zum Kauf der drei geplanten Season Pässe bewegen.</p>
<p>Doch selbst wenn es jetzt so klingen mag, nein, <strong>Theatrhythm Final Bar Line</strong> hat kein hinter einer Paywall verstecktes Content-Problem &#8211; ganz im Gegenteil. Das Basisspiel quillt mit seinen <strong>385 Stücken aus dem gesamten Final Fantasy-Universum</strong> nur so über, der vielfältige Cast aus 104 Charakteren tut es der Tracklist gleich. Auf der Jagd nach dem Highscore verschlägt es uns so immer wieder in die <em>Musik-Arena</em>, wo wir während der <em>Serien-Quests</em> freigeschaltete Songs rauf und runter spielen, und sogar den Paar-Stil aktivieren dürfen, bei dem zwei SpielerInnen an nur einem Bildschirm gleichzeitig antreten. Wer es dagegen etwas simpler mag, aktiviert den einfachen Spielstil und gibt fortan mit lediglich einer einzigen Taste den Ton an, was gleichzeitig auch eine großartige Option zur Barrierefreiheit darstellt.</p>
<p>Apropos einfach. <strong>Theatrhythm Final Bar Line</strong> bietet uns vier, jederzeit frei wählbare Schwierigkeitsgrade an. Während auf <em>Normal</em> wirklich jede/r seine liebsten Momenten aus <strong>Final Fantasy</strong> gemütlich nacherlebt, geht es auf den weiteren Stufen schon deutlich herausfordernder zu. Wir waren, trotz reichlicher Übung in anderen Titeln dieser Art, schon mit dem folgenden <em>Experten-Modus</em> ganz gut bedient, der unsere kognitiven Fähigkeiten auf eine harte Probe stellen konnte. Der Einsatz beider Analogsticks ist hier bereits Pflicht und die ohnehin komplexen <em>Hold-Trigger</em>, die wir simultan mit dem Stick hoch und runter begleiten müssen, kommen deutlich öfter zum Einsatz. Einen kompatiblen <em>Pro Crontroller</em> empfehlen wir an dieser Stelle unbedingt, denn die diagonale Anordnung der <em>Joy-Con</em>-Sticks und ihre geringe Deadzone verstehen es einmal mehr, unsere geschmeidigen Finger in einen krampfenden Handballen zu verwandeln. Ansonsten macht <strong>Theatrhythm Final Bar Line</strong> aber einen verdammt guten Job, wenn es darum geht, uns rhythmisch abzuholen und ein entsprechendes Treffer-Feedback zu gewährleisten.</p>
<p>Mit dem <em>Multi Kampf</em> schafft es dann noch ein kompetitiver Online-Modus voll alternativer Bedingungen in den Titel. Den konnten wir während der gesamten Testphase allerdings nie gebührend ausprobieren, denn leider gehören zu einem waschechten Nischentitel eben auch leere Online-Lobbys. Wer sich hier aber mit FreundInnen oder anderen TeilnehmerInnen über Plattformen wie <em>Discord</em> verabredet, hat sicher bessere Chancen und ganz bestimmt jede Menge Spaß.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-371633" src="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-6.png" alt="Theatrhythm Final Bar Line 6 Theatrhythm Final Bar Line bei uns im Test" width="1920" height="1080" title="Theatrhythm Final Bar Line 6 Theatrhythm Final Bar Line bei uns im Test" srcset="https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-6.png 1920w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-6-600x338.png 600w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-6-300x169.png 300w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-6-1024x576.png 1024w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-6-768x432.png 768w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-6-1536x864.png 1536w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-6-1170x658.png 1170w, https://games-mag.de/wp-content/uploads/2023/02/Theatrhythm-Final-Bar-Line-6-585x329.png 585w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<h1><strong>Dresscode Obscura</strong></h1>
<p>Ob Hochzeit, Geburtstag oder Jahrestag, zu besonderen Anlässen putzen wir uns gerne fein heraus. Das weiß auch <strong>Theatrhythm Final Bar Line</strong> und verwandelt seinen Cast zum großen Jubiläum in niedliche Chibi-Charaktere. Das geht doch immer, denkt sich der versierte J-RPG-Fan, und auch wir stimmen hier größtenteils zu. Wäre da nicht die restliche Präsentation, die sich optisch zwar recht passend ins Gesamtbild einfügt, durch detailarme Hintergründe und simple Animationen aber nie ganz ihren dürftigen Mobile Game-Charakter verliert. Das ist ziemlich schade, vor allem weil der Titel ein sonst so qualitativ hochwertiges, mit liebevollen Inhalten vollgestopftes Gesamtpaket bietet, dem bloße Screenshots nie ganz gerecht werden. Um Missverständnissen vorzubeugen, empfehlen wir euch unbedingt die kostenlose Demo-Version des Spiels.</p>
<blockquote><p>Ungeachtet der durchwachsenen Präsentation und der fragwürdigen Preisgestaltung, ist Theatrhythm Final Bar Line aber vor allem eines: Ein mit Fanservice und liebevollen Erinnerungen bis oben hin vollgepackter Liebesbrief in musikalischer Form an 35 Jahre Final Fantasy.</p></blockquote>
<p>Über den Sound müssen wir wohl keine weiteren Worte verlieren. Vom allerersten Ableger, über das beliebte <strong>Final Fantasy VII Remake</strong>, <strong>Final Fantasy Tactics</strong>, sogar <strong>Dissidia</strong> und <strong>Type-0</strong>, bis hin zu <strong>Mobius Final Fantasy</strong>, bietet <strong>Theatrhythm Final Bar Line</strong> das komplette musikalische Line-Up der traditionsreichen J-RPG-Saga. Imposante Orchestermusik, rockige Themes und ikonischer Gesang reichen sich den Dirigentenstab regelmäßig weiter und selbstverständlich entspringen auch sämtliche Menü-Sounds dem stabilen Langzeitgedächtnis der Serie. Die komplette Tracklist des Basisspiels findet ihr übrigens genau <a href="https://www.square-enix-games.com/de_DE/news/theatrhythm-thursday-final-bar-line-song-list" target="_blank" rel="noopener">hier</a>.</p>
<p>Hiesige SpielerInnen freuen sich zudem über eine vollständige Lokalisierung der Bildschirmtexte, außerordentlich viele Möglichkeiten, Schwierigkeitsgrad und Spielverlauf komfortabel den eigenen Bedürfnissen anzupassen und eine gelungene Darstellung im TV- sowie Handheldmodus der Hybridkonsole. Hier hätten wir uns nur noch den passenden Touchscreen-Support gewünscht, etwas längere Ladezeiten sind wir auf der betagten <em>Nintendo Switch</em> ja bereits gewohnt.</p>
<hr />
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<p>&nbsp;</p>
<p><em>Theatrhythm Final Bar Line ist seit dem 16. Februar 2023 für die Nintendo Switch und Playstation 4 erhältlich. Während die Standard-Edition mit 59,99€ zu Buche schlägt, kostet die Digital Deluxe Edition bereits 89,99€ und die Premium Digital Deluxe Edition 109,99€. Die Standard-Edition ist auch als physische Version erhältlich und kann nachträglich digital aufgerüstet werden.<br />
</em><em>Für diesen Test wurde uns freundlicherweise ein Reviewcode für die Nintendo Switch-Version von Theatrhythm Final Bar Line vom Publisher Square Enix zur Verfügung gestellt. Screenshots stammen aus dem offiziellen Pressekit.</em></p>
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