Shing! bei uns im Test

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Shing! Ist ein CO-OP Beat ‚em up, inspiriert von alten Klassikern des Genres, aber versucht auch ein paar eigene Ideen in das Genre zu bringen. Entwickelt wird das Ganze vom polnischen indie Team, Mass Creation. Verglichen mit ihren vorigen spielen, CorridorZ und Draw Slasher, sieht man bei Shing! einen großen Sprung in der Qualität.

Die Yokai haben den „Starseed“ gestohlen und damit das Land ins Chaos versetzt. Tetsuo und Aiko machen sich auf die Jagd nach den Dämonen um das Land zuretten. Auf ihrer Reise treffen sie auf Aiko’s Schwester, Bichiko und den Krieger, Wihelm. Zusammen machen sich die vier Helden auf den Weg und erleben ein Abenteuer, dass sie nicht so schnell vergessen.

Die Entwickler bezeichnen Shing! Als „Twin-Stick Beat em up“, ähnlich wie in einem Twin-Stick Shooter werden hier hauptsächlich die beiden Analogsticks zum Spielen benutzt. Das System hört sich leider besser an als es in der Wirklichkeit ist. Der linke Stick wird benutzt für das Kämpfen, bewegt man diesen nach rechts wird ein Schlag nach rechts ausgeführt. Um eine Combo auszuführen, muss man den Stick mehrfach in dieselbe Richtung bewegen. Um schwere angriffe auszuführen, muss man eine Kreisbewegung mit dem Analogstick machen und für Special Moves muss man den Stick einmal reindrücken und dann eine Richtung Wählen wohin man schlagen will. Hört sich alles sehr innovativ an, aber leider ist es auf die Dauer, unnötig anstrengend und auch nicht so präzise wie ein einfacher Knopfdruck.

Ein zusätzliches Feature des Kampfsystemes ist, dass man beim Schlagen Zielen kann. Das heißt man kann einen hohen, mittleren oder tiefen Schlag machen. Zum Beispiel, wenn man einen hohen rechten Schlag machen will, muss man den Stick in die rechte obere ecke bewegen für einen unteren schlag dann in die untere ecke und so weiter. Dieses „Ziel-System“ wird für Gegner benutzt, die entweder sehr klein sind oder nur an bestimmten stellen angreifbar sind. Leider kommen diese Art von Gegnern viel Zuwenig vor, um das Feature richtig auszunutzen und somit fühlt es sich eher wie ein Experiment an also ein Standard System des Spiels. Zum Glück gibt es eine alternative Steuerungsmethode. Hier benutzt man die Buttons zum Angreifen und das „Ziel-System“ funktioniert auch mit dieser Methode.

Man sollte die Twin-Stick Steuerung auf jeden Fall mal ausprobiert haben, den sie ist einzigartig für ein Beat em up, aber persönlich find ich die alternative Steuerung besser und angenehmer fürs Spielen.

Natürlich gibt es auch ein paar defensive Optionen im Kampf. Man kann blocken, mit richtigem Timing kann man so einen Konterschlag ausführen und man kann Dashen, um angriffen auszuweichen. Für ein bisschen Abwechslung gibt es ab und zu ein kleines simples Puzzle das man lösen muss, um weiterzukommen.

Es gibt vier Charaktere zur Auswahl, welche sich kaum bis gar nicht unterscheiden. Die Animationen sehen anders aus aber der Rest scheint identisch zu sein. Mit dem D-Pad kann man jederzeit zwischen den nicht aktiven Charakteren wechseln, egal ob ihr alleine oder mit mehreren Spielern spielt, leider gibt es derzeit keinen online Multiplayer. Wenn ein Kämpfer stirbt kann man diesen mit einem anderen Kämpfer wiederbeleben. Gameover ist man erst, wenn alle vier Charaktere Tod sind. Das Spiel hat sieben Level, die in jeweils zwei Teile geteilt sind und mit einem Bosskampf enden. In diesen kann man einen Weltwissen-Raum und Herausforderungs-Raum finden. Im Weltwissen-Raum könnt ihr Dialoge zwischen den Charakteren zuhören, die mehr über die Kämpfer und deren Welt erklärt. Diese sind meist informativ und auch humorvoll geschrieben. Der Herausforderungs-Raum, ist selbst erklärend. Im Spiel bekommt man Medaillen verliehen, mit denen man neue Kostüme für die Kämpfer freischaltet kann.

Die Gesamtästhetik des Spiels ist eindeutig östlich inspiriert, das Charakter Design erinnert mehr an einen westlichen Anime. Die Hintergründe sind gut detailliert, fühlen sich aber manchmal etwas leer an. Farben sind schön kräftig und bunt und verstärken so den 3D-Comicstil

der auch viel Blut und Trennung von Gliedmaßen zeigt. Die Musik passt perfekt zu diesem Stil, sie mischt traditionellen östlichen Stil mit dem modernen westlichen Stil zusammen.

Für Fans von physischen Spielen, in Japan gibt es eine PS4 und Nintendo Switch Version zu kaufen. Hierzulande könnt ihr eine bei Pixelheart kaufen, jedoch sind diese Limitiert.

Shing! ist erhältlich für Xbox One, Playstation 4, Nintendo Switch und PC

Der Test basiert auf einem Reviewcode für Shing! auf der Xbox One, der uns freundlicherweise vom Entwickler Mass Creationn zur Verfügung gestellt wurde. Screenshots stammen aus dem offiziellen Pressekit.

66%

Shing! Ist ein sehr solides Beat em Up mit intressanten ideen, die sich gut anhören, aber in der Praxis leider etwas zu kurz kommen. Der Schwierigkeitsgrad fühlt sich an als wäre das spiel für zwei oder mehr spieler gemacht, was manchmal zu Frust für solo Spieler führen kann. Ein Spiel das Kenner des Genres genießen werden für alle andere gibt es bessere alternativen.

  • Grafik
  • Sound
  • Story / Atmosphäre
  • Steuerung
  • Spielspass
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