RollerCoaster Tycoon Adventures bei uns im Test

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Ich glaube jeder Fan von Videospielen hat diese eine Liste von Spielen, die er nie gespielt hat, aber das vielleicht nicht unbedingt so sagen würde. Eine Spielreihe, die auf meiner Liste ist, ist tatsächlich RollerCoaster Tycoon. Umso besser, dass RollerCoaster Tycoon Adventures nun auf der Nintendo Switch verfügbar ist! Ich habe mich daran gewagt unterwegs meinen eigenen Freizeitpark aufzubauen und berichte von meinen Erfolgen, Misserfolgen und Leidensmomenten.

Mein erster eigener Freizeitpark!

In RollerCoaster Tycoon Adventures können wir grundlegend in drei verschiedenen Modi spielen. Zum einem haben wir das Tutorial, was sich durchaus lohnt zu spielen. Da ist es ist ganz egal ob man das Spiel kennt oder nicht, denn die Switch Steuerung ist sehr schön durchdacht und schnell zu lernen. Nachdem man die Basics verstanden hat, wird man im Tutorial Modus in eine erste kleine Simulation eines Parks geworfen. Ich finde das ist der perfekte Einstieg, um sich auf der Switch ein bisschen einzufuchsen. Leider ist mir dabei aber auch schon ein erstes Problem aufgetaucht, das mich ganz schön genervt hat: Im Handheld Modus läuft RollerCoaster Tycoon Adventures nicht wirklich flüssig. Es ist nicht so, dass es sehr ruckelt, aber es läuft einfach nicht so geschmeidig wie im Dock. Das ist genau deshalb nervig, weil RCT ursprünglich für den PC geschrieben wurde. Auf der Switch haben wir jedoch weder Maus noch Tastatur und müssen mit den beiden Sticks der Joy-Cons auskommen. Das ist manchmal wirklich frickelig.

Von Herausforderungen und Sandkästen

Im Abenteuer Modus müssen wir von Grund auf einen neuen Park errichten und den besten Freizeitpark der Welt aufbauen. Alles was wir dabei tun beeinflusst das Spiel. Haben wir genug Geschäfte und Attraktionen? Sind sie bezahlbar? Und nimmst du überhaupt genug Geld ein, um zu überleben? Mit der Zufriedenheit und dem Kapital steigen die Möglichkeiten den Park zu erweitern. Ihr könnt neue Attraktionen entwickeln lassen, eine neue Pommes Bude platzieren oder den Park mit Dekoration verschönern. Je nach dem eigenen Geschmack kann man aus vier verschiedenen Location auswählen: dem Blumenwald, der Inspirierenden Insel, dem Magischen Mond und der Beruhigenden Schlucht. Jede Karte hat dabei seinen eigenen Charm und natürlich auch andere Fahrgeschäfte.

Im Szenario Modus stellen wir uns den verschiedensten Herausforderungen. Mal bekommen wir ein Thema vorgegeben wie „Der wilde Westen“ und müssen den Park entsprechend aufmotzen. Dafür haben wir eine bestimmte Zeit vorgegeben, in der wir den Park retten müssen. Damit es nicht zu schwer, aber auch nicht zu leicht ist, gibt es bei jeder Herausforderung verschiedene Stufen, die es von Bronze bis Gold zu meistern gilt.
Und zu guter Letzt bietet RollerCoaster Tycoon Adventures einen Sandbox Modus, in der man der Kreativität freien Lauf lassen kann. Von Anfang an sind alle Attraktionen und Geschäfte freigeschalten und man kann ähnlich wie im Abenteuer Modus seinen eigenen Park gestalten.

Ich muss gestehen, dass ich nie wirklich verstanden habe, weshalb es Menschen gibt, die sich hinsetzen und ihren Park im RCT aufbauen. Mittlerweile kann ich es durchaus etwas nachvollziehen. Es gibt im Spiel immer etwas zu tun und immer neue Baustellen. Durch die Option die Zeit schneller laufen zu lassen, kann man ein bisschen mehr „Action“ schaffen oder man spielt eben entspannt, in der vorgegebenen Zeit. Was mich jedoch immer wieder gestört hat ist, dass ich meine Arbeiter nie anweisen konnte etwas zu tun. Der Hausmeister hat nie die defekten Achterbahnen repariert. Es hat immer etwas gedauert und es mussten sich erst diverse Besucher beschweren, bis der werte Herr an seinen Arbeitsplatz gegangen ist.

Fazit: Der Wagen rollt

RollerCoaster Tycoon Adventures macht mir am meisten Spaß, wenn ich mit der Switch in der Hand im Bett liege und abends ein bisschen den Kopf freibekommen möchte. Man kann sich im Adventure und Sandbox Modus komplett austoben und seinen eigenen Vergnügungspark nach den eigenen Vorstellungen bauen. Leider dauert es immer ein wenig, um in das Spiel hineinzukommen, da die unflüssige Performance den Spaß etwas mindert. Leider muss ich auch sagen, dass ich mir vom Spiel mehr erhofft habe. Ich kann nicht genau sagen ob es daran liegt, dass man durch die Switch Steuerung etwas eingeschränkt ist oder mir hier und da ein paar Features, wie Interaktionen mit Besuchern und Mitarbeitern fehlen. Für zwischendurch macht RollerCoaster Tycoon Adventures aber durchaus Spaß.

 

80%
Awesome
  • Design