Resident Evil Revelations im Test

Nach langer Zeit hat sich mal wieder ein Testmuster auf unserer fast schon verstaubten WiiU blicken lassen. Mit Resident Evil: Revelations will Capcom den Horror auf die neue Nintendo Konsole portieren. Und portieren ist dabei ein gutes Stichwort: Schließlich erschien das Spiel 2012 für den Nintendo 3DS und konnte gute Kritiken einfahren. Ob das diesmal auch so ist, wird euch unser Test zum Spiel erklären.

Resident Evil: Revelations? Den Namen habt ihr bestimmt schon mal gehört.Das liegt daran, dass dieser Titel bereits 2012 erschienen ist. Allerdings für den Nintendo 3DS und irgendwie nicht ganz so auffällig wie andere Titel dieser Art. Viele Spieler waren begeistert von der Umsetzung auf der Handheld-Konsole. Nun ist Capcom einen Schritt weiter gegangen und das Spiel in optisch aufgehübschter Version für die Playstation 3, PC, Xbox 360 und die WiiU veröffentlicht. Nun könnte so ein Schritt natürlich auch in die Hose gehen. Es besteht die Gefahr, ein gutes Spiel möglicherweise kaputt zu optimieren. Aber Capcom ist das Risiko gegangen und will die Fans der Serie überzeugen.

Fans der allerersten Resident-Evil Spiele werden sich sofort zuhause fühlen. Mit Resident Evil: Revelations wagt Capcom einen Schritt zurück zu den früheren Erfolgen und gleicht das Spielprinzip an. Endlich wieder Truhen zum Verstauen und nur wenig Munition. Das kennen wir noch von den früheren Teilen. Nur die alte Schreibmaschine als Speicherpunkt ist nicht dabei. Das Spiel spielt im Jahre 2005 und ist zwischen den vierten und fünften Teil der Resident-Evil Serie angesiedelt. Hauptsächlich geht es um die Gründung der Bioterrorism Security Assessment Alliance. Diese Jungs und Mädels kämpfen gegen den Terror und wurde im fünften Teil der Serie eingeführt. Als Hauptcharaktere fungieren Jill Valentine und Chris Redfield, die Fans der Serie wohl schon lange vermisst haben. Aber auch andere bekannte Gesichter sind dabei.

Schon in den ersten Spielminuten geht es zur Sache und die Zombies warten schon auf euch. Auf dem Geisterschiff Queen Zenobia knarrt es an allen Ecken und der Sturm bläst gegen die Fenster. Wir empfehlen euch auf alle Fälle, dass Spiel über eine Heimkino-Anlage zu spielen. Das verstärkt den Gruseleffekt enorm und bringt auch ein paar coole Schreckensmomente. Da wir nicht wirklich mit viel Muniton ausgestattet werden, müssen wir meistens vor den Untoten flüchten. Das haut allerdings nicht immer hin und ihr müsst euch mit dem eigenen Ableben abfinden. Es gibt aber immer faire Rücksetzpunkte. Resident Evil: Revelations ist in ingesamt 12 Episoden aufgeteilt und hat dadurch etwa den Flair einer TV-Serie. Bei jedem neuen Abschnitt erfahrt ihr was bislang passiert ist. Die kurze Zusammenfassung bringt nochmals alles auf den Punkt und somit weiß jeder Spieler worum es gerade geht. Nach ca. 8 Stunden Spielzeit erlebt ihr den Abspann und das freut euch über das Gefühl, den Horror erneut besiegt zu haben.

Beim Gameplay haben die Entwickler von Capcom nicht nur an die alten Zeiten gedacht, sondern auch ein paar Neuerungen eingefügt. So gibt es nun einen Bio-Scanner namens Genesis. Mit diesem untersucht ihr die Überreste der Zombies oder andere seltsame Dinge nach Gegenständen, Notizen oder versteckten Extras. Zwar verfügt die WiiU Version über eine eigene Karte auf den Controller, andere besondere Funktionen suchen wir aber vergeblich. Mit dem Scanner hätte die neuartige Steuerung der WiiU Konsole sicher was anderes machen können.

Resident Evil: Revelations verfügt neben dem normalen Story-Modus, der in drei Schwierigkeitsstufen gespielt werden darf, auch noch über einen weiteren sehr interessanten Modus. Dieser nennt sich Raubzug-Modus und kann entweder online oder offline gespielt werden. Ein spannendes Unterfangen, das euch jede Menge Abwechslung bietet. Ihr sucht euch euren Lieblingscharakter aus und spielt alle Szenarien aus dem Story-Modus nochmal nach. Unzählige Zombies warten allerdings schon auf euch und fordern schnelles Handeln und flinke Finger. Als Belohnung gibt es aber später einige Extras zu entdecken. In unserem Test hat unser dieser Modus besonders gut gefallen, da wir dort alle Abschnitte noch mal genauer untersuchen können. Dabei findet ihr das ein oder andere Mal auch Dinge, die ihr vorher so gar nicht mitbekommen habt.

Grafisch ist Resident Evil: Revelations jetzt kein Überflieger oder Blockbuster geworden, sieht aber dennoch richtig gut aus. Die Entwickler haben die Nintendo 3DS Version als Vorlage genommen und dabei ein richtig gutes Spiel auf die “großen” Konsolen gezaubert. Eine simple Umsetzung sieht anders aus. Sie haben sich Mühe bei den Umgebungen, den Animationen und den Effekten gegeben und bringen das altbekannte Survival-Horror Feeling zurück. Auch die Zwischensequenzen, mit der guten deutschen Sprachausgabe, können sich absolut sehen lassen. Die Umgebungen bieten jede Menge Details, auch wenn sie an manchen Stellen ein wenig unscharf wirken. Ansonsten gibt es aber nicht viel zu meckern. Auch wenn die Kamera an manchen Stellen ein wenig rumzickt, habt ihr nach einer Weile alles unter Kontrolle.

Fazit:

Resident Evil: Revelations ist ein durchaus gelungene Nintendo 3DS Umsetzung geworden. Der Weg auf die großen Konsolen hat sich durchaus gelohnt. Capcom bringt ein spannendes Horror-Spektakel, welches in verschiedenen Episoden eine tolle Story erzählt. Auch der Raubzug-Modus macht Spaß und sorgt für Abwechslung. Wer die ersten Teile der Serie schon gern gespielt hat, wird mit diesem Titel seine Freude haben. Auch wenn wir die Schreibmaschine von damals vermissen ;) . Schade nur, dass bei der WiiU Steuerung nicht mehr gemacht worden ist. Da wäre durchaus Potenzial gewesen.

Wertung:

Sehr gut