Reif für die Konsole: Filme, aus denen verdammt gute Spiele gemacht wurden

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Wird heute etwas zum Blockbuster-Franchise, ist es nur eine Frage der Zeit, bis daraus auch ein Game gemacht wird. Mit allen großen Titeln ist es geschehen: Fans können nicht nur alle Folgen der Star Wars Filme ansehen, sie können auch in die virtuelle Haut von Prinzessin Leia oder Luke Skywalker schlüpfen und sich mit Laserschwertern durch außerirdische Welten schlagen. Harry-Potter-Fans können mit der Karte des Rumtreibers Hogwarts aufmischen und natürlich können auch Jurassic Park und Fast and Furious am Controller gezockt werden. Doch es gibt auch wesentlich unwahrscheinlichere Filme, aus denen spitzenmäßige Spiele gemacht worden sind. Die interessantesten davon stellt dieser Artikel vor. 

Dr. Dolittle

Die Erlebnisse des Tierarztes, der mit seinen Patienten sprechen kann, gehört zu den absoluten Kinderfilmklassikern. Besonders die Neuauflage mit Eddie Murphy Ende der neunziger Jahre war ein voller Erfolg. Doch für die meisten Gamer verschwindet dieser Film in der Versenkung, bis sie selbst Kinder bekommen und geneigt sind, ihnen den Streifen vorzusetzen. Das hinderte aber Programmierer nicht daran, ein äußerst amüsantes Automatenspiel zur Thematik zu konzipieren. Wer sich in seine Kindheit zurückversetzt fühlen will, kann mittlerweile im Casino Euro Dr. Dolittle Spielautomaten zocken und so in Erinnerungen schwelgen. Hier tritt Dr. Dolittle auf den Plan, zusammen mit einem verdutzt dreinblickenden Mops, einer altklugen Stute und einem eleganten Papagei. Und nicht nur die netten Symbole sorgen für gute Laune bei den Spielern: Dieser Slot geizt nicht mit Bonus-Symbolen und der Chance auf Free Spins. Eine äußerst kuriose, aber offenbar gelungene Kombi.

X-Men Origins: Wolverine

X-Men gehört an sich zu den erfolgreichsten Fantasy-Franchises der neuesten Zeit. Doch bei X-Men Origins: Wolverine ging ordentlich was daneben. Das Publikum hatte scheinbar kein Interesse daran, Hugh Jackman zum X-ten (ha!) Mal die Klingen ausfahren zu sehen. Der Film wurde ein Flop. Doch die Story starb noch lange nicht: Denn Activision nahm sich des Stoffes an und schuf daraus ein Spiel, das weitaus mehr Absatz fand als die Kinotickets. Vom Genre Hack and Slash kämpft sich der Spieler hier als Wolverine durch eine dunkle Welt und muss einen Gegner nach dem anderen ausstechen. An sich keine bahnbrechende Innovation – allerdings ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie aus Mist Gold gemacht werden kann.

The Room

Es gibt Filme, die zünden Karrieren – wie „Shades of Grey“ im Falle von Dakota Johnson. Und dann gibt es Filme, die beenden Karrieren – wie „The Room“ im Falle von allen Beteiligten. Denn „The Room“ gehört zu den Leinwandjuwelen, die vor allem durch ihre unfreiwillige Komik zu Ruhm gelangten. Für Zuschauer waren das abgrundtief schlechte Schauspiel gepaart mit einer idiotischen Story ein gefundenes Fressen – wenn es sie nicht gerade zu sehr schmerzte, sich eineinhalb Stunden fremdzuschämen. Doch auch diesem Film wurde ein zweites Leben beschert: in Form des kostenloses Flash-Games mit dem gleichen Namen. Es ist ein schillernder Beweis dafür, wie eine Parodie das Beste aus einem Debakel herausholen kann – und das, ohne annähernd so hohe Produktionskosten zu haben wie das Original. Denn mit seinem verpixelten Design im Stile frühester Computerspiele war der Programmieraufwand hier überschaubar.

Fazit: Manchmal machen die unwahrscheinlichsten Filme die besten Games. Leser sollten mindestens eines von ihnen ausprobieren!