Red Orchestra 2 – Heroes of Stalingrad GOTY Edition im Test

Manchmal gibt es von einigen Spielen immer wieder eine Neuauflage in einer sogenannten Game of the Year (GOTY) Edition. Das wurde nun auch bei Red Orchestra 2 – Heroes of Stalingrad angewendet. Neben einem Action und einem Classic Modus gibt es noch mit Mamayev Kurgan die berühmte Karte des Stalingrader Hügels und ein optimiertes Gameplay. Ob sich das Ganze auch spielerisch lohnt haben wir im Test für den PC mal ausprobiert.

In Red Orchestra 2: Heros of Stalingrad geht es um die weltbekannte Schlacht um Stalingrad. Aber das war auch nicht schwer zu erraten, schließlich verrät der Name ja schon die Handlung. In diesem Krieg zwischen den Deutschen und den Russen zwischen Juli 1942 und Februar 1943 gab es unzählige Opfer und ein echtes Massaker. Nicht umsonst zählt die Schlacht zu den grausamsten in der Geschichte der Menschheit. Nun will Entwickler Peter Games mit viel Liebe zum Detail und extremster Genauigkeit die Kämpfe wieder vorne beginnen lassen. In der GOTY Edition gibt es dazu neue Features und Feinheiten. Neben den schon bekannten Spielmodis kommen mit dem Action und Classic-Modus noch zwei völlig neue dazu. Auch die neue riesige Map des Stalingrader Hügels sorgt für weitere realistische Kriegsmomente.

Im Spiel habt ihr die Wahl entweder auf der deutschen oder der russischen Seite zu stehen. Jeweils zwölf Missionen sollen für Abwechslung sorgen. Aber ein vernünftiger Ego-Shooter muss natürlich auch einen Multiplayer-Modus im Gepäck haben. Und der ist natürlich auch bei Red Orchestra 2 zu finden. Drei unterschiedliche Modis mit über zehn Karten sorgen für perfekte Multiplayer-Action. In unserem Test lief alles ohne Probleme und wir hatten auch nicht mit Server-Problemen zu kämpfen. Es gab jederzeit flüssige und unglaublich spannende Kämpfe untereinander, die auch immer wieder zum Weiterspielen anregen. Doch in Red Orchestra 2 wird auch viel Wert auf die richtige Taktik gelegt, denn ohne diese wird man schnell den Weg ins Jenseits antreten.

Doch kommen wir nochmal genauer zu den beiden neuen Spielmodis zurück. So bietet der Action-Modus ein Fadenkreuz für einfacheres Zielen, ein verringerten Rückstoß und jede Menge Waffen. Damit soll allen Neueinsteigern der Weg ins Spiel einfach und verständlich gemacht werden. Wie der Name schon sagt, kann die Action hier sofort beginnen. Im Classic Modus werden die Features vom ersten Teil mit einbezogen und sollen somit die Fans der beliebten Serie direkt wieder ins Boot holen. Sie brauchen sich auf keine großartigen Veränderungen einstellen und wissen sofort was zu tun ist. Mit der Mamayev Kurgan Karte gibt es den weltberühmten Stalingrader Hügel, der sowohl Nahkampf als auch den Kampf aus großer Entfernung bietet. Hier kommt jeder auf seine Kosten, und kann die Geschichte von damals völlig neu gestalten. Beim Gameplay haben die Entwickler auf die Community gehört und viele Kleinigkeiten verbessert oder verfeinert.

Grafisch ist Red Orchestra 2 nett anzusehen und bietet schon ziemliche realistische Grafiken, allerdings gibt es an manchen Ecken ein paar matschige Texturen und seltsame Gebilde zu sehen. Der Sound kommt dagegen komplett gut rüber und vermittelt den Eindruck mitten im Kriegsgeschehen zu sein. Das kann an bestimmten Stellen auch sehr beklemmend sein und trägt unheimlich gut zur Atmosphäre bei.  Über 20 Infanteriewaffen, zwei Mannschaftsfahrzeuge, abrufbare Artillerie und Luftaufklärung sorgen für puren Realismus. Da kann man schon von Glück sagen, dass das Ganze nur vor dem heimischen Monitor stattfindet. Wer also schon immer gerne ein bisschen zurück in die Zeit reisen wollte und den Krieg nochmals aus einer völlig neuen Perspektive erleben will, sollte sich Red Orchestra 2 in der GOTY Edition vielleicht zu Gemüte führen. Natürlich kommt es nicht an so Blockbuster wie Medal of Honor oder Call of Duty heran, aber verdient sich schon seinen Platz in der oberen Hälfte der Ego-Shooter. Da das Spiel ab 18 ist, müsst ihr euch allerdings auf jede Menge Gewalt- und Bluteffekte einstellen. Aber das erklärt sich bei so einem Spiel eigentlich von selbst. Und auch ohne Internet-Verbindung geht hier gar nichts, da das Spiel eine Online-Aktivierung benötigt. Aber auch das gehört ja mittlerweile schon zum Standard bei PC-Spielen.

Zum guten Schluss haben wir noch die Systemanforderungen für euch parat, die euch aber allerdings nicht umhauen werden und keine Probleme bereiten sollten:

Minimale Anforderungen:

OS: Windows XP SP2, Vista or Windows 7
CPU: Dual Core 2.3 GHz oder besser
RAM: 2 GB
HDD: 8 GB freier Speicher
Graphics: 256 MB Graphics Memory with shader model 3
Sound Card: DirectX 9 Compatible
DirectX: Version 9.0c

Empfohlene Anforderungen:

OS: Windows XP SP2, Vista or Windows 7
CPU: Quad Core 2.6 GHz oder besser
RAM: 3 GB
HDD: 8 GB freier Speicher
Graphics: 512 MB Graphics Memory with shader model 3
Sound Card: DirectX 9 Compatible
DirectX: Version 9.0c

Fazit:

Red Orchestra 2 in der Goty-Edition bringt jede Menge neue Inhalte und viele Verbesserungen mit sich. Für knapp 20 Euro erhaltet ihr ein packenden und realistischen Ego-Shooter, der euch ins Jahr 1942 versetzt. Erlebt die Schlachten von Stalingrad und schreibt die Geschichte des Krieges noch einmal völlig neu. Eine tolle Edition, die besonders bei dem günstigen Preis in keiner guten Sammlung fehlen sollte.

Wertung:

Gut