PUBG (PS4) bei uns im Test

0

Playerunknown’s Battlegrounds, bei den meisten wohl besser bekannt unter der Abkürzung PUBG, ist einer der größten Verantwortlichen für den momentanen Battle Royal-Hype. Der Mix aus realistischen Spielgefühl und den klassischen Battle Royale-Grundzutaten kommt bei Fans des Genres immer noch gut an. Nun versucht PUBG, sein Hoheitsgebiet langsam aber stetig auch auf die Konsolen auszuweiten, die bisher von Genrekonkurrent Fortnite dominiert wurden. Nachdem im September PUBG für die Xbox One erschienen ist, dürfen nun auch PS4-Zocker ran. Wie es sich auf Sonys Konsole schlägt, erfahrt ihr hier bei uns im Test.

Wir stürzen uns mitten rein in den Kampf – nun endlich auch auf der PS4.

Winner Winner Chicken Dinner

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das Spielprinzip eines Battle Royals keinem mehr erklären muss: 100 Spieler starten das Match auf dem selben Stand, nämlich bei Null, und nur einer kann gewinnen. Alles beim alten, alles schon hunderte Male gesehen. Trotzdem scheint PUBG seinen Reiz nicht zu verlieren. Im Vergleich zu Fortnite spielt es sich einfach anders, und behält auch auf der Konsole seinen eigenen Charme. Denn während beim Konkurrenten von Epic Games alles bunt und fröhlich ist, ist PUBG realistisch und ernst. Und vor allem: Hässlich.

So wirklich schön anzusehen ist PUBG auf der PS4 nun wirklich nicht.

Und zwar so hässlich, dass man sich beim ersten Match durchaus schonmal fragt, ob man nicht aus versehen die verstaubte PS2 angeschmissen hat. Matschige und spät ladende Texturen soweit das Auge reicht. Das ist so extrem, dass es auf den ersten Blick wirklich abschreckend wirkt. Warum sollte man für dieses Spiel, welches auf der Konsole objektiv hässlich ist, rund 30€ ausgeben, wenn man mit Fortnite ein graphisch rundes und ausgereiftes Battle Royal-Erlebnis kostenlos haben kann? Um die Frage zu beantworten, muss man ein Auge, oder vielleicht auch beide, zudrücken und sich auf PUBG einlassen.

Hier im Flugzeug beginnt das Spiel. Wo werdet ihr landen?

Denn im Kern bietet PUBG eine deutlich andere Spielerfahrung als Fortnite, weswegen es trotz seiner abschreckenden Grafik eine echte alternative für Battle Royale-Fans ist. Ihr könnt euch bei PUBG nicht darauf verlassen, schnell eine Wand in brenzligen Situationen zu bauen, sondern müsst die Spielwelt nach Deckung absuchen. Das Individualisieren von Waffen durch verschiedene Visiere und bessere Magazine trägt seinen Teil zum realistischen Spielerlebnis bei.

Ihr werdet eine Menge Häuser nach Waffen und Munition durchsuchen. Auch eine Schutzweste konnten wir glücklicherweise schon finden.

Wie schlägt sich nun PUBG auf Sonys Konsole? Es hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Einerseits wirkt es einfach schlecht portiert. Die angesprochene miese Grafik, so wie teils rucklige Animationen sind schon ein deutlicher Kritikpunkt. Für 30€ könnte man da durchaus mehr erwarten. Andererseits ist PUBG immer noch eines der besten Battle-Royal-Shooter auf dem Markt, mit einer unglaublich dichten und spannenden Atmosphäre. Ihr seid immer auf der Hut, denn nirgends seid ihr sicher. Immer die Anzahl Gegenspieler und die voranschreitende Zone im Blick. PUBG bekommt ihr schon ab 24,95 €. 

Auf offener Fläche seid ihr gefundenes Fressen für alle Hobby-Scharfschützen. Besser ihr sucht Schutz, z.B. in einem Gebäude.

Das Spielgefühl ist einfach ein anderes als bei Fortnite, mit welchem es sich auf der Konsole messen muss. Wenn ihr also von Blackout oder eben Fortnite gelangweilt seid und euch fragt, ob der Kauf von PUBG sich lohnt, lautet meine Antwort: Ja, wenn ihr eingefleischter Battle Royale-Fan seid und über ein paar schlechte Texturen hinwegsehen könnt. Denn dann werdet ihr auch mit der Playstation-Variante eine Menge Spaß haben.

78%

Auch Jahre nach Release und unzähligen Versuchen, das Battle Royale-Spielprinzip zu kopieren, macht PUBG immer noch eine Menge Spaß. Das Spielgefühl ist einzigartig und wurde von der Konkurrenz so noch nicht erreicht. Leider ist der PS4-Port alles andere als optimal. Wer damit Leben kann, wird als Fan von Fortnite und Co. wohl trotzdem nicht um die Konsolenversion von PUBG herumkommen.

  • Grafik 65%
  • Sound 80%
  • Atmosphäre 85%
  • Steuerung 80%
  • Umfang 80%