Pillars of Eternity – Testtagebuch #001 – Unsere Reise beginnt

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Pillars of Eternity ist ein episches Machwerk von Obsidian Entertainment. Da wir das unmöglich auf die schnelle testen können haben wir uns für ein Testtagebuch entschieden. So könnt ihr unseren Weg verfolgen und checken ob das Spiel für euch interessant ist.

Pillars of Eternity wurde via Kickstarter finanziert und ist ein Old-School-Rollenspiel. Es muss sich daher mit Divinity Original Sin und Wasteland 2 messen. Außerdem schickt es sich an das große Erbe von Baldurs Gate anzutreten. Viel Konkurrenz, hohe Ziele, ob es das erreichen kann finden wir mit euch zusammen heraus.

Unsere Reise beginnt

Pillars of Eternity beginnt, wie fast alle Rollenspiele, mit der Charaktererstellung. Hier werdet ihr förmlich von Funktionen und Optionen erschlagen. Allein mit der Charaktererstellung kann man sich Stunden beschäftigen, diese fällt unglaublich umfangreich aus. Wir entscheiden uns für einen Mönch welcher mit weißer Gesichtsbeharrung zukünftig herumlaufen darf, außerdem wird sein Kopf durch einen stylischen Irokesen zum Blickfang.

Die Karawane

Endlich dürfen wir die Spielwelt betreten und erfahren dass wir an einer mysteriösen Krankheit leiden. Die Krankheit schwächt uns und kann aktuell nicht geheilt werden. Sind ja tolle Voraussetzungen für unseren Mönch namens mEssE. Wir sind mit einer Karawane unterwegs und unser Ziel heißt das Dorf Goldtal. Die Welt ist düster und steht am Abgrund zum totalen Kollaps aber in Goldtal soll alles besser werden.

Direkt nach den ersten Gesprächen bekommen wir unseren ersten Begleiter an die Seite. In Pillars of Eternity zieht ihr nämlich nicht allein durch die Welt sondern mit einer Abenteuergruppe. Diese Gruppe kann maximal 6 Mitglieder haben und für alle seid ihr verantwortlich. Ihr müsst die einzelnen Mitglieder ausrüsten, sie im Kampf steuern und natürlich skillen. Es wird schnell klar Pillars of Eternity ist nichts für Schattenparker. Ihr müsst euch Zeit nehmen für dieses Epos, allein im Inventar und mit den Charakterbildschirmen kann man sich stundenlang beschäftigen.

Unser erster Begleiter ist eine Begleiterin, genauer gesagt eine richtige Nahkampfsau. Sie hört auf den Namen Calisca und ist eine Barbarin. Mit ihr ziehen wir in den angrenzenden Wald um Beeren und Wasser für das Heilmittel zu suchen. Im Wald lernen wir das Kampfsystem kennen denn wir treffen auf Wölfe. Grundsätzlich gilt ihr bewegt euch in Echtzeit über die Karte und auch das Kampfsystem läuft in Echtzeit ab. Pillars of Eternity hat aber natürlich einen Kniff den es sich von den Klassikern in dem Genre leiht. Zu Kampfbeginn pausiert das Spiel automatisch und ihr könnt eure Befehle erteilen. So schicken wir beide erstmals in den Nahkampf. Mit einem beherzten Druck auf die Leertaste pausieren wir das Spiel ein paar Sekunden später um neue Befehle zu erteilen. So lassen wir Calisca und mEssE ihre speziellen Fähigkeiten ausführen und drücken erneut auf die Leertaste – das Spiel läuft weiter. Die zwei donnern ihre Angriffe raus und schon sind die Wölfe Geschichte.

Plötzlich zieht ein Sturm auf und wir werden aus dem Hinterhalt attackiert. Wir vernichten die feigen Schweine und laufen Richtung Camp zur Karawane. Dort erwartet uns ein erschreckendes Bild, alle sind tot, hingerichtet von feigen Mördern. Doch was sehen da unsere Augen, als wir uns im Schleichmodus, näher in das Camp wagen? Einer lebt noch, es ist Heodan. Er ist umzingelt von dem feigen Banditenpack und wir eilen zur Rettung. Ein Kampf entbrennt aber unsere Heldengruppe ist fortan zu dritt und wir können die Schlacht für uns entscheiden.

Dann passiert unfassbares ein totgeglaubter Bandit erhebt sich ein letztes Mal und sticht Heodan in die Rippen. Er ist zwar verletzt aber kann sich bewegen also nichts wie los, Flucht ist angesagt.

Hinein in den Dungeon

Wir flüchten in den Dungeon, in die Ruinen von Cilant. Dort lernen wir ein neues Element von Pillars of Eternity kennen und zwar die Fallen beziehungsweise die Rätsel. Doch bevor wir den Dungeon erkunden können bricht Heodan zusammen. Er bittet uns um eine kurze Pause. Unsere mächtige Barbarin Calisca ist gegen einen Stopp und so entbricht ein Streit darüber was zu tun ist. Die Entscheidung wird in unsere Hände gelegt und wie schwerwiegend diese ist erfahren wir erst kurz darauf.

Wir beschließen eine Rast einzulegen, denn 3 fitte Kämpfer sind besser als zwei. Wir lernen dass wir ein Lagerfeuer benötigen und uns dort aufs Ohr legen können. Der Schlaf dauert ein paar Spielstunden (Sekunden in der Realität) und unsere Charaktere erwachen mit vollen Leben. Je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad könnt ihr unterschiedlich viele Rastpunkte (Lagerfeuer) in eurem Inventar aufbewahren. Die Anzahl ist immer fix und lässt sich nicht erweitern. Zum Beispiel verfügt ihr auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad über 6 Lagerfeuerplätze. Alternativ könnt ihr euch auch in einem Gasthaus hinlegen, das verbraucht keine wertvollen Lagerstellen und hat den gleichen Heileffekt.

Wo ist unsere Barbarin Calisca? Sie hat sich offensichtlich allein auf dem Weg gemacht. Wir nehmen unsere Beine in die Hand und erkunden den Dungeon. Wir entdecken ihr Leiche auf einem komisch aussehenden Feld. Es leuchtet gefährlich rot, wir ahnen zwar böses aber wir wollen uns zumindest ihren Loot schnappen. Also teile ich meine Gruppe auf und schicke Heodan auf das Feld – BOOM, Flammen schießen aus hohen Säulen auf ihn herab. Eine Falle! Mit letzter Kraft können wir mit Heodan entkommen und müssen so nicht noch einen Toten beklagen.

Erneut lernen wir etwas über Pillars of Eternity aber dieses mal auf die harte Tour. Ist einer unserer Begleiter verstorben ist dieser für immer tot, egal ob wir schuld daran waren oder nicht. Eine Falle muss natürlich auch entschärft werden können also erkunden wir den Dungeon weiter und entdecken ähnlich aussehende Säulen mit denen wir interagieren können. Wir klicken sie an aber nicht passiert, da dämmert es uns. Unser Mönch mEssE rüstet eine Fackel aus und siehe da die Säulen entzünden sich und die Falle ist entschärft.

Im Dungeon selbst entdecken wir noch Schätze und lösen ein Rätsel mithilfe eines Diamanten. Dieser Diamant wird in eine Steinskulptur gesetzt. Gleich darauf öffnet sich ein geheimer Raum in dem wir wertvollen Loot finden.

Der geheimnisvolle Robenträger

Als wir den Dungeon verlassen wohnen wir einem merkwürdigen Ritual bei. Ein finster aussehender Robenträger lässt drei Mann aufstellen. In der Mitte von ihnen befindet sich ein vierter Zeitgenosse. Dieser besteht aus Asche und ihm wurde jegliches Leben ausgesaugt. Das Ritual schaukelte sich immer weiter auf, bis um uns herum alles explodierte, wir verloren das Bewusstsein.

Als wir erwachen liegt Heodan tot neben uns. Wir sind allein und müssen uns irgendwie nach Goldtal kämpfen. Als unser Mönch sich umsieht traut er seinen Augen kaum. Der Robenträger ist verschwunden und seine drei Adjutanten haben sich ebenfalls in Aschegebilde verwandelt. Als wir sie berühren zerfallen diese zu Staub und hinterlassen etwas Loot für uns.

Der große Bär

Wir reisen weiter nach Talholz, das ist ein Waldgebiet südlich von uns. Das Dorf Goldtal kommt immer näher, wir müssen nur noch durch dieses Tal wandern. Bevor wir das jedoch tun untersuchen wir das Talholz. Dort treffen wir auf einen schnaufenden und verschwitzten Mann namens Nonton. Dieser ist ein Jäger und erzählt uns von einem gefräßigen Bären der seinen Freund verputzt haben soll. Er erzählt uns von einer Höhle im Norden. Dort soll sich das ganze zugetragen haben.

Als wir den mächtigen Bären in einem harten Kampf erlegt haben stellt sich die Szenerie aber komplett anders dar. Der Geist des getöteten Freundes ist noch zugegen und wir können mit ihm kommunizieren. Nonton hat ihn ermordet! Er belegt seinen ehemaligen Kumpel mit einem Zauber sodass dieser nicht vor dem Bär flüchten konnte. Der Bär hat ihn kurzerhand aufgefressen. Als wir zu Nonton zurück eilen ist dieser Verschwunden. Der feige Hund hat sich nach Goldtal verabschiedet. Aber nicht mit uns Junge, wir bekommen dich noch!

Doch zuerst erkunden wir die Karte weiter und werden prompt dafür belohnt. Merkt euch: Pillars of Eternity belohnt genaue Spieler und keine Rusher, nehmt euch Zeit für dieses Epos. In einem nahegelegenen Waldstück entdecken wir ein kleines Räuberlager. Als wir diese gerade beklauen, werden sie auf uns aufmerksam. In ihrer Mitte befindet sich ein Gefangener Zwerg. Von Beruf ist der Zwerg ein Koch und arbeitet in dem Gasthaus Schwarzer Hund, welches sich in Goldtal befindet. Tenfrith der Zwerg verspricht uns eine Belohnung wenn wir ihn aus den Klauen der Räuber befreien.

Was für eine Belohnung das ist wissen wir nicht. Aber das ist uns auch vollkommen egal denn ein Held hat natürlich ein Problem mit Banditen. Und wenn diese einen Zwerg auch noch gefangen halten zuckt unsere Schwerthand unweigerlich. Auf in den Kampf! Wir schlagen sie nieder und zum Dank erhalten wir ein Versprechen und einen guten Ruf in Goldtal. Wenn wir jemals im Gasthaus Schwarzer Hund vorbeikommen gibt es was Besonderes zu essen für uns. Außerdem können wir dort gratis Übernachten, neue Gruppenmitglieder anwerben und unser überflüssiges Zeug verkaufen.

Goldtal du bist unser

Unser Mönch reist weiter nach Goldtal dort angekommen erwartet uns ein erschreckendes Bild. Überall Leichen, auf einem Baum aufgehängt wie T-Shirts an einer Wäscheleine. Grausames muss hier vor sich gehen.

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Was wir in Goldtal erleben und welchem schrecklichen Geheimnis wir auf die Schliche kommen erzählen wir euch im nächsten Testtagebuch zu Pillars of Eternity. Außerdem bekommen wir zwei neue Begleiter für unsere Heldengruppe. Ein Pet schließt sich uns an. Wir finden die Drecksau, auch Nonton genannt und werden vor neue Probleme gestellt.

Was wir bis jetzt sagen können:

  • Grafisch kann Pillars of Eternity mit der Genrespitze nicht mithalten
  • das macht aber nichts, es lebt von der Geschichte und der liebevollen Spielwelt.
  • Das ganze Testtagebuch #001 haben wir gerade mal in 3-4 Spielstunden erlebt, ein Wahnsinn wenn man bedenkt was hier schon alles passiert ist. Wir gucken zu euch ihr aktuellen Shooter mit 3-Stunden-Kampagne!
  • Sprachausgabe English = wundervoll. Texte, Untertitel und Co. gibt es auch auf Deutsch. Großteils grandios übersetzt aber bei Nebenquests haben sich immer wieder Fehler eingeschlichen. Bei der Fülle an Text aber durchaus verständlich.
  • Steuerung funktioniert einwandfrei
  • Spielerisch anspruchsvoll
  • Gruppenmanagement!
  • Das Kampfsystem ist Klasse
  • und Humor hat es auch seht den nächsten Screenshot als Beweismittel:

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