Onrush bei uns im Test

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Nach all den vielen möglichst realen Simulationen legt man bei Onrush auf ganz andere Dinge wert. Auf Spaß, Zerstörung und Arcade-Feeling. Wir durften die PS4 Version des Arcade Racers testen und sagen euch was euch erwartet und wie es mit der Langzeitmotivation aussieht.

Wie hat Markus in den 80er Jahren immer so schön geträllert: „Ich geb Gas – ich will Spaß“. Das könnte auch das Motto von Onrush sein. Der Arcade-Racer lebt von seiner Action und seiner Geschwindigkeit. Codemasters, bekannt durch viele Rennspiele, will den Spaß in den Vordergrund stellen und bringt die Gesetze der Schwerkraft ein wenig durcheinander. Onrush merkt man schon beim ersten Starten an, dass es ein ganz anderes Rennspiel sein will. Keine Hochglanzoptik und lebendige Umgebungen – sondern Fun von der ersten Sekunde an. Ein kleines Tutorial führt euch die grundlegenden Schritte im Spiel und ihr könnt danach direkt loslegen.

Und es gibt kein großes Firlefanz. Onrush fordert euch direkt auf das Gaspedal durchzutreten und eure Gegner von der Strecke zu ballern. Das ist das einzig wahre Ziel im Arcade-Racer. Dabei teilen sich die 12 Fahrzeuge auf der Strecke in zwei Teams auf. Einmal das Team Blau und einmal das Team Orange. Wer als erster die meisten Fahrzeuge rausgekickt hat, darf sich Sieger nennen und immer eine Stufe weiter fahren. Neben der Zerstörung der Gegner ist auch das Springen eine wichtige Angelegenheit. Natürlich könnt ihr wie Oma Lieschen ganz normal mit angezogener Handbremse über die Strecke cruisen, aber wer will das schon. Durch Sprünge und Tricks füllt ihr euren Nitro-Vorrat auf und könnt das Gaspedal noch mehr durchtreten. Mit voller Geschwindigkeit schießt ihr eure Gegner von der Strecke. Doch Vorsicht: Auch die fahren nicht einfach nur so mit, sondern attackieren euch wo sie nur können. Ihr könnt also auch jederzeit mal in der Schrottpresse landen.

Entweder rast ihr im Singelplayer oder Online-Modus durch die verschiedenen Strecken. Es geht nicht um den ersten Platz oder die beste Rundenzeit – es geht um Zerstörung, um Tricks und um Nitro. Der Sieg folgt dann von ganz alleine. Die Strecken sehen gut aus, werden aber aufgrund der immensen Geschwindigkeit eher beiläufig an euch vorbeiziehen. Neben normalen Autos stehen euch später noch Motorräder, Quads oder Monstertrucks zur Verfügung. Auch hier legt man keinen großen Wert auf Original-Lizenzen oder Optik – sondern bringt Arcade-Feeling pur mit. Ein bisschen fühlt man sich wie früher in der Spielhalle – nur das ihr hier keinen Euro mehr nachlegen müsst.

Ein großes Lob an Codemasters für die technische Umsetzung des Titels. Das Spiel kommt eigentlich fast nur im Hochgeschwindigkeits-Modus daher und bietet trotzdem keine Ruckler oder Performance Aussetzer. Das ist schon beachtlich – es gibt da so einige andere Spiele die in dieser Hinsicht einen absoluten Motorschaden aufweisen. Man kann Onrush nicht unbedingt mit anderen Rennspielen vergleichen sondern sollte dem Ganzen ein wenig seinen eigenen Stempel aufdrücken. Es ist eine schnelle Raserei ohne viel Schnick-Schnack und mit einem guten Soundtrack. Es gibt keine unzähligen Einstellungsmöglichkeiten oder hochskalierte Strecken, sondern einfach nur Fun von der ersten Minute an.

Wer also unbedingt auf ein reales Szenario mit unglaublichen Effekten und mehr Wert legt sollte sich Onrush vielleicht erstmal bei einem Kollegen anschauen oder mal anspielen. Es ist ein Fun-Racer der Spaß macht und Spaß bringt und uns wirklich gut gefallen hat. Daumen hoch für Codemasters.

81%

Onrush ist ein Arcade-Racer erster Güte und weiß zu gefallen. Er ist schnell, er bietet sofortigen Zugang und braucht keine übermäßigen Einstellungen. Schnappt euch euren Controller und rast los und donnert eure Gegner von der Strecke. Egal ob Singleplayer oder Online-Modus. Onrush macht Laune und bringt euch das gute alte Spielhallen-Gefühl von damals zurück.

  • Grafik
  • Sound
  • Umfang
  • Story / Atmosphäre
  • Steuerung