Nosgoth bei uns in der Preview

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Psyonix  ist der Entwickler von Nosgoth und dieses Spiel befindet sich gerade in der Early Access Phase. Es spielt sich wie eine Mischung aus Ego-Shooter und Third-Person-Action-Adventure, liese sich am trefflichsten mit teambasierter Shooter beschreiben. Mensch oder Vampir das ist hier die Frage. Was Nosgoth drauf hat wollen wir in dieser Preview herausfinden.

Beim ersten Start von Nosgoth wird man episch empfangen – kirchlich, gothische Klänge dringen aus dem Headset. Alles wirkt bedrolich und doch vertraut. Der Startbildschirm erinnert an Dota 2 und man fühlt sich auf Anhieb zu Hause. In Nosgoth geht es um den unendlichen Kampf zwischen den Menschen und Vampiren. Das war auch schon alles was es an Story bietet, einer Mensch – der andere Vampir und jetzt ist Krieg.

Zuerst die Technik

Nosgoth basiert auf der Unreal Engine und sieht großteils klasse aus aber hier ist noch Luft nach oben. Die Level wirken noch leer und etwas statisch daran sollten die Entwickler noch arbeiten. Die Soundkulisse geht voll in Ordnung auch die einzelnen Positionen der Gegner lassen sich gut heraushören. Die Steuerung zickt nie und geht flüssig von der Hand, vor allem als Vampir kann man sich überaus schnell bewegen und für Chaos sorgen. Was hingegen Probleme verursacht sind die Server, circa jedes fünte Spiel wird geschlossen das ist definitiv zu viel und sorgt für reichlich verschwendete Zeit, Erfahrungspunkte und Goldstau.

Mensch, Vampir – egal Hauptsache aufs Maul

Spielmodi gibt es bislang nur einen und dieser heißt TDM und es zocken 4 Menschen vs. 4 Vampire also 4vs4. Von Level 1-10 könnt ihr auf dem New Recruit Server spielen und das ist auch bitter nötig den ohne freigeschaltete Fähigkeiten sowie zusätzlichen Angriffen könnt ihr ganz schnell ganz alt aussehen. Fair gestaltet sind die TDM Schlachten auf jeden Fall, zuerst wird eine Runde als Mensch gezockt und dann kommt der Seitenwechsel und ihr seid mit den Vampiren dran.

Das heißt niemand hat einen Vorteil und beide Teams müssen in beide Rollen schlüpfen, wer zuerst 30 Punkte erreicht – hat die Runde für sich entschieden. 10 Minuten ist die Spieldauer pro Runde, falls kein Team die 30 Punkte innerhalb dieser Zeit erreicht gewinnt das Team das mehr Punkte (Abschüsse) bis dahin erlangt hat. Danach folgt der Seitenwechsel mit den gleichen Regeln. Am Ende dieser 2 Runden wird dann abgerechnet und der Gesamtsieger bestimmt. Die Punkte aus beiden Runden werden zusammen gezählt und wer mehr Abschüsse insgesamt hat ist dann der große Gewinner und als Belohnung erhaltet ihr Erfahrung sowie Gold.

Die Menschen setzten auf Pfeil und Bogen, sowie Feuermolotows oder auch Blendgranaten und ähnliches Kriegsgerät. Sie sind immer in der Defensive und hier kommt es darauf an euch gut zu verteidigen und so viele Abschüsse mitzunehmen wie nur möglich. Den die Matchentscheidung fällt in der Haut der Vampire. Diese sind einfach mächtiger, haben bessere Angriffe, können an Häusern und Wänden hochklettern und sogar fliegend vom Himmel stürzen um einen Angriff auszuführen. Mit den Biestern seid ihr teuflisch schnell und könnt euch locker durch die Gegner metzeln. Doch Vorsicht – Alleingänge sind auf beiden Seiten tabu, allein ist die Chance zu überleben geradezu null. Es wird immer das Team als Sieger vom Platz gehen das besser und koordinierter zusammenarbeitet.

Falls ihr verletzt werdet könnt ihr euch heilen. Die Menschen müssen dazu einen Althar aufsuchen und diesen benutzen, das dauert ein paar Sekunden und das kann schon den Tod bedeuten. Die Vampire saugen einfach besiegte Gegner aus und heilen sich damit.

Langzeitmotivation nur über den In-Game-Shop?

In der Grundversion verfügt ihr über je zwei Charakterklassen von den Menschen und den Vampiren. Bei den Menschen sind dies: ein Fernkämpfer, dieser ist ausgerüstet mit einer Armbrust und drei Fähigkeiten und dazu gesellt sich eine Fernkämpferin. diese trägt einen Granatenwerfer und hat auch drei Fähigkeiten. Bei den Vampiren habt ihr einen Tank zur Verfügung und einen Vampir der springend angreift. Beide sind Nahkämpfer und teilen heftig Schaden aus. Ihr müsst fünf Level aufsteigen dann erhaltet ihr einen Stein den benutzt man um weitere Charaktere freizuschalten – insgesamt gibt es acht, vier pro Seite.

Um neue und stärkere Waffen und Fähigkeiten freizuschalten müsst ihr Gold verdienen. Dieses erhaltet ihr für jedes abgeschlossene Match. Je nach Leistung fällt 50 bis 100 Gold pro Match ab. Um eine Waffen oder Fähigkeit dauerhaft freizuschalten benötigt ihr richtig viel Gold. Die billigste Waffe beginnt momentan bei 1.300 Gold. Ihr könnt die Ausrüstung auch für wesentlich weniger Gold erkaufen aber dann gehört euch das Equipment nur für ein paar Tage und ihr steht danach wieder mit leeren Händen da. Hier wartet enormes Farming auf euch oder ihr zückt die Brieftasche und kauft euch kurzerhand was ihr benötigt. Wenn man die besten Waffen und Rüstungen anstrebt und diese erreichen möchte muss man sonst schon Dauerzocken, das muss ich eindeutig bemängeln da Nosgoth erst irgendwann Free2Play erscheint aber jetzt in der günstigsten Variante 15€ kostet. Theoretisch ist alles erspielbar man muss nur genügend Zeit und Geduld mitbringen.

Ersteindruck: gut – sehr gut. Im Kern ist Nosgoth klasse, es funktioniert super, es ist rasend schnell, abwechslungsreich und an Erwachsene Zocker gerichtet – ihr wisst schon Blut und Morde und so. Ich sehe das Problem im Bezahlmodell und im In-Game-Shop. Der derzeit fehlende Content verstärkt diesen Eindruck. Publisher Square Enix sollte sich ran halten, es könnte ein toller teambasierter Shooter werden wenn ja wenn sie noch an den richtigen Schrauben drehen.

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