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Nachdem die Preise für das im Mai erscheinende Puzzle Adventure „Rime“ veröffentlicht wurden haben sich viele Spieler zurecht gefragt, wieso das Spiel auf der Nintendo Switch 10€ teurer ist als auf der PS4 und Xbox One. Doch nicht nur bei Rime müssen Switch-Spieler tiefer in die Tasche greifen: Auch bei anderen Spielen wie zum Beispiel „Puyo Puyo Tetris“ verlangen die Entwickler ca. 10€ mehr.

Auf Nachfrage von Eurogamer.net erklärte der Rime Entwickler Tequila Works:

„Wir setzen die Preise für unsere Produkte auf Grundlage der Kosten für Entwicklung und Veröffentlichung für jede Plattform einzeln fest.“

Daraus folgt, dass die Entwicklung für Nintendos neuste Konsole teurer sein muss, als bei anderen Herstellern. Aber woran liegt das? Der Grund dafür sind die Spielmodule, welche in der Herstellung teurer sind als Blu-Rays. Der Preis dieser Spielmodule hängt sogar von der benötigten Größe ab. Die Entwickler müssen sich zwischen den Größen 1GB, 2GB, 4GB, 8GB, 16GB und 32GB entscheiden. Aber auch die Menge der bestellten Spielmodule beeinflusst den Preis.
Aus diesem Grund müssen die Spielentwickler noch stärker auf die Größe des Spiels achten, um später Kosten bei der Veröffentlichung einzusparen. Vor allem bei kleinen Entwicklungsstudios und Publishern wird dieser Punkt sehr wichtig sein, da durch die geringe Abnahmemenge der Preis für die Spielmodule sowieso schon höher ist.

Im eShop genauso teuer – warum?

Stellt sich nun noch die Frage, wieso die digitale Version, bei welcher die Kosten für die Spielmodule nun mal nicht anfallen, trotzdem genauso teuer ist wie die Retail Version. Dafür sind die Vorgaben von Nintendo verantwortlich, wodurch die Spiele im eShop und die Retail-Version gleich teuer sein müssen, um zu vermeiden dass alle Spiele nur noch günstiger digital verkauft und die Retail-Versionen zum Ladenhüter werden. Aus diesem Grund entscheiden sich schon jetzt viele kleinere Indie-Entwickler dazu, die Spiele nur noch im eShop anzubieten.

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Markus

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag

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