Neoverse bei uns im Test

Ein süchtig machendes Roguelite mit Sammelkarten

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Tinogames veröffentlicht mit Neoverse ein Sammelkarten-Roguelite das einen enormen Suchtfaktor ausstrahlt. Drei Helden, über 300 Karten, 100 Fähigkeiten und über 70 Monster warten auf ihre Bestrafung. Klingt enorm komplex, spielt sich aber äußerst leichtgängig.

Was euch in diesem Spiel erwartet klärt unser Test.

Drei unterschiedliche Helden

Dieser kleine Gegner stellt für uns kein Problem dar.

Ganz klassisch starten wir auch in Neoverse mit einem Tutorial. Zu Beginn steht uns lediglich ein einziger Held zur Verfügung. Haben wir die ersten Gegner vernichtet und die ersten zwei Bosse bezwungen erhalten wir Zugriff auf die komplette Riege.

Die erste Heldin ist eine Allrounderin, sie kämpft sowohl im Nah- als auch Fernkampf – ein guter Charakter um sich mit dem Spiel vertraut zu machen. Radioaktivität, also Schaden über Zeit, ist ihre Kerndisziplin.

Als zweites im Bunde haben wir einen Paladin. Miss Klara baut gerne ein Schutzschild für sich selbst auf, um dann verheerende Defensivattacken abzufeuern. Ihre Spezialität ist der Vampirismus.

Mit unserem mächtigen Löwen treten wir gegen diesen Boss an.

Helene, eine Beschwörerin, rundet das Heldenangebot ab. Sie wird als letztes freigeschaltet und ist meiner Meinung nach der „beste“ spielbare Charakter, zumindest komme ich mit ihr am besten zurecht. Sie kann drei unterschiedliche tierische Begleiter (Greif, Drache, Löwe) beschwören, unsere neuen Freunde kämpfen dann wie Berserker in den taktischen Schlachten mit.

Etliche Karten, viele Skills

Hier entwickeln wir eine Karte auf die Maximalstufe 2.

Die ersten Kämpfe beginnen in Neoverse recht gemütlich, lasst euch aber nicht täuschen, je weiter wir voranschreiten desto kniffliger wird das Ganze. Der zweite Boss ist trotzdem recht fix erreicht aber dann zieht der Schwierigkeitsgrad ordentlich an. Wir benötigen außerdem auch eine Priese Glück um die richtigen Karten zu ziehen.

Neue Karten für unser Deck erhalten wir nach erfolgreichen Kämpfen und im Warenhaus, das uns auf unseren Reisen begleitet. Dort können wir auch Fähigkeitspunkte erstehen, diese sind ebenfalls enorm wichtig.

Nach einem gewonnenen Kampf erhalten wir (fast) immer drei Optionen an die Hand, wie unsere Reise weitergehen soll. Jeder Kampf bietet andere Belohnungen wie beispielsweise: Vernichte eine Karte, Entwickle eine Karte (Stufe 2) oder Erhalte drei Fähigkeitspunkte.

Jedem Helden steht ein umfangreicher Skilltree zur Verfügung.

Neben den Karten sind auch unsere aktiven als auch passiven Fähigkeiten in Neoverse spielentscheidend. Aktive Fähigkeiten werden als Karten in den Kämpfen ausgespielt und gewähren zum Beispiel eine ständige Lebensregeneration. Passive Fähigkeiten hingegen gewähren oft feinste Boni für den Warenhändler oder zusätzliche Leben für unsere Leiste.

Dazu gesellen sich in der Regel drei Ausrüstungsgegenstände die wir uns ebenfalls in den Kämpfen verdienen oder eben im Warenhaus käuflich erwerben. Erhalten wir einen vierten Gegenstand wird dieser automatisch in unser Inventar gelegt. Für kommende Neubeginne – und das wird oft sein – können wir unseren Helden direkt zu Beginn, Items ausrüsten.

Diesem Drachen werden wir die Kauleiste geraderichten.

Typisch Roguelite, verdienen wir uns unterschiedliche Fähigkeiten und Karten, die wir bei einem erneuten Anlauf in unserem Standardrepertoire halten. Heißt wir werden mit der Zeit immer mächtiger und kommen immer weiter voran. Sterben ist also Pflicht um besser zu werden.

Intro-Video:

 


Neoverse findet man auf dem PC (Steam) sowie via XBox Game Pass ab dem 17. Dezember 2020

 

81.4%

Roguelite mag ich eigentlich nicht so gerne aber dafür liebe ich Sammelkarten. Der Mix von Neoverse überzeugt mich trotzdem. Das liegt vor allem an den vielen strategischen Möglichkeiten die einem an die Hand gegeben werden. Trotzdem wirkt das Spiel nicht überladen, alles hat Hand und Fuß.

Ein bisschen Glück braucht man natürlich trotzdem beim Ziehen der Karten. Wir können aber gekonnt gegensteuern durch das Warenhaus bzw. das gezielte Vernichten von Karten.

Und nun entschuldigt mich, ich gehe eine Runde Sterben, um dann mächtiger und kräftiger zurückzukehren um anschließend diesen verdammten Bossgegner endlich zu vernichten.

  • Grafik 79%
  • Sound 79%
  • Atmosphäre 84%
  • Steuerung 85%
  • Umfang 80%